Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Martin Puntigam: Ausgabe 124 des Science Masters Podcasts. Heute gibt's Malen nach Zahlen und
Martin Puntigam: am Ende kommt ein buntes Universum raus.
Florian Freistetter: Ist gar nicht so blöd, wie sie glauben.
Martin Puntigam: Glaub ich nicht, dass es blöd ist.
Martin Puntigam: Herzlich willkommen zur Ausgabe 124 des Sciencebusters-Podcasts,
Martin Puntigam: wie immer produziert mit Unterstützung der Uni Graz und der TU Wien.
Martin Puntigam: Mein Name ist Martin Puntigam und mir gegenüber sitzt heute wieder Florian Freistetter, Astronom. Hallo.
Florian Freistetter: Hallo.
Martin Puntigam: In Ausgabe 123, wohin die toten Sterne kommen,
Martin Puntigam: haben wir unter anderem darüber gesprochen, was die Sonne am roten Riesenast zu suchen hat,
Martin Puntigam: worum es bei blauen Nachzüglern geht, wann das Spätstadium der Sternentwicklung
Martin Puntigam: beginnt, warum es die ganzen großen Sterne nur ganz kurz gibt,
Martin Puntigam: wieso planetarische Nebel auch Etikettenschwindler sind, ob sterbende Sterne
Martin Puntigam: Schokobrunnen mögen, was eine Supernova Neutrinos zu verdanken hat,
Martin Puntigam: weshalb Beteigölze so viel staubt und wie man ins Land der Unterriesen kommt.
Martin Puntigam: Heute wird's uns zu bunt, beziehungsweise nicht uns, sondern dem Universum.
Martin Puntigam: Seit jetzt kann man sagen, Florian, gibt's dein neues Buch, die Farben des Universums.
Martin Puntigam: Erschienen bei Hansa. Das Cover schaut aus wie ein Haufen Flummis bei der Stirnreihe.
Martin Puntigam: Diesmal bist du bei den Farben des Universums gelandet. Das ist ja nicht unbedingt
Martin Puntigam: naheliegend, weil wenn man ins
Martin Puntigam: Universum schaut, kommt man nicht auf die Idee, boah, das ist aber bunt.
Martin Puntigam: Die Erde ist bunt, die uns umgibt, das wissen wir. Viele Pflanzen,
Martin Puntigam: viele Blüten. Wir selber sind auch relativ bunt.
Martin Puntigam: Außen, aber vor allem innen, wenn man uns aufschneidet.
Martin Puntigam: Polarlichter am Himmel sind tatsächlich farbenprächtig. Der Regenbogen auch.
Martin Puntigam: Aber gibt es sonst wirklich so viele Farben im Universum, dass es für ein ganzes
Martin Puntigam: Buch reicht? Weil das ist ja hauptsächlich schwarz, oder?
Florian Freistetter: Naja, erstens einmal ist es vielleicht für Menschen, die sich jetzt nicht ausführlich
Florian Freistetter: mit Astronomie beschäftigt haben, nicht naheliegend, ein Buch über die Farben
Florian Freistetter: des Universums zu schreiben.
Florian Freistetter: Aber wenn man auch nur ein bisschen intensiver mit Astronomie zu tun hat,
Florian Freistetter: dann ist es eigentlich fast das naheliegendste, was man machen kann,
Florian Freistetter: über das Universum zu schreiben.
Florian Freistetter: Weil schwarz ist es ja nur dort, wo nichts ist.
Florian Freistetter: Also das, wo nichts ist, ist schwarz. Und überall, wo was ist, ist es nicht schwarz.
Florian Freistetter: Und das hat eine Farbe. Und wir haben ja, und das weißt du ja auch,
Florian Freistetter: du hast jetzt gerade nur so getan, als wüsstest du es nicht,
Florian Freistetter: aber wir haben ja in den letzten Folgen ausführlich über Sterne gesprochen.
Florian Freistetter: Und da habe ich immer wieder über die Farbe gesprochen, weil die Farbe so ziemlich
Florian Freistetter: das Zentralste ist, was man über das Universum wissen kann oder das Zentralste
Florian Freistetter: ist, mit dem man Dinge rausfinden kann.
Florian Freistetter: Wenn ich jetzt einfach nur so hinschaue, dann sehe ich, wo leuchtet was und
Florian Freistetter: wie hell leuchtet was. Das sind zum ersten zwei Dinge.
Florian Freistetter: Das nennt man in der Wissenschaft Photometrie und Astrometrie. Das war so lange Zeit.
Florian Freistetter: Das, was man gemacht hat, wenn man Astronomie gemacht hat, man hat geschaut,
Florian Freistetter: wie hell sind die Dinger da oben und wo sind sie und wie bewegen sie sich, wenn sie sich bewegen.
Martin Puntigam: Ja, aber die Sterne, die wir besprochen haben, das waren ja rote Riesen,
Martin Puntigam: meinetwegen sollen die rot sein, aber braune Zwerge sind ja nicht braun, oder?
Florian Freistetter: Es kommt darauf an, wie man es nimmt, aber wie gesagt, das Licht ist ja mehr
Florian Freistetter: als jetzt einfach nur irgendwie, ich schaue was an und das ist rot.
Florian Freistetter: Das ist schon auch Farbe, aber es geht um viel, viel mehr.
Florian Freistetter: Es geht um die Farben, die im Licht drin sind, weil jedes Licht,
Florian Freistetter: jedes Licht, das von irgendwo kommt, entweder hat es eine Farbe oder es ist
Florian Freistetter: eine Mischung aus Farben.
Florian Freistetter: Und egal, was es ist, am Ende sagt uns die Farbmischung etwas darüber,
Florian Freistetter: wie dieses Licht produziert worden ist.
Florian Freistetter: Als wir über die Sterne gesprochen haben, haben wir über rote Riesen gesprochen,
Florian Freistetter: über rote Zwerge gesprochen, über blaue Riesen gesprochen und so weiter.
Florian Freistetter: Und diese Farbe, die sagt uns was über die Temperaturen.
Florian Freistetter: Temperatur sagt uns was über das, was im Stern vorgeht. Also Farbe ist in dem
Florian Freistetter: Fall nicht nur einfach ein, ja.
Florian Freistetter: Täglicher Begriff, sondern das ist nicht ein wissenschaftlicher Begriff.
Florian Freistetter: Farbe sagt uns, was über die Wellenlänge des Lichts.
Florian Freistetter: Die Wellenlänge ist das, was die Farbe bestimmt und die Farbe sagt uns,
Florian Freistetter: was über die Energie, die im Licht drin steckt.
Florian Freistetter: Das heißt, aus der Farbe können wir so gut wie alles rauskriegen,
Florian Freistetter: was wir rauskriegen können.
Florian Freistetter: Also die Analyse von Farben ist das zentrale Aufgabengebiet der beobachtenden Astronomie.
Florian Freistetter: Das heißt dann oft anders, das heißt dann irgendwie die Spektroskopie und so
Florian Freistetter: weiter, aber am Ende alles, was wir abseits von Helligkeit und von Position
Florian Freistetter: rausgefunden haben, über die Himmelskörper haben wir rausgefunden,
Florian Freistetter: indem wir uns die Farben angeschaut haben.
Martin Puntigam: Also das gilt für die Astronomie, weil, glaube ich, in der Hochenergiephysik,
Martin Puntigam: Elementarteilchenphysik, es gibt ja, glaube ich, auch farbige Quarks,
Martin Puntigam: da ist es ja eher eine Hilfe, oder?
Florian Freistetter: Ja, aber das ist wieder ein völlig anderes Thema.
Martin Puntigam: Ja, aber auch Farben und da sind die Farben ja auch nicht naheliegend.
Florian Freistetter: Ja, aber das ist ein Name. Das ist einfach ein Name, den sich die Leute ausgedacht
Florian Freistetter: haben. Die haben gesagt, wir müssen dieses Ding, das außerhalb unserer Alltagserfahrung
Florian Freistetter: steht, irgendwie nennen.
Florian Freistetter: Und anstatt elektrisch positiv und elektrisch negativ, nennen wir es jetzt halt
Florian Freistetter: irgendwie rot oder grün.
Florian Freistetter: War eine blöde Wahl, aber hat null, null, überhaupt gar nichts mit dem zu tun,
Florian Freistetter: was in der Astronomie abgeht.
Florian Freistetter: Das ist einfach nur ein Name, der nichts mit Farben zu tun hat.
Martin Puntigam: Also das sind keine Farben des Universums, sondern das ist nur eine Krücke,
Martin Puntigam: eine Hilfestellung, um etwas zu beschreiben, was man kaum begreifen kann,
Martin Puntigam: aber die Farben, über die du schreibst, die entspringen der Beobachtung.
Florian Freistetter: Die entspringen der Beobachtung, weil wie gesagt, Licht ist das,
Florian Freistetter: was wir sehen und Licht hat per Definition eine Farbe.
Florian Freistetter: Es gibt kein Licht, das keine Farbe hat, weil jedes Licht hat eine bestimmte
Florian Freistetter: Wellenlänge oder es ist eine Mischung aus bestimmten Wellenlängen,
Florian Freistetter: es ist eine Mischung aus bestimmten Energien und jede Wellenlänge entspricht
Florian Freistetter: einer Farbe. Das heißt, es gibt nichts im Universum, was...
Florian Freistetter: Irgendwie elektromagnetische Strahlung ausschickt und keine Farbe hat.
Florian Freistetter: Und die Astronomie erforscht elektromagnetische Strahlung. Und deswegen kann
Florian Freistetter: man sagen, die Astronomie ist in einem gewissen Sinn auch die Wissenschaft der
Florian Freistetter: Farben, die wir im Universum sehen können.
Florian Freistetter: Das heißt, wenn man sich mit den Farben beschäftigt, dann hat man quasi das
Florian Freistetter: gesamte Universum zur Auswahl.
Martin Puntigam: Also kosmische Farbenlehre. Machen wir es vielleicht nach dem alten Spruch,
Martin Puntigam: den man früher zumindest noch in der Volksschule, also in der Grundschule gelernt
Martin Puntigam: hat, bei der Verkehrserziehung.
Martin Puntigam: Bei Rot bleib stehen, bei Grün darf es gehen, bei Gelb gib Acht, so wird es gemacht.
Martin Puntigam: Das Buch beginnt ja nach einem Prolog auch mit dem Kapitel Rot.
Martin Puntigam: Das können viele herleiten, Rot ist der Mars, der rote Planet,
Martin Puntigam: wie er auch genannt wird, den kann man auch sehen manchmal am Nachthimmel,
Martin Puntigam: als rötlicher in Wirklichkeit.
Martin Puntigam: Ganz rot ist er ja nicht, so wie man sich rot vorstellt.
Martin Puntigam: Und das ist aber nicht alles, was rot ist im Universum, oder?
Florian Freistetter: Nein, also wie gesagt, das Buch ist aufgebaut anhand der Farben des Regenbogens.
Florian Freistetter: Also ich habe die Farben Rot, Gelb, Orange, Grün, Blau und Violett genommen.
Florian Freistetter: Und wer sich jetzt wundert oder gemerkt hat, dass die Reihenfolge nicht korrekt
Florian Freistetter: war, ist Absicht. Schöne Buch, warum die Reihenfolge nicht ganz korrekt war.
Florian Freistetter: Weil eigentlich müsste Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett kommen.
Florian Freistetter: Aber es hat einen Grund, warum das so ist.
Florian Freistetter: Und diese Farben, ja, ich habe sogar ein Kapitel drinnen am Ende,
Florian Freistetter: wo ich erkläre, warum das die Farben des Regenbogens sind.
Florian Freistetter: Weil dass wir jetzt gerade das eine Rot, Gelb, Orange, Grün,
Florian Freistetter: Blau, Violett genommen haben, gibt da noch andere Farben. Es gibt ja,
Florian Freistetter: keine Ahnung, Türkis oder Rosa sind auch alles Farben.
Florian Freistetter: Also es gibt noch jede Menge Farben, die keine offiziellen Regenbogenfarben sind.
Florian Freistetter: Und es ist gar nicht so unspannend herauszufinden, wie die Farben des Regenbogens
Florian Freistetter: zumindest kulturell sich so entwickelt haben.
Florian Freistetter: Aber das habe ich als Aufhänger genommen für mein Buch. Das ist eben anhand
Florian Freistetter: dieser Farben strukturiert.
Florian Freistetter: Und in jedem Kapitel geht es dann darum, was ist Rot im Universum oder was kann
Florian Freistetter: man darüber erzählen. Und natürlich ist es jetzt nicht so, dass ich gesagt habe,
Florian Freistetter: ja, hier, der Mars ist rot und der Stern ist rot und der Stern ist rot und der Stern ist rot.
Florian Freistetter: Also das wäre langweilig geworden, sondern ich habe dieses Konzept natürlich
Florian Freistetter: ein bisschen aufgeweitet, insofern, als dass ich halt nicht nur...
Florian Freistetter: Die Objekte, die eine Farbe haben, entsprechend vorgestellt haben.
Florian Freistetter: Es hat natürlich auch erzählt, woher kommt die Farbe? Warum ist die Farbe?
Florian Freistetter: Was haben wir daraus gelernt? Wer hat es daraus gelernt?
Florian Freistetter: Und es sind auch, wenn man so will, Farben, ich will jetzt nicht sagen.
Florian Freistetter: Abstrakte Farben, weil es sind immer reale Farben.
Florian Freistetter: Aber im Kapitel Rot kann man das ganz gut sehen. Das fängt an tatsächlich mit dem roten Mars.
Florian Freistetter: Und da habe ich erklärt, warum der Mars rot erscheint, was wir tun könnten,
Florian Freistetter: wenn wir den Mars vielleicht blau machen wollen würden, so wie die blaue Erde,
Florian Freistetter: Also ein bisschen so Terraforming und sowas.
Florian Freistetter: Also das fängt an und dann habe ich über die Sterne ein bisschen allgemein darüber
Florian Freistetter: gesprochen, wie Dinge im Universum Rot sind.
Florian Freistetter: Aber dann der Hauptteil des Kapitel Rots, das ist eine, ich habe es genannt,
Florian Freistetter: eine große Geschichte des Universums in drei Akten, glaube ich,
Florian Freistetter: habe ich es genannt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es so genannt habe. Genau, drei Akten.
Florian Freistetter: Und da geht es um ein besonderes Rot.
Florian Freistetter: Also da geht es darum, dass, wenn man es so will, das ganze Universum Rot ist.
Florian Freistetter: Also ich weiß jetzt nicht, ob ich das in diesem Podcast in dieser Kürze darstellen
Florian Freistetter: kann. Außerdem habe ich es ja im Buch ausführlich dargestellt,
Florian Freistetter: damit es gelesen werden kann.
Florian Freistetter: Aber den meisten ist vermutlich, die das hier hören, der Begriff Rotverschiebung bekannt. Das heißt...
Martin Puntigam: Dann haben wir ja schon öfter einen Podcast gehabt.
Florian Freistetter: Genau. Also wir sehen... Farben, aber nicht dort, wo sie sein sollten oder wir
Florian Freistetter: sehen nicht die Farben, die wir eigentlich sehen sollten, sondern wir sehen
Florian Freistetter: leicht andere, leicht verschobene Farben und.
Florian Freistetter: Die Verschiebung sagt uns was über die Bewegung. Und wir sehen eben,
Florian Freistetter: wenn wir uns die Dinge im Universum anschauen, die sind alle rötlicher, als sie sein sollten.
Florian Freistetter: Und das ist ein Effekt der Tatsache, dass sich alles von uns fortbewegt.
Florian Freistetter: Das heißt, in diesem kosmologischen Rot liegt das Wissen über den Urknall,
Florian Freistetter: über die Entstehung des Universums, über die Ausdehnung des Universums.
Florian Freistetter: Und das ist halt eine lange Geschichte, die ich am Anfang erzählt habe,
Florian Freistetter: weil von der so viel abhängt.
Florian Freistetter: Um das zu erkennen, muss man erstmal überhaupt herausfinden,
Florian Freistetter: dass da Farben drin sind im Licht.
Florian Freistetter: Das hat Isaac Newton schon herausgefunden, dass das Licht aus Farben zusammengesetzt ist.
Florian Freistetter: Und dann muss man noch die Details in diesen Farben sehen. Also dort,
Florian Freistetter: wo keine Farben sind, die Spektrallinien, wo im Regenbogen des Lichts quasi was fehlt.
Florian Freistetter: Und da muss man auch erstmal draufkommen, dass es das gibt. Da muss man herausfinden,
Florian Freistetter: was verantwortlich ist dafür, dass diese Linien da sind.
Florian Freistetter: Dann muss man herausfinden, was das bedeutet und so weiter.
Florian Freistetter: Also da habe ich gesagt, es fängt an in München mit Josef Fraunhofer.
Florian Freistetter: Dann kommt irgendwann Christian Doppler aus Salzburg dazu.
Florian Freistetter: Dann kommt Henrietta Swan-Levitt dazu. Dann kommt irgendwann Edwin Hubble und
Florian Freistetter: am Ende haben wir erklärt, warum das ganze Universum quasi rot ist und sind
Florian Freistetter: dann bereit mit dem nötigen Grundwissen, um die restlichen Farben zu verstehen.
Florian Freistetter: Und ich habe beim Schreiben, wie so oft, immer wenn ich ein Buch schreibe, sehr viel gelernt.
Florian Freistetter: Und ich habe vor allem gelernt, dass man wirklich, wirklich viel Quantenmechanik
Florian Freistetter: braucht, wenn man das alles erklären will.
Florian Freistetter: Logisch, weil Quantenmechanik ist ja in erster Nährung mal so die Wissenschaft
Florian Freistetter: des Lichts, wenn man so will.
Florian Freistetter: Haben wir auch schon eine Folge darüber gemacht. Und ich habe dann auch probiert,
Florian Freistetter: in dem Buch so ein bisschen, wie wir es jetzt in den letzten Folgen über die
Florian Freistetter: Sterne gemacht haben, über die klassischen Erklärungen hinauszugehen.
Florian Freistetter: Also so Sachen wie, ich habe vorhin Spektrallinien erwähnt und wenn ich jetzt
Florian Freistetter: so in einem Podcast mit diesem hier kurz erklären sollte, was Spektrallinien
Florian Freistetter: sind, sagt man halt, dass ein Stern Licht aussendet mit allen möglichen Farben, aber.
Florian Freistetter: Wenn das Licht die Schichten des Gases des Sterns durchquert,
Florian Freistetter: dann können die Atome, aus denen das Gas des Sterns besteht,
Florian Freistetter: bestimmte Teile des Lichts blockieren.
Florian Freistetter: Jedes Atom blockiert unterschiedliche Teile des Lichts, weil jedes Atom unterschiedlich zusammengesetzt ist.
Florian Freistetter: Und am Ende fehlt dann halt was in dem Licht.
Florian Freistetter: Und wenn ich sehe, was fehlt, kann ich daraus rauskriegen, aus was der Stern
Florian Freistetter: besteht, weil ich dann weiß, welche Atome das waren, die es blockiert haben.
Florian Freistetter: So wird man ganz kurz spektral. Linien erzählen, aber in Wahrheit ist es natürlich
Florian Freistetter: sehr, sehr viel komplizierter und komplexer und im Podcast kann man das nicht
Florian Freistetter: machen, aber in dem Buch, da habe ich,
Florian Freistetter: den Platz gehabt, das mal vernünftig zu erklären, aber so, dass man es trotzdem
Florian Freistetter: noch versteht, wie das Ganze funktioniert.
Florian Freistetter: Das heißt, es ist jetzt kein,
Florian Freistetter: Es ist kein Buch, das sich an der Oberfläche der Farben aufhält,
Florian Freistetter: sondern es geht dann wirklich bis in die Atome rein zu den Ursachen der Farben, wenn man so will.
Florian Freistetter: Also es ist sehr viel Wechselspiel zwischen ganz groß und ganz klein,
Florian Freistetter: also wie das, was mit den Atomen passiert, am Ende Auswirkungen hat auf das,
Florian Freistetter: was Galaxien oder Sterne machen.
Florian Freistetter: Weil die Atome machen die Farben und die Sterne schicken sie dann durch die
Florian Freistetter: Gegend, wenn man es jetzt ganz vereinfacht sagen will.
Martin Puntigam: Es ist aber trotzdem ein Buch, das man sehr gut lesen kann, wenn es sehr ins
Martin Puntigam: Detail geht. Da braucht es jetzt niemand fürchten davor.
Martin Puntigam: Newton, Levitt, Hubble, die sind alle schon vorgekommen in Podcast-Folgen und
Martin Puntigam: auch teilweise in Bühnenshows schon bei uns oder in Science-Busters-Büchern.
Martin Puntigam: Aber Fraunhofer, die allermeisten Menschen, wie auch ich, assoziieren in erster
Martin Puntigam: Linie das Wort Institut mit Fraunhofer.
Martin Puntigam: Wissen vielleicht auch noch, dass er aus Deutschland, aus Bayern war, aber vielmehr nicht.
Martin Puntigam: Aber das, was du da über Fraunhofer aufdeckst, das war für mich nahezu komplett nahe.
Florian Freistetter: Naja, aufgedeckt habe ich es nicht. Also das war auch vorher schon bekannt.
Florian Freistetter: Ich habe es da aufgeschrieben.
Martin Puntigam: Also nicht aufgedeckt im Sinne von den Tisch aufdecken, nicht von Entdecken.
Florian Freistetter: Ja, nein, es gibt halt sehr, sehr viele Menschen, über die sehr viele Menschen
Florian Freistetter: nichts wissen, weil sie sich nicht damit beschäftigt haben, weil man kann sich
Florian Freistetter: nicht mit allen Menschen beschäftigen.
Florian Freistetter: Ich weiß zum Beispiel von ganz, ganz wenigen Menschen, weiß ich nicht aus der
Florian Freistetter: Kunstgeschichte, was die für ein Leben gehabt haben, aber da wird es auch spannende
Florian Freistetter: Geschichten gegeben haben.
Florian Freistetter: Aber ich habe halt probiert, ein paar der spannenden Geschichten aus der Astronomie
Florian Freistetter: zu erzählen und Fraunhofer hatten ein spannendes Leben gehabt.
Martin Puntigam: Und erstaunlich, dass er überhaupt noch ein Leben gehabt hat,
Martin Puntigam: weil es war ja immer knapp.
Florian Freistetter: Das wäre eigentlich so, könnte man eigentlich sehr, sehr gut als klassischen
Florian Freistetter: Hollywood-Film aufziehen können,
Florian Freistetter: wenn sich Hollywood für deutsche Wissenschaftler interessieren würden.
Florian Freistetter: Sofern sie keine Atombomben gebaut haben, dann kommen sie schon ab und zu vor.
Florian Freistetter: Aber das hat Fraunhofer nicht gemacht.
Florian Freistetter: Nein, also Fraunhofer hat im Wesentlichen keine sonderlich beeindruckende oder
Florian Freistetter: schöne Kindheit gehabt. Also er hat schon sehr früh seine Eltern verloren,
Florian Freistetter: im Alter von zehn Jahren seine Mutter, zwei Jahre später seinen Vater,
Florian Freistetter: also mit zwölf Jahren war er schon Waisenkind.
Florian Freistetter: Vater war Glasermeister und das Waisenkind ist dann als Lehrling zu einem Glasermeister
Florian Freistetter: nach München geschickt worden, hat das auch gut gekonnt, hat sich auch sehr
Florian Freistetter: dafür interessiert, hat sich selbst weitergebildet auf dem Bereich Optik und
Florian Freistetter: so weiter, Glasherstellung.
Florian Freistetter: Ja, sein Lehrmeister war jetzt aber nicht so der Typ, der sowas gefördert hätte.
Florian Freistetter: Der wollte eigentlich eher, der soll was hakeln, aber lernen braucht er nichts.
Martin Puntigam: Naja, aber wenn man was hakelt, ich meine, man muss ja auch als Lehrling was
Martin Puntigam: lernen, sonst macht man ja lauter windschiefe Sachen, wo sie gerade sein sollen.
Florian Freistetter: Eh, aber der wollte halt mehr lernen, als man als Glaser-Lehrling lernt. Ja.
Florian Freistetter: Dann das Glück gehabt, wenn man so will, in dem Fall, dass er bei diesem unguten
Florian Freistetter: Lehrmeister war, weil das Haus von dem ist eingestürzt.
Martin Puntigam: So viel Glück muss man mal haben.
Florian Freistetter: Und da war eine durchaus relevante Katastrophe und Josef, der ist da,
Florian Freistetter: ich weiß nicht, wie alt er da war, immer noch ein Teenager wahrscheinlich,
Florian Freistetter: genau, habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, wie alt er da war.
Martin Puntigam: Ich glaube 13, 14, so irgendwas.
Florian Freistetter: Ist da verschüttet worden drunter und ist dann gerettet worden und das war halt
Florian Freistetter: im damaligen München offensichtlich etwas, was sich durchaus interessiert haben
Florian Freistetter: dafür, für diese Katastrophe.
Martin Puntigam: Das ist ja auch noch immer so, wenn ein verschüttetes Kind gerettet wird,
Martin Puntigam: dann dominiert das zumindest einmal am Tag die Schlagzeilen.
Florian Freistetter: Genau. Und da war der Kurfürst Maximilian, das war der Maximilian der vierte,
Florian Freistetter: dritte, irgendeiner von den Maximilians in Bayern, der dann später König von Bayern geworden ist.
Florian Freistetter: Der war da persönlich auch da beim Unglück vor Ort und hat dann gesagt,
Florian Freistetter: gut gemacht, junger Bursch, da hast du ein bisschen Geld.
Florian Freistetter: Also der hat ihm dann, keine Ahnung, Er hat ihn belohnt dafür.
Martin Puntigam: Dass er gerettet worden ist.
Florian Freistetter: Ja, er war keine Ahnung, so im Detail ist das nicht aufgezeichnet,
Florian Freistetter: aber er war auf jeden Fall irgendwie beeindruckt davon, dass halt dieser junge
Florian Freistetter: Mensch das da überlebt hat und hat ihm halt Geld gegeben.
Florian Freistetter: Und dann hat der Fraunhofer ein bisschen Kontakt schon mit den Leuten am Hof
Florian Freistetter: gehabt und unter anderem mit Josef von Utzschneider, das war so ein Staatsbeamter,
Florian Freistetter: der aber auch Unternehmer werden wollte und hat gedacht, Der Bursch ist tatsächlich schlau,
Florian Freistetter: der will mehr lernen, hat ihm dann Zugang zu wissenschaftlicher Literatur verschafft und so weiter.
Florian Freistetter: Da hat er dann mehr gelernt, der Josef, als man als Glaser-Lehrling lernen kann.
Florian Freistetter: Das Geld, das er bekommen hat vom Kurfürsten, hat er benutzt,
Florian Freistetter: um sich Geräte, Messinstrumente und sowas zu kaufen und hat dann im Wesentlichen sowas empfohlen.
Florian Freistetter: Ähnliches wie eine wissenschaftliche Ausbildung gehabt, keine formale wissenschaftliche
Florian Freistetter: Ausbildung an der Uni, aber er hat sich halt selbst,
Florian Freistetter: soweit es geht, praktisch und wissenschaftlich ausgebildet, ist dann an ein
Florian Freistetter: mathematisches, mechanisches Institut gekommen, so eine Mischung aus Forschung und Fabrik,
Florian Freistetter: wo sie Teleskope, Mikroskope und so weiter hergestellt haben.
Florian Freistetter: Das war eben eine Firma, die dieser Josef von Utschneider damals gegründet hat.
Florian Freistetter: Und da hat halt Fraunhofer Maschinen gebaut, Glassorten erforscht und probiert
Florian Freistetter: das nicht einfach nur praktisch zu machen, sondern sich auch zu überlegen,
Florian Freistetter: warum ist das eigentlich alles so?
Florian Freistetter: Warum machen manche Gläser das eine? Warum verhalten sich die anderen?
Florian Freistetter: Was für Glassorten sind gut darin, Licht zu streuen, Licht zu brechen und so
Florian Freistetter: weiter? und hat dabei eben natürlich das gesehen, was die Leute vor ihm auch
Florian Freistetter: schon gesehen haben, wenn man Licht durch ein passendes Stück Glas schickt,
Florian Freistetter: dann wird das Licht in seine Bestandteile aufgespalten.
Florian Freistetter: Also aus weißem Sonnenlicht kriegt man halt den bunten Regenbogen.
Florian Freistetter: Aber Fraunhofer hat auch diese dunklen Linien, die Spektrallinien gesehen.
Florian Freistetter: Die haben auch schon andere vor ihm gesehen, also eine andere auf jeden Fall vor ihm gesehen.
Florian Freistetter: Ein englischer Forscher, der hat aber nicht gecheckt, was das soll.
Florian Freistetter: Also der hat es nicht verstanden oder auch nicht wirklich intensiv probiert
Florian Freistetter: zu erklären, was diese Linien sind.
Florian Freistetter: Der hat einfach gesagt, das sind halt die Linien, aber im Wesentlichen hat er
Florian Freistetter: sich keine weiteren Gedanken darüber gemacht.
Florian Freistetter: Fraunhofer schon, der hat sich viele Gedanken darüber gemacht und hat festgestellt,
Florian Freistetter: da sind eben nicht nur ein paar, wie dieser englische Forscher herausgefunden
Florian Freistetter: hat, sondern da sind hunderte von diesen Linien und er hat die im Licht der
Florian Freistetter: Sonne gefunden, aber er hat sie auch im Licht der Venus gefunden und im Licht des Mondes gefunden.
Florian Freistetter: Und er hat natürlich gewusst, das Licht des Mondes und der Venus,
Florian Freistetter: das ist auch Sonnenlicht.
Florian Freistetter: Das ist quasi reflektiert und hat dann festgestellt, okay, wenn ich das jetzt
Florian Freistetter: im Sonnenlicht finde und wenn ich es im Licht von Mond finde, dann
Florian Freistetter: muss das wirklich eine Eigenschaft vom Sonnenlicht sein.
Florian Freistetter: Weil da kann nichts, wenn das jetzt quasi da noch über die Ecke reflektiert
Florian Freistetter: wird und so weiter, dann muss das wirklich im Sonnenlicht selbst drin sein.
Florian Freistetter: Das ist jetzt nichts, was jetzt der Mond da in das Licht reintut,
Florian Freistetter: weil er hat diese Linien überall an denselben Positionen gefunden.
Florian Freistetter: Wenn er sich aber das Licht von einem anderen Stern angeschaut hat,
Florian Freistetter: hat er auch gemacht, dann hat er gesehen, das sind auch Linien,
Florian Freistetter: aber die sind an anderen Positionen.
Florian Freistetter: Das war jetzt irgendwie grundlegend anders als Sonnenlicht. Also er hat diese
Florian Freistetter: ganzen Linien katalogisiert, er hat sie beschrieben und so weiter ganz genau,
Florian Freistetter: aber er hat jetzt nicht ganz genau mehr rausgekriegt, was die verursacht.
Florian Freistetter: Da ist er leider gestorben.
Florian Freistetter: Das zieht sich durch den ganzen, durch alle drei Akte der roten Geschichte des Universums.
Florian Freistetter: Die Leute, die sterben alle leider an diversen Krankheiten immer recht früh.
Florian Freistetter: Fraunhofer ist mit 39 an Tuberkulose gestorben und hat nicht mehr miterlebt,
Florian Freistetter: wie dann zwei andere deutsche Wissenschaftler Bunsen und Kirchhoff erklärt haben,
Florian Freistetter: wirklich wo diese Linien herkommen.
Martin Puntigam: Weil das ist ja alles gar nicht so lang her, also natürlich schon mehr als ein
Martin Puntigam: Menschenleben, aber das war frühes 19.
Martin Puntigam: Jahrhundert, wie das alles erst herausgefunden worden ist. Da hat es die Menschheit
Martin Puntigam: schon hunderttausende Jahre gegeben und seit 150 Jahren noch nicht einmal wissen wir dann das.
Florian Freistetter: Naja, spätes 19. Jahrhundert, also frühes 19. Jahrhundert war Fraunhofer.
Florian Freistetter: Spätes 19. Jahrhundert, da war Kirchhoff und Bunsen, die dann wirklich gezeigt
Florian Freistetter: haben, Das, was ich vorhin so kurz angedeutet habe, dass diese Spektrallinien
Florian Freistetter: halt von den Atomen erzeugt werden, also von den Elektronen in Atomhüllen,
Florian Freistetter: die eben dieses Licht blockieren.
Florian Freistetter: Und dass man eben jede Spektrallinie einer bestimmten Atomsorte,
Florian Freistetter: einer bestimmten Atomart zuordnen kann. Das haben die beiden Ende des 19.
Florian Freistetter: Jahrhunderts herausgefunden in Heidelberg. Da habe ich auch mal gearbeitet.
Martin Puntigam: Und was hast du herausgefunden in Heidelberg?
Florian Freistetter: Nicht das, dass ich lieber Wissenschaftskommunikation mache als Wissenschaft in Heidelberg.
Florian Freistetter: Ja, und dann, das war quasi nur mal die Geschichte der Spektrallinien und wenn
Florian Freistetter: man dann auch weiter diese große rote Geschichte erzählen will,
Florian Freistetter: dann muss man halt irgendwie nach Salzburg gehen, wo Christian Doppler herausgefunden hat,
Florian Freistetter: das was wir heute als Doppler-Effekt kennen und alle in der Schule lernen,
Florian Freistetter: aber er hat es dann eben auch für Licht erklärt und dann mit diesem Doppler-Effekt,
Florian Freistetter: das erkläre ich jetzt nicht mehr im Detail, das haben ja alle in der Schule gelernt.
Martin Puntigam: Dass die Sirenenhöhe von hoch
Martin Puntigam: nach tief geht oder so, wenn das Retroxauto vorbeifährt mit Blaulicht.
Martin Puntigam: Aber eben österreichisch folkloristisch erklärt war der Doppler-Effekt viele
Martin Puntigam: Jahrzehnte auch was anderes.
Martin Puntigam: Aber dass es das für Licht gibt, habe auch ich relativ spät erst erfahren.
Florian Freistetter: Ja, also das Doppler hat gesagt, das gibt es für alle Wellen,
Florian Freistetter: das muss es für alle Wellen geben.
Florian Freistetter: Das war, wenn man so will, er hat diesen Doppler-Effekt im Licht entdeckt.
Florian Freistetter: Weiß ich nicht, ob man das so sagen kann, aber Doppler hat auf jeden Fall gesagt,
Florian Freistetter: okay, wenn ich irgendwas habe, was eine Welle ist und die Welle breitet sich
Florian Freistetter: aus und das, was die Welle verursacht, bewegt sich, dann bewegt man.
Florian Freistetter: Bekomme ich als Beobachter einen unterschiedlichen Eindruck der Welle,
Florian Freistetter: je nachdem, ob sich die Quelle der Welle auf mich zubewegt oder nicht.
Florian Freistetter: Und ob das jetzt mit Einsatzfahrzeugen, gab es ja damals nicht.
Florian Freistetter: Also das hat der Doppler sich nicht überlegen können, damit er mit einer Polizeisirene
Florian Freistetter: oder einem Feuerwehrauto, weil das haben die damals nicht gehabt im 19. Jahrhundert.
Florian Freistetter: Das heißt, und auch nichts, was so schnell fährt, er hat sich das mit Wasserwellen
Florian Freistetter: und Booten klargemacht und dann gesagt, ja, mit Licht muss das genauso gehen.
Florian Freistetter: Und das hat als Konsequenz, dass sich die Farbe der Objekte verändert,
Florian Freistetter: die das Licht aussenden, weil das, was wir beim Schall als Tonhöhe sehen,
Florian Freistetter: ist beim Licht die Frequenz, also die Farbe.
Florian Freistetter: Und er hat gesagt, je nachdem, wie sich die Dinge bewegen, müssen sie unterschiedliche Farben haben.
Florian Freistetter: Das hat im Prinzip gestimmt, in der Praxis nicht ganz gestimmt,
Florian Freistetter: weil so schnell bewegen sich die Dinge nicht, mit Doppler geglaubt hat.
Florian Freistetter: Aber dafür führt das eben dazu, dass sich die Position dieser Spektrallinien leicht verschiebt.
Florian Freistetter: Und dann haben wir aus der Messung der Position der Spektrallinien später herausfinden
Florian Freistetter: können, wie die Dinge sich bewegen.
Florian Freistetter: Die das Licht aussenden und das hat eben dann.
Florian Freistetter: Er hat zu ganz, ganz vielen Dingen geführt, aber unter anderem dazu geführt,
Florian Freistetter: dass wir irgendwann später zu Beginn des 20.
Florian Freistetter: Jahrhunderts rausgekriegt haben, wie sich die Galaxien bewegen,
Florian Freistetter: dass sich Galaxien bewegen, dass sie sich von uns weg bewegen,
Florian Freistetter: dass sie früher alle irgendwo am selben Ort gewesen sein mussten und dass das
Florian Freistetter: Universum einen Anfang in der Zeit, nämlich den Urknall hat und sich seitdem ausdehnt.
Florian Freistetter: Also das ist das, was am Ende aus dieser Beschäftigung mit den Farben,
Florian Freistetter: den dunklen Linien in den Farben und der Rot- oder Blauverschiebung zu tun hat.
Florian Freistetter: Also das ist quasi das erste Kapitel, da habe ich gleich mal das ganze Universum
Florian Freistetter: durchgenommen und dann am Ende das Universum als das bekannte Universum etabliert
Florian Freistetter: mit Urknall und Ausdehnung und dann in den nächsten Kapiteln,
Florian Freistetter: ja da geht es dann ein bisschen so ins Detail der leuchtenden Objekte.
Martin Puntigam: Das hast du danach gemacht, in deinem Buch kommt dann gelb nach rot, dann orange, dann grün.
Martin Puntigam: Das heißt, wenn es vier Farben auf der Fußgängerampel gäbe oder auf der Autofahrerampel,
Martin Puntigam: dann könnte man da losfahren.
Martin Puntigam: Das hat vermutlich einen Sinn, dass gelb, orange vor grün kommt oder ist es
Martin Puntigam: eher zufällig gewählt und irgendeine Reihenfolge muss man halt nehmen?
Florian Freistetter: Wie gesagt, ich habe mich prinzipiell am Regenbogen orientiert.
Florian Freistetter: Das heißt, die Regenbogenfarben sind ja sortiert nach Wellenlänge.
Florian Freistetter: Also rot ist die Farbe, das Licht mit der längsten Wellenlänge.
Florian Freistetter: Zumindest wenn wir das Licht nehmen, das unsere Augen sehen können.
Florian Freistetter: Und blau, violett hat die kürzeste Wellenlänge.
Florian Freistetter: Und orange, gelb und grün liegen halt dazwischen.
Florian Freistetter: Das heißt, im Prinzip sind sie nach Wellenlängen sortiert. Ich habe halt nur
Florian Freistetter: einmal gelb und orange vertauscht, weil ich etwas Gelbes zuerst erklären musste,
Florian Freistetter: bevor ich etwas Oranges erklären konnte.
Florian Freistetter: Darum sind bei mir Gelb und Orange vertauscht.
Martin Puntigam: Farben im landläufigen Sinn bedeutet ja, dass man sehen kann.
Martin Puntigam: Aber längst natürlich kann man nicht alle Farben sehen, oder?
Florian Freistetter: Ja, natürlich. Das kommt davon, wenn man Farbe definiert. Wenn man Farbe als
Florian Freistetter: bestimmten Wellenlängenbereich elektromagnetischer Strahlung definiert,
Florian Freistetter: dann gibt es auch Farben, die wir nicht sehen können.
Florian Freistetter: Also infrarotes Licht gibt es ja auch. Das ist halt Licht mit einer Wellenlänge,
Florian Freistetter: die noch länger als das Rote ist und das kann unser Auge nicht sehen.
Florian Freistetter: Oder Ultraviolett, das ist halt kürzer als Violett, kann unser Org auch nicht sehen.
Florian Freistetter: Und wir können sagen, Ultraviolett und Infrarot sind trotzdem noch Farben.
Florian Freistetter: Und dann ist Radio eine Farbe, wenn man will. Oder Gamma-Licht ist eine Farbe.
Florian Freistetter: Oder Mikrowellen sind eine Farbe.
Florian Freistetter: Es sind halt Farben, die wir nicht sehen können. Aber es ist alles Licht.
Florian Freistetter: Und das habe ich jetzt in meinem Buch nicht ganz so im Detail abgehandelt.
Florian Freistetter: Da haben wir mich schon so auf das Sichtbare konzentriert. Vor allem,
Florian Freistetter: weil auch Ruth vor kurzem ein Buch geschrieben hat über das unsichtbare Universum.
Florian Freistetter: Also da hat sie im Prinzip das Gegenstück geschrieben, also über all die Dinge,
Florian Freistetter: die im Universum stattfinden, ohne dass wir sie mit unseren Augen sehen können.
Florian Freistetter: Das habe ich nur kurz gestreift im letzten Kapitel meines Buchs über unsichtbare Farben.
Florian Freistetter: Aber klar gibt es jede Menge Farben, die wir nicht sehen können und natürlich
Florian Freistetter: auch jede Menge Farben, die nicht Teil des Regenbogens sind.
Florian Freistetter: Also ich habe am Ende, wie ich mit dem Regenbogenfarben durch war,
Florian Freistetter: habe ich am Ende zuerst ein Kapitel noch gemacht, wo ich noch so andere Farben
Florian Freistetter: untergebracht habe, also Farben, die kein Teil des Regenbogens sind oder über
Florian Freistetter: unbunte Farben, sowas gibt es auch.
Martin Puntigam: Was sind unbunte Farben? Was kann man sich darunter vorstellen?
Martin Puntigam: UV-Licht, das man halt nicht sehen kann?
Florian Freistetter: Nein, UV-Licht ist Licht, das kann man nicht sehen. Das ist eine Farbe,
Florian Freistetter: die kann man nicht sehen.
Florian Freistetter: Unbunte Farben sind Farben, die keinen Farbton und keine Sättigung haben.
Florian Freistetter: Das heißt, die haben nur Helligkeit.
Florian Freistetter: Das bedeutet, im Wesentlichen sind das Schwarz und Weiß und dazwischen Graustufen.
Florian Freistetter: Also Schwarz, Weiß und Grau sind unbunte Farben, weil das Einzige,
Florian Freistetter: was die auszeichnet, ist die Helligkeit.
Florian Freistetter: Und so heißt es offiziell in der Farbwissenschaft. Und auch das ist natürlich
Florian Freistetter: aus astronomischer Sicht sehr interessant.
Florian Freistetter: Also über Grau kann man sehr viel erzählen, weil Grau sind ganz,
Florian Freistetter: ganz viele Himmelskörper.
Florian Freistetter: Der Mond zum Beispiel, ganz viele Asteroiden. Und es gibt einen Grund,
Florian Freistetter: warum die so grau sind. Da habe ich einiges darüber geschrieben.
Florian Freistetter: Ich habe auch über Türkis geschrieben.
Florian Freistetter: Das ist auch eine Farbe, die ist jetzt nicht Teil des Regenbogens.
Florian Freistetter: Sie hätte Teil des Regenbogens sein können, aber man ist halt nicht zur Regenbogenfarbe geworden.
Martin Puntigam: Ein Zufall, so wie halt manche Evangelien nicht ins Neue Testament gekommen
Martin Puntigam: sind oder aus guten Gründen?
Florian Freistetter: Naja, gute Gründe. Also da kann man das Kapitel Violett lesen in meinem Buch.
Florian Freistetter: Das ist genau das, das ausführlich vom Regenbogen handelt und von der Erforschung
Florian Freistetter: des Regenbogens und der Farben und so weiter. Da ist auch sehr viel Interessantes passiert.
Florian Freistetter: Da ist viel auch bei arabischen Forschern passiert, die sich das früh schon
Florian Freistetter: überlegt haben und Isaac Newton natürlich. Und ja, die Leute haben halt Farben
Florian Freistetter: gesehen und je nachdem, wie gut sie Farben unterschieden haben,
Florian Freistetter: haben die das halt unterschiedlich gut eingeteilt.
Florian Freistetter: Also ich glaube, der Erste, der sich Gedanken gemacht hat über den Regenbogen,
Florian Freistetter: war, was nicht eh, Aristoteles, irgendwie einer von den alten Griechen,
Florian Freistetter: der sich über alles Gedanken gemacht hat. Ja, den wesentlichen...
Florian Freistetter: Den habe ich jetzt gerade nicht im Kopf, wenn das war. Der hat im Wesentlichen,
Florian Freistetter: glaube ich, nur zwei Farben gesagt, gibt.
Florian Freistetter: Es gibt nur Rot-Gelb oder sowas.
Florian Freistetter: Und die anderen Farben dann irgendwie, oder Rot und Grün. Und hat die anderen
Florian Freistetter: Farben dann übrig lassen.
Florian Freistetter: Genau, er hat schon Rot, Grün und Violett. Ja, es war Aristoteles.
Florian Freistetter: Rot, Grün, Violett hat er gemeint. Das sind die drei Regenbogenfarben.
Florian Freistetter: Anscheinend waren die anderen Wurscht, hat es nicht gesehen.
Florian Freistetter: Und ja, die Leute haben halt das unterschiedlich eingeteilt.
Florian Freistetter: Also manche haben noch Indigo dazugenommen.
Florian Freistetter: Isaac Newton zum Beispiel, der war ja auch ein harter Mystiker und Esoteriker,
Florian Freistetter: der wollte halt unbedingt, dass es sieben Regenbogenfarben gibt,
Florian Freistetter: weil es gibt auch sieben Himmelskörper, hat man damals gesagt,
Florian Freistetter: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Sonne, Mond.
Florian Freistetter: Es gibt sieben Weltwunters, sieben Weltmeere und so weiter. Also alles sehr,
Florian Freistetter: sehr mystisch und darum hätte er gerne auch sieben Farben gehabt.
Florian Freistetter: Aber er hat im Regenbogen nur Rot, Gelb, Grün, Blau, Violett gesehen und hat
Florian Freistetter: gemeint, da gebe ich halt noch Orange und Indigo dazu.
Florian Freistetter: Und ich weiß nicht, ob du weißt, wie Indigo ausschaut oder ob du Indigo von
Florian Freistetter: Blau unterscheiden könntest?
Martin Puntigam: Nicht wirklich.
Florian Freistetter: Ich habe auch keine Ahnung, aber Indigo hat es nicht wirklich überlebt.
Florian Freistetter: Isaac Asimov hat das mal geschrieben, auch Wissenschaftler, Science-Fiction-Autor.
Florian Freistetter: Der hat gemeint, Indigo ist es nicht wert, als eigene Farbe betrachtet zu werden.
Florian Freistetter: Das ist einfach nur ein tiefes Blau.
Florian Freistetter: Und es ist ja auch so, es gibt ja keine Farbbalken im Regenpunkt.
Florian Freistetter: Das sind ja alles Übergänge. Und wo wir da die Grenzen ziehen,
Florian Freistetter: das ist eine subjektive Entscheidung.
Florian Freistetter: Und die ist halt getroffen worden. Und irgendwann im Laufe der Zeit hat sich
Florian Freistetter: halt dann der klassische Regenbogen mit diesen sechs Farben,
Florian Freistetter: die wir da haben, entsprechend durchgesetzt.
Florian Freistetter: Und dass halt jetzt Türkis nicht drin ist, ist halt in dem Fall tatsächlich Zufall.
Martin Puntigam: Und schade oder passt die so?
Florian Freistetter: Ja, es ist im Prinzip wurscht, wenn man so will, weil wir müssen die Farben
Florian Freistetter: ja nur irgendwie bezeichnen.
Florian Freistetter: Und wir wissen alle, was Türkis ist. Und wenn ich sage, Uranus und Neptun sind
Florian Freistetter: Türkis, dann ist es wurscht, ob das jetzt Regenbogenfarbe ist oder nicht.
Florian Freistetter: Also alle wissen, was gemeint ist.
Florian Freistetter: Türkis ist eine Spektralfarbe. Es ist keine Regenbogenfarbe,
Florian Freistetter: aber Türkis ist eine Farbe, die hat eine Wellenlänge.
Florian Freistetter: Also ich kann sagen, Licht mit dieser Wellenlänge, das ist türkises Licht.
Florian Freistetter: Das ist eine Spektralfarbe. Es gibt auch Farben, die keine Spektralfarben sind.
Florian Freistetter: Gold oder Silber zum Beispiel.
Florian Freistetter: Das sind keine Spektralfarben. Also es gibt keine Wellenlänge,
Florian Freistetter: die Licht haben kann, um Gold zu sein oder Silber zu sein. Das geht nicht.
Florian Freistetter: Aber auch das sind Farben, die es gibt. Und auch die habe ich ein bisschen in
Florian Freistetter: meinem Buch dann in diesem Kapitel über die restlichen Farben erklärt.
Florian Freistetter: Also ich habe mich bemüht, wenig,
Florian Freistetter: fast nichts über die ganze psychologische Farbtheorie und alles unterzubringen,
Florian Freistetter: weil das wäre wieder ein ganz anderes Buch gewesen und die kulturelle Bedeutung
Florian Freistetter: von Farben und so, da könnte man Bibliotheken schreiben drüber und sind auch geschrieben,
Florian Freistetter: auch die ganzen Geschichten wie Goethes, Farbenlehre und so weiter.
Florian Freistetter: Also das habe ich probiert, alles weit es geht auszusparen, um mich auf die
Florian Freistetter: naturwissenschaftlichen Dinge zu konzentrieren.
Florian Freistetter: Ganz ist es nicht gelungen, weil Farben natürlich immer auch was Subjektives
Florian Freistetter: sind, also auch in der Astronomie, in der Forschung subjektive Sachen sind, weil wenn wir.
Florian Freistetter: Dinge darstellen in der Astronomie, dann stellen wir ja mittlerweile Dinge dar,
Florian Freistetter: die wir nicht sehen können, selbst wenn es um normales, sichtbares Licht geht,
Florian Freistetter: weil unsere Augen sind halt keine Teleskope.
Florian Freistetter: Wir können nicht das sehen, was die Teleskope sehen, aber wir müssen die Daten
Florian Freistetter: aus den Teleskopen trotzdem irgendwie darstellen und das, was wir mittlerweile
Florian Freistetter: mit den Teleskopen aufnehmen, machen
Florian Freistetter: wir auch nicht mehr analog über den klassischen Film, sondern digital.
Florian Freistetter: Das heißt, da kommt sowieso nie Farbe raus bei unseren Bildern.
Florian Freistetter: Da kommen nur digitale Daten raus, die wir halt dann nachträglich einfärben.
Florian Freistetter: Wir haben da irgendwie, keine Ahnung, einen roten Filter drin,
Florian Freistetter: der lässt nur Licht mit der Wellenlänge durch und wir schauen halt,
Florian Freistetter: wie viel Licht kommt da durch und das wird dann nachher dann halt rötlich eingefärbt
Florian Freistetter: im Computer und überlagert mit dem Licht vom blauen Filter und so weiter.
Florian Freistetter: Aber wir haben halt auch Zeug, das kommt aus dem Infrarotfilter raus.
Florian Freistetter: Wie färbt man das ein? Oder wie ändern wir die Helligkeiten von Dingen,
Florian Freistetter: die wir nicht sehen können? Also das sind alles Entscheidungen,
Florian Freistetter: die man in der Wissenschaft auch treffen muss, wenn man Dinge darstellen will.
Florian Freistetter: Und da spielt die Psychologie schon eine Rolle.
Florian Freistetter: Da habe ich dann einen Teil vom Buch, von einem Kapitel ein bisschen darüber
Florian Freistetter: geschrieben, wie Menschen Farben in astronomischen Bildern wahrnehmen,
Florian Freistetter: ob das mit dem funktioniert.
Florian Freistetter: Zusammenpasst, was da tatsächlich auch dargestellt wird. Weil wenn wir Sterne
Florian Freistetter: darstellen oder wenn wir Sterne haben, dann haben wir das, was ich in den letzten
Florian Freistetter: Folgen über Sterne erzählt habe. Blaue Sterne sind heiße Sterne.
Florian Freistetter: Rote Sterne sind kühle Sterne. Aber auf jedem Wasserhahn ist blau das kalte
Florian Freistetter: Wasser und rot das heiße Wasser.
Florian Freistetter: Also im Alltag ist rot heiß und blau kalt.
Florian Freistetter: Und wenn man Leuten mit Astronomie-Expertise jetzt so entsprechende Diagramme,
Florian Freistetter: Bilder zeigt, dann verstehen die das.
Florian Freistetter: Die wissen, okay, wenn es jetzt blau ist, ist es heiß. Wenn es rot ist, ist es kalt.
Florian Freistetter: Wenn man es Leuten zeigt, die keine Ahnung von Astronomie haben,
Florian Freistetter: dann verstehen die das nicht. Also da gibt es Studien dazu.
Florian Freistetter: Das ist dann ganz interessant auch für die Wissenschaftskommunikation sowas
Florian Freistetter: und da habe ich dann auch ein bisschen was darüber geschrieben,
Florian Freistetter: auch Kapitel Orange war das, weil da ging es um das berühmte Bild vom schwarzen
Florian Freistetter: Loch, das ja ein Objekt zeigt, das man gar nicht sehen kann,
Florian Freistetter: das aber trotzdem auf dem Bild quasi orange ist.
Florian Freistetter: Und die Frage ist, warum ist etwas, das man nicht sehen kann und das keine Farbe hat, Orange?
Florian Freistetter: Welchen Grund gibt es dafür? Und das habe ich probiert zu erklären.
Martin Puntigam: Für die Wissenschaftskommunikation, da haben ja auch wir eine dominante Farbe
Martin Puntigam: auf der Bühne, die leider nicht vorkommt, was ich ein bisschen kränkend empfinde.
Martin Puntigam: Rosa hat kein eigenes Kapitel bekommen und Rosa hat ja ähnliche Farbengeschichte,
Martin Puntigam: psychologisch und historisch.
Martin Puntigam: Das war ja lang die Cäsarenfarbe und nicht die Farbe für kleine Mädchen oder
Martin Puntigam: für Babys mit weiblichem Geschlecht.
Martin Puntigam: Und blau war lang die Madonnenfarbe und nicht die Bubenfarbe.
Martin Puntigam: Was spielt denn rosa in der Astronomie für eine Rolle oder überhaupt keine Rolle?
Florian Freistetter: Naja, das ist eine Frage, die kann man erst dann beantworten,
Florian Freistetter: wenn du mir sagst, was rosa sein soll.
Martin Puntigam: Das, was ich anhabe in der Regel auf der Bühne.
Florian Freistetter: Ja, aber das weiß ich schon. Aber die Cäsarenfarbe und die Herrscherfarbe,
Florian Freistetter: das war ja dann eher purpur zum Beispiel.
Martin Puntigam: Genau.
Florian Freistetter: Und dann, was ist der Unterschied? ist schon rosa und lila.
Florian Freistetter: Und was ist der Unterschied zu violett? Also violett kommt vor,
Florian Freistetter: violett ist eine Spektralfarbe. Aber es ist ja fast ein Zeit.
Martin Puntigam: Es ist ja zu unfroh für das, dass er es auf der Bühne versucht zu vermitteln.
Florian Freistetter: Die hat ein eigenes Kapitel, aber rosa, rosa ist,
Florian Freistetter: Keine Spektralfarbe, rosa ist eine Mischfarbe. Rosa ist viel weiß und ein bisschen rot drinnen.
Florian Freistetter: Das ist rosa, das heißt, das ist jetzt keine Farbe, die ein Himmelskörper in
Florian Freistetter: der Hinsicht erzeugen kann.
Florian Freistetter: Es gibt so wie bei Gold und Silber kein Licht, keine Wellenlänge, die rosa ist.
Florian Freistetter: Also insofern fällt da schon mal alles irgendwie raus, was so mit Atomen zu
Florian Freistetter: tun hat, wo dann irgendwelche Übergänge von Elektronen von einem Zustand zum
Florian Freistetter: anderen Energie und von Licht aussenden.
Florian Freistetter: Und das Licht ist dann halt blau, grün, gelb, aber es kann nicht rosa sein, weil das gibt es nicht.
Florian Freistetter: Damit du was rosa hast, hast du schon noch in der Natur. Da hast du ja keine
Florian Freistetter: Ahnung, hast du wie rosa Blüten, rosa Muscheln und so weiter,
Florian Freistetter: weil das hat dann eher wieder mit Lichtreflexion und Lichtabsorption und so weiter alles zu tun.
Florian Freistetter: Also rosa in der Form wird es sicherlich irgendwo geben, also du wirst sicherlich
Florian Freistetter: vielleicht irgendwo mal Objekte haben, wo irgendwie weißliches Licht mit rötlichem
Florian Freistetter: Licht überlagert ist und dann ist es irgendwie rosa, aber das war jetzt nichts,
Florian Freistetter: wo man viel ansteht.
Florian Freistetter: Astronomisches beschreiben könnte, was man nicht sinnvollerweise mit einer anderen Farbe beschreibt.
Florian Freistetter: Also insofern, das, was ich über rosa schreiben hätte können,
Florian Freistetter: hätte ich dann wahrscheinlich sinnvollerweise über rot schreiben müssen und
Florian Freistetter: habe es dann über rot geschrieben, weil der rote Anteil im rosa,
Florian Freistetter: der ist, der dann die astronomisch relevanten Phänomene macht.
Florian Freistetter: Also insofern taucht rosa nicht auf, aber wie gesagt, violett taucht auf in meinem Kapitel.
Martin Puntigam: Aber wir haben ja sogar mal eine Nummer in einer unserer Schuhe gehabt,
Martin Puntigam: dass die Erde früher einmal rosa war, oder purple zumindest,
Martin Puntigam: wie immer man das übersetzen möchte.
Florian Freistetter: Genau, das ist genau der Punkt. Purple ist eine Farbe.
Florian Freistetter: Purple ist eigentlich violett. Und darum kommt diese Geschichte mit der rosa
Florian Freistetter: oder halt dann violetten Erde bei mir im Kapitel violett vor.
Florian Freistetter: Weil tatsächlich auf der Bühne,
Florian Freistetter: ja, weiß nicht, ob ich da rosa gesagt habe oder violett gesagt habe.
Florian Freistetter: Aber auf jeden Fall, ja, die Übergänge sind halt fließen zwischen dem Ganzen.
Florian Freistetter: Aber tatsächlich diese Geschichte über die Erde, dass die violett ist oder rosa
Florian Freistetter: ist, das ist etwas aus dem Kapitel violett, weil da geht es halt um Farbstoffe
Florian Freistetter: in Mikroorganismen, die bestimmte Arten von Licht absorbieren oder nicht absorbieren können.
Florian Freistetter: Kann halt dann physikalisch korrekt nur violett sein, weil rosa Licht ja in
Florian Freistetter: der Form nicht existiert.
Florian Freistetter: Also es gibt kein Bakterium, das rosa Licht aufnehmen kann für seinen Stoffwechsel,
Florian Freistetter: weil es ja kein rosa Licht gibt.
Florian Freistetter: Das Bakterium muss violettes Licht essen, sonst funktioniert das nicht.
Florian Freistetter: Und darum taucht es dann bei mir im Kapitel violett auf, diese Geschichte über
Florian Freistetter: die Erde, die früher vielleicht mal violett war.
Florian Freistetter: Wenn das Leben als violettes Leben angefangen hat, was wir noch nicht wissen.
Florian Freistetter: Aber wir können uns Planeten anderswo anschauen und vielleicht finden wir einen,
Florian Freistetter: der violett ist, dann wissen wir ein bisschen mehr.
Martin Puntigam: Das heißt, er hat gesagt schon, Aristoteles hat Grün dem Regenbogen zugeordnet.
Martin Puntigam: Grün gilt ja die Erde auch. Es ist zwar ein blauer Planet,
Martin Puntigam: wenn man es mit unseren Augen vom Weltall aus ansieht, aber das so gut wie alles,
Martin Puntigam: was lebt oder zumindest alles, was Photosynthese betreiben kann, macht die Erde grün.
Martin Puntigam: Was ist denn Grün außerhalb der Erde im Universum?
Florian Freistetter: Ja, sehr viel. Also grün ist viel, nicht unbedingt viel, was ein Stern ist.
Florian Freistetter: Und auch die Erde muss nicht unbedingt zwingend grün sein. Die hätte,
Florian Freistetter: wie gesagt, auch anders sein können. Wir wissen nicht, warum die Pflanzen grün sind.
Florian Freistetter: Das sind sie, weil sie halt den Farbstoff Chlorophyll haben.
Florian Freistetter: Aber da gibt es keinen wirklichen Grund dafür, dass sie nicht auch einen anderen
Florian Freistetter: Farbstoff nehmen hätten können.
Florian Freistetter: Also, dass die Erde grün ist, ist Zufall. Aber das, was grün ist,
Florian Freistetter: ist meistens, wenn man so will, seltsam im Universum.
Florian Freistetter: Weil nicht mal grün an sich seltsam ist, sondern grün liegt genau in der Mitte
Florian Freistetter: des für unsere Augen sichtbaren Lichtspektrums.
Florian Freistetter: Auf der einen Seite ist rot, auf der anderen ist blau und in der Mitte ist grün.
Florian Freistetter: Das heißt, wenn wir Objekte sehen, die jetzt Licht abstrahlen,
Florian Freistetter: dann sind das ja so gut wie immer keine Laser.
Florian Freistetter: Also ein Laser ist etwas, was Licht mit einer einzigen eng begrenzten Wellenlänge
Florian Freistetter: abstrahlt. Und darum gibt es auch grüne Laser, weil da kommt das,
Florian Freistetter: ausschließlich grünes Licht raus. Aber ein Stern ist kein Laser.
Florian Freistetter: Ein Stern sendet Licht bei allen möglichen Farben aus. Und wir sehen immer eine Mischung.
Florian Freistetter: Und wenn wir eine Mischung sehen, selbst wenn ein Stern sehr viel grünes Licht
Florian Freistetter: aussendet, wie die Sonne zum Beispiel.
Florian Freistetter: Die Sonne hat ihr Maximum, ihr Strahlungsmaximum im grünen Licht.
Florian Freistetter: Die meiste Energie, die gibt die Sonne im grünen Bereich des Spektrums ab.
Florian Freistetter: Aber sie gibt halt auch viel oranges Licht, viel gelbes Licht,
Florian Freistetter: viel blaues Licht und viel rotes Licht ab. Und es mischt sich alles zusammen.
Florian Freistetter: Und deswegen sehen wir weiß.
Florian Freistetter: Und wir können nie physikalisch irgendwie einen Stern haben,
Florian Freistetter: der grün leuchtet, weil je nachdem, wo das Maximum liegt, es müsste im grünen
Florian Freistetter: Bereich liegen, der bei der grün leuchten kann.
Florian Freistetter: Aber wenn es im grünen Bereich liegt, hast du so viele andere Farben rundherum.
Florian Freistetter: Und wenn du das Maximum verschiebst Richtung Rot, dann fängt der Stern an,
Florian Freistetter: rötlicher zu leuchten. Wenn du es gegen Blau schiebst, fängt er an,
Florian Freistetter: bläulicher zu leuchten.
Florian Freistetter: Aber so wie ein Stern funktioniert, als Schwarzkörper, ja das,
Florian Freistetter: was physikalisch für das Licht im Stern sorgt, Das kann nur
Florian Freistetter: diese breite Mischung erzeugen und keine eng begrenzte Mischung.
Florian Freistetter: Das heißt, es kann keine grünen Sterne geben, aber halt andere Sachen, die grün sind.
Florian Freistetter: Weil natürlich, ja, wenn du bestimmte Atome anregst, Sauerstoff zum Beispiel,
Florian Freistetter: wenn du den anregst, dann können die Elektronen, die durch die Energie angeregt
Florian Freistetter: werden, ihren Zustand verändern und dabei Licht aussenden.
Florian Freistetter: Und dieses Licht, das ist dann zum Beispiel grün. Das heißt,
Florian Freistetter: wenn es irgendwo grün leuchtet im Universum, dann kann man davon ausgehen,
Florian Freistetter: dass da vielleicht viel Sauerstoff im Spiel ist, nämlich die großen Wolken aus Sauerstoff.
Florian Freistetter: Die können eine Rolle spielen. Oder, und auch das ist natürlich Teil meines
Florian Freistetter: Kapitels Grün, die kleinen grünen Männchen.
Florian Freistetter: Warum sind die grün? Also abgesehen davon, dass es eh nicht gibt,
Florian Freistetter: oder werde ich wissen, dass es gibt, aber warum stellen wir uns die grünen vor?
Martin Puntigam: Ja, noch dazu ist ja die Behauptung, dass es nicht nur kleine und grüne,
Martin Puntigam: sondern vor allem auch Männchen sein müssen. Das war wirklich sehr überraschend.
Florian Freistetter: Ja, also ich glaube, das habe ich natürlich nicht recherchiert.
Florian Freistetter: Ich gehe davon aus, dass es einfach ein Übersetzungsproblem ist,
Florian Freistetter: weil du hast ja, das kommt ja von den Little Green Men.
Florian Freistetter: Und man in dem Fall auf Englisch ist ja quasi geschlechtsneutral,
Florian Freistetter: das meint halt Wesen und vermutlich hat man das dann auf Deutsch mit man übersetzt.
Florian Freistetter: Das ist jetzt meine Männchen übersetzt, das ist meine Hypothese.
Florian Freistetter: Aber warum sie klein sind, keine Ahnung, aber das mit dem Grün habe ich mir angeschaut.
Florian Freistetter: Jetzt nicht intensiv, weil das ist jetzt nicht meine Expertise,
Florian Freistetter: aber es ist interessant mit den grünen Männchen, weil die grünen Wesen,
Florian Freistetter: die gab es schon, bevor wir über Außerirdische gesprochen haben.
Florian Freistetter: Also da gab es davor schon in diversesten Mythen, Sagen und so weiter immer grüne Wesen, also grün.
Florian Freistetter: Waren die Wesen immer dann, wenn sie nicht menschlich waren?
Florian Freistetter: Das kann man sich ja vielleicht auch ein bisschen vorstellen oder herleiten, warum das so ist.
Florian Freistetter: Weil Menschen gibt es ja wirklich in so gut wie allen Farben.
Florian Freistetter: Also es gibt kaum eine Farbe, die ein Mensch nicht haben kann.
Florian Freistetter: Entweder dauerhaft oder temporär.
Florian Freistetter: Also selbst ein einzelner Mensch kann sehr viele Farben im Laufe eines Jahres haben.
Florian Freistetter: Je nachdem, ob man in der Sonne liegt, ob man sich gerade aufregt,
Florian Freistetter: ob der sich angestrengt hat. dann kann man so alles von braun bis tiefrot alles durchmachen.
Martin Puntigam: Ja, aber grün geht auch. Wenn man Probleme mit der Galle hat, geht das hervorragend.
Florian Freistetter: Genau deswegen habe ich in meinem Kapitel auch geschrieben, bis auf wenige medizinische
Florian Freistetter: Ausnahmen, die meistens sehr unangenehm sind.
Martin Puntigam: Naja, aber Sonnenbrand, rot ist auch sehr unangenehm.
Florian Freistetter: Ja, aber die Sachen, wenn man den Sonnenbrand kriegt, wird es leichter wieder
Florian Freistetter: weg als die Sachen, die man haben muss, um wirklich tatsächlich grün zu sein.
Florian Freistetter: Also da ist man dann schon sehr, sehr schlecht gesundheitlich beieinander, wenn man grün ist.
Florian Freistetter: Also grün ist eine Farbe, wo man sagen kann, okay, wenn da irgendwas rumläuft,
Florian Freistetter: das grün ist, dann ist die Chance schon recht groß, dass es kein Mensch ist.
Florian Freistetter: Also das ist tatsächlich einer der Gründe, warum wir das machen.
Florian Freistetter: Aber ja, es gibt halt immer die
Florian Freistetter: Wesen, also die Monster sind grün in den Geschichten. Es gibt schon im 12.
Florian Freistetter: Jahrhundert in England die Sage der grünen Kinder von Woolpit, die du kanntest.
Martin Puntigam: Das ist mir vollkommen unbekannt. Bitte kurzer Abriss.
Florian Freistetter: Ja, also das sind in England, das ist die Sage, keine Tatsachenbeschreibung.
Florian Freistetter: Also im Rahmen dieser Sage sind im Wald zwei Kinder in einem Loch im Wald entdeckt worden.
Florian Freistetter: Die waren grün, haben eine grüne Hautfarbe gehabt, haben irgendwie unverständlich
Florian Freistetter: ausländisch gesprochen und irgendwie unbekannte ausländische Kleidung getragen,
Florian Freistetter: sind da halt irgendwo aufgelesen worden.
Florian Freistetter: Und dann erst später, dann sind sie irgendwo, keine Ahnung, waren sie bei welchen
Florian Freistetter: Menschen Und dann haben sie sich an die lokalen Sitten angepasst und haben dann die Sprachen gelernt.
Florian Freistetter: Und dann haben sie auch ihre grüne Farbe verloren, nachdem sie sich angepasst
Florian Freistetter: hatten. Und dann haben sie erzählt, sie kommen aus einem fremden Land.
Florian Freistetter: Da ist immer so Dämmerlicht und alle sind grün.
Florian Freistetter: Und durch Versehen sind sie durch einen mysteriösen Tunnel nach England gekommen.
Florian Freistetter: Also das ist eine Sage, die gibt es. Die ist auf alle möglichen Arten interpretiert worden.
Florian Freistetter: Die seriöse Interpretation, die sagt, es ist so eine Geschichte über das Aufeinandertreffen
Florian Freistetter: von Einheimischen und Fremden. und die Probleme der Anpassung an fremde Kulturen,
Florian Freistetter: was ja auch im England des 12.
Florian Freistetter: Jahrhunderts durchaus aktuell war, weil da war ja gerade hier so die Namannen,
Florian Freistetter: die nach England gekommen sind und so weiter, also da hätte es schon gepasst.
Florian Freistetter: Ja, geht natürlich bis zu irgendwelchen unseriösen Interpretationen von abgestürzten
Florian Freistetter: Raumschiffen, Zaubertoren in andere Dimensionen und so weiter.
Martin Puntigam: Da sagst du unseriös, aber in Wirklichkeit in der Präastronautik gilt das als seriös.
Florian Freistetter: Ja, aber auf jeden Fall, wie gesagt, ich habe die Geschichte deswegen kurz in
Florian Freistetter: meinem Buch erwähnt, Und weil es halt zeigt, dass wir wirklich schon im 12.
Florian Freistetter: Jahrhundert die fremden Wesen, die nicht-irdischen Wesen grün waren.
Florian Freistetter: Und das hat es natürlich dann fortgesetzt, als die Menschen angefangen haben,
Florian Freistetter: über tatsächliche Außerirdische zu schreiben.
Florian Freistetter: Es gibt den Washington Irving, so ein amerikanischer Satiriker im frühen 19. Jahrhundert.
Florian Freistetter: Der hat auch in einem Buch, History of New York heißt es, über die Lunatics geschrieben.
Florian Freistetter: Also die Wesen, die vom Mond stammen und die waren auch grün.
Florian Freistetter: Und dann gab es 1899, das war in einer amerikanischen Zeitung,
Florian Freistetter: das erste Mal, wo es wirklich quasi im modernen Sinn verwendet worden ist.
Florian Freistetter: Das dürfte eine sehr, sehr unseriöse Zeitung gewesen sein. Da ist ein Interview
Florian Freistetter: gebracht worden mit einem außerirdischen Wesen und das war der Green Boy from
Florian Freistetter: Hurra. Hurra hieß das, genau.
Florian Freistetter: Ja, also von da an war es ab dem wesentlichen 19.
Florian Freistetter: Jahrhundert, frühen 20. Jahrhundert, war es etabliert, dass auch die Aliens
Florian Freistetter: grün sind und seitdem sind es halt grün.
Martin Puntigam: Also mittlerweile eh nicht mehr so. In den moderneren Science-Fiction-Filmen,
Martin Puntigam: wenn Aliens vorkommen, müssen die nicht zwangschleifig grün sein.
Martin Puntigam: Aber es war halt lange Zeit so, weil das außer Tarnfarbe oder wenn man lang
Martin Puntigam: im Wald war und als bemoost gegolten hat, da man kaum grün sein hat können.
Florian Freistetter: Genau, ja, also das war halt dann zu zeigen, ich stelle dir vor,
Florian Freistetter: du bist jetzt nicht irgendwie heute in der modernen Kinowelt,
Florian Freistetter: wo du alle Arten von CGI und Computertechnik machen kannst, da kannst du ja
Florian Freistetter: alles machen, ich meine, was hast du früher machen können, du hast dir halt
Florian Freistetter: schminken können, das war's.
Florian Freistetter: Und dann schminkst du es halt grün, fertig.
Martin Puntigam: Ja, weil nämlich große Drachen wie Warane zum Beispiel, die sind ja nicht grün,
Martin Puntigam: sondern eher braun, rostig, auf jeden Fall nicht grün.
Martin Puntigam: Also wenn man Monster mit grün assoziiert hat, Gut, wenn man sie gefürchtet
Martin Puntigam: hat, dann müssen die ja nicht zwangsläufig grün gewesen sein.
Florian Freistetter: Nein, eh nicht, aber das war halt grün. Ein Varan erkennt man ja auch so,
Florian Freistetter: dass das kein Mensch ist. Da muss ja keine spezielle Farbe dafür haben.
Florian Freistetter: Aber beim Außerirdischen, der dann halt vielleicht so ausschaut wie ein Mensch,
Florian Freistetter: dann weiß ich, okay, wenn der grün ist, weil das war auch wieder was.
Florian Freistetter: Also die Außerirdischen schauen ja in den Filmen, zumindest in den frühen Filmen,
Florian Freistetter: auch alle wie Menschen aus, weil halt wir keine Alien-Schauspieler haben,
Florian Freistetter: sondern eine menschliche Schauspieler haben.
Florian Freistetter: Und die können halt dann nicht großartig anders ausschauen als Menschen.
Florian Freistetter: Darum haben die halt dann entweder eine andere Hautfarbe oder spitze Ohren oder
Florian Freistetter: sonst was, damit man weiß, ja, schau, das ist kein Mensch, das ist ein Außerirdischer,
Florian Freistetter: weil man halt das nicht anders darstellen hat können.
Martin Puntigam: Jetzt gibt es doch diese unsichtbaren Farben. Und Farben sind eben definiert
Martin Puntigam: darüber, dass sie unterschiedliche Wellenlängen haben.
Martin Puntigam: Und die unsichtbaren Farben, das kommt ganz am Ende des Buchs,
Martin Puntigam: obwohl die eigentlich die gefährlichsten sind, oder?
Florian Freistetter: Naja, gefährlich. Gefährlich kann auch rot gefährlich sein, wenn du bei Rot
Florian Freistetter: mit der Straße gehst. Das ist auch gefährlich.
Florian Freistetter: Also es gibt ganz viele Farben, die gefährlich sind. Je nachdem kannst du mit
Florian Freistetter: dem grünen Laser ins Auge schießen. Das ist auch gefährlich.
Florian Freistetter: Also gelbes Feuer, oranges Feuer ist auch gefährlich. Kannst eine Zwetschge
Florian Freistetter: essen, die ist blau. Ja, und wenn es schlecht ist, dann stirbst du.
Florian Freistetter: Also gefährlich kann jede Farbe werden. Aber ich weiß, was du meinst.
Florian Freistetter: Die unsichtbaren Farben sind insofern gefährlich, weil ich das schon am Anfang gesagt habe.
Florian Freistetter: Die Farbe ist das, was durch die Wellenlänge oder gleichzeitig durch die Energie festgelegt wird.
Florian Freistetter: Also Energie, Frequenz, Wellenlänge sind ja alles nur unterschiedliche Konzepte,
Florian Freistetter: um dasselbe Phänomen zu beschreiben.
Florian Freistetter: Das heißt, die Farbe sagt uns, was sie mit der Energie. Rotes Licht hat eine
Florian Freistetter: lange Wellenlänge, wenig Energie.
Florian Freistetter: Violettes Licht hat eine kurze Wellenlänge, viel Energie. Und zeugt das dann
Florian Freistetter: eben ja entweder eine noch kürzere Wellenlänge hat als Violett oder eine noch
Florian Freistetter: längere Wellenlänge hat als Rot, hat dann eben entweder noch weniger Energie als Rot.
Florian Freistetter: Das ist dann so Radiostrahlung, Mikrowellenstrahlung und sowas.
Florian Freistetter: Das ist dann nicht wahnsinnig gefährlich für uns.
Florian Freistetter: Zumindest nicht jetzt auf dieser direkten Ebene. Oder aber, wenn es mehr Energie
Florian Freistetter: hat, dann ist es gefährlich.
Florian Freistetter: Da sind wir dann eben bei sowas wie Röntgenstrahlung oder Gammastrahlung.
Florian Freistetter: Und das ist das, was unter ionisierende Strahlung fällt.
Florian Freistetter: Und ionisierende Strahlung, das ist Strahlung, die halt, simpel gesagt,
Florian Freistetter: Atome verändern kann, insofern verändern kann, dass sie.
Florian Freistetter: Die Elektronen aus den Atomhüllen rauslöst, wodurch dann eben auch Bindungen
Florian Freistetter: zwischen Atomen aufbrechen, womit Moleküle zerstört werden können und wenn die
Florian Freistetter: Moleküle zufällig in unserem Körper sind, dann kann das sehr unangenehm für uns werden,
Florian Freistetter: wenn da die Atome und Moleküle in unserem Körper ionisiert werden.
Florian Freistetter: Das sind dann die Arten von Strahlung, die halt dann schädlich sind.
Florian Freistetter: Das fängt an bei der ultravioletten Strahlung, die macht dann Sonnenbrand und
Florian Freistetter: hört auf bei Röntgen- und Gammastrahlung, die dann bei uns Krebs auslösen kann.
Florian Freistetter: Also das sind halt ja jetzt aus menschlicher Sicht die gefährlichen Farben,
Florian Freistetter: aber aus astronomischer Sicht sind die halt jetzt nicht sonderlich mehr gefährlich
Florian Freistetter: als alles andere, weil es ist ja da draußen im Weltall das Licht und kommt auch
Florian Freistetter: nicht bis zum Erdboden durch das meiste davon, weil die Atmosphäre und das Magnetfeld das abschirmen.
Florian Freistetter: Aber es braucht halt entsprechende Phänomene, um dieses hochenergetische Licht
Florian Freistetter: herzustellen oder auszusenden.
Florian Freistetter: Und das sind halt dann die dramatischen Dinger, ja, also Supernova-Explosionen,
Florian Freistetter: Gamma-Blitze und all diese hochenergetischen Phänomene im Universum,
Florian Freistetter: die gefährlichen Phänomene, wenn sie in unserer Nähe stattfinden würden,
Florian Freistetter: nie sind es auch, die dann das hochenergetische Licht erzeugen, das wir dann haben.
Florian Freistetter: Nicht sehen können, aber zumindest nachweisen können.
Martin Puntigam: Also die Ursache ist schon maßgeblich dafür verantwortlich, dass eine Lichtwelle
Martin Puntigam: schnell schwingt und dann hochenergetisch ist oder große Wellenlänge hat und
Martin Puntigam: für uns unmittelbar als Lebensform nicht so gefährlich wird.
Florian Freistetter: Ja und nein, also natürlich gibt auch die Sonne erzeugt hochenergetisches Licht, wie gesagt.
Florian Freistetter: Aber wenn ich jetzt sowas habe wie Gammastrahlung, da ist so viel Energie drin
Florian Freistetter: und die muss man irgendwie reinkriegen, die Energie. Also ich kann auch jetzt
Florian Freistetter: kein Flutlicht im Fußballstadion mit einer 9-Volt-Batterie betreiben.
Florian Freistetter: Das funktioniert nicht.
Florian Freistetter: Da muss ich ausreichend viel Energie reinstecken, damit ausreichend viel Licht
Florian Freistetter: rauskommt. Und genauso ist es eben im Universum auch.
Florian Freistetter: Da muss ich halt dann ausreichend viel Energie irgendwie produzieren,
Florian Freistetter: damit das Licht oder die Strahlung diese Energie hat.
Florian Freistetter: Das heißt, die hochenergetischen Teile des elektromagnetischen Spektrums,
Florian Freistetter: die verraten uns dann vor allem was über die hochenergetischen Vorgänge im Universum.
Martin Puntigam: Es gibt ja Röntgenteleskope. Wie viel anders funktionieren die denn als Infrarot?
Martin Puntigam: Also was muss man denn da anders bauen, damit die nicht kaputt werden,
Martin Puntigam: wenn sie die Röntgenstrahlung messen? Oder ist das nur eine falsche Vorstellung von mir?
Florian Freistetter: Es ist, glaube ich, eine falsche Vorstellung. Röntgenteleskope sind nicht so wie normale Teleskope.
Florian Freistetter: Also das klassische Teleskop, das hat einen Spiegel, könnte auch eine Linse
Florian Freistetter: haben aus Glas, aber meistens sind es mittlerweile Spiegelteleskope.
Florian Freistetter: Und auf diesen Spiegel trifft das Licht auf und dann wird das Licht halt dann
Florian Freistetter: entsprechend abgelenkt und noch andere Spiegel umgeleitet und so weiter, bis dann eben das Licht,
Florian Freistetter: Bild in einer Kamera in dem Fall oder einem Detektor irgendwie fokussiert wird
Florian Freistetter: und dann entsprechend untersucht, abgebildet oder sonst was werden kann.
Florian Freistetter: Und das funktioniert prinzipiell mit jeder elektromagnetischen Strahlung. Prinzipiell schon.
Florian Freistetter: Auch ein Radioteleskop schaut jetzt vielleicht nicht aus wie ein klassisches
Florian Freistetter: Teleskop, aber ist zumindest mal so vagespiegelförmig, diese große Radioschüssel,
Florian Freistetter: weil da eben auch Radiolicht in dem Fall drauf trifft, Radiowellen,
Florian Freistetter: die halt dann entsprechend abgelenkt werden und dann in der Mitte auf irgendeinen
Florian Freistetter: Empfängerdetektor geleitet werden, wo dann je nachdem wissenschaftliche Daten
Florian Freistetter: oder irgendwie ein Fernsehbild rauskommt am Ende.
Florian Freistetter: Und diese Radioteleskope sind dann deswegen deutlich größer als die normalen
Florian Freistetter: Teleskope, weil die Wellenlänge des Radiolichts deutlich größer ist.
Florian Freistetter: Und im Prinzip könntest du auch ein Röntgenteleskop so bauen,
Florian Freistetter: wie du ein normales Teleskop baust.
Florian Freistetter: Das Problem ist halt da, dass das mit den klassischen Materialien nicht so funktioniert,
Florian Freistetter: weil das halt einfach viel zu viel Energie hat, das Röntgenlicht.
Florian Freistetter: Ich bin jetzt kein Experte für Teleskobbau und auch kein Experte für Röntgenastronomie, aber ich...
Florian Freistetter: Die ersten Röntgenteleskope, die waren im Wesentlichen mehr Strahlungsdetektoren als Röntgenteleskope.
Florian Freistetter: Das kann man sich eher so vorstellen wie das, was in Teilchenbeschleunigern stattfindet.
Florian Freistetter: Da hast du ja auch Messgeräte, die halt dann die Energie nachweisen der Teilchen,
Florian Freistetter: die da kollidiert sind, die die Richtung nachweisen können, wo sie sind,
Florian Freistetter: aber die haben jetzt nichts mit Teleskopen zu tun.
Florian Freistetter: Also man kann es jetzt mit meinem mangelhaften Wissen, es kommt ein Buch übrigens
Florian Freistetter: auch nicht vor, also Teleskopbau habe ich jetzt noch nicht erklärt,
Florian Freistetter: aber im Wesentlichen hast du da Metallspiegel, das ist jetzt kein Glas mehr.
Florian Freistetter: Sondern es ist Metallspiegel, die so mehr nicht unbedingt diese klassische Spiegelform
Florian Freistetter: haben, sondern die sind eher so zylinderförmig ineinander verschachtelt und
Florian Freistetter: dann treffen diese Röntgenstrahlungen,
Florian Freistetter: Röntgenteilchen da irgendwo auf.
Florian Freistetter: Und je nachdem, an welcher Schicht sie da jetzt reflektiert oder absorbiert
Florian Freistetter: werden, kann man dann Sachen rausfinden.
Florian Freistetter: Also das sind schon Teleskope, die...
Florian Freistetter: Strahlung nachweisen, so wie es die Teleskope tun, aber,
Florian Freistetter: vom Aufbau her funktionieren sie anders, weil, wenn ich die Röntgenstrahlung
Florian Freistetter: da einfach irgendwo drauf treffen lassen würde, dann wird die halt nicht so,
Florian Freistetter: reflektiert, wie es die weniger energetische Strahlung gemacht wird, sondern ich müsste die,
Florian Freistetter: weil die das entsprechend, die würde die halt einfach absorbieren im Wesentlichen.
Florian Freistetter: Die Röntgenstrahlung, das Material, die, wenn man so will, die fetzt da rein und bleibt stecken,
Florian Freistetter: jetzt sehr unphysikalisch ausgedrückt, die wird nicht reflektiert Und darum
Florian Freistetter: muss man sich halt etwas anderes überlegen, wenn man dann diese Strahlung trotzdem
Florian Freistetter: noch irgendwie zu ihrem Ursprung zurückverfolgen will. Und dann muss man andere Konzepte machen.
Florian Freistetter: Also Röntenteleskope haben wir auch noch nicht so weit. Die haben wir seit den
Florian Freistetter: 1950er Jahren gelernt, wie wir sowas bauen können.
Martin Puntigam: Naja, aber es ist jetzt doch schon ein Dreivierteljahrhundert.
Florian Freistetter: Ja, eh, aber im Vergleich mit dem Rest der Astronomie, das erste Teleskop für
Florian Freistetter: das normale Licht, das haben wir 1609 gehabt. Also da ist schon ein bisschen Zeit dazwischen.
Florian Freistetter: Und das erste wirkliche Teleskop im Weltall war 1970, glaube ich.
Florian Freistetter: Da hatten wir Uhuru, den Röntgensatelliten. Das war das erste Mal,
Florian Freistetter: wo wir wirklich Röntgenstrahlung aus dem Weltall gemessen haben,
Florian Freistetter: weil die kommen ja nicht durch die Atmosphäre, da müssen wir ins All.
Florian Freistetter: Und Uhuru, wenn ich mich richtig erinnere, das Satellit, das war im Wesentlichen,
Florian Freistetter: boah, das waren Bleiplatten mit Detektoren drinnen, die halt dann gemessen haben,
Florian Freistetter: was draufliegt. Also das war doch sehr, sehr...
Florian Freistetter: Grundlegend das Ganze. Heute sind sie ein bisschen genauer, aber ja,
Florian Freistetter: da würdest du, müsste ich dich auf eine Expertin, eine Expertin,
Florian Freistetter: einen Experten aus dem Teleskobbau verweisen, wenn du mehr über Teleskope,
Florian Freistetter: Hochenergie-Teleskope reden willst.
Martin Puntigam: Da bin ich die falsche Ansprechperson. An so jemanden. Die Farben des Universums
Martin Puntigam: heute, der Tag, an dem der Podcast erscheint, ist der 16. Februar 2026.
Martin Puntigam: Offiziell gibt es das Buch ab morgen.
Florian Freistetter: Inoffiziell gibt es das jetzt schon. Also ich habe schon Leute getroffen,
Florian Freistetter: die es gekauft haben. Ich habe noch keins, aber es gibt Leute,
Florian Freistetter: die haben schon eins gekauft.
Martin Puntigam: Ja gut, du hast das ja geschrieben. Insofern musst du sowieso alles auswendig
Martin Puntigam: wissen. Ja, es ist schon verfügbar, zumal nach deinen Sternengeschichten-Shows hat es es schon gegeben.
Martin Puntigam: Und auch bei der nächsten Science-Busters-Show kann man es von dir signieren
Martin Puntigam: lassen. Dann sind wir schon fast bei den Parteienverkehren.
Martin Puntigam: Gebunden kostet das Buch 24 Euro als E-Book 17,99.
Martin Puntigam: Unterschieden ist es bei Hansa, aber was es nicht gibt, ist ein Hörbuch.
Martin Puntigam: Kommt das noch oder ist das gar nicht geplant?
Florian Freistetter: Ich glaube mich zu erinnern, dass ein Hörbuch kommen soll.
Florian Freistetter: Ich bin mir sicher, dass ich das mal irgendwo in einer E-Mail mit dem Verlag
Florian Freistetter: gelesen, besprochen habe, dass es irgendein Hörbuch geben wird.
Florian Freistetter: Ich gehe davon aus, es wird mal irgendwo eins geben, aber es erscheint vermutlich
Florian Freistetter: nicht zeitgleich mit dem normalen Buch.
Martin Puntigam: Und das wirst dann du lesen oder das wird von KI gelesen oder ihr hofft,
Martin Puntigam: dass ein kleines grünes Männchen kommt und einliest?
Florian Freistetter: Nein, also ich glaube, das macht dann jemand von Audible, weil ich glaube,
Florian Freistetter: wenn das Hörbuch gemacht wird, macht das Hörbuch Audible Und die suchen sich
Florian Freistetter: dann halt kompetente Leute, die sprechen, so wie es auch schon bei meinem letzten Buch war.
Florian Freistetter: Ich glaube, das war die Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen,
Florian Freistetter: das ich mit Helmut Jungweck gemeinsam geschrieben habe.
Florian Freistetter: Das ist auch von Audible verhörbucht worden und der Sprecher,
Florian Freistetter: dessen Name mir leider gerade nicht einfällt, hat das sehr, sehr gut gemacht
Florian Freistetter: und vielleicht macht es der ja wieder genauso gut.
Florian Freistetter: Ja, das wäre schön. Kann es auch besser machen, aber schlechter sollte es auch nicht machen.
Martin Puntigam: Und damit sind wir auch schon am Ende und den Parteienverkehren und wo man das
Martin Puntigam: neue Universumsfarbenbuch in verschiedenen Farben, nehme an,
Martin Puntigam: sie signieren lassen kann.
Martin Puntigam: Hast du da ganze Farbblätter mit, das war ja früher bei den Farbstiften immer
Martin Puntigam: so, wenn wir kurz vor Türkis geredet haben, das war ja eine der Farben,
Martin Puntigam: die länger gehalten haben.
Martin Puntigam: Rot, Blau, Gelb waren immer schnell weg, Grün auch, aber Türkis,
Martin Puntigam: da hat man immer weniger weggespitzt. Wirst du da mehrere Stifte mithaben?
Florian Freistetter: Weiß ich nicht. Ich glaube nicht. Und ich habe auch meine Stifte,
Florian Freistetter: glaube ich, nicht so weggespitzt.
Florian Freistetter: Also nein, ich werde die irgendwie entsprechend mit den Stiften,
Florian Freistetter: die ich halt immer mit habe, so unterschreiben, wie ich es sonst auch tue.
Martin Puntigam: Du ja meistens ohne dies in Türkis, ich in Rosa. Zum Beispiel unser Buch Aus.
Florian Freistetter: Ja, Aus, das ist Aus-Buch.
Florian Freistetter: Als Titel, aber nicht ausverkauft, weil es ist immer noch da.
Florian Freistetter: Und wenn es mal aus sein sollte, dann werden neue gedruckt.
Florian Freistetter: Das heißt, aus kann man kaufen. Und zwar am besten, wenn man dazu sagt,
Florian Freistetter: das Buch heißt Aus, die Wissenschaft vom Ende. Dann wissen auch alle, was gemeint ist.
Florian Freistetter: Und es klingt nicht so böse, wenn man einfach sagt, ich will aus.
Florian Freistetter: Also das Buch Aus, unser aktuelles Science Buster Buch, das ist ebenfalls im
Florian Freistetter: Hansa Verlag erschienen, so wie die Farben des Universums.
Florian Freistetter: Das Hörbuch ist da auch schon erschienen, gelesen von Ralf Kaspers.
Florian Freistetter: Kann man sowohl Hör- als auch normales Buch überall dort beziehen,
Florian Freistetter: wo man Hör- und normale Bücher beziehen kann.
Martin Puntigam: Ralf Kaspers, mit dem werden wir demnächst eine Podcast-Folge aufnehmen,
Martin Puntigam: er liest vermutlich nicht die Farben des Universums, über die wir jetzt die
Martin Puntigam: ganze Folge gesprochen haben, dass man auch am Ende unserer Show erschwingen kann.
Martin Puntigam: Am Büchertisch immer, wo wir die Leute ja immer hinlocken, zu unserer Show Weltuntergang
Martin Puntigam: für Fortgeschrittene. Geschrittene.
Martin Puntigam: Wir sind in dem Fall Martin Moda, du, Florian Freistetter und ich.
Martin Puntigam: Und am Ende gibt es eben einen Büchertisch mit vielen Science Busters Büchern
Martin Puntigam: und eben auch dem nagelneuen Universumsfarbenbuch.
Martin Puntigam: Auch Geschenke ans Publikum. Science Busters Gin gibt es online nach wie vor
Martin Puntigam: von der letzten Show. Diesmal gibt es
Martin Puntigam: Bananenbrot, schon öfter erwähnt, das du während der Show herstellst,
Martin Puntigam: weil das Bananenbrot den Weltuntergang beinhaltet und natürlich gibt es auch
Martin Puntigam: die Universumsuntergangsschokoladen nach wie vor,
Martin Puntigam: die köstlichen Schokoladen Himbeer, Karamell und Nougat Krokant gemeinsam hergestellt
Martin Puntigam: mit der Firma Zotter, Big Rip und Big Crunch, so wie das Universum möglicherweise
Martin Puntigam: aber wahrscheinlich nicht untergehen wird.
Martin Puntigam: Und die kann man am Ende der Schuh gratis verkosten oder auch kaufen und mit nach Hause nehmen.
Martin Puntigam: Und am Ende der Schuh bedeutet am Ende folgender Vorstellungen.
Florian Freistetter: Wir sind am 21. Februar in der VHS-Kulturgarage in Seestadt,
Florian Freistetter: was aber keine eigene Stadt ist, sondern Teil von Wien.
Florian Freistetter: Am 22. Februar sind wir immer noch in Wien, nämlich in der Kulisse,
Florian Freistetter: wo, kann man sich gleich merken, wir auch am 30.04. sein werden mit der Show.
Florian Freistetter: Weiter geht es am 27. Februar im Stadtsaal Berndorf, am 7.
Florian Freistetter: März im Stadtsaal Wien, wo wir dann auch am 5. April sein werden.
Florian Freistetter: Am 17. März sind wir in der Burg Perchtholzdorf, am 9.4.
Florian Freistetter: In Weidhoven an der Ips und dann fahren wir nach Deutschland, nämlich am 23.
Florian Freistetter: März nach Berlin zu den Wühlmäusen, am 26. März ins Filmtheater Schauburg nach Dresden, Am 27.03.
Florian Freistetter: In den Kupfersaal nach Leipzig und am 28.03.
Florian Freistetter: Nach Erfurt zum Kabarett Puffbohne, bevor wir dann wieder in Österreich weitermachen,
Florian Freistetter: nämlich am 10.04. in der Listhalle Graz, am 13.04.
Florian Freistetter: Im Stadtsaal Vöcklerbruck, am 20.05.
Florian Freistetter: Im Rathaussaal von Telfs, am 22.05.
Florian Freistetter: Ganz im Westen von Österreich am Spielboden in Dornbirn. bevor wir kurz noch
Florian Freistetter: einmal nach Deutschland rüberschauen, um am 23. und 24.
Florian Freistetter: Mai in München unsere München-Premiere im Lustspielhaus zu feiern.
Florian Freistetter: Und dann geht es im Mai noch am 27.
Florian Freistetter: Zur Bruckmühle nach Bregarten und am 28.
Florian Freistetter: Mai ins Oval nach Salzburg.
Martin Puntigam: Die lange Aufliste gibt im Juni auch noch Termine und sogar im Juli, wo es am 3.
Martin Puntigam: Unter anderem nach Stuttgart ins Renitenztheater geht.
Martin Puntigam: Oft, wenn wir abends den Weltuntergang zelebrieren, spielen wir tagsüber Science Busters for Kids.
Martin Puntigam: Unsere Show für alle ab 6, 7 Jahren bis zum Abwinken, die gibt es nach wie vor in der ORF Kids App.
Martin Puntigam: Jede Folge auf ungefähr 10 Minuten formatiert, aber die ganze Show in einem
Martin Puntigam: Schwung und analog und live mit Martin Moda und mir gibt es das nächste Mal auch eben am 21.02.
Martin Puntigam: Bevor wir in der Seestadt VHS-Kulturgarage abends den Weltuntergang aufdecken,
Martin Puntigam: gibt es davor Science Passage for Kids. genauso wie am 22.2.
Martin Puntigam: Oder am 24.10. in der Kulisse Wien.
Martin Puntigam: Ab 7.3., am 4. und 5. April spielen wir im Stadtsaal Wien. 4.
Martin Puntigam: Und 5. April ist das Osterwochenende.
Martin Puntigam: 20.3.
Martin Puntigam: Spielen wir in Bruno in Brunn am Gebirge, das ist unweit von Wien.
Martin Puntigam: Am 9. April in Weidhofen an der Ips.
Martin Puntigam: Am 10. April und dann im Herbst am 17.
Martin Puntigam: Oktober in der Listhalle in Graz. Am 24.
Martin Puntigam: Mai gibt es in München im Lustspielhaus wieder eine Science-Busters-for-Kids-Vorführung. Am 6.
Martin Puntigam: Juni in der Papierfabrik in Klein-Neusiedel.
Martin Puntigam: Und dann am 5. Juli vor und am 13.
Martin Puntigam: September danach spielen wir Science-Busters-for-Kids im Theater im Park in Wien.
Martin Puntigam: Und zum Sommerschluss fahren wir durch den Choralm-Tunnel nach Kärnten und spielen
Martin Puntigam: am 19. September in Wien.
Martin Puntigam: Der Artbox in St. Gertrott in Kärnten.
Florian Freistetter: Wer die Science Busters mit Kaschballfiguren sehen will, also die Science Busters
Florian Freistetter: plus Kaschballfiguren, aber ohne Kaschball, sondern nur mit dem Pezi,
Florian Freistetter: den man zumindest in Österreich vermutlich kennt als Teil des Duos Kaschball
Florian Freistetter: und Pezi, kann das von 5. bis 10. Mai tun.
Florian Freistetter: Die Show, die die Science Busters mit Pezi gemacht haben, die hat den schönen
Florian Freistetter: Titel Fliegen lernen mit dem Bernoulli-Effekt. Und sie wird aufgeführt von Petzi
Florian Freistetter: und Helmut Jungwirth und Martin Puttigam.
Florian Freistetter: Und alle Informationen und Termine zu dieser speziellen Show findet man unter kasperlundpetzi.at.
Martin Puntigam: Und die Großmutter ist selbstverständlich auch dabei. Und der Kasperl wird vorbeischauen.
Martin Puntigam: Kann man sich ungefähr so vorstellen, wie wenn die Show heißen würde Jim Knopf
Martin Puntigam: und die Science Busters.
Martin Puntigam: Sternengeschichten live haben wir eine ganze Folge gestaltet,
Martin Puntigam: wo man nachhören kann, worum es da ungefähr gehen wird, aber live ist natürlich
Martin Puntigam: immer besser, gibt es das nächste Mal am 20.
Martin Puntigam: Februar die Tirol-Premiere im Komma in Wörgl. Am 26.
Martin Puntigam: Februar ist das dann die Niederösterreich-Premiere in Oberwaltersdorf?
Florian Freistetter: Ja, genau.
Martin Puntigam: Vermutlich. Und dann kommt die Oberösterreich-Premiere am 28.
Martin Puntigam: Februar im Posthof in Linz. Dann ist der Februar auch schon zu Ende und die
Martin Puntigam: nächste Show in Wien, weil die Premiere fulminant und aber auch ausverkauft
Martin Puntigam: war, schwindet am Trenn.
Martin Puntigam: Juni in der Kulisse Wien-Stadt. Dann gibt es am 29.
Martin Puntigam: März noch eine wichtige Auslandserfahrung für den Podcast Das Universum.
Martin Puntigam: Ruth Grützbach und du spielen im Moritzhof in Magdeburg und nach dem Sommer
Martin Puntigam: gibt es noch zahlreiche Termine der Sternengeschichten-Live-Show in Deutschland.
Martin Puntigam: Das kann man alles nachlesen und sich auch Tickets besorgen unter sternengeschichten.live.
Florian Freistetter: Ganz genau und dann kann man sich nicht mehr anschauen Glückskatze,
Florian Freistetter: das Soloprogramm von Martin Puntigam, denn es gibt ein neues Solokabarettprogramm von dir, das am 10.
Florian Freistetter: November 2026 im Theatercafé Graz Premiere haben wird mit dem Titel Der Heilige
Florian Freistetter: Puntigam. Die Premiere in Wien wird eine Woche später stattfinden, am 17.
Florian Freistetter: November im Kabarett Niedermeier. Und wer gerne von dem heiligen Puntigam geheilt
Florian Freistetter: oder sonst irgendwas werden will, was Heilige so tun, kann sich dafür Karten
Florian Freistetter: reservieren unter sciencebusters.at slash Termine.
Florian Freistetter: Da gibt es die Sciencebusters-Infos, puntigam.at, da gibt es Termine für die Heiligssprechung.
Florian Freistetter: Und sterninggeschichten.live, das sind meine Termine.
Martin Puntigam: Am 20. Februar gibt es noch einmal, möglicherweise zum letzten Mal,
Martin Puntigam: das Duo-Programm von Martin Modo und Florian Aigner.
Martin Puntigam: Der Urknall war ein Irrtum in der Kulisse Wien.
Martin Puntigam: Danke an die TU Wien und die Uni Graz, die die Produktion des Podcasts unterstützen.
Martin Puntigam: Danke an Florian Freistetter für die farbenprächtigen Auskünfte.
Martin Puntigam: Danke fürs Streamen, Downloaden, Abonnieren, Bewerten, Empfehlen,
Martin Puntigam: Ausmalen, Anfärbeln, Ionisieren, Elektronen anregen, grüne Männchen beobachten
Martin Puntigam: und was man sonst noch alles mit einem Podcast anstellen kann oder möchte.
Martin Puntigam: Bis zum nächsten Mal. Tschüss und habe die Ehre.
Florian Freistetter: Tschüss.