Science Busters Podcast

Science Busters Podcast

Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Transkript

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Martin Puntigam: Ausgabe 101 des Science Masters Podcasts, quasi die Hängober-Ausgabe zur hundertsten

Martin Puntigam: Folge und heute heißt es...

Eva Freistetter: Hallo, herzlich willkommen zur Einführungsveranstaltung.

Reinhard Remfort: Die Hälfte von Ihnen werden wir im zweiten Semester nicht mehr sehen.

Nicolas Wöhrl: Gewöhnen Sie sich nicht zu sehr an Ihre Nachbarn.

Martin Puntigam: Herzlich willkommen zur Ausgabe 101 des Science-Busters-Podcasts,

Martin Puntigam: wie immer produziert mit Unterstützung der Uni Graz und der TU Wien.

Martin Puntigam: Mein Name ist Martin Puntigam und mir gegenüber sitzt heute eine illustre Runde

Martin Puntigam: zweimal Physik. Nikolaus Wörl, eine Hälfte von Methodisch Inkorrekt und Reinhard

Martin Puntigam: Remford, die andere Hälfte davon. Hallo.

Nicolas Wöhrl: Hallo.

Reinhard Remfort: Moin.

Martin Puntigam: Und dann zweimal Astronomie. Eigentlich hätte es dreimal Astronomie heißen sollen,

Martin Puntigam: aber Ruth Grützbauch, eine Hälfte und ein gutes Drittel von Das Universum.

Martin Puntigam: Wäre gern dabei gewesen, ist aber sich und beschäftigt sich mit Mikroben in

Martin Puntigam: ihrem Körper, die dort nicht hingehören. Deshalb begrüße ich sehr herzlich Eva

Martin Puntigam: Freistetter, eine Hälfte von Cosmic Latte und ein Drittel von Das Universum. Hallo.

Eva Freistetter: Hallo.

Martin Puntigam: Und Florian Freistetter, ein gutes Drittel von Das Universum,

Martin Puntigam: eine Hälfte von Das Klima, ein ganzes, ganzes von Sternengeschichten und natürlich

Martin Puntigam: wie Ruth Grütbach Teil des Science Busters Podcasts. Hallo.

Florian Freistetter: Hallo.

Martin Puntigam: In Ausgabe 100 haben Martin Moda und ich unter anderem gesprochen über die Anfänge

Martin Puntigam: des Sciencebusters-Podcasts.

Martin Puntigam: Ausgabe 1 hat geheißen Kunstfleisch-Burger mit leichten Verlauf.

Martin Puntigam: Da kann man sich schon ganz gut vorstellen, wann die erste Folge erschienen ist.

Martin Puntigam: Nämlich vor knapp vier Jahren mitten in der Pandemie am 15.03.2021.

Martin Puntigam: Und aufgetreten sind unter anderem die Furzgrundl und eine mögliche nächste

Martin Puntigam: Katastrophe für die Menschheit.

Martin Puntigam: Bevor wir heute Abend live im Literaturhaus Graz rund um Ausgabe 100 noch einmal

Martin Puntigam: feiern und wieder einmal den Podcast live vor Publikum aufzeichnen,

Martin Puntigam: das machen wir sehr, sehr selten, es ist erst zum zweiten Mal nach der Sause rund um Ausgabe 50,

Martin Puntigam: geht es heute in Ausgabe 101 um Podcast 101.

Martin Puntigam: Kennziffer im Amerikanischen für Grundlagenveranstaltungen, Einführungsvorlesungen.

Martin Puntigam: Und das wollen wir zum Anlass nehmen, nachdem alle in der Runde mehr oder weniger

Martin Puntigam: seit langer Zeit Podcasts gestalten, darüber zu sprechen, wie fängt man eigentlich an?

Martin Puntigam: Wie hält man den Podcast durch? Was braucht man dazu?

Martin Puntigam: Was war damals notwendig?

Martin Puntigam: Wie war es damals? Was hat sich bis heute verändert? Und wie geht es mit Podcasts

Martin Puntigam: weiter, wenn man das sagen kann, vielleicht angesichts von KI-Programmen wie

Martin Puntigam: Notebook, LM und so weiter.

Martin Puntigam: Und wir beginnen bitte vielleicht mit den Ausländern, über die reden ja momentan

Martin Puntigam: alle am liebsten, als ob es keine Klimakatastrophe mehr gäbe,

Martin Puntigam: kein Artensterben, kein Versiedlungsproblem.

Martin Puntigam: Hauptsache der Ausländer kommt vor.

Martin Puntigam: Nikolaus Reinhardt, ihr habt es euren Podcast gestartet am Tag der Kapitulation

Martin Puntigam: der Wehrmacht, habt es dann aber doch lange durchgehalten.

Martin Puntigam: Ihr habt es ja schon in Ausgabe 80 des Science Masters Podcasts,

Martin Puntigam: die Jubiliere der Wissenschaft, wie er anlässlich der Verleihung des Oberhommer

Martin Puntigam: Awards in Wien war, Kurz erzählt, wie ihr beide euch gefunden habt.

Martin Puntigam: Das verlinken wir auch in den Shownotes.

Martin Puntigam: Aber bitte schildert jetzt einmal kurz, wie waren die Bedingungen damals,

Martin Puntigam: unter denen ihr im Mai 2013 den Podcast Methodisch Inkorrekt gestartet habt.

Martin Puntigam: Heute geht das ja auch technisch ganz einfach. Heute können das alle,

Martin Puntigam: auch wir Sciencebusters, Medienhäuser übernehmen, große Teile des Marktes.

Martin Puntigam: Aber wie war das damals, Anfang Mai 2013?

Nicolas Wöhrl: Ja, erstmal bin ich ja schon mal froh, dass wir als Ausländer nicht rausgeschmissen

Nicolas Wöhrl: werden. Das begrüße ich schon mal sehr. Vielen Dank für die Gastfreundschaftlichkeit.

Reinhard Remfort: Wir dürfen hier sein, aber nicht arbeiten, oder?

Nicolas Wöhrl: Sehr, sehr gerne. Podcast gehört zu der Zeit. Und waren dann interessiert,

Nicolas Wöhrl: auszuprobieren, ob wir das auch können.

Nicolas Wöhrl: Und das Einzige, womit wir uns auskennen, ist eigentlich Naturwissenschaft oder

Nicolas Wöhrl: noch spezieller Physik. Deswegen haben wir gesagt, okay, wir machen so einen

Nicolas Wöhrl: wissenschaftlichen Podcast.

Nicolas Wöhrl: Und dann war das eigentlich eine ganz, ganz tolle Zeit, weil die Art, wie wir,

Nicolas Wöhrl: Uns überlegt hatten, über Wissenschaft zu sprechen, gab es damals eigentlich

Nicolas Wöhrl: noch gar nicht oder nicht so sehr.

Nicolas Wöhrl: Nämlich eigentlich ein lockeres Gespräch, aber dann eben schon mit Inhalt, mit echten Studien.

Nicolas Wöhrl: Genau, also da war halt viel zu holen, zum ersten Mal zu holen und das hat uns

Nicolas Wöhrl: den Staat auch sehr erleichtert. Technisch, da muss der Reini was zu sagen,

Nicolas Wöhrl: war das natürlich eine völlig andere Zeit.

Nicolas Wöhrl: Reini hat nämlich dann ein Kartenhaus aufgebaut für unseren Podcast,

Nicolas Wöhrl: der mehrfach fast zusammengebrochen ist, möchte ich sagen.

Reinhard Remfort: Ja, also es war auf jeden Fall eine komplett andere Zeit damals,

Reinhard Remfort: also technisch auf jeden Fall.

Reinhard Remfort: Aber wie Niklas ja gerade schon sagte, inhaltlich war die Podcast-Welt viel,

Reinhard Remfort: viel, viel kleiner, als sie es heute ist.

Reinhard Remfort: Man kannte sich, wenn man so möchte. Und technisch war es interessant,

Reinhard Remfort: weil wir mussten damit, wir haben Podcasts gehört, wir hatten aber keine Ahnung, wie man welche macht.

Reinhard Remfort: Wir mussten erstmal, wie man das so macht, ein YouTube-Video gucken.

Reinhard Remfort: Wie macht man denn Podcasts? Und technisch, da war Spotify halt noch kein Ding für Podcasts.

Reinhard Remfort: Also generell Plattformen gab es wenig oder gar nicht zu der Zeit,

Reinhard Remfort: sondern jeder hat noch seinen RSS-Feed selber zusammengeklöppelt.

Reinhard Remfort: Das heißt, man hat irgendwo ein WordPress installiert oder hat halt auf WordPress.com

Reinhard Remfort: sich eine Homepage gemacht und hat dann sich irgendwo Webspace gesucht.

Reinhard Remfort: Ich weiß nur, unsere ersten ein, zwei Folgen haben wir damals im Archive abgelegt,

Reinhard Remfort: archive.org, also da, wo es kostenlos Platz im Internet gab.

Reinhard Remfort: Ja, das ist dann so nach und nach gewachsen. Irgendwann, ich weiß gar nicht,

Reinhard Remfort: war Folge 4 oder so, hatten wir dann verstanden, dass es besser ist,

Reinhard Remfort: wenn man irgendwie sich irgendwo einen kleinen Server mietet.

Reinhard Remfort: Da sind wir in irgendein Wald- und Wiesenrechenzentrum in der Nähe von Köln,

Reinhard Remfort: haben wir uns so einen virtuellen Server gemietet, der nicht besonders groß war.

Reinhard Remfort: Das hat eine ganze Zeit gereicht, bis wir irgendwie, ich weiß nicht,

Reinhard Remfort: bei Folge 30, 40 waren oder so.

Reinhard Remfort: Aber irgendwann haben wir gemerkt, dass immer wenn wir eine Folge veröffentlicht

Reinhard Remfort: haben, unsere Homepage weg war für einen halben Tag.

Reinhard Remfort: Wir haben uns selbst gededost quasi. Also die Mediendateien und die Homepage

Reinhard Remfort: und so, das lag alles auf einem Server und jedes Mal eine Folge erschienen ist.

Reinhard Remfort: Da hatten wir nicht mehr 100 Hörer, da waren wir schon irgendwie bei ein paar tausend.

Reinhard Remfort: Also es muss ein bisschen später gewesen sein, aber das hat jedes Mal den Server

Reinhard Remfort: in die Knie gezwungen und dann sind wir mehrfach umgezogen. Also erst auf einem

Reinhard Remfort: größeren Server, also keinen virtuellen mehr, sondern einen richtigen.

Reinhard Remfort: Das hat aber irgendwann auch nicht mehr ausgereicht. Dann waren wir irgendwann

Reinhard Remfort: bei einem Content Delivery Network,

Reinhard Remfort: das wir bespielt haben und dann kamen irgendwann später so die ersten Hosting

Reinhard Remfort: Anbieter, die sich auf Podcast spezialisiert haben, sowas wie Podigy oder so,

Reinhard Remfort: was man heute halt direkt benutzt, wenn man einen Podcast starten möchte.

Reinhard Remfort: Also es ist heute viel, viel, viel einfacher, als es damals war.

Martin Puntigam: Was habt ihr denn für technisches Equipment gehabt? Also all diese Wörter,

Martin Puntigam: die du jetzt verwendet hast oder diese Sätze von einem Server auf dem anderen

Martin Puntigam: übersiedeln und sie was suchen und ein RSS-Feed zusammenbasteln,

Martin Puntigam: das sind ja all diese Dinge gewesen, die mich so lange davon abgehalten haben,

Martin Puntigam: den Science-Busters-Podcast zu starten oder mit zu starten, weil ich mich damit

Martin Puntigam: überhaupt nicht auskenn.

Martin Puntigam: Das heißt, am Anfang hat man da schon einigermaßen netzaffin sein müssen und

Martin Puntigam: technikaffin, damit man sie überhaupt

Martin Puntigam: drüber getraut hat, damit man die technischen Hürden gemeistert hat.

Martin Puntigam: Das heißt, die allermeisten Menschen, die heute Podcast machen,

Martin Puntigam: waren ja dadurch schon allein ausgeschlossen, einen Podcast zu gestalten.

Florian Freistetter: Ich hätte ja erklärt, ob es funktioniert, aber da wollte ich es trotzdem nicht.

Martin Puntigam: Ja doch, du hast es erklärt und es war sehr kompliziert.

Florian Freistetter: Ich habe dir gesagt, das ist ganz einfach.

Martin Puntigam: Ja genau, das ist immer der fürchterliche Satz, wenn sich jemand gut auskennt

Martin Puntigam: in etwas Komplizierten und sagt, das ist ganz einfach. Das war schon in der Schule schrecklich.

Florian Freistetter: Du hast dich nur von den ganzen Wörtern abschrecken lassen. Du musst gar nicht

Florian Freistetter: wissen, was ein RSS-Feed ist. Du musst dir das richtige Ding anklicken im Internet.

Florian Freistetter: Aber egal, das soll da rein und erklären.

Reinhard Remfort: Ja, also das war jetzt damals auch nicht super kompliziert. Aber ich gebe dir

Reinhard Remfort: schon recht, man musste schon so

Reinhard Remfort: ein bisschen technikaffin sein und sich zumindest irgendwo mal einlesen.

Reinhard Remfort: Oder nette Leute fragen, die es einem erklären.

Reinhard Remfort: Das war nicht so selbsterklärend, wie es heute ist.

Reinhard Remfort: Also heute ist das ja wirklich so consumerfreundlich, dass wirklich jeder einen

Reinhard Remfort: Podcast machen kann. Allerdings hat sich auch gerade in letzter Zeit,

Reinhard Remfort: ich würde sagen so in den letzten drei, vier Jahren, der Begriff Podcast ein bisschen gewandelt.

Reinhard Remfort: Also gerade auf der technischen Seite haben viele Leute gar nicht mehr verstanden, was ein Podcast ist.

Reinhard Remfort: Also Leute denken, wenn irgendwas bei Spotify unter der Kategorie Podcast läuft, wäre das ein Podcast.

Reinhard Remfort: Was man sagen kann, streng genommen ja vielleicht auch so ist,

Reinhard Remfort: aber es gibt zum Beispiel Podcasts, die eventuell gar kein RSS-Feed mehr haben.

Reinhard Remfort: Also die man nur noch über Spotify hören kann.

Reinhard Remfort: Und streng genommen ist das kein Podcast mehr, da kann man jetzt sagen, es ist Haarspalterei.

Reinhard Remfort: Das bringt aber Probleme mit sich. Also diese großen Plattformen,

Reinhard Remfort: wie Spotify zum Beispiel, beherrschen dann irgendwann den Markt und machen es

Reinhard Remfort: für die Podcastenden auch schwieriger,

Reinhard Remfort: Leute zu erreichen oder Werbepartner zu finden oder ähnliches,

Reinhard Remfort: weil Spotify halt jeden Podcast mit Werbung vollballert, es sei denn,

Reinhard Remfort: du hast ein Premium-Abo.

Reinhard Remfort: Und Podcaster müssen den Hörern heutzutage erklären, dass sie von dem Geld,

Reinhard Remfort: das bei Spotify eingeworfen wird, gar nichts abbekommen.

Nicolas Wöhrl: Und das kann man vielleicht auch noch mal sagen. Also es klingt jetzt alles

Nicolas Wöhrl: so positiv und jetzt ist alles leichter geworden.

Nicolas Wöhrl: Aber es gibt natürlich einen Grund, warum es so leicht geworden ist,

Nicolas Wöhrl: weil das ein Markt geworden ist.

Reinhard Remfort: Deswegen gibt es die Anbieter.

Nicolas Wöhrl: Die dir das alles leicht machen, wenn du denen ein bisschen Geld gibst.

Nicolas Wöhrl: Und das zeigt natürlich auch, dass sich inhaltlich die Podcast-Szene gewandelt

Nicolas Wöhrl: hat. Und damals waren es wirklich Leute mit Sendungsbewusstsein,

Nicolas Wöhrl: die hatten Themen oder halt ein starkes Sendungsbewusstsein und die wollten

Nicolas Wöhrl: einfach ihre Sendung publizieren und haben sich da durchgebissen.

Nicolas Wöhrl: Heute ist die Frage relativ schnell da, wer ist eigentlich meine Zielgruppe,

Nicolas Wöhrl: wen will ich erreichen und was will ich mit meinem Podcast erreichen,

Nicolas Wöhrl: will ich damit Geld machen, will ich damit Sichtbarkeit erreichen.

Nicolas Wöhrl: Das war alles viel, viel freier vor 13 Jahren.

Martin Puntigam: War das eigentlich vollkommen egal, wen ihr damit erreicht, weil ihr so viel

Martin Puntigam: Freude gehabt habt, euch zu treffen und Sachen zu sagen?

Nicolas Wöhrl: Wir hatten wirklich überhaupt keine Zielgruppenanalyse gemacht, Reinhard und ich.

Nicolas Wöhrl: Also wir hatten natürlich irgendwie so eine Vorstellung, dass was wir gerne hören würden,

Nicolas Wöhrl: dass das dann auch gerne gehört wird, wenn wir es versenden und wir sind eigentlich

Nicolas Wöhrl: bis heute immer überrascht, wenn wir unsere HörerInnen treffen, weil die so divers sind.

Nicolas Wöhrl: Also wir haben uns halt nicht überlegt, dass wir jetzt den jungen Akademiker

Nicolas Wöhrl: erreichen wollen oder so,

Nicolas Wöhrl: sondern wir freuen uns heute wahnsinnig, wenn uns Landwirte schreiben und sagen

Nicolas Wöhrl: so, die hören uns auf dem Trecker, weil das ist natürlich, da willst du eigentlich

Nicolas Wöhrl: Wissenschaft hinkommunizieren und wir haben da nie strategisch drüber nachgedacht.

Reinhard Remfort: Ja, oder ich mache ja noch einen zweiten Podcast mittlerweile.

Reinhard Remfort: Mit einem Comedian zusammen, also mit einem Basti. Und wir haben jetzt bei unseren

Reinhard Remfort: Live-Terminen von Methodisch Inkorrekt ein paar Mal gehört, ja,

Reinhard Remfort: ich bin durch diesen Quatsch-Podcast halt auf die Wissenschaft,

Reinhard Remfort: also auf unseren dann aufmerksam geworden.

Reinhard Remfort: Und das ist auch immer schön, weil mittlerweile sind wir froh,

Reinhard Remfort: also sehr, sehr froh, wenn wir mit dem Podcast Leute erreichen,

Reinhard Remfort: die sonst gar nichts mit diesem Wissenschaftsbetrieb zu tun haben.

Martin Puntigam: Das war am Anfang nicht so, weil das ist ja eigentlich der Gründungsgedanke

Martin Puntigam: der Science-Busters gewesen, genau Menschen zu erreichen, denen Wissenschaft

Martin Puntigam: fremd ist oder die damit fremdeln oder nichts damit zu tun haben wollen.

Martin Puntigam: Ihr habt das schon so einstiegig gestartet für die Kollegenschaft.

Reinhard Remfort: Nee, nee, nee, nee, das würde ich nicht sagen. Also wir haben das schon so gestartet,

Reinhard Remfort: dass es für jeden sein sollte.

Reinhard Remfort: Aber generell richtete sich ein

Reinhard Remfort: Wissenschaftspodcast natürlich eher an ein wissenschaftsaffines Publikum.

Reinhard Remfort: Aber mittlerweile, wie Nikolaus auch schon gesagt hat, sind wir erstaunt,

Reinhard Remfort: wen wir alles damit erreicht haben.

Reinhard Remfort: Also wir haben am Anfang uns gar nicht überlegt, wen wir erreichen wollen,

Reinhard Remfort: sondern einfach mal über unsere Arbeit geredet und überlegt,

Reinhard Remfort: was wir gerne selber auch hören würden.

Reinhard Remfort: Und das hat sich dann verselbstständigt. Und das ist schön, also es ist super, so wie es jetzt ist.

Martin Puntigam: Ab wann habt ihr denn das Gefühl gehabt, das ist was, dem ihr euch mehr als

Martin Puntigam: nebenbei widmen müsst, um das einigermaßen zu professionalisieren?

Martin Puntigam: Ihr habt das am Anfang, glaube ich, alle 14 Tage publiziert, jetzt alle Wochen.

Martin Puntigam: Am Anfang war es oft sehr lang, jetzt ist es deutlich kürzer.

Martin Puntigam: Es gibt, glaube ich, gibt es bei euch auch so Premium-Abos oder Werbung zwischendurch?

Reinhard Remfort: Wir haben Werbung drin und man kann für den minimalen Beitrag,

Reinhard Remfort: den wir auf irgendeiner Plattform gefunden haben, ich glaube,

Reinhard Remfort: es waren zwei Euro oder so bei Steady, kann man den Feed werbefrei bekommen.

Reinhard Remfort: Aber ansonsten haben wir keinerlei Bonus-Content oder Ähnliches.

Reinhard Remfort: Wir haben unsere Live-Shows, wenn man die als Bonus-Content bezeichnen möchte.

Reinhard Remfort: Die sind aber eigentlich unabhängig vom Podcast.

Martin Puntigam: Also das ist was, was sich ja deutlich geändert hat, dass man,

Martin Puntigam: wenn man einen Podcast kostenpflichtig abonniert, dass man dann irgendwelche

Martin Puntigam: Zusatzangebote kriegt.

Martin Puntigam: Angeboten bekommen muss, um das zu rechtfertigen. Also nur, weil man möchte,

Martin Puntigam: dass die Welt damit schöner wird, dass es den Podcast gibt, das reicht offensichtlich

Martin Puntigam: mittlerweile bei ganz vielen Podcasts nicht mehr.

Nicolas Wöhrl: Ja, bei uns schon. Unseren Podcast kannst du halt hören, völlig frei.

Nicolas Wöhrl: Gut, du musst natürlich 30 Sekunden Werbung ertragen, aber weil wir halt da

Nicolas Wöhrl: nicht ganz unwesentlich Zeit reinstecken und diese Zeit dann auch irgendwann

Nicolas Wöhrl: entlohnt haben möchten.

Nicolas Wöhrl: Weil wir einfach, ja, wir machen jetzt 13 Jahre und da ist halt substanziell

Nicolas Wöhrl: Zeit irgendwie von der Familie weggeknapst worden.

Nicolas Wöhrl: Und da muss man halt sagen, das kannst du eigentlich von der Familie nicht mehr

Nicolas Wöhrl: rechtfertigen, wenn du dich hier samstags hinsetzt und irgendwie die Sendung vorbereitest.

Nicolas Wöhrl: Aber ansonsten ist unsere Idee schon, dass Wissen frei ist.

Nicolas Wöhrl: Klar, mit dem kleinen Sternchen, dass man dann Werbung hören muss.

Martin Puntigam: Ja, das verstehe ich. Wir haben ja einen anderen Weg gewählt und haben versucht,

Martin Puntigam: Universitäten als Kooperationspartner zu finden, die uns das finanzieren.

Martin Puntigam: Das ist quasi unsere Form der Werbung.

Martin Puntigam: Aber ab wann, um auf die Frage zurückzukommen, ab wann habt ihr denn das Gefühl

Martin Puntigam: gehabt, wenn du sagst, die Zeit wird vom Familienleben weggenommen,

Martin Puntigam: das ist so prominent in eurem Leben, dass man das machen muss,

Martin Puntigam: weil sonst ist die Podcast-Gemeinde böse oder ihr selber habt ein schlechtes Gefühl?

Nicolas Wöhrl: Das ist eine schwere Frage. Ja, Rani, fang an.

Reinhard Remfort: Ich hätte vielleicht gesagt, als wir angefangen haben, mehrere Bühnenshows zu

Reinhard Remfort: machen, also mit unserer ersten Tour vielleicht, dass wir gesagt haben,

Reinhard Remfort: das nimmt jetzt so viel Zeit weg und so viel Zeit im Anspruch,

Reinhard Remfort: dass wir da irgendwie...

Reinhard Remfort: Gucken müssen, dass wir das professionalisieren. Das heißt jetzt nicht,

Reinhard Remfort: dass wir gesagt haben, ab da müssen wir irgendwie Werbung machen,

Reinhard Remfort: aber dass es mehr als, also zumindest für mich mehr als nur ein Hobby war.

Reinhard Remfort: Ich lebe ja mittlerweile von den Podcasts, also von den zwei,

Reinhard Remfort: die ich mache und den Shows,

Reinhard Remfort: weil es da irgendwann sowohl zeitlich knapp wurde, also bei mir weniger zeitlich

Reinhard Remfort: als bei Nikolas, weil ich halt keine Kinder habe und so, aber auch die Energie

Reinhard Remfort: und die Arbeit, die man da reinsteckt.

Reinhard Remfort: Also irgendwann ist es halt nicht nur Hobby, sondern irgendwann wird es halt der Job.

Reinhard Remfort: Und ich würde sagen, mit den Bühnenshows kam das so ein bisschen.

Reinhard Remfort: Aber der genaue Zeitpunkt ist ehrlich gesagt sehr schwer zu definieren, weil wir,

Reinhard Remfort: also das Hobby vorher, bevor wir angefangen haben, es zu professionalisieren,

Reinhard Remfort: wenn ich mal so, wenn man es so sagen möchte, uns auch komplett darüber finanziert

Reinhard Remfort: haben, dass Leute uns halt freiwillig irgendwie mal einen Euro in den Hut geworfen haben.

Nicolas Wöhrl: Ja, würde ich genauso bestätigen mit zwei kleinen Einschränkungen.

Nicolas Wöhrl: Zum einen, Reini und ich machen das so gerne und zwar auch nach 13 Jahren noch

Nicolas Wöhrl: so gerne, dass wir ganz, ganz häufig hinter der Bühne zum Beispiel stehen und

Nicolas Wöhrl: sagen, ey, wir würden das auch umsonst machen eigentlich, weil es so viel Spaß macht.

Nicolas Wöhrl: Nein, nein, ich mache noch die Einschränkung, du kannst es aber nicht machen,

Nicolas Wöhrl: weil wir fahren halt für einen Auftritt in München, sind wir das ganze Wochenende unterwegs.

Nicolas Wöhrl: Oder ich muss Urlaub nehmen an der Uni, um überhaupt mal irgendwo in der Woche zu sein.

Nicolas Wöhrl: Und das ist ja einfach reales Geld, das muss ja irgendwann mal gegenrechnen.

Nicolas Wöhrl: Aber es macht uns so eine Freude, dass wir das immer noch machen.

Nicolas Wöhrl: Wir würden auch den Podcast machen, aber es ist auch schon schön,

Nicolas Wöhrl: wenn man dafür eine gewisse Entlohnung kriegt.

Nicolas Wöhrl: Und weil du gerade gesagt hast oder und Reini auch gesagt hat,

Nicolas Wöhrl: das ist so ein schleichender Prozess, wo du merkst, oh jetzt hast du aber auch

Nicolas Wöhrl: eine gewisse Verantwortung. Das ist ganz, ganz lustig, wie du am Anfang eigentlich

Nicolas Wöhrl: nur so ins Leere sendest und dann kommen plötzlich so E-Mails und sagen, ist alles okay bei euch?

Nicolas Wöhrl: Ihr veröffentlicht doch immer dienstags morgens und jetzt ist schon Dienstagnachmittag,

Nicolas Wöhrl: aber ihr habt noch nicht gesendet.

Nicolas Wöhrl: Ich warte doch auf die Folge. Und dann merkst du auf einmal,

Nicolas Wöhrl: oh, das ist den Leuten wichtig geworden.

Nicolas Wöhrl: Und das über die Jahre zu erleben, ist ganz, ganz toll, dass wir so für die

Nicolas Wöhrl: Leute fester Bestandteil ihrer Woche geworden sind.

Nicolas Wöhrl: Das erzählen uns auch Leute, dass wir bei der...

Nicolas Wöhrl: Teilweise bei der Geburt von Kindern dabei waren, weil wir im Hintergrund gelaufen sind.

Nicolas Wöhrl: Rainer und ich haben uns immer gefragt, bei wie viel Zeugung von Kindern wir wohl dabei waren.

Nicolas Wöhrl: Aber da gibt es keine belastbaren Zahlen, muss ich sagen.

Nicolas Wöhrl: Aber das ist halt ganz, ganz toll, dass man, und eben auch eine große Stärke

Nicolas Wöhrl: des Formats Podcast, dass man so unheimlich intim im Leben der Zuhörenden ist.

Nicolas Wöhrl: Und das finden wir total faszinierend.

Reinhard Remfort: Man ist auch über die Zeit irgendwie mit der Community, die man da aufgebaut

Reinhard Remfort: hat, sehr, sehr zusammengewachsen.

Reinhard Remfort: Also diese Bindung ist unglaublich eng geworden, also immer enger geworden.

Reinhard Remfort: Man bekommt plötzlich Lebensgeschichten erzählt, weil wir es halt schon so lange

Reinhard Remfort: machen oder man startet irgendwelche Events. Wir haben zum Beispiel mal in Essen

Reinhard Remfort: an so einem Charity-Run teilgenommen und haben gesagt, wenn ihr wollt, lauft doch mit uns mit.

Reinhard Remfort: Und plötzlich haben sich immer mehr Leute angemeldet und wir haben am Ende ein

Reinhard Remfort: gutes Drittel aller Teilnehmenden dieses Laufes gestellt mit Podcast-Hörern und Hörerinnen.

Reinhard Remfort: Und da dann zu sehen, dass man irgendwie über 100 Menschen mobilisiert bekommt,

Reinhard Remfort: an so einem Lauf teilzunehmen.

Reinhard Remfort: Teilweise sind Leute aus der Schweiz angereist ins Ruhrgebiet,

Reinhard Remfort: um an diesem Charity-Run teilzunehmen.

Reinhard Remfort: Da, weiß ich nicht, kullert einem schon so eine Träne das Auge runter.

Martin Puntigam: Weil die Leute ins Ruhrgebiet kommen oder weil sie zu euch kommen?

Reinhard Remfort: Das möchte ich nicht kommentieren.

Martin Puntigam: Wenn ihr erzählt, dass ihr Rückmeldungen kriegt, weil ihr unpünktlich veröffentlicht

Martin Puntigam: habt, hole ich den Florian mal kurz ins Boot.

Martin Puntigam: Das heißt, der Dua von Anfang an immer erzählt, der Veröffentlichungszeitpunkt

Martin Puntigam: der Sternengeschichten,

Martin Puntigam: der war bewusst gewählt immer mit Freitag, ich weiß nicht, ob morgen oder Abend,

Martin Puntigam: damit die Leute damit ins Wochenende schlafen können.

Martin Puntigam: Das ist ja tatsächlich was, was die Leute erzählen.

Martin Puntigam: Ihr habt das ja auch schon erlebt, dass Leute nach unseren Shows zu den Büchertischen

Martin Puntigam: kommen oder zum Gin kosten oder was auch immer wir gerade verschenken und sagen,

Martin Puntigam: ich höre Ihren Podcast so gerne, ich kann dazu so super einschlafen.

Martin Puntigam: Was eben, wir haben das in einer anderen Podcast-Folge schon einmal besprochen,

Martin Puntigam: normalerweise kein Kompliment ist, aber in dem Fall schon.

Florian Freistetter: Ja, durchaus. Und wenn das Leute sich sowas anhören zum Einschlafen,

Florian Freistetter: das ist, glaube ich, jetzt nicht außergewöhnlich.

Florian Freistetter: Also ich kann zumindest von meiner eigenen Kindheit sprechen.

Florian Freistetter: Ich habe mir auch immer damals natürlich keinen Podcast, sondern die 80er Jahre

Florian Freistetter: Hörspielkassetten angehört, während meine Zeitgenossen und Genossinnen aus der

Florian Freistetter: Generation genauso gemacht haben.

Florian Freistetter: Das heißt, dass Menschen sich was anhören, ist heute, wo das Handy überall mit

Florian Freistetter: dabei ist und im Schlafzimmer dabei ist, ja, ist ganz normal,

Florian Freistetter: dass man sich halt dann Podcasts anhört und,

Florian Freistetter: Wenn man dann einer der Podcasts ist, die angehört werden zum Einschlafen,

Florian Freistetter: dann ist das durchaus gut, weil das ist etwas, was außergewöhnlich ist,

Florian Freistetter: weil ich höre mir nicht jeden Blödsinn an.

Florian Freistetter: Ich meine, vielleicht wenn ich abends vor dem Fernseher sitze und da irgendwie

Florian Freistetter: durchswitche, dann schaue ich mir den ersten Blödsinn an, weil ich zu faul bin

Florian Freistetter: zum Mitdenken, weil ich zu faul bin zum Umschalten.

Florian Freistetter: Aber wenn ich dann im Bett liege und einschlafen will, dann suche ich mir schon

Florian Freistetter: genau aus, was ich mir anhöre.

Florian Freistetter: Wenn dann das, was ich mache, das ist, was angehört wird, was die Menschen dann

Florian Freistetter: in diese intime Situation des Schlafzimmers und des Schlafens mit reinnehmen,

Florian Freistetter: was die Menschen dann hören, weil sie offensichtlich davon so beruhigt sind,

Florian Freistetter: dass sie dann auch besser einschlafen können, dann ist es durchaus etwas,

Florian Freistetter: auf das man stolz sein kann.

Florian Freistetter: Und vor allem, weil die Leute ja dann nicht sagen, das ist so langweilig,

Florian Freistetter: weil ich das höre schlafe ich sofort ein.

Florian Freistetter: Sondern die Leute sagen dann, ja, sie hören das zum Einschlafen.

Florian Freistetter: Aber natürlich, sie hören es dann am nächsten Tag dann nochmal.

Florian Freistetter: So kommst du auf diese Renten-Download-Zahlen.

Reinhard Remfort: Ich verstehe.

Florian Freistetter: Das ist dann auch natürlich aus Werbesicht auch noch besser,

Florian Freistetter: weil die Leute dann, darum habe ich so kurze Folgen, weil dann müssen sie mehr hören zum Einschlafen.

Florian Freistetter: Nein, das ist jetzt nicht der Grund, glaube ich, oder vielleicht ein Teil,

Florian Freistetter: warum die Download-Zahlen groß sind, weil die Leute ja auch den Podcast auch

Florian Freistetter: mehrmals anhören. Aber das war zumindest noch mehr Konzept als der Veröffentlichungszeitpunkt.

Florian Freistetter: Ich wollte von Anfang an jetzt keinen Podcast in der Form machen,

Florian Freistetter: wie Nikolaus und Reinhard ihn machen.

Florian Freistetter: Also ich habe jetzt hier wirklich so ein Gespräch, da geht es auch um aktuelle

Florian Freistetter: Themen, was jetzt gerade aktuell bei euch passiert ist, was aktuell in der Forschung passiert ist.

Florian Freistetter: Und ich habe von Anfang an gesagt, die Sternengeschichten sollen ein Podcast

Florian Freistetter: sein, die genau das Gegenteil sind.

Florian Freistetter: Das soll überhaupt nichts aktuell sein bei dem Ganzen, weil wenn nichts aktuell

Florian Freistetter: ist, dann kann man sich den Podcast immer anhören.

Florian Freistetter: Dann kann man den zu jeder Zeit hören und dann kann ich genauso gut heute eine

Florian Freistetter: Folge hören, die ich vor elf Jahren gemacht habe und die funktioniert immer

Florian Freistetter: noch genauso, ohne Abstriche, weil da nichts drin ist, was irgendein zeitliches Element hat.

Florian Freistetter: Und darum habe ich den Podcast eben auch so gemacht, dass man eben ohne Probleme.

Florian Freistetter: Sich hinsetzen kann und sagen so, ich lege mich jetzt ins Bett und fange mal

Florian Freistetter: Folge 1 an und hören mal wieder alles durch.

Florian Freistetter: Das war von Anfang an das eigentliche Relevante an dem Konzept der Sternengeschichte.

Florian Freistetter: Ich habe dann später auch andere Podcasts gemacht, weil die natürlich auch ihre

Florian Freistetter: Vorteile haben, wenn man sowas macht, eben mit Neuigkeiten und so weiter.

Florian Freistetter: Das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Florian Freistetter: Aber die Tatsache, dass der Podcast eben zeitlos ist und zu jeder Zeit und vor

Florian Freistetter: allem eben auch beim Einschlafen konsumiert werden kann, das war jetzt durchaus gewollt von Anfang an.

Martin Puntigam: Mir war das ja neu, dass Menschen was horchen zum Einschlafen,

Martin Puntigam: weil ich möchte ja immer mal Ruhe haben und eben nichts horchen,

Martin Puntigam: sonst würde ich mal schwer mit Einschlafen, beziehungsweise wenn ich was höre,

Martin Puntigam: dann in dem Fall liegt dann halt oft noch das Telefon am Bauch und so,

Martin Puntigam: dann muss man das wieder irgendwann einmal wegtun.

Martin Puntigam: Also dass Menschen das wählen, war mir neu, das mache ich überhaupt nicht.

Martin Puntigam: Und auch der Tonfall war ja so gewählt, oder hat sich das zufällig ergeben,

Martin Puntigam: dass das so ein bisschen klingt wie die alte Radiosendung meiner Kindheit,

Martin Puntigam: das Traum-Männlein im Radio hat es das gegeben.

Martin Puntigam: Und das hat auch so getragen gesprochen, wie du das machst.

Florian Freistetter: Nein, das würde ich gar nicht so sagen. Also wenn du dir anhörst,

Florian Freistetter: wie ich vor zwölf Jahren, 13 Jahren den Podcast gesprochen habe und wie ich

Florian Freistetter: ihn jetzt spreche, dann wirst du da deutlich einen Unterschied hören.

Florian Freistetter: Also ich habe am Anfang halt einfach so gesprochen, wie ich gesprochen habe

Florian Freistetter: und ich spreche jetzt einfach so, wie ich jetzt spreche.

Florian Freistetter: Der Unterschied ist nur, dass ich mittlerweile sehr, sehr viel mehr Übung habe zu sprechen.

Florian Freistetter: Einerseits durch die lange Podcastarbeit, andererseits durch die lange Bühnenarbeit.

Florian Freistetter: Da lernt man halt ganz anders zu sprechen. Also heute klingt eine Podcast-Folge

Florian Freistetter: sehr viel, ja, ich weiß gar nicht, wie sie sehr viel klingt,

Florian Freistetter: aber sie klingt auf jeden Fall sehr viel anders als damals, weil damals,

Florian Freistetter: wenn ich mir die alten Folgen anhöre, denke ich mal, das klingt alles sehr uninspiriert,

Florian Freistetter: was ich damals geredet habe,

Florian Freistetter: weil ich ja damals anders gesprochen habe, aber da tatsächlich habe ich nie

Florian Freistetter: von Anfang an irgendeinen speziellen Sprachduktus oder sowas mir vorgestellt,

Florian Freistetter: weil ich habe nie ein spezielles professionelles Sprachtrading gehabt.

Florian Freistetter: Ich habe halt so gesprochen, wie ich sprechen konnte.

Martin Puntigam: Der Podcast Sternengeschichten ist ja noch ein bisschen früher zum ersten Mal

Martin Puntigam: erschienen als methodisch inkorrekt, nämlich schon am 30. November 2012.

Martin Puntigam: Und ich glaube, wir haben das auch schon mal besprochen. Das war ja am Anfang,

Martin Puntigam: waren das ja Videos und dann ist das erst der Podcast geworden, oder?

Florian Freistetter: Nein, nein, nein. Also der Podcast war immer genau so, wie der Podcast ist.

Florian Freistetter: Der Grund, warum ich den Podcast gemacht habe, waren die Videos.

Florian Freistetter: Ich habe damals schon längere Zeit meinen Internet-Blog Astrodicticum Simplex

Florian Freistetter: geschrieben und das hat alles sehr gut funktioniert und das hat sehr viele Menschen

Florian Freistetter: Spaß gemacht und gefallen und ich habe gedacht, ich würde gerne mal irgendwie

Florian Freistetter: ein anderes Medium ausprobieren,

Florian Freistetter: würde meine Inhalte gerne in einem anderen Medienformat präsentieren und habe

Florian Freistetter: gedacht, mache ich halt Videos, weil das war damals populär,

Florian Freistetter: genauso wie es heute populär ist, YouTube-Videos machen und habe gedacht,

Florian Freistetter: mache ich Videos und ich habe glaube ich drei Videos gemacht und die waren alle

Florian Freistetter: schlecht, also wirklich sehr schlecht,

Florian Freistetter: weil ich eben nicht Videos machen konnte, weil ich jetzt nicht so sehr den Sinn

Florian Freistetter: für Bilder habe. und auch die Technik nicht hatte.

Florian Freistetter: Ja, Videos machen, braucht man sehr viel Kenntnis von sehr vielem Zeug,

Florian Freistetter: von dem ich keine Kenntnisse hatte und das Zeug dazu auch nicht.

Florian Freistetter: Also habe ich dann irgendwie nach dem zu Recht schlechten Feedback für diese

Florian Freistetter: drei Videos gedacht, okay, dann mache ich was anderes, wenn das nicht funktioniert.

Martin Puntigam: Aber du hast ein gutes Feedback zu schlechten Videos bekommen, oder?

Florian Freistetter: Je nachdem, wie man will. Das waren schlechte Videos und das Feedback,

Florian Freistetter: das war dementsprechend.

Eva Freistetter: Gibt es die Videos noch?

Florian Freistetter: Die sollten noch irgendwo bei YouTube rumliegen wahrscheinlich.

Florian Freistetter: Keine Ahnung, oder bei mir auf der Festplatte auf jeden Fall.

Florian Freistetter: Ich habe nichts gelöscht. Also das ist alles noch da.

Martin Puntigam: Aber da kommen ja Geheimnisse auf. Ihr seid ja verheiratet und habt euch gegenseitig

Martin Puntigam: die frühen YouTube-Videos nicht vorgespielt.

Eva Freistetter: Nein, ich weiß nur, dass es sie gibt, aber ich habe sie noch nicht gesehen.

Eva Freistetter: Jetzt ist sie schon egal, jetzt sind wir schon verheiratet.

Florian Freistetter: Jedenfalls habe ich dann gedacht, okay, dann probiere ich was anderes.

Florian Freistetter: Und ich habe damals natürlich auch schon Podcasts gehört.

Florian Freistetter: Ich habe, glaube ich, angefangen, Podcasts zu hören im internationalen Jahr der Astronomie 2009.

Florian Freistetter: Da gab es noch nicht mal Smartphones. Da hat man Podcasts noch runterladen und

Florian Freistetter: per MP3-Datei am Computer auf irgendwann MP3-Player kopieren müssen, händisch.

Florian Freistetter: Also die ganz alten, harten Zeiten waren das. Da habe ich angefangen,

Florian Freistetter: einen Podcast zu hören und habe dann ja auch...

Florian Freistetter: Leute aus der Podcast-Szene gekannt, die war damals noch vergleichsweise klein.

Florian Freistetter: Unter anderem habe ich Tim Prittler von Holger Klein gekannt und mit Holger

Florian Freistetter: schon ein bisschen was zu tun gehabt.

Florian Freistetter: Und dann habe ich gedacht, okay, Podcast gibt es auch, da gibt es kein Bild,

Florian Freistetter: das ist vielleicht einfacher zu machen.

Florian Freistetter: Da habe ich ein Kommunikationselement weniger und dann probiere ich mal Podcast

Florian Freistetter: und dann habe ich Holger, der sowas wie Podcast-Urgestein im deutschsprachigen

Florian Freistetter: Raum ist, gefragt, ob er mir ein paar Tipps geben kann.

Florian Freistetter: Und dann habe ich da angefangen mit dem Konzept der Sternengeschichten und ja,

Florian Freistetter: seitdem läuft es durch, seit 13 Jahren, mehr als 13 Jahren, na 13 Jahre sind

Florian Freistetter: es, jede Woche eine Folge.

Martin Puntigam: Bevor wir dann auch auf Rind zu sprechen kommen und Holger Klein,

Martin Puntigam: ganz kurz muss ich über dein YouTube-Vergnügen unterbrechen.

Eva Freistetter: Schade.

Martin Puntigam: Du bist ja Teil des Universum-Podcasts, den gibt es seit dem Jahr 2000.

Martin Puntigam: Das heißt, du bist wesentlich später dazugekommen und zu einer Zeit,

Martin Puntigam: wo das technisch schon verhältnismäßig einfacher war, also mir hat es noch immer

Martin Puntigam: abgeschreckt damals, aber es war schon einfacher.

Martin Puntigam: Du bist zum Podcast gekommen, weil du den Florian gekannt hast oder wolltest

Martin Puntigam: du das schon selber auch machen?

Eva Freistetter: Ja, beides eigentlich. Also ich habe natürlich den Florian gekannt und mir hat

Eva Freistetter: das gut gefallen und ich war ihm auch neugierig, das zu machen.

Eva Freistetter: Und vor allem, ich wollte irgendwie auch ein gemeinsames Projekt mit ihm haben.

Eva Freistetter: Und dann haben wir uns überlegt, was das sein könnte, was wir machen könnten.

Eva Freistetter: Und dann kam eben die Idee auf, dass ich beim Universum-Podcast einsteige mit

Eva Freistetter: einer kleinen Rubrik, wo ich über das Astronomie-Studium spreche.

Eva Freistetter: Und das war so mein Einstieg in die Podcast-Szene. Und das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Martin Puntigam: Wann war das ungefähr?

Eva Freistetter: Wann habe ich da angefangen? Ich glaube 2022. 2022.

Martin Puntigam: Also eh ziemlich zeitgleich, wo der eigene Podcast Cosmic Latte gestartet ist.

Martin Puntigam: Ungefähr um die Zeit wahrscheinlich. Ja, also ein bisschen früher.

Eva Freistetter: Also ich glaube, ich war so, ich weiß nicht, vorhin hielt mal so ein Jahr, dreiviertel Jahr.

Florian Freistetter: Ich kann das auch nicht genau sagen. Ich kann jetzt raussuchen,

Florian Freistetter: welche Folge das war. Das könnt ihr schnell machen.

Florian Freistetter: Es war die Folge, wo wir über Ruth's Doktorarbeit gesprochen haben.

Florian Freistetter: Das weiß ich noch. Das war das erste Mal, wo du über das Studium gesprochen hast.

Florian Freistetter: Aber ich kann jetzt nicht sagen, welche Folge Ruth's Doktorarbeit war.

Florian Freistetter: Das muss eine von den ersten 20 bis 30 gewesen sein.

Martin Puntigam: Ist es diese Doktorarbeit, die sie auch vertanzt hat?

Florian Freistetter: Ja, genau.

Florian Freistetter: Das aufregende Leben der Galaxien in irgendwelchen komischen Gruppen.

Martin Puntigam: Ja, da gibt es auch ein schönes Video davon.

Florian Freistetter: Ja.

Martin Puntigam: Jetzt warst du von Anfang an

Martin Puntigam: Weil das ist ja immer auch der interessante Teil für Menschen,

Martin Puntigam: die einen Podcast starten wollen.

Martin Puntigam: Technisch involviert in die Herstellung oder hat das am Anfang alles der Florian übernommen?

Martin Puntigam: Weil mittlerweile bist du da ja sehr versiert. Wie hat sich denn das ergeben,

Martin Puntigam: dass du mittlerweile ja sogar mit Space Monkey eine Podcast-Agentur betreibst?

Eva Freistetter: Ja, das hat sich so langsam entwickelt, würde ich mal sagen.

Eva Freistetter: Also ganz am Anfang hat wirklich der Florian alles gemacht.

Eva Freistetter: Also da war ich eigentlich nur zu Besuch immer im Universums-Podcast und habe

Eva Freistetter: gesprochen. Und der Florian hat den ganzen Rest gemacht.

Eva Freistetter: Und bei mir hat es dann eigentlich begonnen, dass ich so auf die andere Seite

Eva Freistetter: auch geschlüpft bin durch die Universität.

Eva Freistetter: Also durch die Uni, da habe ich so ein Wissenschaftskommunikations-Seminar besucht.

Eva Freistetter: Und da sollten wir eben auch ein Projekt machen. Und das lag für mich auf der

Eva Freistetter: Hand, dass ich natürlich ein Podcast-Projekt umsetzen werde.

Eva Freistetter: Und da haben wir dann wirklich von Anfang, also mit Konzept bis dann hin zur

Eva Freistetter: Entwicklung eben einer Folge, der ersten Folge, alles durchexerziert.

Eva Freistetter: Das war so die Aufgabe über das Semester und da immer natürlich auch mit dem

Eva Freistetter: Schneiden und wie ich das wirklich, also die komplette Produktion dann eben

Eva Freistetter: auch mache. Und das wollte ich da eben auch lernen.

Eva Freistetter: Und da hat mir das dann der Florian eben gezeigt und so habe ich das quasi während des Tuns gelernt.

Eva Freistetter: Und das hat eigentlich so viel Spaß gemacht, dass wir dann eben gesagt haben,

Eva Freistetter: wir veröffentlichen auch die eine Folge.

Eva Freistetter: So ist dann Cosmic Latte eben entstanden und sind dann dabei geblieben.

Eva Freistetter: Also am Anfang ja monatlich und dann später auf 14-tägig umgestiegen.

Eva Freistetter: Und das ist jetzt schon zweieinhalb Jahre her und das wächst sehr gut.

Eva Freistetter: Ja, ich habe gemerkt, dass mir dieses Podcasten sehr viel Spaß macht und...

Eva Freistetter: Dass ich da einfach auch Freude habe, also dass ich eben auch gerne über Astronomie

Eva Freistetter: spreche, dass es mir auch wichtig ist, das irgendwie weiterzugeben.

Eva Freistetter: Also für mich ist das dann eben auch, also es ist eh schon am Anfang auch gesagt,

Eva Freistetter: und ich weiß jetzt nicht, ob es Nikolas oder Reinhard waren,

Eva Freistetter: es ging halt wirklich auch darum, darüber zu sprechen.

Eva Freistetter: Also mir war es eben beim Universum, war es mir wichtig, über das Astronomiestudium zu sprechen,

Eva Freistetter: weil ich eben den Eindruck habe, dass da sehr viele Menschen halt so überhaupt

Eva Freistetter: keine Vorstellung haben, was da bei dem Studium passiert und dass ich da einfach

Eva Freistetter: einen Einblick gebe Und dann auch über diese astronomischen Themen zu sprechen in Cosmenglatte,

Eva Freistetter: war mir dann einfach auch irgendwie ein Bedürfnis.

Eva Freistetter: Und dann langsam ist es aber eben auch so in diese Professionalisierungsrichtung gegangen.

Eva Freistetter: Also auch wenn man dann merkt, oh, da hört ja auch jemand zu,

Eva Freistetter: man bekommt Feedback. Dann wächst auch so ein bisschen der eigene Anspruch.

Eva Freistetter: Und ich wollte es dann eben auch beruflich verbinden. Also ich komme ja aus

Eva Freistetter: der Kommunikationsbranche, aus dem Marketing.

Eva Freistetter: Und da war es dann irgendwann klar, dass ich das verknüpfen möchte und deswegen

Eva Freistetter: dann die Agentur auch gegründet habe.

Martin Puntigam: Jetzt haben wir am Anfang schon darüber gesprochen. Wir haben Co-Produzenten

Martin Puntigam: mit der Uni Graz und der TU Wien.

Martin Puntigam: Reinhard und Nikolas haben irgendwann einmal begonnen, Werbung zu integrieren, um das zu finanzieren.

Martin Puntigam: Wenn du sagst, es wächst gut, der kosmenglatte Podcast,

Martin Puntigam: dann bedeutet das gleichzeitig auch, dass es aufwendiger geworden ist und dass

Martin Puntigam: es natürlich auch nicht nur reizvoll, sondern oft auch notwendig ist,

Martin Puntigam: der Finanzmittel einzuwerben, damit man das bezahlen kann.

Martin Puntigam: Wie hat sich denn die Perspektive entwickelt, die du ja sehr viel später damit

Martin Puntigam: begonnen hast als alle anderen?

Eva Freistetter: Ja, also wie gesagt, das war ja im Prinzip...

Eva Freistetter: Und eigentlich auch als Hobby, also es ist zwar von der Uni gekommen als Projekt,

Eva Freistetter: aber wir haben es ja dann eigentlich im Hobbybereich umgesetzt und lange gemacht.

Eva Freistetter: Das heißt, es war gerade am Anfang natürlich so eigentlich die Eigenfinanzierung,

Eva Freistetter: die wir da gemacht haben.

Eva Freistetter: Ja, man hat dann natürlich auch spenden können. Also wir haben dann auch gesagt,

Eva Freistetter: in dem Moment, wo wir auf 14 Tage gewechselt haben, dass man dann eben auch spenden kann.

Eva Freistetter: Das haben wir dann im PayPal-Konto und das alles eingerichtet und dass man da

Eva Freistetter: ja eine Anerkennung auch uns zukommen lassen kann.

Eva Freistetter: Es war aber bei mir jetzt, also gerade bei Cosmic Latte, jetzt nicht so sehr

Eva Freistetter: die Monetarisierung auch im Vordergrund. Also es war immer so der Anspruch bei mir.

Eva Freistetter: Ja, wenn da jetzt Geld reinkommt, dann ist das gut, dann freut uns das, dann ist das sehr schön.

Eva Freistetter: Aber es war jetzt nicht das Ziel, also auch bei den anderen,

Eva Freistetter: die mit mir im Podcast sprechen, dass wir jetzt sagen, ja, wir möchten da jetzt

Eva Freistetter: groß das Geld verdienen. Also ich glaube, den Anspruch haben wir alle nicht.

Eva Freistetter: Habe ich jetzt auch niemandem versprochen, wenn da jetzt jemand neu dazugekommen ist im Podcast.

Eva Freistetter: Sondern es ist eben dadurch, dass es dann organisch auch gewachsen ist.

Eva Freistetter: Wir haben jetzt eben auch die Größe erreicht, dass wir eben Werbung schalten können.

Eva Freistetter: Wo ich jetzt auch gesagt habe, ja, wir probieren das, wir schauen uns das mal

Eva Freistetter: an, ob das gute Einnahmen sind, ob da jetzt was zusammenkommt oder nicht.

Eva Freistetter: Und ich sehe das aber eher entspannt. Also es ist jetzt auch kein Druck.

Eva Freistetter: Zum Glück habe ich jetzt nicht diesen wirtschaftlichen Druck,

Eva Freistetter: dass ich jetzt sage, ich muss jetzt damit Geld verdienen, sondern es ist schön, wenn etwas reinkommt.

Eva Freistetter: Aber ja, also es ist jetzt nicht so, dass ich jetzt abhänge.

Eva Freistetter: Ich bin wirtschaftlich von Cosme Glatte.

Martin Puntigam: Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten. Und wenn wir eine 101-Ausgabe machen,

Martin Puntigam: wenn man Anerkennung zeigen kann und was spenden kann und so weiter,

Martin Puntigam: was bedeutet denn das konkret?

Martin Puntigam: Also ein Paypal-Konto kann man einrichten, aber es gibt ja auch Plattformen

Martin Puntigam: über Patreon und andere, die ich gar nicht alle auswendig kenne,

Martin Puntigam: über die man Geld kriegen kann, wo das gespendet werden kann.

Martin Puntigam: Dann liegt es irgendwo auf einem

Martin Puntigam: Konto und dann muss das ja einer weiteren Buchhaltung unterzogen werden.

Martin Puntigam: Was genau muss man denn da machen, jetzt als Information für jemanden,

Martin Puntigam: der einen Podcast starten möchte

Martin Puntigam: und unter anderem vielleicht darüber ein bisschen Geld lukrieren will?

Reinhard Remfort: Die Antwort ist relativ einfach. Geh zu einem Steuerberater und rede mit dem.

Martin Puntigam: Und wenn man aber keinen Steuerberater hat, wenn man zum Beispiel 17-jähriger

Martin Puntigam: Gymnasiast, der Gymnasiastin ist?

Reinhard Remfort: Dann rede mit dem Steuerberater von Mama oder Papa.

Martin Puntigam: Und wenn die angestellt sind?

Reinhard Remfort: Dann such dir einen Steuerberater. Also man kriegt das glaube ich auch so hin,

Reinhard Remfort: aber ich kann wirklich jedem, also zumindest ist es in Deutschland so,

Reinhard Remfort: Jeder, der sich in irgendeiner Form selbstständig macht, sollte ganz,

Reinhard Remfort: ganz dringend mit einem Steuerberater reden.

Reinhard Remfort: Also man muss nicht unbedingt einen Steuerberater haben, der einem die Steuer

Reinhard Remfort: macht oder so, aber wenn man es nicht in der Schule gelernt hat und ich habe

Reinhard Remfort: es nicht gelernt, ich habe es auch im Studium nicht gelernt und so,

Reinhard Remfort: sollte man mit einem Steuerberater reden.

Reinhard Remfort: Ich habe lange gebraucht, also ich habe es quasi on the job gelernt sozusagen

Reinhard Remfort: und das ist nicht gut auf Dauer.

Martin Puntigam: Das heißt einfach zu sagen, da gibt es diese Plattformen, also man kann ja einen

Martin Puntigam: Podcast produzieren mit Podigy und anderen Plattformen, das geht relativ einfach.

Martin Puntigam: Es gibt eben auch diese Spendenplattformen, die einfach zu verlinken und einzuhängen

Martin Puntigam: und dann zu sagen, da kommt da Geld und da freue ich mich drüber,

Martin Puntigam: das ist ungünstig, weil irgendwann kommen dann Versicherungen und Finanzamt.

Reinhard Remfort: Richtig. Also wenn man, es gibt gewisse Beträge, wenn man das so als Liebhaberei

Reinhard Remfort: oder kleines Hobby oder so macht, da ist das alles noch nicht so schlimm.

Reinhard Remfort: Aber wenn das wächst und so, ist man irgendwann in der klassischen Situation,

Reinhard Remfort: die ich bei Freunden in anderen Bereichen mal mitbekommen habe oder die bei

Reinhard Remfort: Künstlern auch häufiger passieren, irgendwie das Finanzamt klopft an die Tür

Reinhard Remfort: und möchte noch Geld von einem haben. Und man fragt sich, warum?

Reinhard Remfort: Und man hat nichts zurückgelegt oder zu wenig zurückgelegt. Und wenn sowas passiert,

Reinhard Remfort: ist das schlecht. Und das Finanzamt kommt auch gerne mal an und möchte irgendwelche

Reinhard Remfort: Vorauszahlungen haben, weil irgendwas geschätzt wird oder so.

Reinhard Remfort: Und wenn einen sowas überrascht, ist das glaube ich nicht gut.

Reinhard Remfort: Und gerade, wenn man zum Beispiel so um die Schwelle rum verdient,

Reinhard Remfort: dass man, was weiß ich, umsatzsteuerpflichtig wird oder so, kann das halt unschön werden.

Reinhard Remfort: Und deshalb, man sollte, also das ist nicht so schlimm, wie es sich jetzt anhört,

Reinhard Remfort: man sollte es aber auch nicht zu sehr vernachlässigen.

Reinhard Remfort: Deshalb sage ich, am besten redet man mal mit einem Steuerberater.

Reinhard Remfort: Kostet nicht so viel, lohnt sich.

Florian Freistetter: Und vielleicht aus einem ganz konkreten Hinweis, also wenn man jetzt wirklich

Florian Freistetter: sich so ein Konto bei Patreon zum Beispiel einrichtet oder bei Steady,

Florian Freistetter: dann muss man sowieso wie überall, wenn man was einrichtet, mal Daten angeben.

Florian Freistetter: Und unter anderem muss man da auch Steuerdaten angeben.

Florian Freistetter: Das heißt, da muss man dann schon irgendwie eine Steuernummer angeben und solche Sachen.

Florian Freistetter: Also da ist dann eh der Punkt erreicht, entweder man weiß, was man tut oder

Florian Freistetter: wenn man es nicht weiß, dann muss man irgendwann fragen, der oder die weiß, was man da tun muss.

Florian Freistetter: Das heißt, da kommt man dann eh nicht umhin. Bei PayPal ist es vielleicht noch ein bisschen anders.

Florian Freistetter: Ich weiß gar nicht, was man da alles braucht, um ein PayPal-Konto zu machen.

Florian Freistetter: Irgendwie eine Kreditkarte oder ein Bankkonto, glaube ich, zumindest wenn man

Florian Freistetter: das Geld dann irgendwie haben will wieder.

Florian Freistetter: Aber jetzt, sagen wir mal, wenn wir jetzt nicht über 17-jährige Leute reden,

Florian Freistetter: sondern wirklich halt Erwachsene.

Martin Puntigam: 13-Jährige.

Florian Freistetter: Ja, von mir aus auch. Aber Erwachsene, die wissen, was sie tun. Dann ist es, wie gesagt.

Martin Puntigam: Gar nicht so schwierig, eine sehr kleine Teilmenge.

Florian Freistetter: Genau. Ja, also dann ist es gar nicht so schwierig, mit Steady und Petro und

Florian Freistetter: dem ganzen Zeug zu arbeiten, weil es ist halt unterschiedlicher Aufwand an buchhalterischer Arbeit.

Florian Freistetter: Also bei Steady zum Beispiel, da kriegt man eine schöne Abrechnung, so eine gesammelte.

Florian Freistetter: Da muss ich nicht viel mehr tun, als diese Rechnung von Steady oder diese Gutschrift,

Florian Freistetter: die ich kriege, um eine Buchhaltung zu nehmen. Bei Patreon ist es so ähnlich.

Florian Freistetter: Bei PayPal muss man sich halt hinsetzen und jede einzelne Überweisung irgendwie

Florian Freistetter: in der Buchhaltung erfassen.

Florian Freistetter: Das löse ich. Ich habe halt eine Excel-Tabelle, die ich ausfülle.

Florian Freistetter: Das kann man auch, kann sich das bei PayPal runterladen und so weiter.

Eva Freistetter: Ich wollte gerade sagen, es gibt da sogar CSV.

Florian Freistetter: Genau, genau. Ja, genau, das gibt es alles und dann muss man halt CSV-Output von jemandem.

Martin Puntigam: Der noch nie was damit zu tun gehabt hat?

Eva Freistetter: Ja, das ist sowas wie eine Excel-Datei. Also das sind halt die ganzen Daten,

Eva Freistetter: die man sich herunterladen kann.

Eva Freistetter: Da kann man den Zeitraum einschränken und dann hat man das alles quasi am Computer

Eva Freistetter: abgespeichert und dann kann man das für die Buchhaltung in einen Ordner geben.

Florian Freistetter: CSV ist einfach nur ein Datenverwarn. Genau. Wenn du da als Text exportierst

Florian Freistetter: oder sowas nimmst, dann kannst du es als CSV exportieren und dann kann ich es

Florian Freistetter: in irgendeine andere beliebige strukturierte Datenverarbeitung wieder importieren.

Florian Freistetter: Aber hat nichts mit Podcast-Ansicht zu tun, CSV.

Reinhard Remfort: Aber auch hier möchte ich kurz einwerfen, gilt, das ist alles immer sehr individuell

Reinhard Remfort: und von der Person abhängig. Das hängt davon ab.

Florian Freistetter: Wie viel verdiene ich.

Reinhard Remfort: Genau, es ist vom Land abhängig. Wie viel verdiene ich? In welchem Rahmen verdiene

Reinhard Remfort: ich das? Verdiene ich das alleine oder mit jemand anderem zusammen und so weiter?

Reinhard Remfort: Also diese ganze Steuerproblematik und so, die ist jetzt nicht super kompliziert,

Reinhard Remfort: aber immer sehr individuell.

Reinhard Remfort: Und deshalb red mit einem Steuerberater.

Nicolas Wöhrl: Darf ich vielleicht nochmal einen Schritt zurückgehen, weil wir sind ja hier beim Podcasting 101.

Nicolas Wöhrl: Ich würde ganz, ganz dringend empfehlen, dass es gar nicht ums Geld verdienen

Nicolas Wöhrl: gehen sollte im ersten Schritt.

Nicolas Wöhrl: Fangt gar nicht an, irgendwas im Internet zu machen, weil ihr Geld verdienen wollt.

Nicolas Wöhrl: Ihr wollt erstmal ein gutes Produkt haben oder einen guten Podcast oder was

Nicolas Wöhrl: auch immer, was den Leuten etwas bedeutet.

Nicolas Wöhrl: Bei Reinhard und mir war es so, wir haben...

Nicolas Wöhrl: Wahrscheinlich jahrelang gesendet oder sicherlich das erste,

Nicolas Wöhrl: zweite Jahr, bis die Leute auf uns zukamen und gesagt haben,

Nicolas Wöhrl: sag mal, ihr macht das alles umsonst, können wir euch nicht irgendwo mal Geld in den Hut werfen?

Nicolas Wöhrl: Und dann haben wir angefangen mit Patreon und solchen Sachen zu arbeiten.

Nicolas Wöhrl: Aber bitte fangt nicht an zu podcasten, weil ihr reich werden wollt.

Nicolas Wöhrl: Das wird ganz, ganz schwierig.

Reinhard Remfort: Oder davon leben wollt oder so.

Nicolas Wöhrl: Genau, ja.

Florian Freistetter: Das ist, glaube ich, der größte Unterschied zwischen Podcasten damals,

Florian Freistetter: zu unserer Zeit, wo wir angefangen haben, und heute.

Florian Freistetter: Weil, wie gesagt, auch ich, wie ich angefangen habe, da war überhaupt kein Gedanke

Florian Freistetter: dran, mit Podcasts Geld zu verdienen.

Florian Freistetter: Weil das ging vielleicht wie in den USA damals vielleicht, aber im deutschsprachigen

Florian Freistetter: Raum nicht und schon gar nicht mit wissenschaftlicher Thematik.

Florian Freistetter: Da tust du schon schwer, mit wissenschaftlicher Forschung Geld zu verdienen

Florian Freistetter: und mit Podcasts über Wissenschaften noch viel weniger.

Florian Freistetter: Und war also damals kein Gedanke. Und heute sehe ich ganz oft,

Florian Freistetter: wenn du dich da in Instagram oder anderen sozialen Medien umtust,

Florian Freistetter: welche Leute, die im Wesentlichen mit einem Podcast gründen,

Florian Freistetter: um damit sofort in Folge 1 Geld zu verdienen und sofort mit Monetarisierung anfangen.

Florian Freistetter: Es gibt Podcasts, die auch dir nur erklären, wie du deine Podcasts monetarisierst

Florian Freistetter: und dann gründen Leute irgendwelche Podcasts und dann sind die nach 10 Folgen

Florian Freistetter: wieder eingestellt, weil sie damit nicht genug verdient haben und sowas.

Florian Freistetter: Also das, was Nikolaus gesagt hat, wäre auch mein Tipp, wenn man das machen möchte.

Florian Freistetter: Schaut erstmal, dass ihr was zu erzählen habt, was ihr gerne erzählen wollt

Florian Freistetter: und wenn das dann ausreichend viele Menschen,

Florian Freistetter: und ausreichend viele müssen jetzt nicht absolut viele sein,

Florian Freistetter: sondern eben nur ausreichend viele, ausreichend viele hören,

Florian Freistetter: dann wird es Möglichkeiten geben, damit vielleicht Geld zu verdienen,

Florian Freistetter: aber zum Reich werden sollte man lieber was anderes machen.

Nicolas Wöhrl: Und die Leute hören es einfach auch und merken es auch, wenn du damit das nur

Nicolas Wöhrl: machst, um Geld zu verdienen. Also das wird, glaube ich, nicht funktionieren.

Martin Puntigam: Also mittlerweile ist es ja so, ich habe es in der Einleitung kurz erwähnt,

Martin Puntigam: dass große Medienhäuser, die Fernsehsender betreiben, die Zeitungen herausgeben,

Martin Puntigam: teilweise bessere, teilweise uninteressantere Podcasts auf

Martin Puntigam: ihren Plattformen hosten und gleichzeitig das aber auch über Werbeverwertungsagenturen

Martin Puntigam: betrieben wird und dann hört man auf verschiedenen Podcasts Werbungen für andere

Martin Puntigam: Podcasts und normale Werbungen und die Podcasts sind manchmal interessant,

Martin Puntigam: aber größtenteils klingen sie alle ähnlich, was dazu geführt hat,

Martin Puntigam: also unter anderem offensichtlich dazu geführt hat, schon auch die ganze Forschung,

Martin Puntigam: künstliche Intelligenz, dass es dieses Programm Notebook LM gibt,

Martin Puntigam: mit dem man ja offensichtlich mit einer Seite PDF sehr einfach, sehr schnell an,

Martin Puntigam: ganz stromlinienförmigen Podcast herstellen kann.

Martin Puntigam: Das sind diese Podcasts, wo ihr sagt, man hört das sofort, wenn man damit was verdienen möchte?

Martin Puntigam: Oder habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht? Habt ihr das schon ausprobiert?

Florian Freistetter: Nein, das war jetzt nicht das, was ich gemeint habe, sondern die Podcasts,

Florian Freistetter: die ich gemeint habe, die werden schon von Leuten gemacht, aber das sind Leute,

Florian Freistetter: die an sich denken, Podcasts sind jetzt gerade populär, da mache ich jetzt auch

Florian Freistetter: mit, weil da kann ich Geld verdienen.

Florian Freistetter: Also diese wirklich rein KI-gemachten Podcasts, die sind, glaube ich,

Florian Freistetter: noch nicht wirklich so gut genug, dass sie wirklich funktionieren.

Florian Freistetter: Ich würde auch nicht jetzt die journalistischen Podcasts und die Medienhäuser

Florian Freistetter: damit alle in den Topf schmeißen.

Florian Freistetter: Also dass die Podcasts, die aus den ganzen Medienhäusern kommen,

Florian Freistetter: dass die alle ähnlich klingen, liegt glaube ich daran, dass die Podcasts halt

Florian Freistetter: alle von Journalistinnen und Journalisten gemacht werden.

Florian Freistetter: Und die hören alle Podcasts von Journalistinnen und Journalisten vor allem und

Florian Freistetter: haben alle mehr oder weniger eine ähnliche Vorstellung, wie Informationen vermittelt

Florian Freistetter: werden sollten, nämlich auf diese journalistische Art.

Florian Freistetter: Und darum klingen die Podcasts halt alle so, wie sie klingen.

Florian Freistetter: Und Leute, die Podcasts machen so wie wir, die noch nie als Journalisten gearbeitet

Florian Freistetter: haben, wir reden halt oder wir machen es halt so, wie wir es gerne wollen.

Florian Freistetter: Darum klingt das vielleicht anders als das, was aus den Medienhäusern kommt.

Florian Freistetter: Aber so diese reinen KI-Podcasts werden mir noch nicht so groß aufgefallen.

Florian Freistetter: Ich weiß nicht, ob die anderen anderes berichten können. Kann sein,

Florian Freistetter: dass es da noch ein bisschen dauert, bis die sich so weit durchgesetzt haben,

Florian Freistetter: dass man mit denen wirklich was Sinnvolles anstellen kann.

Florian Freistetter: Ich glaube, wenn die existieren und Geld einbringen, dann eher auf irgendwelche

Florian Freistetter: dubiosen, betrügerischen Arten aktuell.

Reinhard Remfort: Mir ist das nur in dem Rahmen begegnet, dass ein Freund da mal irgendwie längere

Reinhard Remfort: Texte reingeworfen hat, wo er keinen Bock hatte, die zu lesen.

Reinhard Remfort: Und dann gesagt hat, mach mir mal über den Inhalt einen Podcast,

Reinhard Remfort: hat sich den halt runtergeladen, auf die Ohren gepackt und beim Joggen gehört.

Reinhard Remfort: Also so als Tool, um irgendwie Texte zusammenzufassen und sich das anzuhören.

Reinhard Remfort: Dafür habe ich gehört, dass das mal jemand benutzt hat, aber ansonsten ernsthaft

Reinhard Remfort: noch nicht, weil auch die Stimmsynthese, glaube ich, an der Stelle noch ein

Reinhard Remfort: bisschen komisch klingt.

Reinhard Remfort: Aber wer weiß, vielleicht passiert es irgendwann, dass wir alle nur noch Podcasts

Reinhard Remfort: hören, die von KIs gemacht sind.

Nicolas Wöhrl: Ich bin da ehrlich gesagt sehr entspannt. Wir müssen uns da ja keine Illusionen

Nicolas Wöhrl: hingeben, in weiteren ein bis zwei Jahren werden die technisch sauber sein und

Nicolas Wöhrl: werden auch gut klingen.

Nicolas Wöhrl: Aber ich bin da völlig entspannt, weil ich sehr davon überzeugt bin,

Nicolas Wöhrl: dass Menschen Menschen mögen.

Nicolas Wöhrl: Der Podcast von Florian wird gehört, weil Florian den macht.

Nicolas Wöhrl: Sie kennen die Ecken und Kanten von Florian.

Nicolas Wöhrl: Die Leute, die uns hören, hören uns, weil sie auch diese Geschichten aus unserem Leben mögen.

Nicolas Wöhrl: Die mögen die Menschen hinter der Wissenschaft.

Nicolas Wöhrl: Und ich glaube, das wird auch noch lange, lange so bleiben. Also reine Information

Nicolas Wöhrl: holt man sich sicherlich auch KI generiert, völlig okay.

Nicolas Wöhrl: Aber diese Kombination aus Wissenschaft und Unterhaltung, die hängt ganz, ganz stark an Menschen.

Nicolas Wöhrl: Die Menschen wollen das Unperfekte durch den Menschen haben.

Nicolas Wöhrl: Das ist auch unsere tiefe Überzeugung, warum wir überhaupt Wissenschaftskommunikation

Nicolas Wöhrl: machen und warum wir davon überzeugt sind, dass wir kommunizierende WissenschaftlerInnen

Nicolas Wöhrl: brauchen in der Wissenschaftskommunikation.

Nicolas Wöhrl: Sonst könntest du ja auch irgendeinen Nachrichtensprecher machen und sagen,

Nicolas Wöhrl: hier, die Wissenschaftler X hat das rausgefunden. Das funktioniert nicht.

Nicolas Wöhrl: Wir wollen wirklich das Menschliche sehen. Warum hat diese Person das erforscht?

Nicolas Wöhrl: Woran ist er gescheitert?

Nicolas Wöhrl: Woran ist er fast verzweifelt? Warum hat er es dann doch geschafft?

Nicolas Wöhrl: Er will dieses Nachdenken erleben und eben die Ecken und Kanten von einem Menschen.

Nicolas Wöhrl: Deswegen bin ich da ganz, ganz entspannt.

Nicolas Wöhrl: Ich glaube, wir werden auch in zehn Jahren noch Podcasts von echten Menschen

Nicolas Wöhrl: hören, weil Menschen eben Menschen mögen.

Martin Puntigam: Diese individuelle Note ist sicher ein Kennzeichen und das andere ist,

Martin Puntigam: dass Podcasts, die erfolgreich sind oder die lange schon am sogenannten Markt

Martin Puntigam: sind und deshalb eine Fangemeinde haben,

Martin Puntigam: wenn die auf die Bühne gehen, dass das noch einmal ein ganz anderes Erlebnis

Martin Puntigam: für die Menschen ist, die den Podcast hören.

Martin Puntigam: Bei uns beim Science-Busters-Podcast ist es ja umgekehrt.

Martin Puntigam: Wir machen schon seit 2006, 2007 Shows auf der Bühne.

Martin Puntigam: Verhältnismäßig aufwendig. Da ist, wenn wir so wie heute Abend auf die Bühne

Martin Puntigam: gehen und einen Live-Podcast machen, ist das verhältnismäßig unspektakulär im Vergleich.

Martin Puntigam: Aber wie ihr auf die Bühne gegangen seid, also der Florian jetzt mit den Sternengeschichten,

Martin Puntigam: das Universum gibt es ja schon und ihr mit methodisch-inkorrekt-Shows,

Martin Puntigam: wo es ja jetzt schon vier oder fünf verschiedene große Premieren gegeben hat,

Martin Puntigam: wenn ich mich nicht verzählt habe.

Martin Puntigam: Wann ist denn da der Gedanke gereift, aus dem, was über den Podcast entstanden

Martin Puntigam: ist, das auch auf die Bühne zu stellen?

Martin Puntigam: Und was ist da der Reifungsprozess von der ersten Show bis heute?

Nicolas Wöhrl: Also für uns hatte das natürlich schon mal einen Mehrwert, weil wir ja eigentlich

Nicolas Wöhrl: immer so ins Leere sind. Wir sehen unsere Zuschauer oder ZuhörerInnen ja überhaupt nicht.

Nicolas Wöhrl: Und für uns war das wahnsinnig spannend, das Publikum einfach mal zu sehen und

Nicolas Wöhrl: zu merken, hey, die reagieren.

Nicolas Wöhrl: Wenn wir einen Gag machen, dann reagieren die halt, dann lachen die.

Nicolas Wöhrl: Und das war sowas, was wir irgendwie fast in den Jahren Podcasts verlernt hatten,

Nicolas Wöhrl: dass da echte Menschen sitzen, die Lust haben und Freude haben und mit uns leiden und interagieren.

Nicolas Wöhrl: Also das war schon mal der Grund aus unserer Sicht. Aber ich glaube für die

Nicolas Wöhrl: Zuhörenden ist das auch wichtig.

Nicolas Wöhrl: Ich habe mal irgendwann gesagt, wir sind ja so quasi die, also auch,

Nicolas Wöhrl: wir sind nie dafür angetreten, aber wir sind in gewisser Weise natürlich die

Nicolas Wöhrl: Stars einer Generation so.

Nicolas Wöhrl: Also vor zehn Jahren die Menschen, die angefangen haben uns zu hören,

Nicolas Wöhrl: die begleiten wir einfach über Jahre. Und wenn man jetzt das mal vergleicht,

Nicolas Wöhrl: wie viel interagieren die denn mit diesen Musikstars, die vielleicht vergöttern und hören.

Nicolas Wöhrl: Die hören sie halt auch gelegentlich mal im Radio oder die neueste CD.

Nicolas Wöhrl: Wir sind aber immer da, wir sind jede Woche da.

Nicolas Wöhrl: Und wir sind nicht so diese überhöhten Stars natürlich zum Glück,

Nicolas Wöhrl: wir sind einfach nur Reini und Nikolas, aber wir haben für die eine wirkliche

Nicolas Wöhrl: Bedeutung und deswegen war eigentlich klar, dass das funktionieren wird,

Nicolas Wöhrl: wenn wir in deren Stadt kommen,

Nicolas Wöhrl: dann werden die kommen und sich das angucken und das ist für beide Seiten glaube

Nicolas Wöhrl: ich total toll, wir freuen uns halt die Menschen mal zu sehen und mit denen

Nicolas Wöhrl: mal ein paar Worte zu wechseln, weil das ist uns auch wichtig,

Nicolas Wöhrl: wir stehen nicht nur auf der Bühne und lassen uns abfeiern und fahren dann wieder weg,

Nicolas Wöhrl: sondern wir sind vorher und nachher auch fürs Publikum da und das ist für uns

Nicolas Wöhrl: super Und eben fürs Publikum, glaube ich, mindestens genauso schön,

Nicolas Wöhrl: mal die Gesichter zu den Stimmen zu sehen.

Reinhard Remfort: Und wir haben auch schon immer gerne so Bühnensachen gemacht.

Reinhard Remfort: Also lange bevor wir Podcasts gemacht haben, haben wir oft auch,

Reinhard Remfort: wenn so eine Uni Tag der offenen Tür war oder so, haben wir halt irgendwie kurze

Reinhard Remfort: Vorlesungen für Kinder gemacht.

Reinhard Remfort: Wir haben die Kinder-Uni-Vorlesungen gemacht und so und haben dieses Bühnenelement

Reinhard Remfort: auch so immer schon ganz gerne gemacht.

Reinhard Remfort: Und als dann die hundertste Podcast-Folge vor der Tür stand,

Reinhard Remfort: haben wir gesagt, komm, die hundertste Folge könnten wir doch eigentlich mal

Reinhard Remfort: als Live-Event machen. haben das selber organisiert in einer Zeche hier um die Ecke.

Reinhard Remfort: Da passten irgendwie, ich weiß gar nicht mehr, irgendwas zwischen 200, 300 Leute rein.

Reinhard Remfort: Als wir das halt organisiert haben, dachten wir so, ja, hoffentlich kommt da

Reinhard Remfort: auch einer. Und da kamen mehr Leute, als wir dachten.

Reinhard Remfort: Also es hat uns da an der Stelle dann doch noch ein bisschen überrascht.

Reinhard Remfort: Aber danach war für uns dann auch klar so, ja komm, lass mal rumziehen und mal

Reinhard Remfort: gucken, wie unsere Hörer aussehen.

Martin Puntigam: Weil auch das hat sich ja professionalisiert. Also in Wien aktuell hängen einige

Martin Puntigam: Plakate auf der Straße, Das heißt, die müssen ja gedruckt werden,

Martin Puntigam: da müssen sie aufgehängt werden. Das kostet alles.

Martin Puntigam: Und Podcasts spielen in der Stadthalle, wo, glaube ich, in den kleinsten Saal

Martin Puntigam: zweieinhalbtausend Leute hineingehen.

Martin Puntigam: Das ist ja alles in einer Dimension, die so viel Geld abwerfen muss,

Martin Puntigam: damit sich das wirtschaftlich lohnt.

Martin Puntigam: Das ist ja ein ganz anderer Zugang, als der, den ihr da gewählt habt.

Martin Puntigam: Florian, du bist ja jetzt relativ spät als Solist auf die Bühne gegangen.

Martin Puntigam: Was war denn da der Ansporn oder der Auslöser?

Florian Freistetter: Naja, im Prinzip sowas ähnliches wie das, was Niklas und Reinhard erzählt haben.

Florian Freistetter: Man macht es lange Zeit und man sieht, dass sehr viele Menschen sich das anhören,

Florian Freistetter: aber man sieht halt die Menschen nicht.

Florian Freistetter: Und dann möchte man halt auch vielleicht mal probieren, die Themen auf eine

Florian Freistetter: andere Art auch darzustellen und

Florian Freistetter: vielleicht auch ein bisschen anders und ausführlicher darüber zu sprechen.

Florian Freistetter: Und nachdem ich bei den Science Blasters seit zehn Jahren eben auch Wissenschaft

Florian Freistetter: auf der Bühne dargestellt habe, auf eine Art, wie ich es vorher nicht gemacht habe.

Florian Freistetter: Davor habe ich so klassische Vorträge gehalten und bei den Science Blasters

Florian Freistetter: dann gesehen, dass man andere Sachen auch noch machen kann.

Florian Freistetter: Und da habe ich aber gedacht, es wäre jetzt nett, auch das mit den Sternengeschichten

Florian Freistetter: zu machen. Ich habe es davor schon gemeinsam mit Ruth beim Universums-Podcast gemacht.

Florian Freistetter: Da haben wir auch mal gesagt, okay, wir probieren das jetzt einfach mal aus.

Florian Freistetter: Hier sowas auf der Bühne zu machen, ist natürlich zu zweit einfacher,

Florian Freistetter: als wenn man den ganzen Abend alleine tragen muss.

Florian Freistetter: Es war immer sehr, sehr angenehm, vor einem Publikum zu spielen,

Florian Freistetter: das zum größten Teil einen schon kennt, weil sie eben schon über lange Zeit

Florian Freistetter: im Weg sich das angehört haben.

Florian Freistetter: Und das war bei mir auch der Grund, warum ich gedacht habe, jetzt probiere ich

Florian Freistetter: das mit den Schenning-Geschichten auch nochmal aus.

Florian Freistetter: Ein nicht ganz so poetischer Grund ist die Tatsache, dass der Schenning-Geschichten-Podcast

Florian Freistetter: zwar sehr, sehr erfolgreich ist, was die Hörerschaft angeht,

Florian Freistetter: aber im Gegensatz zu anderen Podcasts sehr, sehr schwer in dem Fall tatsächlich zu monetarisieren ist.

Florian Freistetter: Und ich habe gedacht, jetzt mache ich das schon so lang und es wäre schön,

Florian Freistetter: wenn ich da irgendwas noch mit dem Podcast machen könnte, wo ich dann auch zumindest

Florian Freistetter: ein bisschen was wieder zurückbekomme für die ganze Arbeit, die ich da reingesteckt habe.

Florian Freistetter: Also Werbung kann ich in dem Podcast nicht schalten aus Formatgründen,

Florian Freistetter: weil dann hören die Leute das nicht mehr auf die Art und Weise, wie sie es jetzt hören.

Florian Freistetter: Das heißt, dann habe ich gedacht, okay, dann mache ich was anderes.

Florian Freistetter: Dann mache ich halt eine Live-Show, weil dann, wie Reinhard das glaube ich vorhin

Florian Freistetter: gesagt hat, ist das auch ein Weg, wie man darüber hinweg quasi dann den Podcast

Florian Freistetter: selbst querfinanzieren kann.

Florian Freistetter: Und das habe ich jetzt ausprobiert. Ich habe es lange aufgeschoben,

Florian Freistetter: weil es natürlich viel Organisationsarbeit ist, sowas zu machen.

Florian Freistetter: Das kann man eigentlich nicht allein machen. Da braucht man professionelle Leute,

Florian Freistetter: die einem dabei helfen, so eine Tour zu planen und die ganze PR drumherum zu machen.

Florian Freistetter: Und das habe ich lange Zeit keine Lust gehabt, das zu organisieren,

Florian Freistetter: aber dann irgendwann doch gemacht.

Florian Freistetter: Und jetzt läuft es und jetzt müssen wir mal schauen, wie es läuft und dann schauen,

Florian Freistetter: wie es weitergeht damit. Aber ich glaube, der Grund, warum Podcasts jetzt auch

Florian Freistetter: auf der Bühne so populär sind, die waren ja immer schon populär.

Florian Freistetter: Das war ja bei, wie Niklas und Rainer erzählt haben, ihre Folge 100,

Florian Freistetter: die ist ja auch schon eine Zeit lang her. Ich weiß gar nicht,

Florian Freistetter: wann ihr eure erste Live-Show gemacht habt. Das muss...

Florian Freistetter: Ja, keine Ahnung, fünf, sechs, sieben Jahre her sein?

Reinhard Remfort: Ich glaube eher so sieben.

Nicolas Wöhrl: Streck genommen haben wir ja im Kongress schon Auftritte gehabt als Podcast.

Florian Freistetter: Schon sehr lange her. Also das hat damals schon funktioniert und es war klar,

Florian Freistetter: dass es funktioniert, wenn man so eine Hörerschaft hat, wie du gesagt hast,

Florian Freistetter: Nikolaus, die wollen einen auch sehen, wenn man irgendwo hinkommt.

Florian Freistetter: Dass jetzt so viele Podcasts auch so groß auf der Bühne sind,

Florian Freistetter: liegt halt, glaube ich, wieder daran, dass Podcasts jetzt anders gemacht werden.

Florian Freistetter: Also wenn jetzt hier das große Medienhaus herkommt und da hier den Riesen mit

Florian Freistetter: allen professionellen Mitteln, die so ein Medienhaus hat und vielleicht auch

Florian Freistetter: mit den prominenteren SprecherInnen oder ProtagonistInnen, je nachdem,

Florian Freistetter: was für eine Art von Podcast ist,

Florian Freistetter: dann eben den Podcast aufsetzt, von dem am Anfang an schon klar ist,

Florian Freistetter: der wird erfolgreich sein,

Florian Freistetter: dann ist es genauso klar, wenn die jetzt in die Öffentlichkeit gehen und da

Florian Freistetter: ist halt, keine Ahnung, ich kann jetzt ein paar Namen sagen,

Florian Freistetter: wie hier Peter Filzmeier oder, wie heißt der noch, hier Armin Wolf und Florian

Florian Freistetter: Klenk und so weiter, also die ganzen, zumindest aus österreichischer Sicht,

Florian Freistetter: Leute, die man kennt, ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist,

Florian Freistetter: aber da wird es dieselben Leute geben, die so große Podcasts machen,

Florian Freistetter: die ganzen Comedy-Leute, die ihre großen Podcasts machen, die sowieso schon berühmt sind.

Florian Freistetter: Natürlich füllen die dann auch die großen Hallen. Also ich glaube,

Florian Freistetter: da haben die Podcasts eine ganz andere Ausgangssituation, was Live-Shows angeht,

Florian Freistetter: als sie es früher gehabt haben, aber funktioniert haben sie früher auch.

Florian Freistetter: Vielleicht jetzt nicht im Rahmen einer Stadthalle, aber auf jeden Fall auch

Florian Freistetter: jetzt. Also ich habe nicht die Ambition, die Stadthalle zu füllen,

Florian Freistetter: sondern mir reicht es, wenn ich, wie gesagt, mal die Leute sehe, die...

Florian Freistetter: Mich sonst immer nur hören und ich sie nie sehen und hören kann.

Martin Puntigam: Jetzt bist du aber nicht nur Produzent des Podcasts, sondern auch Teil eines

Martin Puntigam: Podcasts, wo du nur als nur, aber ich schon seit vielen, vielen Jahren als Gast auftrittst.

Martin Puntigam: Wovon unterscheidet sie denn diese Arbeit von dem Podcast, den du selber herausgibst?

Florian Freistetter: Naja, das hast du gerade gesagt, durch die Arbeit. Also ich bin Gast bei Holger

Florian Freistetter: Klein, der, haben wir schon erwähnt, ein ganz bekannter Podcaster aus Deutschland,

Florian Freistetter: der schon von Anfang an dabei war, seit Podcasts gibt im wesentlichen deutschsprachigen Raum.

Florian Freistetter: Der macht Podcasts zu allmöglichen Themen und irgendwann haben wir gesagt,

Florian Freistetter: wir wollen gerne was zur Wissenschaft machen und einfach so über Wissenschaft

Florian Freistetter: reden, ohne dass man jetzt Experte sein muss, sondern einfach wir schauen uns

Florian Freistetter: an, was in den Medien über Wissenschaft steht und dann reden wir darüber.

Florian Freistetter: Und das haben wir damals 2013 gesagt, oder 2014, ich weiß gar nicht,

Florian Freistetter: was das war, 2014 glaube ich, haben wir gesagt, machen wir und dann haben wir

Florian Freistetter: es gemacht und das machen wir immer noch unregelmäßig.

Florian Freistetter: Und ja, der Vorteil ist, dass ich halt in dem Fall außer der Vorbereitung und

Florian Freistetter: der Aufnahme keine Arbeit habe.

Florian Freistetter: Wenn ich jetzt diese Podcast selbst produziere, ich muss das alles schneiden

Florian Freistetter: und die ganze andere Arbeit danach machen.

Florian Freistetter: Und das ist sehr viel Arbeit oder das kann sehr viel Arbeit sein,

Florian Freistetter: je nachdem, wie viel Arbeit man sich macht.

Florian Freistetter: Aber in dem Fall ist da der Hauptunterschied der, dass ich da keine Arbeit habe.

Florian Freistetter: Ansonsten ist es so ein Podcast, der genauso für mich ist, wie die Podcasts,

Florian Freistetter: die ich auch selbst produziere.

Martin Puntigam: Bevor wir auf die Podcast-Agentur zu sprechen kommen, noch habe ich eine Frage,

Martin Puntigam: weil auch wir von der Agentur,

Martin Puntigam: unsere Social-Media-Aktivitäten koordiniert und publiziert immer wieder darauf

Martin Puntigam: hingewiesen werden, Podcasts sind sehr viel erfolgreicher, wenn man sich,

Martin Puntigam: dabei filmen lässt, während man miteinander spricht.

Florian Freistetter: Finde ich nicht, glaube ich nicht.

Martin Puntigam: Zahlen geben das offenbar her, wird behauptet.

Florian Freistetter: Ich habe andere Zahlen.

Reinhard Remfort: Vielleicht werden auch nur die Bekannteren gefilmt.

Martin Puntigam: Ja, ich finde es ja grundsätzlich eine Themenverfehlung, weil der große Reiz

Martin Puntigam: am Zuhören ist ja, dass man zuhört, dass man gegebenenfalls etwas anderes machen

Martin Puntigam: kann, dass man sich aber alles vorstellen kann, weil man es hört und im eigenen

Martin Puntigam: Kopf entstehen dazu die Bilder,

Martin Puntigam: während wenn man zwei Menschen oder drei Menschen oder vier Menschen beim Podcast

Martin Puntigam: machen zusieht, dann sieht man im Wesentlichen Menschen,

Martin Puntigam: die sitzen und Sachen sagen in oft unansprechenden Umgebungen und sie lachen

Martin Puntigam: in der Regel ein bisschen häufiger, weil sie wissen, dass sie dabei gefilmt

Martin Puntigam: werden und gute Stimmung machen wollen.

Martin Puntigam: Das heißt, der Gewinn künstlerisch ist minimal, wenn nicht überhaupt im Minusbereich,

Martin Puntigam: aber offensichtlich machen das trotzdem sehr viele Menschen,

Martin Puntigam: weil sie davon mehr Reichweite erwarten.

Martin Puntigam: Wir, die wir heute miteinander sprechen, machen das alle nicht?

Martin Puntigam: Habt ihr da jemals damit geliebeigelt?

Florian Freistetter: Ich weiß, dass Nikolaus und Reinhardt gleich was dazu sagen werden,

Florian Freistetter: darum sage ich ganz kurz was davor.

Florian Freistetter: Ich habe, wir haben ja schon erzählt, ich habe angefangen mit Videos und das

Florian Freistetter: war blöd, darum habe ich Podcasts gemacht.

Florian Freistetter: Also ich glaube auch nicht, dass jetzt das Sehen der Punkt ist.

Florian Freistetter: Ich weiß, dass das ganz viele Leute machen, aber ich glaube,

Florian Freistetter: wenn man einfach eine andere Zielgruppe erreichen will, dann kann man auch,

Florian Freistetter: und das mache ich auch tatsächlich, ich produziere Videos, die schon in Geschichten existieren als Video.

Florian Freistetter: Aber die existieren insofern als Video, als dass ich sie auf YouTube hochlade und das,

Florian Freistetter: Element ist das Podcast-Cover. Mehr ist da nicht. Da ist das Podcast-Cover als Stammbild.

Florian Freistetter: Und dann kann man sich den Podcast auch auf YouTube anhören,

Florian Freistetter: weil zu sehen gibt es nichts.

Florian Freistetter: Und das stimmt. Es gibt halt Leute, die sind auf YouTube und die nutzen halt

Florian Freistetter: keine Podcast-Apps, sondern die hören oder schauen Sachen auf YouTube an.

Florian Freistetter: Und natürlich hören die sich dann auch Sachen an, die halt dann auf YouTube sind.

Florian Freistetter: Und ich probiere gerade zu schauen, wie viele das sind bei mir.

Florian Freistetter: Das ist mittlerweile keine zu vernachlässigen Menge mehr. Früher war es einfach

Florian Freistetter: nur Notwehr, weil ich meinen Podcast irgendwo hingeben wollte,

Florian Freistetter: wo ich ihn leicht in ein WordPress einbinden konnte. Es ging damals über YouTube einfach.

Florian Freistetter: Mittlerweile ist es deutlich einfacher, kann man alles an, alles mögliche einbinden.

Florian Freistetter: Damals war YouTube die einzige Version, die ich geschafft habe und habe das

Florian Freistetter: halt da reingetan und immer weiter gemacht.

Florian Freistetter: Und aktuell sehe ich gerade, hat mein Sternengeschichten-YouTube-Kanal immerhin

Florian Freistetter: 11.000 Abonnenten und jedes Video ungefähr, und irgendwas so um die 2000 Aufrufe.

Florian Freistetter: Je nachdem, wie alt sie sind. Es gibt auch welche, die deutlich mehr Aufrufe

Florian Freistetter: haben, wenn sie schon länger drin sind.

Florian Freistetter: Und das ist für einen Kanal, der eigentlich aus Videos besteht,

Florian Freistetter: die keine Videos sind, jetzt gar nicht so schlecht.

Florian Freistetter: Also auch da findet man eine Zielgruppe. Und das ist eigentlich der einzige

Florian Freistetter: Grund, den ich sagen würde, warum man sowas machen will.

Florian Freistetter: Weil ansonsten, wenn man was mit Video machen will, dann sollte man den Leuten

Florian Freistetter: auch was bieten, was man nicht hören kann.

Florian Freistetter: Womit wir jetzt bei Nikolaus und Reinhardt sind, die ja genau das gemacht haben.

Reinhard Remfort: Ja, wir haben auch genau das gedacht, wenn man irgendwie Video mit anbietet,

Reinhard Remfort: dann muss da halt auch irgendein Mehrwert in diesem Video sein.

Reinhard Remfort: Also wenn man eine optische Komponente

Reinhard Remfort: anbietet, dann soll die optische Komponente halt auch was bringen.

Reinhard Remfort: Und das haben wir tatsächlich eine Zeit lang gemacht. Wir haben mal,

Reinhard Remfort: ich weiß gar nicht, wie lange wir das gemacht haben, ein jahrlang?

Nicolas Wöhrl: 44 Folgen.

Reinhard Remfort: 44 Folgen, wow. Und das alle zwei Wochen auch, ne?

Reinhard Remfort: 44 Folgen lang alle zwei Wochen einen Twitch-Stream gemacht,

Reinhard Remfort: also einen Live-Stream etwas über eine Stunde.

Reinhard Remfort: Das war eigentlich super. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Reinhard Remfort: Es hat auch super funktioniert.

Reinhard Remfort: Also wir hatten so im Schnitt irgendwas zwischen 600, 800 oder manchmal auch

Reinhard Remfort: so um die 1000 Live-Zuschauer währenddessen.

Reinhard Remfort: Und die Videos wurden nachher auch noch ein paar tausend Mal angesehen,

Reinhard Remfort: was also wirklich schön war.

Reinhard Remfort: Und wir konnten da Sachen zeigen, die wir im Podcast zwar auch schon hatten,

Reinhard Remfort: wo aber irgendwie noch eine optische Komponente mit dazu kam.

Reinhard Remfort: Zum Beispiel irgendwie die Landung auf dem Mars von irgendwelchen Robotern oder

Reinhard Remfort: irgendwelche Grafiken, die wir im Podcast so nicht zeigen konnten.

Reinhard Remfort: Wir hätten das auch, glaube ich, weiter gemacht.

Eva Freistetter: Okay, darf ich noch ganz kurz fragen, weil ich es jetzt nicht kenne.

Eva Freistetter: Habt ihr da quasi einen eigenen Content, also einen eigenen Inhalt produziert

Eva Freistetter: oder habt ihr da den Podcast wiedergegeben auf irgendeine Art und Weise?

Reinhard Remfort: Nee, eigener Inhalt, eigener Inhalt nochmal komplett. Also wir haben Teile vom

Reinhard Remfort: Podcast ergänzt und so, aber im Wesentlichen waren die Folgen,

Reinhard Remfort: wir nannten das Ganze dann optisch inkorrekt, waren die Folgen von optisch inkorrekt

Reinhard Remfort: komplett für sich allein stehen.

Reinhard Remfort: Die kann man auch immer noch auf YouTube sehen, die haben wir noch auf unserem

Reinhard Remfort: YouTube-Kanal gekübelt.

Reinhard Remfort: Wir haben damit leider irgendwann aufgehört, weil es zeitlich einfach schwierig

Reinhard Remfort: wurde, das auch noch zu stemmen.

Martin Puntigam: Aber was man ja sieht, wenn Leute sich beim Podcast aufnehmen und filmen lassen,

Martin Puntigam: ist, dass das halt filetiert wird und auf verschiedenen Social-Media-Kanälen ausgespielt wird.

Martin Puntigam: Dann hat man halt unendlich viel

Martin Puntigam: Content, um die ganze Zeit auch diese Social-Media-Kanäle zu befüllen.

Martin Puntigam: Ich glaube, das ist ja einer der Hauptgründe, warum das gemacht wird.

Martin Puntigam: Aber ich finde es eben schade, dass es gemacht wird, weil es kaum was zu sehen

Martin Puntigam: gibt, was da Redewert ist.

Nicolas Wöhrl: Ja und die eigentliche Stärke des Podcasts geht halt auch wirklich verloren.

Nicolas Wöhrl: Also dass man den Podcast halt bei alltäglichen Tätigkeiten hören kann,

Nicolas Wöhrl: im Sportstudio oder bei der Hausarbeit, das ist ein absoluter Mehrwert,

Nicolas Wöhrl: dass man eben nicht vor einem Bildschirm sitzt.

Nicolas Wöhrl: Ich habe auch am Ende meines Tages, ich sitze den ganzen Tag eigentlich vor

Nicolas Wöhrl: dem Bildschirm, habe ich auch gar keine Lust nochmal wieder vor dem Bildschirm zu sitzen.

Nicolas Wöhrl: Dass man das wegnimmt, finde ich ein bisschen schade.

Nicolas Wöhrl: Wir haben auch mal unseren Podcast ausgespielt, dann auf YouTube,

Nicolas Wöhrl: einfach auch wirklich als Standbild.

Nicolas Wöhrl: Da war die Idee, Leute zu erreichen, die den dann hören und realisieren.

Nicolas Wöhrl: Das macht keinen Sinn, dass ich mir den auf YouTube anhöre, anschaue und so zum Podcasten komme.

Nicolas Wöhrl: Aber das ist ja heutzutage auch eigentlich nicht mehr nötig,

Nicolas Wöhrl: weil jeder das Medium Podcast kennt.

Martin Puntigam: Ich finde das ja schon legitim, wenn man es auf YouTube hochlädt mit einem Standbild,

Martin Puntigam: weil ja viele Menschen halt verschiedene Plattformen nutzen und so wie verschiedene

Martin Puntigam: Menschen in verschiedene Kabaretttheater gehen,

Martin Puntigam: selbst in Wien, das heißt, wir spielen auch in verschiedenen Theatern,

Martin Puntigam: weil das Publikum einfach Lieblingstheater hat und dort hingeht.

Martin Puntigam: So gibt es ja Menschen, die Lieblingsplattformen haben und wenn man Podcasts

Martin Puntigam: auf YouTube hören kann, dann ist das ja okay.

Martin Puntigam: Da muss man ja nicht hinschauen und wenn es eh nichts zu sehen gibt,

Martin Puntigam: dann kann man ihn ja hören, dann ist das ja halt wie ein Media Player.

Martin Puntigam: Aber ich kenne ja Menschen, die das auch so konsumieren, die Podcasts so konsumieren,

Martin Puntigam: ohne hinzuschauen, weil sie es halt hören wollen und das genau so machen.

Nicolas Wöhrl: Ja, lass mich nur eine Sache sagen. Also Plattformen nutzen wir genau so.

Nicolas Wöhrl: Also Leute sind auf Plattformen, aber Plattformen sind natürlich sehr kritisch

Nicolas Wöhrl: zu sehen, weil man sehr abhängig von der Plattform ist.

Nicolas Wöhrl: Wenn man jetzt wirklich sein Publikum auf YouTube hat und YouTube entscheidet

Nicolas Wöhrl: sich, dein Content runterzunehmen oder komplett in den Sack zu hauen,

Nicolas Wöhrl: dann verlierst du deine gesamte Hörerschaft.

Nicolas Wöhrl: Deswegen war unsere Idee immer, ja, wir sind auf Plattformen,

Nicolas Wöhrl: wir sind auch auf Spotify, wir sind auf YouTube, weil wir wollen vor allem erstmal

Nicolas Wöhrl: Leute für die Wissenschaft erreichen.

Nicolas Wöhrl: Aber dort versuchen wir sie schon zu überzeugen von unserer Marke,

Nicolas Wöhrl: von unserem ASS-Feed im Zweifel, dass sie eben uns direkt abonnieren,

Nicolas Wöhrl: damit wir uns nicht verlieren.

Nicolas Wöhrl: Also wir nicht unsere Hörerinnen und umgekehrt sie uns nicht,

Nicolas Wöhrl: weil Plattformen auch immer eine Gefahr sind, aber auch natürlich eine Chance, da Leute abzuholen.

Florian Freistetter: Das ist vielleicht der beste Tipp, den man den zuhörenden 17- und 13-Jährigen

Florian Freistetter: sagen kann, die ja laut Martin offensichtlich hier zuhauf zuhören und Podcasts machen wollen.

Martin Puntigam: Sie sind das nicht mehr bei uns, weil sie mit den Eltern über Steuerberatung reden.

Florian Freistetter: Ach so, okay. Ja gut, aber wenn Sie dann vielleicht später nochmal weiterhören, diese Folge.

Florian Freistetter: Wenn ihr was auch immer in die Welt setzen wollt, dann wäre es gescheit und

Florian Freistetter: das gilt natürlich auch für alle, für die vernünftigen Erwachsenen,

Florian Freistetter: die drei, die es auch noch gibt, genauso.

Florian Freistetter: Man sollte sich, wie Niklas gesagt hat, nicht so sehr auf diese Plattformen

Florian Freistetter: verlassen. Das hat man jetzt gerade gesehen bei Twitter, dass dann zuerst Ex

Florian Freistetter: wurde und jetzt einfach nur noch grauenhaft ist.

Florian Freistetter: Und da gab es ganz viele Menschen, die haben sich da wirklich eine publizistische

Florian Freistetter: Existenz aufgebaut auf der Plattform.

Florian Freistetter: Und ja, sind die jetzt entweder losgeworden und müssen etwas Neues aufbauen

Florian Freistetter: oder müssen halt damit leben, dass sie jetzt auf einer Nazi-Plattform publizieren.

Florian Freistetter: Gleiches bei Instagram und den anderen Plattformen, die ja auch alle ja politisch

Florian Freistetter: bestenfalls bedenklich sind und in vielen Fällen untragbar sind.

Florian Freistetter: Ganz viele Menschen, für die ist das ihr Kanal. und wenn der Kanal entweder

Florian Freistetter: aufhört zu existieren oder eben so wie bei dem ganzen Zeug von Meta und Ex politisch

Florian Freistetter: untragbar wird, ja, dann hat man ein Problem. Wenn man aber

Florian Freistetter: von Anfang an sein Zeug selbst macht, dann kann man eben beim Podcast über den

Florian Freistetter: RSS-Feed natürlich entscheiden,

Florian Freistetter: dass man das auch über die Plattformen ausspielt, aber hat immer noch selbst

Florian Freistetter: die Kontrolle über den Halte und ist nicht darauf angewiesen oder ist vielleicht

Florian Freistetter: nicht mehr so stark darauf angewiesen,

Florian Freistetter: dass die Plattformen das machen, was sie machen, weil die können ja auch von

Florian Freistetter: heute auf morgen und tun das ja auch, ihre Regeln ändern.

Florian Freistetter: Dann schaut das auf einmal alles ganz anders aus und man kann jetzt nur noch

Florian Freistetter: irgendwie Videos hochladen, die 30 Sekunden dauern oder muss Videos hochladen,

Florian Freistetter: die 90 Sekunden dauern und der ganze Quatsch, kann ich alles vermeiden,

Florian Freistetter: wenn ich meine eigenen Inhalte habe.

Florian Freistetter: Und das gilt fürs Schreiben genauso wie für Podcast und so weiter.

Florian Freistetter: Das wäre jetzt mein Rat für Podcast 101, macht es selbst.

Florian Freistetter: Nutzt die Plattformen, wenn ihr das wollt, aber schaut, dass ihr selbst die

Florian Freistetter: Kontrolle darüber habt und verlasst euch nicht nur auf eine Plattform.

Florian Freistetter: Das finde ich auch so schrecklich, dass mittlerweile Leute, die Podcast starten,

Florian Freistetter: die laden die auf Spotify hoch und denken, damit ist es getan und wissen nicht,

Florian Freistetter: dass dass es da noch so viel mehr gibt,

Florian Freistetter: was man da tun kann, damit der Podcast wirklich für alle Menschen zugänglich

Florian Freistetter: wird und nicht nur für die, die ja Spotify-Abo haben.

Florian Freistetter: Also das wäre eine ganz eigene Folge, das wäre der Podcast, weiß ich nicht,

Florian Freistetter: 102 oder wie das dann weitergeht, fortgeschrittenen Kurs, die Gefahr von Spotify

Florian Freistetter: und Co. Da müsste man eine eigene Folge drüber machen eigentlich.

Martin Puntigam: Also wir haben ja den Science Pass des Podcasts gestartet, weil es,

Martin Puntigam: und das finde ich ja eigentlich den nach wie vor größten Reiz von Podcasts,

Martin Puntigam: weil es kein zeitliches Limit gibt,

Martin Puntigam: weil man in aller Ruhe, solange reden kann, solange man das Gefühl hat,

Martin Puntigam: was zu sagen zu haben oder man reden möchte oder was noch zu sagen gibt,

Martin Puntigam: das ist ja die große Stärke, dass man eben dieser Formatierung auskommt,

Martin Puntigam: weil man selber bestimmt, wie lang die Podcast-Folge ist, wenn man jetzt

Martin Puntigam: um auf die 13- und 17-Jährigen kurz wieder zu rekurrieren, wenn man nicht mit

Martin Puntigam: den Eltern über die Buchhaltung reden möchte und niemanden in der Verwandtschaft

Martin Puntigam: hat, der Steuerberatung kann.

Martin Puntigam: Jetzt hast du, Eva, eine Podcast-Agentur. Da kann man zu dir kommen und sie

Martin Puntigam: von dir niederschwellig beraten lassen. Oder was machst du mit deiner Agentur?

Eva Freistetter: Ja, genau. Also im Prinzip alles. Also von, ja, ich berate, mache Workshops.

Eva Freistetter: Es ist wirklich von einer Strategie-Konzeption.

Eva Freistetter: Auch wenn wir heute gehört haben, dass man nicht unbedingt ein Konzept braucht,

Eva Freistetter: um einen Podcast zu starten.

Eva Freistetter: Ich empfehle es trotzdem, dass man sich kurz überlegt, was man machen möchte,

Eva Freistetter: bis dann natürlich hin zu Entwicklung von einem Redaktionsplan,

Eva Freistetter: Episodenplan, Zeitplan, Aufnahme und dann natürlich das komplette,

Eva Freistetter: die Postproduktion, Editing und Publishing.

Martin Puntigam: Also schneiden und publizieren.

Eva Freistetter: Genau, ja, also alles, was da dazugehört. Alles rund um Podcasts im Prinzip.

Eva Freistetter: Also da biete ich so ein Wohlfühlprogramm an, eben für alle,

Eva Freistetter: die einen Podcast starten wollen.

Eva Freistetter: Ich fokussiere mich etwas auf Wissenschaftspodcast, Wissenspodcasts,

Eva Freistetter: weil eben ich schon aus diesem Bereich der Wissenschaftskommunikation komme

Eva Freistetter: und mir das ein Anliegen ist.

Eva Freistetter: Das heißt, ja, meine Kunden sind hauptsächlich eben Universitäten,

Eva Freistetter: Forschungseinrichtungen, Institute, aber natürlich auch Unternehmen.

Martin Puntigam: Aber so wie die Ruth, der wir auf dem Weg natürlich gute Besserung wünschen,

Martin Puntigam: mit ihrem mobilen Planetarium in Schulen geht und Schulklassen von Astronomie

Martin Puntigam: erzählt, das würdest du auch machen?

Martin Puntigam: In der Schule gehen und in der Schulklasse erklären, wie man denn einen Podcast

Martin Puntigam: startet oder wäre da eher die Befürchtung, dass die dir was erklären,

Martin Puntigam: was du noch nicht kannst?

Eva Freistetter: Naja, tatsächlich werde ich im Herbst eine Lehrerinnenweiterbildung anbieten

Eva Freistetter: und einen Workshop abhalten zum Thema Podcasts, weil es ja, glaube ich,

Eva Freistetter: ab nächstes Schuljahr kann man ja in diesem,

Eva Freistetter: da gibt es ja diese vorwissenschaftlichen Arbeiten, die man ja zum Abitur machen

Eva Freistetter: kann und da kann man jetzt auch ein Podcast-Projekt machen als Schüler, Schülerin.

Eva Freistetter: Da kann man jetzt sagen, ich möchte in Biologie maturieren und da möchte ich

Eva Freistetter: eben ein Podcast-Projekt machen.

Eva Freistetter: Und das finde ich einerseits cool, dass man das machen kann,

Eva Freistetter: dass einem das angerechnet wird.

Eva Freistetter: Auf der anderen Seite denke ich mir dann, naja, das ist aber jetzt nicht ganz ohne.

Eva Freistetter: Und die müssen wirklich eine ganze Folge dann auch machen. Also nicht nur sich

Eva Freistetter: was überlegen, sondern wirklich auch dann aufnehmen und das alles machen.

Eva Freistetter: Und da ist es natürlich dann schon auch, glaube ich, dass es jetzt für Lehrer,

Eva Freistetter: Lehrerinnen vielleicht schon auch eine Herausforderung sein kann,

Eva Freistetter: wenn sie da jetzt eben ihre Schüler betreuen sollen und die ein Podcast-Projekt umsetzen möchten.

Eva Freistetter: Und da werde ich dann halt schon vor den Lehrerinnen sprechen und ihnen halt

Eva Freistetter: mal so ein bisschen auch so ein Einmaleins des Podcasts beibringen und eben

Eva Freistetter: sagen, was ist ein Podcast,

Eva Freistetter: wie kann ich ein Thema auch gut aussuchen, welches Thema eignet sich,

Eva Freistetter: welches vielleicht weniger,

Eva Freistetter: wie kann ich die Schülerinnen unterstützen, dass sie da eine gute Folge machen,

Eva Freistetter: ein gutes Podcast-Konzept entwickeln, wie kann ich da auch recherchieren zu

Eva Freistetter: den Themen und wie kann ich es auch beurteilen dann natürlich.

Nicolas Wöhrl: Weil ich gerade falsch verstanden wurde, glaube ich, ich würde dir unbedingt

Nicolas Wöhrl: recht geben, dass man sich vorher Gedanken machen sollte über ein Konzept.

Nicolas Wöhrl: Also nur weil Reini und ich nur keine Zielgruppenanalyse gemacht haben,

Nicolas Wöhrl: heißt das nicht, dass wir uns keine Gedanken gemacht haben über unser Format.

Nicolas Wöhrl: Also von daher bin ich völlig bei dir. Also das macht schon viel,

Nicolas Wöhrl: viel Sinn, sich vorher über ein Konzept Gedanken zu machen.

Nicolas Wöhrl: Wie will ich adressieren? Wen will ich adressieren? In welcher Länge?

Nicolas Wöhrl: Welches Thema? Also bin ich völlig bei dir.

Nicolas Wöhrl: Also da liegt viel Wert drin. Wir machen auch schon mal so Workshops,

Nicolas Wöhrl: wo wir beibringen, wie man einen Podcast macht.

Nicolas Wöhrl: Und genau das machst du ja auch. Ich glaube, das ist sehr hilfreich,

Nicolas Wöhrl: wenn man da von einem Profi mal gesagt bekommt, wie man schnell auf Spur kommt sozusagen.

Martin Puntigam: Apropos schnell auf Spur, das ist natürlich ein sehr schönes Stichwort,

Martin Puntigam: nämlich das, was Editing genannt wird, was man eben auf Deutsch ein bisschen

Martin Puntigam: einfacher schneiden nennt, aber Editing ist glaube ich sogar eine Spur mehr als nur zu schneiden.

Martin Puntigam: Welche Schnittprogramme verwendet ihr denn, um die Podcasts herzurichten,

Martin Puntigam: bevor sie dann publiziert werden? Weil da gibt es ja eine große Auswahl.

Martin Puntigam: Etliche davon sind kostenlos im Internet zu kriegen.

Martin Puntigam: Manche haben aber natürlich ihre Tücken. Dafür sind andere, die vielleicht besser

Martin Puntigam: funktionieren, komplizierter zu erlernen.

Reinhard Remfort: Wir schneiden nicht. Wir machen es live on tape.

Nicolas Wöhrl: Ja, das stimmt. Also vorangeschickt würde ich sagen, fokussiert euch auch nicht

Nicolas Wöhrl: so sehr auf Technik und startet lieber, wenn ihr ein gutes Konzept habt,

Nicolas Wöhrl: um nochmal zurückzukommen auf Eva.

Nicolas Wöhrl: Genau, ein Konzept sollte man haben und einen guten Inhalt, ein gutes Thema,

Nicolas Wöhrl: aber dann nicht ewig rumzögern, weil man vielleicht nicht das perfekte Mikro

Nicolas Wöhrl: hat oder das perfekte Schnittprogramm.

Nicolas Wöhrl: Es gibt so viele gute, kostenlose Schnittprogramme im Internet.

Nicolas Wöhrl: Also wir, Reinhard und ich, wir haben angefangen mit GarageBand,

Nicolas Wöhrl: das ist ein Umsonstprogramm, was mit dem Mac ausgeliefert wird.

Nicolas Wöhrl: Da haben wir bestimmt die ersten 100 Folgen mitgeschnitten und dann sind wir

Nicolas Wöhrl: aus verschiedenen Gründen auf ein anderes Programm, was aber auch quasi umsonst ist, umgestiegen.

Martin Puntigam: Wie heißt denn das und leitet den Namen?

Nicolas Wöhrl: Wir arbeiten jetzt mit Ultraschall FM. Das ist ein Plug-in für ein anderes Programm, für Reaper.

Nicolas Wöhrl: Und Reaper kostet eine Kleinigkeit. Also ich weiß jetzt ehrlich gesagt,

Nicolas Wöhrl: Rani, weißt du, Fufi oder 70 Euro.

Reinhard Remfort: Auch Reaper kann man, wenn man möchte, wenn man es nicht kommerziell nutzen

Reinhard Remfort: möchte, quasi unbegrenzt im Testmodus laufen lassen.

Florian Freistetter: Und die Lizenz kostet einmalig irgendwie sowas um die, wie du gesagt hast,

Florian Freistetter: 70, 80, um die 100 Euro, weniger als 100, glaube ich.

Reinhard Remfort: Aber auch das ist, wie schon gesagt, nicht nötig eigentlich.

Reinhard Remfort: Also man kann ohne Probleme einen Podcast produzieren, ohne auch nur einen Cent

Reinhard Remfort: für Software auszugeben.

Nicolas Wöhrl: Und die Fallstricke, da würde ich gar nicht so, also was für dich funktioniert,

Nicolas Wöhrl: das benutzt als Werkzeug.

Nicolas Wöhrl: Denn Audio-Produktion ist jetzt wirklich unterkomplex.

Nicolas Wöhrl: Wenn die Aufnahmesituation schon so ein bisschen gut ist, ich würde halt gucken, wo nehme ich auf.

Nicolas Wöhrl: In der Kirche würde ich nicht unbedingt aufnehmen, aus verschiedenen Gründen.

Reinhard Remfort: Es sei denn, es passt zum Podcast.

Nicolas Wöhrl: Natürlich, klar. Natürlich. Stimmt, auch da wieder die Ausnahme.

Nicolas Wöhrl: Ordentliches Mikro und eine ordentliche Aufnahmesituation ist schon Gold wert.

Nicolas Wöhrl: Und dann das Schneiden ist so unterkomplex.

Nicolas Wöhrl: Also da gibt es keine Fallstricke, würde ich sagen.

Reinhard Remfort: Und auch da muss, glaube ich, jeder für sich selber entscheiden,

Reinhard Remfort: wie viel Arbeit er da reinstecken möchte und wie hochpoliert das am Ende sein soll.

Reinhard Remfort: Man kann sehr, sehr viel Zeit und Arbeit in Schnitt und Polishing und so reinstecken.

Reinhard Remfort: Die Frage ist, ob das Produkt dadurch am Ende nachher wirklich so viel besser wird.

Reinhard Remfort: Also da würde ich auch so Pareto-Prinzip 80 Prozent und dann mal gucken.

Nicolas Wöhrl: Mit der kleinen Einschränkung, weil du das jetzt gerade fast angedeutet hast,

Nicolas Wöhrl: Reinigung, das ist ein guter Punkt, das sollte man vielleicht nochmal sagen,

Nicolas Wöhrl: wir reden über reine Gespräche, die wir aufzeichnen.

Nicolas Wöhrl: Das ist natürlich das Einfache. Wenn man jetzt so Radio-Feature machen würde

Nicolas Wöhrl: mit viel Recording irgendwo draußen im Feld und Musik einspielern und so,

Nicolas Wöhrl: dann wird es natürlich anspruchsvoller, dann muss man sich vielleicht nochmal

Nicolas Wöhrl: die Software etwas genauer angucken.

Nicolas Wöhrl: Aber das ist, glaube ich, in der Regel nicht das, womit man anfängt, würde ich sagen.

Martin Puntigam: Normalerweise, wenn was gratis ist, gilt ja sehr oft, if the product is free,

Martin Puntigam: you are the product, gilt das für diese Gratis-Schnittsoftware ähnlich oder

Martin Puntigam: ist das wirklich Open Source, die man verwenden kann?

Reinhard Remfort: Ich hätte gesagt letzteres, weil das viel aus der frühen Podcast-Community kommt.

Florian Freistetter: Das wäre auch meine Antwort gewesen. Also sowas wie Ultraschall,

Florian Freistetter: das ist ja was, was genau aus der Podcast-Community kommt.

Florian Freistetter: Das ist von der Community für die Community gemacht.

Florian Freistetter: Und das hat auch damals bei Auphonic so angefangen.

Florian Freistetter: Das kommt ja auch. Also Auphonic ist diese Online-Software, mit der man eine

Florian Freistetter: Aufnahme dann sehr leicht mit diversen KI-Tools einfach und Algorithmen sehr

Florian Freistetter: gut akustisch bearbeiten lassen kann, ohne selbst was machen zu müssen.

Florian Freistetter: Das kommt auch aus der Podcast-Szene. Also da...

Florian Freistetter: Das ist tatsächlich, behaupte ich jetzt mal, wirklich noch so der Community-Gedanke

Florian Freistetter: vorherrschen und nicht der, wir müssen die Leute irgendwie ihre Daten abgreifen und verscherbeln.

Florian Freistetter: Das wird es auch geben, aber jetzt zumindest bei den Sachen Ultraschall,

Florian Freistetter: was wir jetzt genannt haben, da ist das glaube ich nicht so.

Eva Freistetter: Ich möchte noch zwei Sachen sagen, weil man kann, also ich würde mich jetzt

Eva Freistetter: auch da nicht aufhalten lassen, jetzt wenn man jetzt einen Podcast starten möchte

Eva Freistetter: und sich da abschrecken, man muss jetzt da teure Technik einkaufen,

Eva Freistetter: sondern man würde auch einmal wirklich ins Probieren kommen,

Eva Freistetter: ausprobieren und da gerade am Anfang reicht also wirklich, also gerade das Garage

Eva Freistetter: Band oder sowas auf jeden Fall.

Eva Freistetter: Es sollte aber trotzdem technisch gut sein. Also es kann der Inhalt noch so

Eva Freistetter: gut sein, das Konzept so gut. Wenn es halt schrottig klingt,

Eva Freistetter: dann funktioniert es auch nicht.

Eva Freistetter: Also man sollte schon den Anspruch haben, dass es halt technisch gut ist,

Eva Freistetter: dass man das gut anhören kann, dass man eben in den Lautstärken da jetzt nicht

Eva Freistetter: große Unterschiede hat.

Eva Freistetter: Deswegen gibt es eben so Sachen wie Auphonic, was der Florian gerade gesagt hat.

Eva Freistetter: Das glaube ich schon. Also man soll schon, es soll gut technisch umgesetzt sein.

Eva Freistetter: Es kommt natürlich auch immer darauf an, wer man ist. Also wenn man jetzt der

Eva Freistetter: 13-jährige Schüler ist, dann ist es vielleicht nicht ganz so schlimm.

Eva Freistetter: Als wenn man jetzt ein Unternehmen oder eine Einrichtung ist,

Eva Freistetter: die da jetzt in die Öffentlichkeit geht. Das muss dann natürlich schon professionell auch gut klingen.

Reinhard Remfort: Aber das ist heutzutage rein technisch ja mittlerweile echt einfach geworden,

Reinhard Remfort: weil gute Mikrofone, also gute USB-Mikrofone, für die man nicht mal mehr irgendwie

Reinhard Remfort: eine Schnittstelle braucht oder so, tatsächlich für deutlich unter 100 Euro zu bekommen sind.

Eva Freistetter: Ja, also die Einstiegshürde ist niedrig, ja.

Florian Freistetter: Also das war früher damals noch sehr viel mehr Aufwand, Und wie ich angefangen

Florian Freistetter: habe mit Podcast aufnehmen, da war die Audio-Bearbeitung deutlich schwieriger.

Florian Freistetter: Da gab es sowas wie AufHornik noch nicht. Da musste man selbst eben nicht rumspielen

Florian Freistetter: mit irgendwelchen Hüllkurven und so ein Zeug, von dem man keine Ahnung hatte.

Florian Freistetter: Und heutzutage, wie gesagt, muss man eigentlich nicht mehr viel wissen.

Florian Freistetter: Man muss einfach nur die Aufnahme bei AufHornik hochladen, auf den Knopf klicken,

Florian Freistetter: runterladen und dann klingt es gut.

Florian Freistetter: Also da ist die Hürde wirklich sehr, sehr gering geworden. Das ist einer der

Florian Freistetter: Dinge, die sich zum Guten geändert haben in der Podcast-Bild.

Martin Puntigam: Abschließend noch eine Frage, die wir auch schon in anderen Folgen am Rande

Martin Puntigam: besprochen haben, aber die große Hürde neben all den Dingen,

Martin Puntigam: dass man eine Idee haben muss, ein Konzept haben muss, man muss das irgendwo

Martin Puntigam: aufnehmen und irgendwo publizieren, ist die Regelmäßigkeit.

Martin Puntigam: Was ist denn euer Tipp und fangen wir vielleicht bei der Schlussrunde wieder

Martin Puntigam: bei den Ausländern an, damit nicht alle gleichzeitig zu reden beginnen.

Martin Puntigam: Was ist denn euer Tipp, wie man das schaffen kann?

Martin Puntigam: Wir haben jetzt Folge 101, ihr seid mit den älteren Podcasts weit über 300 oder

Martin Puntigam: noch viel weiter, ich glaube Sternengeschichten

Martin Puntigam: gibt es noch deutlich mehr Folgen, was ist denn euer Tipp?

Martin Puntigam: Wie man dranbleiben kann, wenn man für 10 Folgen gute Ideen hat und das geht

Martin Puntigam: sich alles irgendwie aus, ist man noch lange bei 50, bei 100 oder bei 500 oder

Martin Puntigam: 640 Folgen gibt es von den Sternengeschichten schon.

Martin Puntigam: Was ist denn da ein guter Ratschlag?

Nicolas Wöhrl: Na ja, also da sind wir wieder bei Eva. Ich würde sagen, am Anfang macht man

Nicolas Wöhrl: sich Gedanken, was ist denn mein Konzept und worüber habe ich vor allem Lust

Nicolas Wöhrl: und auch Inhalt, um da einige Folgen zu podcasten.

Nicolas Wöhrl: Also bei uns war es natürlich irgendwie clever oder bei uns allen,

Nicolas Wöhrl: kann man ja sagen, wir waren ja so clever zu sagen, wir reden einfach über die

Nicolas Wöhrl: Wissenschaft, da gibt es ja immer neue Studien und neue Erkenntnisse,

Nicolas Wöhrl: wir machen es so sehr, sehr einfach,

Nicolas Wöhrl: wir tun immer die Leute leid, die, weiß ich nicht, so auf Tech-Produkte setzen,

Nicolas Wöhrl: irgendwie so Apple und dann kommt halt irgendwie ewig nichts von Apple Vernünftiges

Nicolas Wöhrl: raus und dann hängst du halt in der Luft und musst gucken, was du senden kannst.

Nicolas Wöhrl: Also von daher war es für uns sehr, sehr einfach.

Nicolas Wöhrl: Wir haben halt ein Thema gefunden, was sich selbst permanent erneuert und wir

Nicolas Wöhrl: immer weiter senden können. Vielleicht in dem Zusammenhang würde ich fast noch

Nicolas Wöhrl: den Tipp sagen, wenn ihr merkt, dass das Thema auserzählt ist,

Nicolas Wöhrl: dann lasst so ein Podcast auch einfach mal sterben.

Nicolas Wöhrl: Also ich weiß, es tut da natürlich weh, wenn man eine Zuhörerschaft erreicht

Nicolas Wöhrl: hat und die irgendwie weitertragen möchte.

Nicolas Wöhrl: Dann kann man sich vielleicht ein neues Projekt suchen und die dann irgendwie

Nicolas Wöhrl: überlappend laufen lassen für eine gewisse Zeit, um dann die Hörenden mitzunehmen.

Nicolas Wöhrl: Aber wenn ein Thema durch ist, ja, dann muss man vielleicht auch so ein Projekt

Nicolas Wöhrl: mal abschließen. Da ist ja nichts gegen zu sagen, dass ein Projekt halt nach

Nicolas Wöhrl: 20 Folgen zu Ende ist, wenn alles gesagt ist.

Reinhard Remfort: Man könnte auch eine Entwicklung, die es in der Podcast-Welt ja auch gibt,

Reinhard Remfort: die jetzt noch nicht ganz so alt ist, würde ich sagen, ist dieses Prinzip Staffeln zu definieren.

Reinhard Remfort: Wenn man jetzt weiß, ich habe ein Thema, das trägt sich für 20 Folgen und dann

Reinhard Remfort: vielleicht noch ein anderes Thema, dass man von vornherein sagt,

Reinhard Remfort: wir produzieren Staffeln, wo immer ein Themenkomplex abgeschlossen ist, könnte man auch machen.

Florian Freistetter: Das mit den Staffeln ist eine gute Idee, aber das, was Nikolaus zuerst gesagt

Florian Freistetter: hat, ist auch eine sehr gute Idee.

Florian Freistetter: Man sollte sich zuerst überlegen, will ich etwas erzählen oder will ich einfach

Florian Freistetter: nur einen Podcast machen?

Florian Freistetter: Weil wenn ich einfach nur einen Podcast haben will und das meine Hauptmotivation

Florian Freistetter: ist, dann ist die Chance vielleicht schon gar nicht so gering,

Florian Freistetter: dass mir irgendwann der Inhalt ausgeht. was anders ist, wenn meine Motivation

Florian Freistetter: es ist, etwas zu erzählen.

Florian Freistetter: Weil dann will ich ja was zu erzählen und dann fällt mir auch was zu erzählen

Florian Freistetter: ein, wenn ich mir vorher ein bisschen Gedanken mache.

Florian Freistetter: Und bei der Wissenschaft ist das, wie gesagt, leicht. Bei den Sternengeschichten,

Florian Freistetter: da habe ich von Anfang an gewusst und weiß das auch jetzt, dass mir die Themen

Florian Freistetter: nicht ausgehen werden, weil das Universum ist groß.

Florian Freistetter: Also es gibt kaum was, was größer als das Universum ist. Also da kann man über sehr viel erzählen.

Florian Freistetter: Und solange ich Lust habe, das zu erzählen, kann ich da was erzählen.

Florian Freistetter: Also ich werde nie ein Themenproblem kriegen. Und das ist bei den anderen Podcasts,

Florian Freistetter: die wir alle machen, genauso, weil wir reden über Wissenschaft und die hört nie auf.

Florian Freistetter: Der Punkt, um den es dann einfach noch geht, ist.

Florian Freistetter: Ob man selbst die Zeit da reinstecken will und die Motivation da reinstecken will.

Florian Freistetter: Und genau deswegen habe ich am Anfang gesagt, man sollte sich zuerst überlegen,

Florian Freistetter: möchte ich was erzählen oder möchte ich nur einen Podcast machen?

Florian Freistetter: Weil wenn ich was erzählen will, dann habe ich auch von Anfang an die Motivation

Florian Freistetter: und dann bleibt mir die hoffentlich auch.

Florian Freistetter: Wenn ich einfach nur den Podcast um das Podcast willen machen möchte,

Florian Freistetter: dann habe ich irgendwann vielleicht keine Lust mehr, weil ich denke,

Florian Freistetter: jetzt habe ich den Podcast gemacht, jetzt taugt es mal nicht mehr,

Florian Freistetter: jetzt höre ich auf damit.

Florian Freistetter: Das heißt, wenn man selbst von dem begeistert ist, was man erzählt,

Florian Freistetter: dann hört das normalerweise die Begeisterung nicht so schnell auf.

Florian Freistetter: Und dann ist es tatsächlich nur noch eine Frage, ob sich sonst noch im Leben

Florian Freistetter: was ändert, ob man irgendwo einen anderen Job kriegt, ob man andere Umstände hat oder sonst was.

Florian Freistetter: Dann kann man das im Prinzip so lang durchhalten machen, wie man möchte.

Florian Freistetter: Also ich glaube, der wichtige Punkt beim Durchhaltevermögen ist,

Florian Freistetter: dass man nicht einfach irgendwie anfängt, sondern sich am Anfang kurz einmal überlegt,

Florian Freistetter: will ich was erzählen eigentlich und was will ich erzählen und wie kann ich

Florian Freistetter: das so erzählen, dass das Thema sich möglichst weit trägt und wenn ich da keine

Florian Freistetter: guten Antworten drauf habe, dann muss ich mir ein anderes Podcast-Konzept überlegen.

Eva Freistetter: Ja, was soll ich da jetzt noch hinzufügen? Da ist mir jetzt schon fast alles vorweg.

Florian Freistetter: Wenn ihr ein Podcast-Konzept braucht, dann kontaktiert Space Monkey Podcast.

Florian Freistetter: Das wäre jetzt dein Einstieg gewesen.

Eva Freistetter: Ach Gott, dabei komme ich aus der Werbung, gar nicht du. Also ich finde auch,

Eva Freistetter: dass die Motivation ganz wichtig ist. Ich habe jetzt auch kurz überlegt,

Eva Freistetter: was mich da jetzt auch schon so lange bei der Stange hält.

Eva Freistetter: Und ich glaube schon, dass es auch eine gewisse Art von Verbindlichkeit ist,

Eva Freistetter: die man vielleicht sich selbst gegenüber und dem Thema dann auch verspürt.

Eva Freistetter: Weil bei mir hat sich schon auch viel verändert. In meinem Umfeld,

Eva Freistetter: ich habe Jobs gewechselt.

Eva Freistetter: Es waren Studienabschlüsse zu machen und es war auch eine sehr stressige Zeit

Eva Freistetter: zum Teil, wo es bei mir vielleicht ein einfaches gewesen wäre zu sagen,

Eva Freistetter: ja, ich mache jetzt den Podcast nicht mehr weiter, also koste mich glatt,

Eva Freistetter: aber er bringt mir jetzt auch monetär

Eva Freistetter: überhaupt nichts und ich habe auch eigentlich überhaupt keine Zeit.

Eva Freistetter: Und tatsächlich war das bei mir nie ein Punkt, wo ich auch nur eine Sekunde

Eva Freistetter: darüber nachgedacht habe.

Eva Freistetter: Also für mich war das immer so auch ein Fixpunkt irgendwie.

Eva Freistetter: Ich mache Kostmann Glatter, ich mache den Podcast, der erscheint mit 13,

Eva Freistetter: 2 Wochen wieder. Was sind die Themen, was können wir machen?

Eva Freistetter: Und ich glaube, dass das auch wirklich aus dieser Motivation heraus ist,

Eva Freistetter: dass ich immer gesagt habe, ja, ich möchte darüber sprechen, es ist mir wichtig.

Eva Freistetter: Ja, und ich glaube, es gibt mir auch irgendeinem, es erfüllt mich auch irgendwie.

Eva Freistetter: Und das macht mir Spaß und Freude. Und ich glaube, dass das so ein bisschen ein Treiber ist.

Eva Freistetter: Und wenn man sich das wirklich auch vorüberlegt hat, was man sagen möchte,

Eva Freistetter: was Florian schon gesagt hat, ich glaube, dann fällt es einem leichter, auch dran zu bleiben.

Eva Freistetter: Und dann geht es einfach immer weiter und das entwickelt sich und man wächst

Eva Freistetter: dann auch damit und das macht Spaß. Und dann fällt es einem,

Eva Freistetter: glaube ich, auch nicht schwer, wobei ich schon glaube, und es ist wichtig,

Eva Freistetter: dass man da konsequent an die Sache geht.

Eva Freistetter: Und deswegen sage ich auch meinen Kunden immer, ja, wenn ihr einen Podcast machen

Eva Freistetter: möchtet, dann überlegt euch das wirklich, weil das ist was Strategisches und was Langfristiges.

Eva Freistetter: Das ist jetzt nicht etwas, was kurz ist, was kurz wirkt, wo ich jetzt sage,

Eva Freistetter: ich mache das jetzt drei Monate und dann will ich aber gleich in den Top Ten sein oder so.

Eva Freistetter: Das wäre auch die falsche Motivation, sondern ich glaube, man soll sich wirklich

Eva Freistetter: überlegen, warum man es machen möchte.

Florian Freistetter: Ich glaube, das ist ein Grund, warum Methodisch Inkorrekt und auch die Sternengeschichten

Florian Freistetter: so erfolgreich sind, weil wir einfach seit über zehn Jahren nicht aufgehört haben damit.

Florian Freistetter: Das ist, glaube ich, ein sehr, sehr großer Faktor beim Erfolgreichsein beim Podcasten.

Nicolas Wöhrl: Ja, ist ein bisschen schade, wenn Penetrans dein Markenkern ist, aber okay.

Martin Puntigam: Das war Ausgabe 101 des 1-Wassers-Podcasts, also nur noch 99,

Martin Puntigam: dann ist schon Folge 200 zu erwarten.

Martin Puntigam: Die 99 Folgen werden natürlich vergehen wie im Flug.

Martin Puntigam: Aus diesem Anlass, nämlich 100 der Podcasts, nehmen wir heute Abend,

Martin Puntigam: wie angekündigt, im Literaturhaus Graz live auf mit zwei fantastischen Gästen.

Martin Puntigam: Nicole Streitler-Kastberger, Literaturwissenschaftlerin, Literaturkritikerin

Martin Puntigam: und Autorin, die sich zwei Jahrzehnte lang unter anderem neben anderen Menschen

Martin Puntigam: mit dem Gesamthag von Oedin von Hort auseinandergesetzt hat.

Martin Puntigam: Ich habe auch im Vorfeld zwei Bücher gelesen und ich bin wirklich erstaunt gewesen,

Martin Puntigam: wie unterhaltsam das ist und wie wegweisend das für eigentlich nahezu alles

Martin Puntigam: ist, was ich dann später vor allem im Kabarett, im Theaterkabarett gern gemacht habe.

Martin Puntigam: Das heißt, die Menschen, die mir Vorbild waren und bevor ich auf die Bühne gegangen

Martin Puntigam: bin, können sie in direkter Linie auf das Werk von Oedin von Horvath berufen.

Martin Puntigam: Das ist sehr interessant gewesen.

Martin Puntigam: Und als zweiter Gast mit dabei, Gilbert Prelasnik, ehemaliger Fußball-Nationalspieler.

Martin Puntigam: Der mit Sturm Graz in den 90er Jahren sehr erfolgreich war, nicht nur Meister-Cup-Sieger,

Martin Puntigam: auch in der Champions League und der hat, und das ist das Besondere.

Martin Puntigam: Linguistik studiert und ist seit kurzem Master in klinischer Linguistik.

Martin Puntigam: Was das genau sein soll, erklärt er uns heute Abend, freue mich schon und seit

Martin Puntigam: kurzem ist er auch Assistenztrainer der Frauenfußball-Nationalmannschaft,

Martin Puntigam: die ja auch nicht so schlecht unterwegs ist.

Martin Puntigam: Der Podcast, den wir in Graz heute aufnehmen, wird, wenn alles gut geht,

Martin Puntigam: mit der Aufnahme am 14. April online sein.

Florian Freistetter: Was auch bald online ist und sogar im analogen Fernsehen zu sehen,

Florian Freistetter: ist die neue TV-Staffel der Science Busters.

Florian Freistetter: Seit 11. März gibt es schon jeden Dienstag, jeden Dienstag Nacht auf ORF1 eine neue Folge.

Florian Freistetter: Und diese neuen Folgen sind ein halbes Jahr lang immerhin weltweit abrufbar im ORF-Player.

Florian Freistetter: Morgen Abend gibt es die neue Folge um 23 Uhr mit dem schönen Namen Luluzifer

Florian Freistetter: mit Elisabeth Oberzaucher und Martin Moda und Martin Puntigam.

Florian Freistetter: Die nächste Ausgabe von Frag die Science Buster live alles rund um Klima im Radio gibt es am 28.

Florian Freistetter: April und wie immer von 13 bis 14 Uhr eine Stunde lang auf Radio FM4.

Florian Freistetter: Wer was über das Klima beantwortet haben will, soll einfach eine E-Mail schreiben

Florian Freistetter: oder zu der Zeit live im Studio anrufen.

Martin Puntigam: Und kriegt postwendend eine Antwort. Sternengeschichten gibt es live,

Martin Puntigam: haben wir heute schon besprochen.

Martin Puntigam: Unter sternengeschichten.live findet man alle Termine das nächste Mal am 26.

Martin Puntigam: Mai in Eschweiler und am 4. Juni in München.

Martin Puntigam: Und methodisch inkorrekt gibt es nicht nur jede Woche als Podcast,

Martin Puntigam: sondern auch live und zwar nicht unzählige Male, aber sehr oft.

Martin Puntigam: Wann seid ihr denn das nächste Mal wo unterwegs? oder ist es zu umfangreich,

Martin Puntigam: um es im Einzelnen rauszubicken?

Reinhard Remfort: Das ist ein bisschen zu viel, um jetzt die Termine, glaube ich,

Reinhard Remfort: einzeln runterzuleiern.

Reinhard Remfort: Ich würde sagen, wir sind dieses Jahr noch ein bisschen in Deutschland unterwegs.

Reinhard Remfort: Nächstes Jahr ist auch noch Österreich und Schweiz geplant. Ja,

Reinhard Remfort: ihr könnt einfach mal reinschauen.

Reinhard Remfort: Termine findet ihr unter live.minkorekt.de.

Martin Puntigam: Die Show heißt das Mimperium oder wie sprecht sie euch denn aus?

Martin Puntigam: Das Emperium. Das Emperium.

Reinhard Remfort: Das Emperium schlägt zurück.

Florian Freistetter: Ja, und wer noch nicht warten will, bis methodisch inkorrekt nach Österreich

Florian Freistetter: kommen oder wer aus Deutschland nach Österreich kommen will,

Florian Freistetter: um die Science Busters zu sehen,

Florian Freistetter: kann, bis wir im Oktober unsere neue Show Premiere feiern lassen mit dem schönen

Florian Freistetter: Titel Weltuntergang für Fortgeschrittene, sich bis dahin noch die aktuelle Live-Show

Florian Freistetter: der Science Busters anschauen, die den nicht minder schönen Titel Planet B trägt.

Florian Freistetter: Und die nächsten Möglichkeiten dafür sind am 19.04.

Florian Freistetter: Und 25.05. im Stadtsaal Wien.

Martin Puntigam: Davor geht es schon Anfang April wieder mal nach Deutschland,

Martin Puntigam: eine kleine Runde, beginnend am 2.

Martin Puntigam: April in Erlangen im E-Werk, am 3. April im F-Haus in Jena, am 4.

Martin Puntigam: Im Kupfersaal Leipzig und am 5. in der Schauburg Dresden.

Martin Puntigam: Dann geht es gegen Ende April nach Feldbach in die Ostscheiermark, am 23. April und am 30.

Martin Puntigam: April sind wir im Posthof Linz, um dann am andere Ende des Landes,

Martin Puntigam: das ja nicht sehr groß ist, aber es ist doch ein anderes Ende des Landes zu fahren. Am 16.05.

Martin Puntigam: Im Freudenhaus Lustenau und am 17.05.

Martin Puntigam: Sogar ein kleiner Sprung über die Grenze ins Fürstentum Lichtenstein,

Martin Puntigam: wo wir im Theater am Kirchplatz auftreten.

Florian Freistetter: Das wird sehr schön und weil du es gerade gesagt hast, fällt es mir ein,

Florian Freistetter: dass ich auch nochmal am 6.04.

Florian Freistetter: In Jena sein werde und dort einen Vortrag über Sterne halten werde. in der Imaginata.

Florian Freistetter: Kann man auch gerne kommen und wer nicht in Jena ist und ein Kind ist oder ein

Florian Freistetter: Kind hat und mit Kindern Wissenschaft schauen will, kann sich Science Busters for Kids anschauen.

Florian Freistetter: Das gibt es aktuell digital in der ORF Kids App. Die Folgen sind circa 10 Minuten

Florian Freistetter: lang oder es gibt das Ganze auch live mit Martin Moda und Martin Puttigam am 19.04.

Florian Freistetter: Im Stadtsaal Wien, am 30.04. im Posthof Linz und am 20.04. habe ich vergessen,

Florian Freistetter: auch nochmal im Stadtsaal Wien und danach am 18.

Florian Freistetter: Mai im Rangweil in Vorarlberg.

Martin Puntigam: Im Venomner Saal, wie das dort genannt wird.

Martin Puntigam: Am 26.04. gibt es Vorglühen mit Bezi aus der Märchenstadt in Bezi und Designs

Martin Puntigam: Passers bei der Ipsiade, bevor es dann Anfang Mai eine neue Show gibt,

Martin Puntigam: nämlich Fliegen lernen mit dem Bär-Nulli-Effekt.

Martin Puntigam: Kasperl und Bezi wollen eine Weltreise machen, aber mit dem Flugzeug ist es

Martin Puntigam: sehr teuer und schlecht fürs Klima, also wollen sie selber fliegen lernen.

Martin Puntigam: Das bringen Ihnen Helmut Jungwirth und ich im Uranier-Puppentheater bei,

Martin Puntigam: beziehungsweise wir erklären Ihnen, warum Flugzeuge fliegen können,

Martin Puntigam: Vögel auch, aber wir ohne Hilfsmittel so schlecht.

Martin Puntigam: Von 6. bis 11. Mai im Urania-Puppentheater in Wien.

Florian Freistetter: Wer Martin Puntigam ohne irgendwelchen wissenschaftlichen Anhang sehen will

Florian Freistetter: und noch dazu wissenschaftliche Verschwörungstheorien zum Besten geben,

Florian Freistetter: hören möchte, kann das tun, wenn man sich das neue Solo, oder das alte Solo eigentlich,

Florian Freistetter: es gibt schon eine Zeit lang, von Martin Puntigam anschaut.

Florian Freistetter: Glückskatze, das gibt es am 11. und 12. April im Kabarett Niedermeier in Wien. Und das war's.

Martin Puntigam: Das immer junge Solo, weil ja Verschwörungserzählungen immer neuen Stoff liefern,

Martin Puntigam: ähnlich wie die Wissenschaft, nur halt unseriös.

Martin Puntigam: Deshalb wird das Programm immer weiterentwickelt und ergänzt.

Martin Puntigam: Alle Informationen unter sciencebusters.at slash termine oder puntigam.at oder minkorrekt.de.

Martin Puntigam: Danke an die TU Wien und die Uni Graz, die die Produktion des Podcasts jetzt

Martin Puntigam: schon 101 Mal unterstützt haben.

Martin Puntigam: Danke fürs Zuhören, Downloaden, Streamen, Abonnieren, Bewerten,

Martin Puntigam: Empfehlen, Editieren, Publischen, Hochladen und was immer man denn in einem

Martin Puntigam: Podcast machen kann, auch buchhalterisch beraten lassen.

Martin Puntigam: Danke für die Auskünfte, Florian Freistetter, Eva Freistetter,

Martin Puntigam: Nikolaus Wörl und Reinhard Remford.

Martin Puntigam: Bis zum nächsten Mal. Tschüss und habe die Ehre.

Florian Freistetter: Tschüss.

Eva Freistetter: Tschüss.

Nicolas Wöhrl: Tschüss.

Über diesen Podcast

Der Science Busters Podcast ist ein Podcast der Science Busters. Das trifft sich insofern sehr gut, weil der Name leicht zu merken ist.

Seit 2007 gibt es die Science Busters als Wissenschafts-Show-Projekt. Auf der Bühne, auf Radio FM4, als Bücher, als Lehrveranstaltung und TV-Sendungen. Und ab 2021 auch als Podcast. Weil fast immer mehr zu einem Thema zu sagen wäre, als im jeweiligen Format Platz hat. Nachhaltige Wissenschaftskommunikation, wenn man so will, lehrreich, unterhaltsam und durchgehend in Stereo.

In jeder Folge wird eine aktuelle Frage der Hörerschaft beantwortet, oder zwei. Und ein Thema umfassend beackert. Am Ende gibt es Tipps und Empfehlungen. Um Eigenwerbung zu vermeiden, muss immer einer die Arbeit seines Gegenüber bewerben.

Science Busters Podcast - transparent, unbestechlich, bürgernah
Tiere können der Handlung nicht folgen.

Produziert mit Unterstützung der Universität Graz und der TU-Wien

Kontakt: podcast@sciencebusters.at

von und mit Martin Puntigam, Martin Moder, Florian Freistetter

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