Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Martin Puntigam: Ausgabe 127 des Sciencebusters Podcasts und heute schauen wir,
Martin Puntigam: ab wann die Menschheit sich schwer tut beim Wasserlassen.
Andreas Jäger: Ja, ja, klingt vielleicht lustig, ist aber in Wirklichkeit vielleicht sogar
Andreas Jäger: eine Bankrotterklärung.
Martin Puntigam: Herzlich Willkommen zur Ausgabe 127 des ScienceBusters Podcasts,
Martin Puntigam: wie immer produziert mit Unterstützung der Uni Graz und der TU Wien.
Martin Puntigam: Mein Name ist Martin Puttigam und mir gegenüber sitzt heute wieder Andreas Jäger,
Martin Puntigam: Meteorologe und Wissenschaftskommunikator und Moderator. Hallo.
Andreas Jäger: Hallo.
Martin Puntigam: In Ausgabe 126, das war die Jubelausgabe anlässlich 5 Jahre Science Busters,
Martin Puntigam: haben Martin Moda und ich unter anderem gesprochen über KI in der Medizin,
Martin Puntigam: wo sie vielleicht helfen kann, wo er nicht,
Martin Puntigam: wie man mit einem Schwurbler-Chatbot reden muss, was zurückkommt,
Martin Puntigam: wer sowas überhaupt programmiert.
Martin Puntigam: Und wir beide, Andreas, haben am 8.
Martin Puntigam: Juli 2024 in Folge 82 das erste Mal miteinander geredet.
Martin Puntigam: Hühner unter Strom hat die Folge geheißen.
Martin Puntigam: Es ist unter anderem um Agri-PV gegangen, gnadenlose Mähroboter,
Martin Puntigam: erneuerbare Energiegemeinschaften und warum die Wettervorhersagen früher weniger genau waren.
Martin Puntigam: Wir werden uns heute damit beschäftigen, wie man mit dem Backlash bei Klimaschutz
Martin Puntigam: und dem eigenen Frust darüber umgeht,
Martin Puntigam: ob der Kampf gegen den Klimawandel zusammen mit den sogenannten KlimakäberInnen
Martin Puntigam: gescheitert ist, was trotzdem positiv war im letzten Jahr und wo es doch Fortschritte
Martin Puntigam: gibt, vielleicht eine kurze Nachfrage
Martin Puntigam: noch zu den Hühnern. Wie geht es den Hühnern? Wie geht es AgriPV?
Andreas Jäger: Den Hühnern geht es blendend. Das war ja damals in Hart bei Graz.
Andreas Jäger: Diese Hühnerfarm sozusagen, wo man auch PV-Panelen über die Hühner gestülpt
Andreas Jäger: hat und die sich wahnsinnig darüber gefreut haben.
Andreas Jäger: Das waren ja damals die Hühner in Hart bei Graz, die sich sozusagen von PV-Panelen
Andreas Jäger: geschützt wunderbar wohl gefühlt haben. Und jetzt gibt es, es hat sich viel getan.
Andreas Jäger: Also zum Beispiel im burgenländischen Seewinkel, in Tatenwallern,
Andreas Jäger: ganz eine kleine Ortschaft.
Andreas Jäger: Dort gibt es die größte Agri-PV-Anlage Europas.
Andreas Jäger: Auf 120 Hektar hat man da PV-Panelen aufgeständert auf zwei, drei Meter Höhe.
Martin Puntigam: Also das ist doch eine ganz schöne Fläche, 120 Hektar.
Andreas Jäger: Das ist eine irrsinnige Fläche. Und darunter ist Acker. Also da wird Ackerbau betrieben.
Martin Puntigam: Mit einem sehr kleinen Traktor fährt man da oder die PV-Paneele sind so weit oben?
Andreas Jäger: Die sind so weit oben, dass sich das ausgeht. Aber die Idee ist,
Andreas Jäger: dass man überhaupt dann vollautomatisch durchfahrt. Also das sind sozusagen
Andreas Jäger: ganze Alleen von aufgestellten Paneelen und dazwischen fährt man vollautomatisch
Andreas Jäger: mit der Erntemaschine durch. Das ist die Idee.
Andreas Jäger: Das hat man jetzt einmal gemacht, ist 2025 im März in Betrieb genommen worden
Andreas Jäger: und in der ersten Saison ist es einmal darum gegangen, dass man den Boden einfach
Andreas Jäger: auflockert und einfach mal ein bisschen, also da kann man,
Andreas Jäger: der hat natürlich schon gelitten, wenn man da so viele Tausend Steher hineinramt
Andreas Jäger: in den Boden, da hat man viel Erfahrung damit.
Andreas Jäger: Aber trotzdem ist der Boden verdichtet und jetzt muss man mal drei Jahre schauen,
Andreas Jäger: dass der Boden wieder auflockert und dass das wieder kommt.
Andreas Jäger: Und in der Zwischenzeit macht man viele Tests und schaut, was am besten wächst.
Andreas Jäger: Weil die Sache ist jetzt natürlich, und das ist das Spannende, dort im Seewinkel.
Andreas Jäger: Ein bisschen windig, sehr viel Sonne. Also da ist nicht zu wenig Sonne.
Andreas Jäger: Also die Abschattung durch die Sonne ist kein Problem.
Andreas Jäger: Das kann sogar sein, dass man vielleicht sogar ein bisschen mehr erntet,
Andreas Jäger: weil egal was darunter dann wächst, ob das Kartoffeln sind oder Salat,
Andreas Jäger: dass die es vielleicht mögen, dass sie nicht dauernd von der prallen Sonne niedergebrannt werden.
Martin Puntigam: Das heißt, da spart man sich das Gewächshaus unter Umständen oder diese Planung?
Andreas Jäger: Das Gewächshaus sorgt für Wärme, aber da geht es eher um Wärme.
Andreas Jäger: Aber da geht es eher darum, dass der Schatten, Also dass es nicht so schnell
Andreas Jäger: trocken wird und der Boden länger feucht bleibt und damit natürlich auch die
Andreas Jäger: Pflanzen besser wachsen.
Andreas Jäger: Also es könnte durchaus sein, dass man mit diesen PV-Panelen als Sonnenschutz
Andreas Jäger: vielleicht sogar etwas mehr erntet.
Andreas Jäger: Und dann habe ich sozusagen diesen Landnutzungs-Koeffizient, sagt man.
Andreas Jäger: Ich habe also, wenn ich sage, ich hätte 100% PV und 100%...
Andreas Jäger: Kartoffelernte, dann habe ich, wenn ich das staple und in den ersten Stock rauf
Andreas Jäger: mit PV gehe, kann ich sagen, ich habe unten vielleicht etwas weniger Kartoffeln,
Andreas Jäger: oben etwas weniger Sonne, als ich normalerweise hätte, weil ganz zumachen kann ich nicht.
Andreas Jäger: Aber zusammen komme ich dann auf Landnutzungskoeffizienten von 160, 170, 180 Prozent.
Martin Puntigam: Also viel mehr. Und wenn du das so betonst, das ist ein Argument im Vorfeld,
Martin Puntigam: wenn man AgriPV vorschlägt, dann sagen alle, da kriegt man viel weniger Ernte
Martin Puntigam: raus und dann wird es Einschränkungen geben. oder ist das gar kein Gegenargument
Martin Puntigam: von denen, die das nicht wollen?
Andreas Jäger: Nein, es ist kein Gegenargument. Du hast ein bisschen weniger Ernte im Normalfall,
Andreas Jäger: aber dafür eben die Stromernte.
Andreas Jäger: Du musst dir so vorstellen, früher, als man Pferde hatte, also da ist sicher
Andreas Jäger: ein Viertel der Fläche für die Pferde bewirtschaftet worden.
Andreas Jäger: Also du hast ein Viertel der Fläche bewirtschaften müssen, damit die Pferde
Andreas Jäger: genug Futter haben, dass du überhaupt den Pflug dazu haben.
Andreas Jäger: Und da hast du jetzt sozusagen den Strom, womit du deinen Elektro tragst in Zukunft selber.
Andreas Jäger: Also das macht extrem viel Sinn. Also das macht die Bauern unabhängiger.
Andreas Jäger: Resilienter, weil wenn die Ernte und Flöten geht aus irgendeinem Grund,
Andreas Jäger: vielleicht ein Kartoffelkäfer oder irgendwas, ja dann Strom werde ich immer ernten.
Andreas Jäger: Also das ist schon etwas was einleuchtet und es ist ganz groß entkommen.
Andreas Jäger: Übrigens gibt es einen Gärtner, das ist in Wieselburg, im Mostviertel ist das dann glaube ich,
Andreas Jäger: also in Wieselburg gibt es einen Gärtner, der bietet so ein paar Flächen an,
Andreas Jäger: da kann man selber selbstständig Himbeeren und Heidelbeeren pflücken und der
Andreas Jäger: hat dort auch Panelen aufgestellt, betreibt quasi AgriPV und lässt unter den
Andreas Jäger: ein paar Nägeln, also die Himbeeren und die Heidelbeeren wachsen und jetzt kommt es,
Andreas Jäger: der hat schon die erste Saison hinter sich und hat gesagt, die Leute lieben
Andreas Jäger: es, weil sie nicht mehr in der prallen Sonne stehen. Das ist wirklich total geil.
Andreas Jäger: Also das ist, ich glaube, das ist selbsterklärend und der Trend ist nicht aufzuhalten.
Martin Puntigam: Wenn man unterwegs ist, sieht man viele Paneele, aber woran erkennt man den
Martin Puntigam: Unterschied, ob das Agri-PV ist oder ob das nur Stromerzeugung ist?
Andreas Jäger: Man kennt daran, wie tief sie unten sind. Also wenn sie sehr tief unten sind,
Andreas Jäger: wie es oft ist, dann sieht man es nicht so und so.
Andreas Jäger: Also es gibt halt immer noch genug, die das nicht wirklich verstehen.
Andreas Jäger: Dann kann da maximal Gras wachsen und dann Hase durchhoppeln. An denen sieht man es.
Martin Puntigam: Was ja für einen Hasen ganz gut ist, weil die sind ja Raubvögel ausgesetzt.
Andreas Jäger: Das ist ganz gut, aber auch der Hase hätte es lieber, das wäre ein bisschen
Andreas Jäger: höher, dann ist er immer noch geschützt vom Sichtschutz her gegen den Raubvogel,
Andreas Jäger: aber es kommt halt mehr Licht rein und es wird mehr wachsen.
Andreas Jäger: Also das ist schon ein großer Unterschied, ob das ein bisschen höher ist oder
Andreas Jäger: sehr, sehr flach am Boden ist.
Andreas Jäger: Also das ist der Unterschied. Aber AgriPV ist sozusagen das andere,
Andreas Jäger: da ist das Gras unten quasi ein Nebenprodukt und bei AgriPV ist ganz bewusst, wo ich sage,
Andreas Jäger: nein, ich betreibe unten Viehwirtschaft, ich lasse die Kühe unten rein oder
Andreas Jäger: die Schafe oder ich baue da Salat oder Kartoffeln oder was auch immer oder Himbeeren und Heidelbeeren.
Andreas Jäger: Das ist eben ganz die bewusste Entscheidung. Also da gibt es schon viele Beispiele.
Andreas Jäger: In Deutschland, in der Hallertau, 80 Prozent des deutschen Hopfens für Bier
Andreas Jäger: wird in Deutschland in der Hallertau angebaut.
Andreas Jäger: 80 Prozent und die Deutschen trinken Viehbier.
Martin Puntigam: In Österreich sind die Leute ja nicht schwach auf der Brust,
Martin Puntigam: wenn es ein Bier trinken geht.
Andreas Jäger: Nein, überhaupt nicht. Und da gibt es schon den Ersten, der betreibt der AGPV-Dork mit.
Andreas Jäger: Also der muss das, die wachsen ja, der Hopfen wächst richtig hoch.
Andreas Jäger: Der ständert jetzt auf sechs Meter auf. Und super Ergebnisse.
Martin Puntigam: Aber ist das dann nicht gefährlich, wenn es einmal einen richtigen Sturm gibt,
Martin Puntigam: wenn der da reinfahrt unter so hohe Paneele und so hohe Steher?
Andreas Jäger: Das muss man sturmsicher machen, ist überhaupt kein Problem.
Andreas Jäger: Kann man machen, muss man machen, ist ganz logisch. Das wird tief,
Andreas Jäger: da werden Sie ziemlich in den Boden reingerahmt.
Andreas Jäger: Das ist kein Problem. Das ist sogar das super Stichwort. Der Sturm ist oft in Verbindung mit,
Andreas Jäger: Mit Hagel vielleicht zum Beispiel. Und diese Paneelen sind natürlich auch ein super Hagelschutz.
Andreas Jäger: Also das hier zum Beispiel in der Steiermark, in den Obstgärten,
Andreas Jäger: da habe ich diese Doppelfunktion, dass ich dann durch die Paneelen keine Netze mehr brauche.
Martin Puntigam: Das wollte ich nämlich hier fragen. Und die Panele, die sind ja mittlerweile,
Martin Puntigam: ich sehe das ja nur ab und zu, wenn ich so Videos sehe von Energiemessen.
Martin Puntigam: Es gibt ja mittlerweile schon PV-Panele, die erstens nicht mehr so ausschauen
Martin Puntigam: wie PV-Panele, die man als Dachziegel quasi legen kann. Die schauen aus wie
Martin Puntigam: Dachziegel in dieser Terrakotta-Färbung und die auch hagelsicher sehen. Stimmt das?
Andreas Jäger: Also die Paneele sind, alle Paneele müssen bis zum Riesengrad hagelsicher sein.
Andreas Jäger: Also ich habe eine Zahl im Kopf, die müssen einen Hageleinschlag von drei,
Andreas Jäger: einen drei Zentimeter Hagel aushalten.
Andreas Jäger: Weil sonst sind die ja ständig kaputt.
Andreas Jäger: Also die sind per se sozusagen hagelsicher.
Martin Puntigam: Aber drei Zentimeter, das ist oft der Fall, dass es drunter ist.
Andreas Jäger: Meistens, wenn es drüber ist, hast du ein Pech.
Martin Puntigam: Okay, aber dann hat man ja sowieso ein Pech.
Andreas Jäger: Dann wäre es sowieso so. Dann ist es wirklich ein Versicherungsfall.
Andreas Jäger: Aber das ist auf jeden Fall. Und das andere ist die Optik.
Andreas Jäger: Und wenn man jetzt in den Steiermark die Bilder da kennt, also ob da schwarze
Andreas Jäger: oder weiße Netze drüber gespannt sind oder PV-Anlagen, das entstellt die Landschaft
Andreas Jäger: nicht mehr oder weniger. Ist es wirklich so?
Martin Puntigam: Ja, ich bin ja gar nicht dagegen. Ich finde, ja, also Leute,
Martin Puntigam: die sich über Windräder aufregen, weil man sie von der Autobahn aus sieht,
Martin Puntigam: das ist ein bisschen doof.
Andreas Jäger: Ja, wenn man mitten in der Schirchen, das ist wie wenn ich im ganz Schirchenhaus
Andreas Jäger: sitze und sage, wieso hat der Nachbar da ein Haus gebaut?
Andreas Jäger: Und er selber sitzt im Schirchsten. Ja, so ungefähr, ja.
Andreas Jäger: Aber trotzdem, man muss irgendwie betonen, weil die Leute glauben,
Andreas Jäger: man verschandelt die Landschaft.
Andreas Jäger: Das ist sowieso eine Kulturlandschaft. Und da muss man halt,
Andreas Jäger: natürlich muss man schauen, was man tut, aber im Großen und Ganzen,
Andreas Jäger: die Biologen lieben wirklich diese Agrib-PV-Geschichte, weil sie natürlich durch
Andreas Jäger: diese unterschiedliche Bescheinung des Bodens auch an,
Andreas Jäger: da werden einmal ganz andere Pflanzen, ich kann Biodiversität reinkriegen.
Andreas Jäger: Und die machen sehr oft, da wo die Steher sind, ich kann eine Gans hin.
Andreas Jäger: Da machen die Blühstreifen.
Andreas Jäger: Jetzt habe ich, wo ich vorher nur einen Acker hatte, wo ein Weizenhallm nach
Andreas Jäger: dem anderen gestanden ist, habe ich jetzt plötzlich Streifen drin,
Andreas Jäger: wo Blummel blühen und wo Schmetterlinge und Bienen fliegen können.
Andreas Jäger: Das ist tatsächlich der Fall und das ist einfach, es ist in Wirklichkeit eine
Andreas Jäger: extreme Verbesserung für alle.
Martin Puntigam: Jetzt betonen wir das eh auch regelmäßig in unserer Live-Sendung auf Radio FM4,
Martin Puntigam: wenn man einmal im Monat fragt die Science-Bas, das live zum Klimaveranstalten,
Martin Puntigam: da warst du auch schon vier- oder fünfmal zu Gast, dass wir es uns nicht mehr
Martin Puntigam: leisten können, keinen Klimaschutz zu betreiben.
Martin Puntigam: Weil das ist ja ganz gern das Argument, die Wirtschaft, was ein sehr amorpher,
Martin Puntigam: ungestalter, meistens nicht sehr präziser Begriff ist, die Wirtschaft,
Martin Puntigam: die braucht Unterstützung und erst wenn es der Wirtschaft gut geht,
Martin Puntigam: dann können wir uns vielleicht als Zierleiste Klimaschutz noch leisten.
Martin Puntigam: Das haben wir schon oft betont. Jetzt, wenn man seinen Bauernhof umrüstet auf
Martin Puntigam: AGRIPV, ist das wahrscheinlich eine ziemliche Investition.
Martin Puntigam: Das muss man ja stemmen. Wie kann man das schaffen als Bauer, Beierin?
Andreas Jäger: Also da braucht es tatsächlich und gibt Kredite und Förderungen. Das ist sowieso klar.
Andreas Jäger: Und ich muss halt einen entsprechenden Abnehmervertrag haben.
Andreas Jäger: Während die einen natürlich darüber jammern, dass jetzt Strom mehr Geld kostet,
Andreas Jäger: die anderen können so die anderen ihre Anlagen überhaupt finanzieren.
Andreas Jäger: Also das ist dann so dieses Mittel, das man braucht.
Andreas Jäger: Und es ist ja tatsächlich so, wenn ich eine AGREP-PV-Anlage mache,
Andreas Jäger: kostet mich ja das Aufständ dann mehr als die Paneele, viel mehr.
Andreas Jäger: Also die Aufstände, also das Eisen zu kaufen, ist viel teurer als die Paneele.
Andreas Jäger: Das muss gut investiert werden, aber es ist mit entsprechenden Förderungen natürlich
Andreas Jäger: ein extremer, ja, das ist ja eine Frage der Relienz und Autarkie.
Andreas Jäger: Wollen wir das oder wollen wir das nicht? Also PV hat jetzt weltweit so einen
Andreas Jäger: Siegeszug. Wir haben weltweit gesehen, in diesem vergangenen Jahr PV um 30 Prozent aufgelöst.
Andreas Jäger: Das musst du dir vorstellen. Vor dem, was es bis 2024 gab, haben wir ein Drittel
Andreas Jäger: noch einmal dazu geschaufelt.
Andreas Jäger: Natürlich vornehmlich in China, aber genauso auch bei uns in Europa und in Nordamerika.
Andreas Jäger: Und das ist schon das, was wir brauchen.
Andreas Jäger: Es ist einfach eine extrem sinnvolle
Andreas Jäger: Energieform, die nicht umsonst einen Ziegeszug um die ganze Welt macht.
Andreas Jäger: Speziell Afrika zum Beispiel. Also das macht nirgends Halt.
Martin Puntigam: Bevor wir dazu kommen, weil das ist die nahezu eleganteste Überleitung,
Martin Puntigam: die wir zu Frust und Backlash legen können.
Martin Puntigam: Es gibt ja nicht nur Ebenbauern, wie das glaube ich in der Steiermark heißt,
Martin Puntigam: ich weiß nicht, wie es in Vorarlberg heißen hat, also Bauern, die in der Ebene.
Andreas Jäger: Den Begriff kenne ich gar nicht, die kennen nur Bergbauern.
Martin Puntigam: Genau, und es gibt die Bergbauern. Also Bergbauern wohnen unter Umständen mitten
Martin Puntigam: in der Ebene, rundherum ist Ebene und dann sind die Hänge, aber an einer gewissen Steigung.
Martin Puntigam: Man braucht ja nicht unbedingt am Berg in der Nähe im Bergbauer zu sein,
Martin Puntigam: sondern es muss ja nur steil genug sein. Kann man Agri-PV als Bergbauer,
Martin Puntigam: Bergbauerin betreiben?
Andreas Jäger: Ja, absolut. Das geht ja mit Viehzucht genauso. Hänge, wenn die gut exponiert
Andreas Jäger: sind, also Richtung Süden, sind natürlich ideal für PV jetzt gerade zum Beispiel.
Andreas Jäger: Und du darfst nicht vergessen, der Bergbauer ist ja sehr oft,
Andreas Jäger: wenn er wirklich ein Bergbauer ist und relativ höher ist, ist ja der oft über
Andreas Jäger: dem Nebel. Also der hat ja überdurchschnittlich viel Sonne.
Andreas Jäger: Und wenn es kühler ist, funktioniert noch die Anlage viel besser.
Andreas Jäger: Also die verlieren extrem einen Wirkungsgrad, wenn es draußen plötzlich 35 Grad
Andreas Jäger: hat, geht ja der Wirkungsgrad von der PV-Anlage total zurück.
Andreas Jäger: Die gehen ja am besten, wenn es kalt ist. Die lieben Winterwetter mit klarem Sonnenschein.
Andreas Jäger: Also Agri-PV, natürlich kann man das genauso machen für Pfeil.
Martin Puntigam: Jetzt hast du vorher schon gesagt, PV hat einen Siegeszug angetreten,
Martin Puntigam: also Photovoltaik für alle, die PV als Abkürzung sich nicht ausverlängern können,
Martin Puntigam: was ja leicht sein kann, aber gleichzeitig,
Martin Puntigam: ich habe das schon ungefähr vor einem halben Jahr gelesen, der Reinhard Steurer
Martin Puntigam: hat das auf sein Blue Sky Konto verlinkt, ist das große Problem,
Martin Puntigam: die Energiewende gelingt bis zu einem gewissen Grad, es wird nachhaltiger, Energie wird.
Martin Puntigam: Umgehandelt natürlich, herstellen, damit man nicht wieder Schimpf aus der Physik
Martin Puntigam: kriegt, kann man ja Energie nicht.
Martin Puntigam: Aber diese Zuwächse an erneuerbarer Energie, die werden aufgefressen durch mehr Verbrauch weltweit.
Martin Puntigam: Das können Aufrüsten sein, das können Kriege sein und sehr viel Strom verbraucht KI.
Martin Puntigam: Das heißt, in Wirklichkeit gelingt das alles toll und 30 Prozent Zuwachs,
Martin Puntigam: das klingt auch beeindruckend, ist aber, so wie es ausschaut,
Martin Puntigam: nur obendrauf auf diesen fossilen Sockel, der deshalb nicht verschwindet?
Andreas Jäger: Ein bisschen ist es so. Also in Europa ist es nicht so. In Europa ist es tatsächlich
Andreas Jäger: so, dass wir den fossilen Sockel, zum Beispiel beim Kohlestrom,
Andreas Jäger: da sind wir um zwei Drittel runtergekommen in den vergangenen zehn Jahren,
Andreas Jäger: muss man sich das schon vorstellen.
Andreas Jäger: Also in Europa ist es tatsächlich so, weltweit gesehen ist es tatsächlich,
Andreas Jäger: dass dieser fossile Sockel sehr, sehr stabil ist, sogar leicht wächst.
Andreas Jäger: Aber den Großteil des zusätzlichen Energiebedarfs, und da gehören leider auch
Andreas Jäger: diese depperten Rechenzentren dazu, ist schon mit PV abgefangen worden.
Andreas Jäger: Aber das ist natürlich nicht der Sinn.
Andreas Jäger: Am Ende muss sozusagen, und das ist die schwierige Übung, PV und Wind, Wind nicht vergessen.
Andreas Jäger: Also ich war jetzt wieder auf einem neuen Windkraftwerk, das ist unglaublich.
Andreas Jäger: Die müssen am Ende das Fossil ersetzen, das ist sicher das Schwierige.
Andreas Jäger: Und die einzige Hoffnung, die da habe, ist über den Preis.
Andreas Jäger: Also das spielt sich jetzt gerade ab bei den Speichern. Wir haben jetzt einen
Andreas Jäger: irrsinnigen Speicher-Boom,
Andreas Jäger: also Stichwort vielleicht so Hybridkraftwerke, das heißt, du hast irgendwo viel
Andreas Jäger: PV oder viel Wind oder beides zusammen und du hast natürlich immer Probleme
Andreas Jäger: mit den Stromschwankungen und bufferst das über den Speicher ab.
Andreas Jäger: Mittlerweile ist der Speicher,
Andreas Jäger: billiger als das Gaskraftwerk. Und das ist neu.
Andreas Jäger: Das ist erst seit vielleicht einem Jahr, dass du das sagst rechnerisch,
Andreas Jäger: brauche ich das nicht mit Gas machen, das mache ich mit.
Andreas Jäger: Da kaufe ich mir eine große Anlage und mache das so.
Andreas Jäger: Also da passiert richtig viel, wo man dann in dem Fall wirklich auch Gas verdrängt.
Andreas Jäger: Also um das geht es. Und das ist eigentlich die schwierigste Übung.
Martin Puntigam: Das klingt faszinierend, rein technisch und klingt auch vernünftig,
Martin Puntigam: aber das Gas verdrängen geht ja nicht nur über den Preis, sondern das ist ja
Martin Puntigam: eine politische Angelegenheit.
Andreas Jäger: Da sind wir beim Trump. Der redet ja nur, bei Venezuela redet er ja nur davon,
Andreas Jäger: dass es um die Ölreserven geht und von mir aus auch Gas.
Andreas Jäger: Da sieht man das, dass Leute noch so denken und natürlich den Klima oder den
Andreas Jäger: Klimaeffekt oder CO2 überhaupt nicht auf der Rechnung haben.
Andreas Jäger: Die glauben, das stimmt alles nicht.
Andreas Jäger: Das ist noch das große Problem, das wir haben, aber trotzdem muss man mal anerkennen,
Andreas Jäger: dass dieser Druck, der von China kommt, im Sinne Jetzt wirklich positiv gemeint.
Andreas Jäger: Also wir haben das skaliert bis zum Umfallen, die haben die Technik verbessert bis zum Umfallen.
Andreas Jäger: Wir sind froh, wenn wir die PV-Panelen nach Afrika verscherben können und Afrika
Andreas Jäger: wird jetzt elektrifiziert.
Andreas Jäger: Das wollen wir schon ewig machen. Also der Großteil von Afrika ist in der Nacht dunkel.
Andreas Jäger: Wenn du auf das Satellitenbild schaust, ist ein Großteil von Zentralafrika,
Andreas Jäger: Schwarzafrika buchstäblich. Das ist schwarz in der Nacht, weil es da keinen Strom gibt.
Andreas Jäger: Und dezentrale PV und Wind, weil es ist viel dezentraler als das andere,
Andreas Jäger: viel dezentraler, viel leichter aufstellbar. Es revolutioniert gerade Afrika.
Andreas Jäger: Elektromobilität boomt in Afrika. VW baut Elektro-Traktoren in Afrika.
Andreas Jäger: Und zwar Traktoren, wo ich wirklich die Batterie einfach wechsle.
Andreas Jäger: Wenn du einen Hubschrauber vor ihr rein wechselst und du die neue rein,
Andreas Jäger: da fährt er den ganzen Tag.
Andreas Jäger: Das wird auch zu uns raufkommen. Also wir werden es von Afrika lernen.
Andreas Jäger: Also dort passiert irrsinnig viel. Also die Elektromotorräder in Ruanda und
Andreas Jäger: in Kenia, da gibt es, das boomt gewaltig.
Andreas Jäger: Also da gibt es dann, Afrika schreit nach Mobilität.
Andreas Jäger: Die wollen mobil sein. Aber Autos, das ist für die noch zu weit weg.
Andreas Jäger: Die sind schon froh, wenn sie sich ein Moped kaufen können. Und jetzt kommen die drauf.
Martin Puntigam: Also außer jetzt in den großen Städten.
Andreas Jäger: Ja, ja, ja.
Martin Puntigam: Die ein modernes Leben führen.
Andreas Jäger: Aber in der Masse sind es vor allem zwei Räder, die unterwegs sind.
Andreas Jäger: Also bei Autos ist noch viel Reserve. Also wenn die 100 Autos haben pro 1.000
Andreas Jäger: Einwohner, dann ist es viel.
Andreas Jäger: Die sind, glaube ich, bei 47 Autos pro 1.000 Einwohner. Wir sind bei 600 oder sowas.
Martin Puntigam: Also eigentlich eh ein Wunschziel in Wirklichkeit, wenn man von Europa schaut,
Martin Puntigam: weil wir müssen ja minimum die Hälfte Autos loswerden, damit wir überhaupt einigermaßen
Martin Puntigam: klimaneutral werden können.
Andreas Jäger: Aber du kannst ihnen nicht verbieten, dass sie auch mobil sein wollen.
Andreas Jäger: Ja, ja, klar. Und dann kommen afrikanische Anbieter, die bieten ihnen Motorräder
Andreas Jäger: an mit Wechselstationen und die brauchen zwei Minuten, um das Ding zu wechseln.
Andreas Jäger: Und es gibt viele kleine Unternehmen, Taxis, es gibt irrsinnig viele Motorrad-Taxis.
Andreas Jäger: Du fährst in Afrika nicht mit einem normalen Taxi oder du fährst mit dem Tuckstuck
Andreas Jäger: oder mit dem Motorrad, wenn du gar kein Geld hast.
Andreas Jäger: Und das sind viele Leute. Und da gibt es kleine Unternehmen,
Andreas Jäger: die jetzt diese Motorräder haben und sagen, ich spare mir 40 Prozent der Kosten
Andreas Jäger: im Vergleich zum alten Benzin-Moped. Weil das einfach natürlich,
Andreas Jäger: Sonne haben sie bis zum Umfallen, das ganze Jahr.
Andreas Jäger: Bis zum Umfallen, das ist einfach das Logische für Afrika und das setzt sich,
Andreas Jäger: das wird sich, wenn es politisch auch ein bisschen unterstützt wird,
Andreas Jäger: auf jeden Fall durchsetzen. Also in Ostafrika ein Riesenthema.
Martin Puntigam: Wenn du sagst, das Batteriewechsel, das hört man ja schon so lange,
Martin Puntigam: ich mir erinnern kann, dass von Elektromobilität die Rede ist,
Martin Puntigam: redet man davon, das Tanken ist so langwierig, so mühsam, man muss alles umrüsten.
Martin Puntigam: Aber das Konzept wäre quasi wie früher bei der Postkutsche, das Pferd wird ausgetauscht
Martin Puntigam: und dann geht es weiter. Und dann hört man immer wieder mal oder liest man,
Martin Puntigam: bin ja in den Ländern nicht persönlich.
Martin Puntigam: In Japan gibt es das schon, da sind sie jetzt schon so weit,
Martin Puntigam: da funktioniert das fürs Auto schon.
Martin Puntigam: Aber wenn du sagst, für Traktoren, die ja viel mehr Energie brauchen als ein
Martin Puntigam: Personenkraftwagen, da funktioniert das schon.
Martin Puntigam: Und in Österreich wird aber am Mordstrom Geld ausgegeben, um die Tankseileninfrastruktur
Martin Puntigam: für Elektromobilität auszubauen. Widerspricht sich das nicht?
Andreas Jäger: Ah, das widerspricht sich nicht, weil wir sind natürlich nicht bereit,
Andreas Jäger: so ein Auto zu akzeptieren, das vorne nur einen Käfig hat, weil der Traktor
Andreas Jäger: und das Motorrad schaut so.
Andreas Jäger: Stell dir ein Motorrad vor, statt dem Motorblock ist eine gelbe große Batterie in einem Kasten drin.
Martin Puntigam: Mhm.
Andreas Jäger: Und das schaut dann auch so aus, in einem unverbauten, ich sehe ein Motorrad,
Andreas Jäger: das vorne so einen gelben Koffer drin hat und das Ding wird einfach schnell
Andreas Jäger: raus und das neue reingeschoben.
Andreas Jäger: Also an der Tankstelle mit normalen Tanken bist du nicht schneller,
Andreas Jäger: als die die Batterie ausgetauscht haben. Das geht zack, zack.
Andreas Jäger: Und die haben in Ruanda überall Ladestationen in der Hauptstadt.
Andreas Jäger: Aber es ist optisch natürlich, wir sind das Ganze anders gewohnt.
Andreas Jäger: Also das Auto muss so individuell wie möglich sein und so schnittig. Ach, Quatsch.
Martin Puntigam: Alle Autos sind entweder rot oder weiß oder schwarz und alle schauen gleich
Martin Puntigam: aus. Also so individuell sind die Autos in Wirklichkeit überhaupt nicht.
Andreas Jäger: Stimmt, aber die Hersteller haben sich halt nicht einigen können auf so einen
Andreas Jäger: Standard, dass man das wechselt und ich befürchte, es wird auch nicht mehr passieren.
Martin Puntigam: Weil es ist eine Stilfrage, wenn man sich anschaut, die Kaffeehäuser von vor
Martin Puntigam: 40, 50 Jahren haben ganz anders ausgeschaut,
Martin Puntigam: als diese Coffeeshops heutzutage ausschauen und das ist alles viel karger und
Martin Puntigam: ist dann ein anderer Stil und ist so eine ganz schlichte, fast frugale Eleganz,
Martin Puntigam: aber hat es ja durchgesetzt für eine gewisse Klientel.
Martin Puntigam: Also wenn man stilistisch arbeiten möchte, es arbeiten ja fast alle Anbieter über den Preis.
Martin Puntigam: Wenn das so viel billiger ist, dann schaut es halt anders aus und auf einmal
Martin Puntigam: ist das, was anders ausschaut und vorher schierig war, besser,
Martin Puntigam: weil es billiger ist und dann hat
Martin Puntigam: es sich durchgesetzt und wenn es sich durchgesetzt hat, dann gilt es halt.
Andreas Jäger: Was hat der elendige Musk gemacht, der Elon Musk?
Andreas Jäger: Was hat er gemacht? Der hat ja diesen gordischen Knoten von,
Andreas Jäger: die anderen haben gesagt, wir brauchen zuerst das Tanknetz. Nein,
Andreas Jäger: wir brauchen zuerst das Auto.
Andreas Jäger: Als ich immer geschrieben habe, die, die das Netz, die Ladeinfrastruktur machen
Andreas Jäger: sollten, haben gesagt, wenn es kein Auto gibt, dann mache ich keine Ladeinfrastruktur.
Andreas Jäger: Und die anderen haben gesagt, ich mache kein Auto, wenn es keine Ladeinfrastruktur
Andreas Jäger: gibt. Und der Musk, das war eigentlich seine Leistung, hat nicht nur das Auto
Andreas Jäger: gebaut, sondern das Netz gleichzeitig.
Andreas Jäger: Er hat gesagt, okay, wenn ihr deppert seid, baue ich das Auto und die Ladestationen.
Andreas Jäger: Und diesen Hersteller, der sagt, weil du musst ja dann irgendwo diese Wechselstationen,
Andreas Jäger: wie es für Motorräder in Ruanda gibt, die musst du euch irgendwo bauen.
Andreas Jäger: Also du musst sagen, da hast du das Auto und ich stelle dir auch die Infrastruktur zum Wechseln.
Andreas Jäger: Also du willst nach Innsbruck fahren oder nach München und dann kannst du dort
Andreas Jäger: und dort das tauschen. Und der Aufwand ist halt groß.
Andreas Jäger: Der ist wahrscheinlich größer, als einfach nur eine Elektrosteckdose zur Verfügung zu stellen.
Martin Puntigam: Okay, weil gebaut wird ja und das braucht auch Platz.
Martin Puntigam: In vielen Tankstellen an der Autobahn gibt es Ladestationen und zwar brauchen
Martin Puntigam: die viel Platz mittlerweile von dem Stellplatz, den die Tankstellen rundherum haben.
Martin Puntigam: Dann gibt es diese großen Asfinag-Parkplätze in Österreich mittlerweile.
Martin Puntigam: Asfinag ist die Autobahn- und Schnellstraßenbetreiber AG in Österreich.
Martin Puntigam: Die bauen große Parkplätze, damit da Lkw-Fahrer übernachten können mit ihren
Martin Puntigam: Gefährten und damit man nicht jedes Mal was kaufen muss oder was zahlen muss, wenn man aufs Klo geht.
Martin Puntigam: Also da wird ja viel gebaut und viel umgebaut. Da ist es einfacher,
Martin Puntigam: eine Ladestation hinzubauen als eine Wechselstation.
Andreas Jäger: Hätte ich jetzt gesagt, dass das wirklich einfacher ist.
Andreas Jäger: Und es war natürlich, weißt du, was das für ein Kampf war, bis die sich auf
Andreas Jäger: einen einheitlichen Stecker geeinigt haben.
Martin Puntigam: Ja.
Andreas Jäger: Das hat einmal 10, 15 Jahre dauert, bis die alle gesagt haben.
Andreas Jäger: Und jetzt haben alle den kleinen Stecker. Aber das war ein Kampf.
Andreas Jäger: Jetzt überleg dir einmal, du müsstest dann wirklich eine einheitliche Batterie
Andreas Jäger: haben. Die muss eine einheitliche Größe haben.
Andreas Jäger: Und jetzt ist ja die Batterie in den Elektroautos ein tragender Teil der Struktur.
Andreas Jäger: Das ist ja jetzt irgendwie Surfboard, irgendwie bauweise.
Andreas Jäger: Da ist unten die Batterieplatte und das ist sie mittlerweile.
Andreas Jäger: Ohne Batterie fällt das ganze Ding zusammen.
Andreas Jäger: Das ist ja so gut eingebaut und so geschickt eingebaut, von dem her ganz faszinierend,
Andreas Jäger: dass du das nicht mehr tauschen kannst.
Andreas Jäger: Du müsstest ja eine Norm haben, dass du sagst, ein kleines Auto hat eine Batterie
Andreas Jäger: und ein großes und ich kann da bis zu fünf, sechs Batterien,
Andreas Jäger: die irgendwelche rechteckige, irgendwelche Quader wären, müsstest du ja reinschieben. Das,
Andreas Jäger: Sich darauf zu einigen, das war, glaube ich, kaum möglich.
Martin Puntigam: Das ist ein statisches Problem und natürlich ein Normproblem,
Martin Puntigam: weil bei Druckerpatronen hat man dasselbe Problem.
Martin Puntigam: Da sind die Hersteller noch mächtig genug und können es sich leisten,
Martin Puntigam: jedes Mal einen halben Millimeter abzuweichen und schon muss man wieder diese
Martin Puntigam: sauteure Druckerkartusche kaufen.
Andreas Jäger: Und keiner zwingt sie, du siehst ja, wie es beim Handy ist, beim USB-C.
Andreas Jäger: Also wie lange hat es gedauert und Gott sei Dank haben wir es jetzt geschafft,
Andreas Jäger: dass wirklich jedes neue Handy, egal welche Marke, den gleichen Stecker hat.
Andreas Jäger: Aber das war ja vorher furchtbar.
Andreas Jäger: Und das hat halt keiner geschafft. In Wirklichkeit würde das nur mit Druck von
Andreas Jäger: oben gehen. Dass man zwingt, sagt, okay, ihr macht jetzt alle genau die gleiche.
Andreas Jäger: Wir wollen nur ein Elektroautos, wo man die Batterien wechseln kann.
Andreas Jäger: Und dazu müsst ihr euch jetzt auf einen Standard einigen.
Martin Puntigam: Fertig. Weil gehen tut das ja, das sieht man ja bei den Notebooks und bei den Rechnern.
Martin Puntigam: Dort muss man ja, oder bei den Tablets, muss man ja in, weiß nicht,
Martin Puntigam: Stichtag 2030 oder 35, keine Ahnung, wo der Stichtag ist, muss man ja den Akku
Martin Puntigam: tauschen können, aber den Handys wieder.
Andreas Jäger: Das habe ich gar nicht gewusst.
Martin Puntigam: Ja, ja. Es ist nicht nur, die Stecker sind vereinheitlicht worden,
Martin Puntigam: sondern der Akku muss wieder tauschbar werden.
Andreas Jäger: Ja.
Martin Puntigam: Und dort sind die auch so eingebaut, dass du keine Chance hast.
Martin Puntigam: Also den Tablet-Computer, auf den wir aufnehmen gerade, den kann man anschauen
Martin Puntigam: und kann man sich hinknien oder Kerzel anzünden, aber man wird den Akku nicht tauschen können.
Andreas Jäger: Aber es ist immer noch nicht der gleiche Akku, der schrägt es immer viel größer.
Andreas Jäger: Dass du sagst, ich muss theoretisch, wenn mein Akku kaputt ist,
Andreas Jäger: von deinem, dir den Akku klauen können.
Andreas Jäger: Und von deiner Maschine in meiner und das ist...
Martin Puntigam: Oder borgen können.
Andreas Jäger: Oder ja, oder borgen können. Aber du weißt, dass ich meine, da sind wir noch von dem weit weg.
Andreas Jäger: Da geht es nur mal darum, dass du ein paar Schrauben wieder hintust, dass ich es aufmache.
Andreas Jäger: Aber das ist ja weit weg. Das ist ja trotzdem ein komplett anderer Akku.
Andreas Jäger: Wahrscheinlich sogar, wenn es vom gleichen Hersteller zum Ding ändert,
Andreas Jäger: sich das wahrscheinlich, könnte ich mir vorstellen. Ich bin jetzt nicht sicher.
Martin Puntigam: Der erste Schritt ist gelungen, nämlich, dass es wenigstens Elektroautos gibt,
Martin Puntigam: mit denen man mit Strom fahren kann, auch wenn der Strom noch nicht überall
Martin Puntigam: nachhaltig produziert wird.
Martin Puntigam: Aber dass das einheitlich wird und dass man damit überall hinfahren kann und
Martin Puntigam: so wie bei der Währungsunion vielleicht sogar in jedes Land und eine Batterie
Martin Puntigam: in Windeseile tauschen kann, da sind wir noch weit entfernt davon.
Martin Puntigam: Und neben diesen gigantischen Rechenzentren, die möglicherweise ja in ein paar
Martin Puntigam: Jahren niemand mehr brauchen wird können oder auch schon, man weiß es ja nicht.
Martin Puntigam: Also mir hat erzählt auf einer Tagung jemand, dass diese Infrastruktur,
Martin Puntigam: die gebaut worden ist in der sogenannten IT-Blase, die Dotcom-Blase,
Martin Puntigam: da ist Infrastruktur gebaut worden, weil man gedacht hat, jetzt geht alles durch
Martin Puntigam: die Decke, dann ist diese Blase geplatzt, die Infrastruktur ist geblieben.
Martin Puntigam: Und nur aufgrund dieser Infrastruktur haben sie Portale wie YouTube entwickeln
Martin Puntigam: können, die diese Bandbreite brauchen.
Martin Puntigam: Sonst hätten die keine Chance gehabt, neben einem normalen Wirtschaftsverkehr
Martin Puntigam: sie überhaupt durchzusetzen, weil es halt diese Bandbreite nicht gegeben hätte.
Martin Puntigam: Das heißt, diese Rechenzentren, wo jetzt alle vollkommen zurecht die Hände über
Martin Puntigam: den Kopf zusammenschlagen, außer die, die daran verdienen,
Martin Puntigam: weil die so viel Strom verbrauchen, so viel Wasser verbrauchen,
Martin Puntigam: so viel Land verbrauchen und eigentlich was befeuern, was man so,
Martin Puntigam: wie es betrieben wird, momentan überhaupt
Martin Puntigam: noch nicht brauchen kann für den gesellschaftspolitischen Fortschritt.
Martin Puntigam: Die wird man ja vielleicht einmal brauchen, aber die sind momentan noch ein
Martin Puntigam: Teil dessen, was die erneuerbare Energie diesen Fortschritt wegfrisst,
Martin Puntigam: aber auch Elektromobilität und natürlich auch Klimaanlagen. Das kommt ja dazu.
Andreas Jäger: Die Klimaanlagen sind ja, was die KI betrifft, diese Rechenanlagen haben mittlerweile
Andreas Jäger: einen Strombedarf 2024 gehabt, von 1,5 Prozent des weltweiten Strombedarfs.
Andreas Jäger: Also das finde ich schon unglaublich.
Andreas Jäger: Also das ist eine Gewaltszahlung. Das ist 2024. Dabei hat es jetzt 2025.
Andreas Jäger: Ist also noch einmal gewaltig noch. Die Investitionen an Milliardenhöhe sind da weitergegangen.
Andreas Jäger: Also das ist eine große Geschichte. Und die Klimaanlagen sind das nächste Problem.
Andreas Jäger: Und da haben wir natürlich die direkte Kopplung an den Klimawandel.
Andreas Jäger: Also wir wissen, dass es Milliarden von neuen Klimaanlagen brauchen wird,
Andreas Jäger: um den Temperaturen, die auf uns zukommen, standzuhalten.
Andreas Jäger: Und es ist auch in Österreich, der war noch Klimaanlagen sicher auch sehr groß.
Martin Puntigam: Es ist einerseits praktisch, weil nämlich die Klimaanlagen, die je nach gut
Martin Puntigam: funktionieren, zum Beispiel diese Innenraum-Klimaanlagen kann man billig kaufen
Martin Puntigam: mittlerweile, weil alle gerne Außen-Klimaanlagen haben.
Martin Puntigam: Oder wenn man Glück hat und man wohnt, so dass man Wärmepumpe installieren kann,
Martin Puntigam: kann man die, glaube ich, als Klimaanlage verwenden, oder?
Andreas Jäger: Ich kann sozusagen Solar Cooling ist dann das Stichwort. Dass ich sage,
Andreas Jäger: wenn die Sonne scheint und es heißer ist, dann betreibe ich damit meine Wärmepumpe und kühle.
Andreas Jäger: Also das ist die einzige sinnvolle Form in Wirklichkeit, dass man sagt,
Andreas Jäger: ja, dann nutze ich das und kühle es so und nicht so, wie es jetzt ist.
Martin Puntigam: Und das wird noch dazukommen und viel Strom verbrauchen und dann gibt es noch
Martin Puntigam: einen Punkt, der selten angeführt wird, aber ab und zu schon.
Martin Puntigam: Aber ich glaube, da ist es schwieriger Daten zu kriegen, nämlich dieses Crypto-Mining,
Martin Puntigam: das ja auch sehr viel Strom verbraucht.
Andreas Jäger: Oder?
Martin Puntigam: Oder sind das Zahlen, die zu hoch geschätzt sind?
Andreas Jäger: Nein, nein, da gab es mal die Zahl, dass es so viel Strom verbraucht,
Andreas Jäger: wie Stromverbrauch von Argentinien hat, das Kryptomining.
Andreas Jäger: Das sind ja die beiden Sachen, die man eigentlich vor 15 Jahren,
Andreas Jäger: 20 Jahren sicher nicht auf der Rechnung hatte.
Andreas Jäger: Also vor 20 Jahren hat keiner an Bitcoin gedacht, dass das Schürfen wahnsinnig
Andreas Jäger: viel Rechenleistung braucht und damit Strom braucht.
Andreas Jäger: Und vor 20 Jahren hat schon gar kein Mensch daran gedacht, dass man KI so eine
Andreas Jäger: Rechenleistung braucht. Also das ist das, was uns eigentlich wirklich in die
Andreas Jäger: Quere kommt beim Klimaschutz. Das ist ein echtes Problem.
Andreas Jäger: Wir wären natürlich wesentlich weiter, wenn es das nicht gäbe.
Andreas Jäger: Aber da nützt es Lamentieren nichts.
Martin Puntigam: Also Österreich ist ja diesbezüglich auch keine große Macht,
Martin Puntigam: aber du hältst viele Vorträge auch bei Firmen.
Martin Puntigam: Gibt es da Bewusstsein oder zum Beispiel Grundsatz?
Martin Puntigam: Also Kryptowährungen braucht kein Mensch. Die sind eigentlich im Wesentlichen
Martin Puntigam: für Geldwäsche da und Steuerhinterziehung.
Martin Puntigam: Wenn man es einmal sehr defidistisch bezeichnen möchte, das kann man eigentlich
Martin Puntigam: von heute auf morgen einstellen, aber gibt es da irgendwelche Bestrebungen, das bleiben zu lassen?
Martin Puntigam: Reden da Menschen von größeren Firmen, CEOs und so weiter, die sich mit Strom,
Martin Puntigam: erneuerbarer Energie, mit Energiewende beschäftigen, wo du deine Vorträge zum
Martin Puntigam: Teil hältst, reden die darüber, dass man das eigentlich loswerden müsste?
Andreas Jäger: Gar nicht wirklich. Das ist ein Problem, das ziemlich ausgeblendet wird,
Andreas Jäger: obwohl es sehr bekannt ist und jeder weiß das, wird es mal sehr ausgeblendet.
Andreas Jäger: Übrigens ist es mit den Kryptowährungen gar nicht so einfach.
Andreas Jäger: Also wenn du jetzt zum Beispiel, du bist in irgendeinem furchtbaren Land,
Andreas Jäger: irgendwo in einem autokratischen Land und du musst flüchten,
Andreas Jäger: weil du sonst irgendwie ins Gefängnis kommst mit der gesamten Familie und wenn
Andreas Jäger: du dann deine Ersparnisse in
Andreas Jäger: Kryptowährungen hast, ist das sozusagen das sicherste Geld, was es gibt.
Andreas Jäger: Weil da musst du nichts mitnehmen, du musst nur den Code, du unter Umständen
Andreas Jäger: merkst dann, wenn du brutal bist, merkst dann.
Andreas Jäger: Und dann, egal in welchem Land du bist, hast du Zugriff auf dieses Geld.
Andreas Jäger: Also das ist in solchen Ländern mit so unsicheren Währungen sehr, sehr beliebt.
Andreas Jäger: Das darf man gar nicht vergessen. Das ist ganz witzig. Das hat mehrere Aspekte. Es ist nicht so einfach.
Andreas Jäger: Und die Frage ist nur, ob man dieses Mining irgendwie vom Stromverbrauch runterkriegt.
Martin Puntigam: Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das schon so weit fortgeschritten,
Martin Puntigam: dass es immer schwieriger wird, ein Coin herzustellen, dass du immer länger rechnen musst.
Martin Puntigam: Also wird der Stromverbrauch zwangsläufig steigen, egal wie man das anstellt,
Martin Puntigam: weil einfach der Prozess schon so weit fortgeschritten ist.
Andreas Jäger: Da müsste man jetzt Experte sein, aber ich weiß nur, es gibt eine endliche Summe
Andreas Jäger: an Coins und irgendwann sind die mal ausgemeint.
Andreas Jäger: Irgendwann sind die alle ausgegraben. Was machen sie dann? Weil wenn die mal
Andreas Jäger: ausgegraben sind, braucht es theoretisch ja keinen Strom mehr, um die auszugraben.
Andreas Jäger: Also da müsste man mal eine eigene Sendung drüber machen.
Martin Puntigam: Ja, aber da weiß ich nicht, ob es dann nicht mehr genug Coins gibt und ob die
Martin Puntigam: immer schwieriger zu meinen werden.
Andreas Jäger: Also sie werden immer schwieriger, absolut richtig. Und du musst auch ständig,
Andreas Jäger: sobald der Computer ein halbes Jahr alt ist, kannst du wegschmeißen,
Andreas Jäger: weil dann ist er nicht mehr schnell genug und bringt nicht mehr Leistung.
Martin Puntigam: Und das bringt uns zum nächsten Thema. Und das ist ein Problem,
Martin Puntigam: wo wir, aber das hat man jetzt beim Zuhören gemerkt,
Martin Puntigam: beide keine wirklichen Fachkräfte sind, aber über so gediegenes Viertel- bis
Martin Puntigam: Halbwissen verfügen und im Brust unter Überzeugung darüber reden.
Martin Puntigam: Was man aber wissen kann, beziehungsweise immer wieder liest zumindest,
Martin Puntigam: ist, dass diese großen KI-Rechenzentren extrem viel Wasser verbrauchen.
Martin Puntigam: Wofür brauchen die das? Für die Kühlung rein?
Andreas Jäger: Hauptsächlich für die Kühlung. Eigentlich für die Kühlung brauchen die sehr
Andreas Jäger: viel Wasser, um die Strom zu betreiben und dann entsteht wahnsinnig viel Abwärme.
Andreas Jäger: Das ist eigentlich der Grund.
Martin Puntigam: Und die Abwärme könnte man ja eigentlich verwenden, wenn die Speicherbatterien
Martin Puntigam: so viel billiger geworden sind, könnte man diese Abwärme eigentlich speichern?
Martin Puntigam: Das geht oder das wird nur mit Wasser abgeführt und verschwendet?
Andreas Jäger: Das ist natürlich das Billigste und das wird oft gemacht. Das Abwärmeproblem
Andreas Jäger: hast du in der Industrie immer.
Andreas Jäger: Und dann ist immer die Frage, hänge ich mich da jetzt ran an diese Abwärme? Nutze ich die aus?
Andreas Jäger: Wie stabil ist denn? Also wird diese Firma, also wenn ich jetzt damit eine Kleinstadt
Andreas Jäger: versorge mit Wärme, mit Raumwärme versorge, dann muss das aber auch stabil arbeiten.
Andreas Jäger: Die können dann nicht sagen, oh, jetzt haben wir gerade, jetzt ist der Zusammenbruch
Andreas Jäger: der KI-Industrie und wir stellen das Werk ein, dann steht die Gemeinde da mitten
Andreas Jäger: im Winter mit kalten Wohnungen.
Andreas Jäger: Und ich glaube, dass das oft das Problem ist, weil der Standort und die Zuverlässigkeit,
Andreas Jäger: kann man sich auf das, ist das reliable, kann man sich auf das verlassen.
Andreas Jäger: Ich glaube, dass das oft so ein Punkt ist, wo es sich beißt.
Andreas Jäger: Aber tatsächlich könnte man natürlich die Wärme verwenden.
Andreas Jäger: Absolut. Da gibt es noch...
Martin Puntigam: Da wird viel geforscht. Peter Weinberger, Chemiker im Ensemble der Science Pastors,
Martin Puntigam: ist da unter anderem in mehreren Forschungsprojekten drinnen,
Martin Puntigam: die den kuriosen Kürzelnamen TCM haben,
Martin Puntigam: was aber nichts anderes bedeutet als thermochemische Materialien.
Andreas Jäger: Ah, thermochemische Materialien, nicht traditionelle chinesische Medizin.
Martin Puntigam: Nein, nicht der esoterische Schaß, sondern Wissenschaft und die sind schon relativ weit.
Martin Puntigam: Das Prinzip haben wir in einer unserer TV-Sendungen, ich kann das gerne in den
Martin Puntigam: Shownotes verlinken, auch schon einmal.
Martin Puntigam: Illustriert eben, dass es im Wesentlichen dasselbe wie Kalkbrennen und Kalklöschen,
Martin Puntigam: dass man halt durch Zu- und Abgabe und Wegnahme die Energie transportierbar macht.
Andreas Jäger: Dass man sie aufgenommen wird und dann wieder einen anderen Prozess frei.
Martin Puntigam: Genau. Da haben wir mehrere Folgen schon aufgenommen, weil es so schrittweise
Martin Puntigam: vorangegangen ist. Da hat man zuerst ein Material finden müssen,
Martin Puntigam: das das in vielen Zyklen kann.
Martin Puntigam: Dann haben sie am Anfang einen Denkfehler. Denkfehler ist halt Forschung, Grundlagenforschung.
Martin Puntigam: Haben sie gedacht, man muss das groß bauen. In Wirklichkeit sind es draufgekommen,
Martin Puntigam: man macht sehr viele kleine Einheiten und sind dann über die Mikrofluidik fündig
Martin Puntigam: geworden. Also da forschen auf der ganzen Welt.
Martin Puntigam: Forschungsgruppen ist alles Grundlagenforschung, die langsam in die Anwendung kommt.
Martin Puntigam: Und natürlich jetzt, weil es Klimakrise gibt, geht es ein bisschen schneller.
Martin Puntigam: Aber vor 20 Jahren hat der Peter gesagt, da hat sich noch niemand dafür interessiert,
Martin Puntigam: weil da war das Gas noch so billig.
Andreas Jäger: Kannst du dich noch an Death Attack erinnern? In diesen Nullerjahren,
Andreas Jäger: als die großen Firma wie Siemens diese großen Player gesagt haben,
Andreas Jäger: ja, in Afrika müssen wir nur so eine kleine Fläche sozusagen mit PV erstatten
Andreas Jäger: und dann haben wir genug Energie, um den Strom für ganz Europa zu haben.
Andreas Jäger: Und dann war immer die Geschichte, wie kriege ich das rauf?
Andreas Jäger: Also mache ich es über Leitungen oder mache ich es irgendwie chemisch so mit
Andreas Jäger: solchen TCM-Materialien oder Methoden?
Andreas Jäger: Und das war sehr spannend. Das hat übrigens einen neuen Aufwind jetzt gekriegt.
Andreas Jäger: Weil damals, als wir in den Nullerjahren das geplant haben, war ja eigentlich
Andreas Jäger: Wind und PV noch sehr, sehr teuer.
Andreas Jäger: Und jetzt sind ja Wind und PV mit Abstand die billigsten Energieformen.
Andreas Jäger: Es gibt nichts Billigeres.
Andreas Jäger: Und eigentlich, und damals war es ja in Verruf. Das ist ja wie Neokolonialismus.
Andreas Jäger: Und das ist ja sehr in Verruf gekommen, das Projekt.
Andreas Jäger: Aber jetzt wäre es eigentlich wieder spannend, das anzudenken.
Andreas Jäger: Das wird lustigerweise zum Beispiel, da geht es aber jetzt darum,
Andreas Jäger: Ich müsste sozusagen, der beste Weg wäre, das über Gleichstromleitungen zu machen,
Andreas Jäger: weil du kannst Strom relativ gut über Gleichstrom mit relativ wenig Verlusten transportieren.
Andreas Jäger: Und man könnte das auch, müsste es nicht in Afrika machen, man könnte es in Südspannien machen.
Andreas Jäger: Und da zum Beispiel stellen sich dann die Franzosen dagegen,
Andreas Jäger: weil die sagen, na, so billiger Strom, das gefährdet wieder unsere eigene Stromindustrie sozusagen.
Andreas Jäger: Also wir müssten politisch nur irgendwie das Ganze unter den Hut kriegen oder
Andreas Jäger: uns einig werden, wir hätten die Energiequelle eigentlich vor der Haustür mit
Andreas Jäger: Nordafrika und mit Spanien, Süditalien.
Martin Puntigam: Politisch ist das alles. Politische Argumente hat es immer gegeben,
Martin Puntigam: dass ja nicht alle Länder politisch gleich stabil sind.
Martin Puntigam: Beziehungsweise selbst wenn sie stabil sind, sind sie oft Autokratien.
Martin Puntigam: Und wie man jetzt sieht, selbst wenn sie Autokratien sind, können andere Autokratien
Martin Puntigam: von einem Tag auf den anderen über sie herfallen und den Regierungschef entführen.
Martin Puntigam: Und dann wechseln natürlich die Eigentümer und dann ist die Stromversorgung
Martin Puntigam: vielleicht billig und einfach, aber den Strom zu transportieren wird dann schwieriger.
Andreas Jäger: Und da bist du auch wieder preisbar und eben nicht autark. Trotzdem,
Andreas Jäger: eines ist ganz klar, wir werden Energie einer gewissen Menge immer importieren
Andreas Jäger: müssen, denke ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir autark werden können.
Martin Puntigam: Ja, weil eben, also zu 100 Prozent, für jetzt endlich hin aufs Wasser.
Martin Puntigam: Wir haben in Österreich einen sehr hohen Anteil an sogenannter erneuerbarer
Martin Puntigam: Energie, was unter anderem deshalb sehr gut gelingt, weil wir sehr viel Wasserkraft haben.
Martin Puntigam: Aber in so trockenen Sommern wie vor ein paar Jahren, weil die Jahreszahl nicht
Martin Puntigam: mehr genau auswendig ist, gibt es wenig Wasser.
Martin Puntigam: Irgendwann werden die Gletscher auch weg sein, dann gibt es wenig Schmelzwasser,
Martin Puntigam: nämlich weniger und dann gar keins mehr.
Martin Puntigam: Und dann gibt es auch keine Wasserkraft mehr, weil dann kann man halt keine
Martin Puntigam: Wasserkraftwerke mehr betreiben, wenn die ganzen Stauseen leer oder nur halbvoll sind.
Martin Puntigam: Dann werden ja die Turbinen kaputt, wenn ich das richtig verstanden habe.
Martin Puntigam: Das ist natürlich ein Riesenproblem in der Autarkie.
Martin Puntigam: Und dazu gibt es die Schlagzeile, dass die Vereinten Nationen in einem Bericht
Martin Puntigam: das Zeitalter des globalen Wasserbankrots ausgerufen haben.
Martin Puntigam: Das klingt sehr dramatisch und wenn man in Österreich sitzt und sich denkt,
Martin Puntigam: der letzte Sommer, der war so verregnet und jetzt ist auch so kalt und es schneit,
Martin Puntigam: Schnee in den Städten hat es schon so lange nicht mehr gegeben,
Martin Puntigam: weiße Weihnachten das letzte Mal vor 10, 15 Jahren, denkt man,
Martin Puntigam: ist ja alles halb so schlimm.
Martin Puntigam: Aber wie ist denn die Situation tatsächlich?
Martin Puntigam: Ist es in vielen Gegenden, wo nicht KI-Rechenzentrum steht, sondern wo die Menschen
Martin Puntigam: ganz normal vor sich hin leben, also was halt immer normal dann ist in der Gegend,
Martin Puntigam: ist es tatsächlich schon so prekär? Ja, anscheinend.
Andreas Jäger: Die Zahlen gehen ganz genau in die Richtung, wenn man sich die Studien anschaut,
Andreas Jäger: dass Wasser, ein Süßwasser, das man halt so auch verwenden kann,
Andreas Jäger: und dann halt Wasser am Ende und für die Landwirtschaft und so,
Andreas Jäger: dass wir da eine komplette Übernutzung haben.
Andreas Jäger: Also du musst dir einfach vorstellen, das Wasser muss irgendwie in den Fluss kommen.
Andreas Jäger: Österreich ist quasi ein Auslaufmodell. Also du musst dir vorstellen,
Andreas Jäger: es regnet, das Wasser kommt von oben rein und das Wasser, das Niederschlagswasser,
Andreas Jäger: Schnee, Regen, versickert in den Untergrund und füllt den ganzen Grundwasserkörper.
Andreas Jäger: Und wenn der sehr voll ist, dann entleert er sich über die Flüsse und so.
Andreas Jäger: Also am Ende leben wir davon, dass wir viel zu viel Input haben von oben,
Andreas Jäger: weil die Alpen so ein Regenfänger sind und dann fließt es eben raus.
Andreas Jäger: Also wir exportieren ja wesentlich mehr Wasser, als bei uns reinfließt,
Andreas Jäger: weil einfach die Alpen so viel Regen auffangen.
Andreas Jäger: Also wir produzieren mit den Alpen, den Wolken auffangen, extrem viel Wasser.
Andreas Jäger: Bei uns fließt, glaube ich, dreimal so viel Wasser raus.
Andreas Jäger: Also nicht glaube ich. Bei uns fließt, glaube ich, dreimal so viel Wasser raus.
Andreas Jäger: Die Zahl, die größten sind etwa dreimal als Hype.
Andreas Jäger: Etwa viermal so viel Wasser wie reinfließt, fließt aus Österreich wieder raus.
Andreas Jäger: Lauter, dass die Alpen eben so ein Wasserfänger sind. Das ist die Luxussituation, die wir haben.
Andreas Jäger: Aber das heißt, die Wasserreserven hast du immer irgendwo unten im Boden,
Andreas Jäger: in Aquifäern, so einem Grundwasser quasi.
Andreas Jäger: Und dieses Grundwasser wird halt konsequent weltweit ausgebeutet.
Andreas Jäger: Also wir haben einfach sehr viele Menschen
Andreas Jäger: und vor allem ein unglaubliches Wirtschaftswachstum überall auf der Welt.
Andreas Jäger: Wir sind alle reicher, wir haben alle mehr Klamotten und wir essen mehr Fleisch und, und, und.
Andreas Jäger: Und das braucht alles Wasser und es gibt einfach von diesen Grundwasserkörpern
Andreas Jäger: und von diesen Wasserreserven eine Übernutzung, weil die kann ich kein Wasser
Andreas Jäger: entnehmen, weil die sich nachfüllen, aber wenn ich mehr als mehr als mehr, sich nachfülle.
Andreas Jäger: Und das ist das, was passiert und da gibt es dann die verrücktesten Effekte.
Andreas Jäger: Ich habe in Amerika zum Beispiel 20 Prozent der Städte sinken ab,
Andreas Jäger: Zum Beispiel Chicago. Das ist nicht an der Küste irgendwo, wo man das Phänomen
Andreas Jäger: kennt, sondern Chicago versinkt sozusagen schön langsam.
Andreas Jäger: Der Haupteffekt ist der, dass man so viel Grundwasser nimmt.
Andreas Jäger: Da ist es unten sehr porös, gefüllt mit Grundwasser.
Andreas Jäger: Muss ich mir so vorstellen, wenn man das Wasser rausnimmt, dann ist es ja luftig
Andreas Jäger: da unten quasi und das wird dann halt durch das Gewicht oben der Stadt zusammengedrückt
Andreas Jäger: und die Stadt sinkt sozusagen in die Erde rein. Und diese Effekte habe ich auf der ganzen Welt.
Andreas Jäger: Jakarta in Indonesien, die Hauptstadt, die wird ja verlegt, weil da geht die
Andreas Jäger: Stadt versinkt pro Jahr, die hat das Weltrekord bis zu 10 cm runter.
Andreas Jäger: Also da ist der Meeresanstieg, der viel weniger ist, gar nicht das große Problem,
Andreas Jäger: sondern die Stadt geht nach unten.
Andreas Jäger: Weil ich habe allein durch das Gewicht, wenn die Stadt einen schlechten Untergrund
Andreas Jäger: hat und dann durch das Gewicht, durch Grundwassernahme, durch fehlende Flüsse,
Andreas Jäger: die wieder aufschütten sozusagen, wenn das fehlt, dann geht das Ganze runter.
Andreas Jäger: Und das ist ein Problem, das wir weltweit an den Küsten haben und auch im Landesinneren
Andreas Jäger: schon. Das kostet richtig Geld.
Andreas Jäger: Also der Flughafen in New York, La Guardia, der zum Beispiel,
Andreas Jäger: der hat das gleiche Problem.
Andreas Jäger: Also der senkt sich ab und da geht die ganze Struktur kaputt.
Andreas Jäger: Da muss man immer wieder nacharbeiten.
Andreas Jäger: Das sind ganz große Kosten zum Beispiel, die da auf uns zukommen.
Andreas Jäger: Also Wasser ist, wir benutzen viel zu viel davon.
Andreas Jäger: Also wir sind sehr viel zu verschwenderisch.
Martin Puntigam: Aber Wasser kann ja, glaube ich, ähnlich wie Energie, kann verloren gehen.
Martin Puntigam: Ich meine, wir verwenden es und dann entwässern wir die Städte und die Industrieanlagen
Martin Puntigam: und die landwirtschaftlichen Flächen und dann fließt es ins Meer und dann verdunstet
Martin Puntigam: es wieder und dann regnet es wieder. Also es ist ja ein Kreislauf.
Martin Puntigam: Wie kann so wenig Wasser da sein?
Andreas Jäger: Indem ich eben das Nachfüllen der Badewanne, wenn ich mehr Wasser rausnehme,
Andreas Jäger: zum Beispiel Industrie, braucht unglaublich viel. Also Klamotten, also der ganze Prozess.
Andreas Jäger: Also am Feld die Baumwolle, aber dann auch die Verarbeitung.
Andreas Jäger: Es wird ja x-mal gewaschen.
Andreas Jäger: Das braucht wahnsinnig viel Wasser. In Österreich zum Beispiel,
Andreas Jäger: 70 Prozent des Wassers braucht wer? Was schätzt du?
Andreas Jäger: Wer braucht 70 Prozent des Wassers in Österreich? Vom ganzen Wasserverbrauch.
Andreas Jäger: Industrie und Gewerbe. Was sagt immer Landwirtschaft? Die Landwirtschaft braucht 4 Prozent.
Andreas Jäger: Trinken, also sozusagen trinken, duschen, baden. Wir Österreicher brauchen ungefähr
Andreas Jäger: ein Viertel, 25 Prozent.
Martin Puntigam: Mhm.
Andreas Jäger: Hauptteil hat Gewerbe und Industrie. Die brauchen einfach was.
Andreas Jäger: Wir haben kein wirkliches Wasserproblem.
Andreas Jäger: Manchmal im Sommer oder so, aber über das Jahr gesehen haben wir genug Wasser.
Andreas Jäger: Wir müssen es dann nur vielleicht auch anfangen, den Klimawandel besser zu verteilen,
Andreas Jäger: was wir bis jetzt nicht mussten. Wir hatten immer zu viel Wasser, weg damit.
Andreas Jäger: An dieser Zeit, das ist unser Glück, wir gehören mit Österreich zu nicht mehr
Andreas Jäger: als fünf Ländern, deren Süßwasserversorgung eigentlich ziemlich sicher ist.
Andreas Jäger: Schweiz und Norwegen gehören dazu zum Beispiel.
Martin Puntigam: Das heißt, nach Grönland sind wir dann die Nächsten, die gekappert werden und gekauft werden?
Andreas Jäger: Ja, also wir sind schon wasserreich. Nicht Österreich, sondern wasserreich.
Andreas Jäger: Also das ist schon ein unglaublicher Schatz, auf dem wir da sitzen.
Andreas Jäger: Und dann haben wir sowieso ein jesniges Glück, weil du gesagt hast,
Andreas Jäger: im Sommer ist ja wirklich viel weniger Wasser.
Andreas Jäger: Also zum Beispiel im Sommer 2003, das war der Rekordsommer damals.
Andreas Jäger: Mittlerweile sind da schon wieder ein anderer gekommen, die Salzach bei Kriml.
Martin Puntigam: In Salzburg.
Andreas Jäger: In Salzburg. Tongau? Pinzgau. Der Krimel an der Salzach war vor dem Wasser in
Andreas Jäger: der Salzach im Sommer, wo es monatelang nicht mehr geregnet hat,
Andreas Jäger: war die Hälfte des Wassers Schmilzwasser vom Gletscher.
Andreas Jäger: Und das ist das Problem, wenn die Gletscher, die sind jetzt bis 2050 mehr oder
Andreas Jäger: weniger nur in der Toteisfelder, die sind dann weg, dann hast du beim gleichen
Andreas Jäger: Sommer dort halb so viel Wasser.
Andreas Jäger: Also das ist etwas, was uns auch noch betreffen wird.
Andreas Jäger: In Summe haben wir genug Niederschlag, aber diese Wasserreserve in Schnee,
Andreas Jäger: wir haben ja viel weniger Schneefall und die Wasserreserve in Gletschern,
Andreas Jäger: die geht halt einfach zurück. Und das ist ein Riesenproblem.
Andreas Jäger: Die Alpen sind ja quasi der Wasserturm Mitteleuropas. Also im Po und im Rhein
Andreas Jäger: oder Donau, da ist nichts los, wenn nicht viel Wasser aus den Alpen zufließt.
Martin Puntigam: Das hat man eh gesehen. Also die Schifffahrt ist dann teilweise unmöglich,
Martin Puntigam: weil die großen Ströme so seicht sind, so wenig Wasser führen,
Martin Puntigam: dass man mit großen Schiffen gar nicht mehr fahren kann.
Andreas Jäger: Und jetzt, das wollte ich nur sagen, jetzt hast du im Sommer natürlich in den
Andreas Jäger: Laufkraftwerken weniger Stromproduktion, wenn weniger Wasser ist, das ist klar.
Andreas Jäger: Also wir haben im Sommer Flaute. Die können wir aber locker abdecken durch PV.
Andreas Jäger: Auch Österreich erlebt einen PV-Burm, Gott sei Dank. Die können wir so abfangen, das ist kein Problem.
Andreas Jäger: Und im Winter machen wir das über Windräder.
Andreas Jäger: Oder sagen wir so, und im Winter fließt mehr, also früher war es so,
Andreas Jäger: fangen wir ganz von vorne an.
Andreas Jäger: Früher war es so, dass ich im Frühjahr die Abwasserspitze hatte,
Andreas Jäger: weil da ist sozusagen Regen und Schneeschmelze und das Ganze.
Andreas Jäger: Da habe ich am meisten Wasser gehabt. Und dann im Sommer, im Sommer ist relativ
Andreas Jäger: viel gewesen, weil es ist immer von den Bergen nachgekommen,
Andreas Jäger: Schmelzwasser nachgekommen. Also das waren lange im Sommer hinein gute Wasserstände.
Andreas Jäger: Und im Winter war das Wasserstand das Minimum, weil der ganze Niederschlag als
Andreas Jäger: Schnee gekommen ist und nicht als Regen quasi zurückgehalten wurde.
Andreas Jäger: Jetzt ist es mehr und mehr so, dass im Sommer wenig ist, weil da wenig nachkommt,
Andreas Jäger: weil es den Berg nicht geschneit hat. Dafür ist der Wasserstand im Winter höher.
Andreas Jäger: Also wir haben im Winter mehr Stromproduktion, im Sommer dann ein Ziel weniger.
Andreas Jäger: Im Winter mehr und im Sommer weniger. Was eigentlich nicht schlecht ist,
Andreas Jäger: weil wir im Sommer sowieso genug Strom haben.
Andreas Jäger: Das ist das, wo wir halt Glück haben.
Martin Puntigam: Aber was passiert denn mit,
Martin Puntigam: in Wasserkraftwerken, wenn es zu wenig Wasser gibt. Weil wenn die trocken laufen
Martin Puntigam: oder nur auf halber Kapazität laufen,
Martin Puntigam: ich kenne mich nicht gut aus in der Bauweise, aber da gibt es ja die Turbinen,
Martin Puntigam: wo das Wasser durchläuft und dann die Generatoren und so weiter,
Martin Puntigam: die müssen ja regelmäßig gesäubert werden, beziehungsweise haben die ja, glaube ich,
Martin Puntigam: ein Sedimentproblem, weil die dann auch immer verstopfen und verschlacken und
Martin Puntigam: keine Ahnung und so weiter.
Martin Puntigam: Und wenn es aber immer weniger Wasser gibt und wenn die dann eine Zeit lang
Martin Puntigam: nicht stehen, dann werden die kaputt oder kann man die jederzeit starten?
Andreas Jäger: Keine Ahnung.
Martin Puntigam: Okay.
Andreas Jäger: Also da kenne ich mich wirklich nicht aus. Da träume ich jetzt nichts an.
Andreas Jäger: Ich weiß nur, dass die extrem weniger Strom produzieren und teilweise noch abgeschaltet werden.
Andreas Jäger: Aber ob es dann Probleme mit Verschlammung und so gibt, das weiß ich nicht.
Andreas Jäger: Was ich weiß mit den Wasserkraftwerken, das Problem, das wir haben,
Andreas Jäger: ist, dass normalerweise, also die ganzen Flüsse, die jetzt von den Alten kommen
Andreas Jäger: und irgendwann im Schwarzen Meer landen, über die Donau, dass die natürlich,
Andreas Jäger: also du hast einen Kieselstein, der sich im Lechtal irgendwann einmal in den
Andreas Jäger: Bach reinfällt, der landet irgendwann im Schwarzen Meer.
Andreas Jäger: Und dieser Transport ist sozusagen ganz normal und der wird durch diese vielen
Andreas Jäger: Kraftwerke unterbrochen.
Andreas Jäger: Und das ist ein Riesenproblem, weil dann sozusagen am Bachbett des Flusses kein
Andreas Jäger: Kies mehr nachkommt und das zusehends ausgegraben wird.
Andreas Jäger: Und dann hast du plötzlich diese Flussdurchbrüche, wo dann plötzlich die Salz
Andreas Jäger: auch immer verschwindet, weil das Flussbett, das abgedichtet hat,
Andreas Jäger: sukzessive abgebaut wird, weil vor hinten nichts mehr nachkommt,
Andreas Jäger: weil da hinten ein Laufkraftwerk ist.
Andreas Jäger: Also es sind viele der Probleme, die wir mit dem Wasser haben,
Andreas Jäger: um es auf den Punkt zu bringen, weltweit.
Andreas Jäger: Da ist sozusagen der Klimawandel nur die Spitze am Eisberg.
Andreas Jäger: Wenn ich natürlich 30 Prozent der Gletscher weltweit verliere in den letzten
Andreas Jäger: 50 Jahren, habe ich weniger Schmelzwasser. Das ist ein Problem.
Andreas Jäger: Aber das Hauptproblem ist, dass ich einfach zu viel Grundwasserentnahme habe,
Andreas Jäger: dass ich zu viele Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke habe und das macht die großen Probleme.
Martin Puntigam: Du hast das schon angesprochen und Menschen, die auf Kontinenten leben,
Martin Puntigam: wo generell das Einkommen oder der Lebensstandard geringer war als in Europa in den letzten Jahren,
Martin Puntigam: wo er ja unter anderem eben durch kolonialistische Prozesse sehr hoch war, der Lebensstandard.
Martin Puntigam: Denen kann man natürlich nicht sagen, seid mit weniger zufrieden,
Martin Puntigam: weil es hakt am System, aber der Slogan System Change, not Climate Change ist
Martin Puntigam: in Wirklichkeit das, was es auf den Punkt bringt.
Martin Puntigam: Also all diese vielen Dinge, die wir jetzt besprochen haben,
Martin Puntigam: also viel Grundwasserentnahme und dann gibt es Trockenheit, Überschwemmungen
Martin Puntigam: und Klimawandel und zu wenige Investitionen in Klimaschutz und dann gibt es das Interesse,
Martin Puntigam: dass die Gaswirtschaft weiter und so weiter und so fort.
Martin Puntigam: Das ist eigentlich ein grundlegendes Problem, wie wir als Menschheit,
Martin Puntigam: als Zivilisation wirtschaften.
Martin Puntigam: Das heißt, wir können zwar die ganze Zeit auf die kleinen Löcher,
Martin Puntigam: Also Marienkäfer flicken, drauf bügeln, dann kann man die Hose schon noch anziehen,
Martin Puntigam: aber eigentlich passt die Hose hinten und vorne nicht mehr so,
Martin Puntigam: wie sie beieinander ist.
Andreas Jäger: Und spannend ist aber zum Beispiel das kleinste Land Südamerikas ist Uruguay.
Andreas Jäger: Ich glaube, wer sich im Fußball auskennt, weiß, die waren in den 50 Jahren irgendwann
Andreas Jäger: mal oder 30 Jahren zweimal Weltmeister.
Andreas Jäger: Fußballweltmeister glaubt man gar nicht, die haben ja nur 4 Millionen Einwohner oder so.
Martin Puntigam: Das ist nicht so lange her, dass sie, glaube ich, mal im Halbfinale waren und
Martin Puntigam: dort mit dem, ich glaube, Suarisch heißt da einen berühmten Fußballer haben, der gern gebissen hat.
Andreas Jäger: Genau, genau der. Und die haben zum Beispiel, dort sieht man,
Andreas Jäger: was ein System-Challenge ausmacht.
Andreas Jäger: Also die waren bis vor 15, 20 Jahren komplett öl- und gasabhängig, vor allem Öl.
Andreas Jäger: Und die haben sich irgendwann vor 15 Jahren gesagt, wirklich das ganze Parlament,
Andreas Jäger: all der Querdohalle-Partei noch verpackt gehabt, wir müssen das jetzt ändern.
Andreas Jäger: Und haben so massiv in PV, Wind, auch Biomasse ausgebaut, dass deren Strom jetzt zu 98 Prozent,
Andreas Jäger: grün ist quasi. Das ist unglaublich und die haben zwei Drittel ihres ganzen
Andreas Jäger: Energiebedarfs, zwei Drittel, da sind wir in Österreich weiter weg entfernt,
Andreas Jäger: ist ebenfalls nachhaltige Energie.
Andreas Jäger: Das muss man sich vorstellen. Das haben die geschafft, einfach aus eigenem,
Andreas Jäger: vielleicht, weil keiner hat hingeschaut und die haben das einfach gemacht.
Andreas Jäger: Und das ist das Schöne und das ist die tolle Entwicklung, das ist jetzt möglich.
Andreas Jäger: Das war früher geldmäßig nicht möglich, weil alles zu teuer war.
Andreas Jäger: Aber jetzt, du brauchst nur anrufen in China und dann kriegst du die Panele,
Andreas Jäger: werfen sie um die Ohren um einen Spottpreis und dann muss er es einfach nur tun.
Andreas Jäger: Also die Möglichkeiten sind da. Das ist das, was mich positiv stimmt.
Andreas Jäger: Und da geht wirklich durch diese Schwellenländer teilweise, da geht ein Ruck
Andreas Jäger: durch. Also die begreifen, dass das geht.
Andreas Jäger: Und bei manchen, und da geht es dann wieder darum, wie machen sie es?
Andreas Jäger: In Pakistan machen sie es schlecht. Da können sich nur die Reichen es leisten und den Armen.
Andreas Jäger: Aber wenn man das sozial richtig macht, hätten wir eigentlich die Chance,
Andreas Jäger: wirklich ein Wunder zu vollbringen.
Andreas Jäger: System Change, wirklich, dass du sagst, sozial ist das, was die Welt braucht.
Martin Puntigam: Und da kommen wir jetzt schon in die Zielkurve. der heutigen Podcast-Folge,
Martin Puntigam: jetzt haben wir viel gejammert.
Martin Puntigam: Mit dem, was wir so vom Hörensagen her kennt zumindest ich. Ich bin ja nicht
Martin Puntigam: studiert und nicht gut ausgebildet auf vielen Gebieten, arbeite halt aber mit
Martin Puntigam: Leuten zusammen, die sich gut auskennen.
Martin Puntigam: Aber man hat das Gefühl und man hat auch das Gefühl, das wird befeuert,
Martin Puntigam: dass man den Eindruck gewinnt, das funktioniert nicht, das geht nicht,
Martin Puntigam: das wird immer alles schlechter.
Martin Puntigam: Aber ähnlich wie wir, wir machen das halt auf sehr humoristischer Ebene,
Martin Puntigam: betreibst du sehr viel Wissenschaftskommunikation.
Martin Puntigam: Da gibt es Leute, die sagen, die Wissenschaftskommunikation,
Martin Puntigam: so wie sie bis jetzt betrieben worden ist, ist eigentlich am Ende und wirkungslos,
Martin Puntigam: weil es wird immer schlimmer.
Martin Puntigam: Aber du gehörst, glaube ich, zu einer anderen Schule, die sagt,
Martin Puntigam: Wissenschaftskommunikation ist immer wichtiger.
Andreas Jäger: Also wenn ich einen schlechten Tag habe, dann sage ich, es wird immer schlimmer.
Andreas Jäger: Nein, es ist tatsächlich so, dass man viel zu wenig sieht, was eigentlich vorwärts
Andreas Jäger: geht, was eigentlich passiert. Also es gibt genug schlechte Sachen.
Andreas Jäger: Unter Trump ist da nicht lustig, weil man mit so einem alten fossilen Kämpfer,
Andreas Jäger: der das sehr schlau macht, aus deren Sicht zu tun hat.
Andreas Jäger: Das ist nicht lustig, aber trotzdem, ich bin der festen Überzeugung,
Andreas Jäger: dass das Bessere das Schlechtere schlägt und dass am Ende sich die besseren
Andreas Jäger: Technologien einfach durchsetzen werden. und das, was für die Menschen auch besser ist.
Andreas Jäger: Also ich bin da wirklich optimistisch. Es gibt sehr, sehr viele Beispiele.
Andreas Jäger: Also was da in China in den letzten zwei, drei Jahren abgegangen ist,
Andreas Jäger: dass die seit März 2024 sozusagen CO2-Peak überschritten haben und deren CO2-Ausstoß
Andreas Jäger: sozusagen leicht am sinken ist, noch zu wenig.
Andreas Jäger: Aber nach Jahrzehnten der Rallye nach oben geht es endlich abwärts.
Andreas Jäger: Das sind schon Nachrichten, die einen beflügeln können, also an denen man sich auch hochziehen kann.
Andreas Jäger: Oder dass wir es in Europa geschafft haben, von 400.000 vorzeitigen Toten durch
Andreas Jäger: schlechte Luft, Stichwort Feinstaub, auf 230.000 runterzukommen in 10, 15 Jahren,
Andreas Jäger: weil wir plötzlich die Kohleverbrennung einfach zwei Drittel abgedreht haben, die Kohleverstromung.
Andreas Jäger: Das sind schon Sachen, die Luft ist viel besser, Gesamteuropa betrachtet,
Andreas Jäger: als sie vor 10 Jahren war.
Andreas Jäger: Das ist so schleichend, dass man es nicht merkt, aber das ist messbar und das
Andreas Jäger: weiß jeder Lungenfacharzt. Und das sind schon Sachen, die man auch sehen sollte
Andreas Jäger: und nicht nur, was schief geht. Und da ist genug, das ist mir schon klar.
Andreas Jäger: Aber ich glaube, es gibt viele gute Geschichten, positive Geschichten,
Andreas Jäger: die man auch erzählen muss und nicht nur das Schlechte.
Andreas Jäger: Und wir müssen uns am Guten hochziehen und nicht am Schlechten.
Andreas Jäger: Weil mir, wenn das Glas auch nur zu einem Drittel voll ist, rede ich trotzdem
Andreas Jäger: lieber über das Wasser, was da drin ist und was man mit dem machen kann,
Andreas Jäger: als darüber jammern, dass nur noch ein Drittel drin ist.
Martin Puntigam: Und das hast du ja auch praktisch gemacht. Das ist jetzt alles vorbei,
Martin Puntigam: glaube ich, weil das nur Storys waren, aber du hast den ganzen Dezember einen
Martin Puntigam: Adventkalender, ich glaube auf Instagram, ich weiß nicht, auf wie vielen Plattformen
Martin Puntigam: publiziert, mit jeden Tag oder jede Woche.
Andreas Jäger: Ja, Insta, Facebook und LinkedIn. Nein, jeder Tag. Adventkalender ist vom 1.
Andreas Jäger: Bis 24. Dezember. Mann, wirklich.
Martin Puntigam: Wie bist du aufgewachsen? Ich weiß ja nicht, wie viele gute Nachrichten es gibt auf dem Gebiet.
Andreas Jäger: Ah, das war leicht zu finden. Ich habe es wirklich geschafft.
Andreas Jäger: Ich habe wirklich dann geschaut und natürlich nach 16, 17 bin ich ins Schwitzen
Andreas Jäger: gekommen, aber dann… Ja, eben.
Andreas Jäger: Und dann plötzlich, ja, aber das ist wie… Du hast eine Meldung gedrittelt.
Martin Puntigam: Damit es drei Tage fühlen kann.
Andreas Jäger: Nein, musste ich gar nicht. Es war nur, dann bin ich wieder auf ein anderes
Andreas Jäger: Thema gekommen. Ah ja, da gibt es ja noch. Und dann haben sich,
Andreas Jäger: das ist so wie bei meinem Berg und dann plötzlich hat man wieder Ader.
Andreas Jäger: Aber nein, es war überhaupt kein Problem. Es ist auch extrem gut angenommen worden.
Andreas Jäger: Und jede Geschichte, die ich gebracht habe, man hat doch gewusst,
Andreas Jäger: was die Großbritannien mit Windkraft in den letzten Jahren aufgeführt haben,
Andreas Jäger: in den letzten 20 Jahren.
Andreas Jäger: Das ist unglaublich. Die sind drauf und dran, Gas als wichtigsten Stromerzeuger zu verdrängen.
Andreas Jäger: Also das ist eine Erfolgsgeschichte in England.
Andreas Jäger: Die haben entlang der Küsten eine Infrastruktur an Offshore-Windkraftanlagen
Andreas Jäger: und an Häfen, die die versorgen und an Firmen, die Windräder bauen und das ganze Equipment.
Andreas Jäger: Also das ist eine Erfolgsgeschichte in Großbritannien, die man bei uns gar nicht
Andreas Jäger: gesehen hat. Aber das ist unglaublich.
Andreas Jäger: Also das England um die Jahrtausendwende und jetzt hat Punkte Energieversorgen
Andreas Jäger: nichts miteinander zu tun.
Andreas Jäger: Die Energiewende ist voll am Rollen.
Martin Puntigam: Aber selbst jemand wie ich, der sich wirklich schon seit vielen Jahren im Rahmen
Martin Puntigam: der Science Passers, und wir arbeiten viel über Klima, damit beschäftigt,
Martin Puntigam: hat noch nie was davon gehört. Was ist da das Problem?
Martin Puntigam: Du erzählst zu wenig davon oder das ist medial keine Meldung,
Martin Puntigam: weil es so langsam geht und unspektakulär ist?
Andreas Jäger: Mir ist einmal aufgefallen vor etwa, ich weiß gar nicht, wann das war.
Andreas Jäger: War das die erste Präsidentschaft? Auf jeden Fall hat Trump extrem gemotzt und
Andreas Jäger: hat gesagt, na, was die in Großbritannien mit der Windkraft aufführen, das ist ja ein Wahnsinn.
Andreas Jäger: Wieso hat der so reagiert? Ja, natürlich als Verfechter der Fossilien,
Andreas Jäger: weil die denen das Wasser abgraben.
Andreas Jäger: Also, na, es hat auch gleichzeitig Atomstromenaufwind, aber viel stärkerer Wind.
Andreas Jäger: Also, das ist, na, wie du richtig sagst, das wird zu wenig erzählt.
Andreas Jäger: Ja, also da muss ich noch viel arbeiten.
Martin Puntigam: Was war denn von den 24 Fenstern, ganz abschließend, was war denn da deine lieblingsgute Nachricht?
Martin Puntigam: Oder findest du das, weil du bist ja in einem ähnlichen Alter wie ich und noch
Martin Puntigam: aufgewachsen in einer Welt, wo man nicht alles in Charts gießen muss,
Martin Puntigam: albern, wenn man sagt, das ist mein Lieblings, weil alles gleich gut ist oder
Martin Puntigam: vieles gut ist und man möchte nicht kühen.
Andreas Jäger: Meine Lieblingsnachricht und die auch unglaublich gut angekommen ist,
Andreas Jäger: dass der Trump machen kann, was er will.
Andreas Jäger: Der Siegeszug der Erneuerbaren in Amerika ist nicht aufzuhalten.
Andreas Jäger: Und Texas, der Bundesstaat, wo in jedem Texaner fließt kein Blut,
Andreas Jäger: sondern Öl, Texas hat Kalifornien mit PV-Ausbau und Wind links liegen lassen.
Andreas Jäger: Also Texas ist total auf erneuerbare Energie umstiegen, weil früher in Texas,
Andreas Jäger: und das hat auch wunderbar der Gernot Wagner, unser Mann in New York,
Andreas Jäger: Klimaökonom, wunderbar gesagt,
Andreas Jäger: früher musstest du in Texas irgendwo reinhauen im Boden und mit Glück hast du
Andreas Jäger: eine Ölquelle gehabt. So war das in Texas.
Andreas Jäger: Jetzt ist es so, das ist ja mehr oder weniger alles sehr trocken.
Andreas Jäger: Du hast überall Sonne. Also jeder, der in Texas ein Grundstück hat,
Andreas Jäger: kann Strom ernten und kein Ding.
Andreas Jäger: Und das haben die Texaner begriffen. Und da können es genauso Republikaner sein,
Andreas Jäger: wenn es ums Geld geht. Geld verdienen will jeder.
Andreas Jäger: Und das ist so, das war für mich die schönste Nachricht. Er kann machen, was er will.
Andreas Jäger: Er kann diesen Inflation Reduction Act, den Green Deal von Joe Biden,
Andreas Jäger: kann er nicht rückabwickeln. Das war für mich das Schönste.
Martin Puntigam: Das war das 24. Fenster?
Andreas Jäger: Nein, das war zwischendurch eins. Das müsst ihr schauen. Ich glaube,
Andreas Jäger: mit dem war es eins der Startfenster. Man braucht einen guten Start.
Martin Puntigam: Du wolltest die Leute reinlocken, bevor die Suppe dann dünner wird.
Andreas Jäger: Das macht man doch so.
Martin Puntigam: Und nach all den guten Nachrichten kommt die beste Nachricht,
Martin Puntigam: nämlich wir kommen zu den Parteienverkehren der Science-Busters bzw.
Martin Puntigam: Zu den Arbeitszeiten von uns als Solisten, weisen am Anfang traditionell auf
Martin Puntigam: unser aktuelles Buch hin aus. Die Wissenschaft vom Ende ist im Oktober erschienen,
Martin Puntigam: parallel zu unserer neuen Show im Hansa Verlag.
Martin Puntigam: Das Hörbuch gibt es im Hörverlag, gelesen von Ralf Kaspers, den man von der
Martin Puntigam: Sendung mit der Maus kennen kann, oder von Wissen macht A.
Martin Puntigam: Wunderbare Unterhaltungssendungen und die schönen Illustrationen stammen vom Büro Alba.
Martin Puntigam: Ein sehr schönes Buch, das man auch gut anschauen kann und nicht nur lesen oder
Martin Puntigam: vorgelesen bekommen kann.
Martin Puntigam: Die neue Show, Weltuntergang für Fortgeschrittene, spielen wir parallel dazu,
Martin Puntigam: beziehungsweise immer wenn wir auftreten, haben wir natürlich das Buch im Gepäck dabei.
Martin Puntigam: Wir sind in dem Fall Martin Moder, Florian Freistädter und ich.
Martin Puntigam: Weltuntergang für Fortgeschrittene ist aber noch nicht der Weltuntergang endgültig,
Martin Puntigam: weil den kündigen zwei Religionen an, aber die können das nicht und die Wissenschaft
Martin Puntigam: könnte es, will aber nicht.
Martin Puntigam: Deshalb gibt es am Ende der Show immer Geschenke, diesmal keinen Science Busters
Martin Puntigam: Gin, sondern Schokolade, die wir gemeinsam mit der Firma Zotter hergestellt haben, Big Role.
Martin Puntigam: Und Big Crunch, Universums-Untergangsschokoladen. Sehr köstlich,
Martin Puntigam: zum Kosten am Ende der Show am Büchertisch, beziehungsweise kann man,
Martin Puntigam: wenn man möchte, auch Tafeln erschwingen und mit nach Hause nehmen.
Martin Puntigam: Und Florian Freistädter beckt live auf der Bühne ein Bananenbrot,
Martin Puntigam: weil in der Banane die Apokalypse wohnt, was man auch nicht vermuten würde,
Martin Puntigam: wenn die Fruchtfliegen so harmlos über sie kreisen.
Martin Puntigam: Das alles kann man schnabulieren, wenn unsere Show zu Ende ist, Und zwar am 5.4.
Andreas Jäger: Im Stadtsaal in Wien, am 9.4. in Weidhofen an der Ips, am 10.4.
Andreas Jäger: In der Listhalle Graz, am 13.4. im Stadtsaal Vöcklerbruck, am 20.5.
Andreas Jäger: Dann der Auftritt im Rathaussaal Telfs, am 22.5.
Andreas Jäger: Dann bei mir zu Hause in Dornbirn im Spielboden und am 23.
Andreas Jäger: Und 24.5. dann die München-Premiere im Lustspielhaus.
Martin Puntigam: Und sehr oft parallel bzw. natürlich in Serie geschaltet gibt es Science Busters
Martin Puntigam: for Kids, unsere Show für alle ab 5, 6 Jahre bis zum Abwinken der irdischen Wanderschaft.
Martin Puntigam: Die Show gibt es auf der ORF Kids App zum Schauen in kleinen Happen und in voller
Martin Puntigam: Länge mit Martin Moder und mir am 4. und 5.
Martin Puntigam: April im Staatssaal Wien, Am 9. April in Weidhofen an der Ips, am 10.
Martin Puntigam: April in der Listhalle in Graz, da ist schon voll. Wir spielen aber am 17.
Martin Puntigam: Oktober noch einmal in Graz in der Listhalle am 24.
Martin Puntigam: Mai im Lustspielhaus München, am 6. Juni in der Papierfabrik Klein-Neusiedel, am 5.7.
Martin Puntigam: Vor dem Sommer und am 13.9. nach den Sommerferien im Theater im Park in Wien. und wir fahren am 19.09.
Martin Puntigam: Durch den Choralm-Tunnel nach St. Gertraut in Köln.
Martin Puntigam: Und spielen dort in der Artbox, um am 24.10.
Martin Puntigam: In der Kulisse Wien Science Busters for Kids schon für den Nationalfeiertag vorzuglühen.
Andreas Jäger: Das neue Soloprogramm von und mit Martin Puntigam gibt es ab Herbst.
Andreas Jäger: Premiere ist am 10.11.2026 im Theatercafé in Graz.
Andreas Jäger: Titel Der heilige Puntigam.
Andreas Jäger: Die Wien-Premiere ist dann am 17.11. im Kabarett Niedermeier.
Martin Puntigam: Wer dabei sein möchte, wenn der Heilige Geist mich gebenedeit,
Martin Puntigam: kann schon jetzt Karten reservieren.
Martin Puntigam: Wer mithelfen möchte bei der Heiligsprechung bzw.
Martin Puntigam: Den Vorbereitungen, man ist ja immer wieder mal in beengten Situationen,
Martin Puntigam: Kram und Trübsal, bedrängen einen oder eine, dann in solche Situationen bitte gern zu mir beten.
Martin Puntigam: Es wird dann ja oft wieder besser und dann können Sie sagen,
Martin Puntigam: das Gebet zu mir hat geholfen, weil ich muss, um heilig zu werden,
Martin Puntigam: ein Wunder nachweisen, Minimum ein Wunder.
Martin Puntigam: Und das kann ich dann im Vatikan melden. Tickets, Informationen zu den ScienceBusters
Martin Puntigam: Terminen unter sciencebusters.at slash Termine bzw.
Martin Puntigam: Unter puntigam.at für mein Solo.
Martin Puntigam: Florian Freistädte ist mit seinen Sternengeschichten live auch noch unterwegs vor dem Sommer am 3.
Martin Puntigam: Juni in der Kulisse. und im Herbst gibt es dann weitere Termine in Deutschland.
Martin Puntigam: Genaue Informationen unter sternengeschichten.live Danke an die TU Wien und
Martin Puntigam: die Uni Graz, die die Produktion des Podcasts unterstützen.
Martin Puntigam: Danke an Andreas Jäger für die Auskünfte. Danke an alle fürs Streamen,
Martin Puntigam: Downloaden, Abonnieren, Bewerten, Empfehlen, Beschatten, Verstromen,
Martin Puntigam: Bewässern, Batterie wechseln und das Positive sehen und weitererzählen,
Martin Puntigam: was man sonst noch alles mit einem Podcast anstellen kann.
Martin Puntigam: Bis zum nächsten Mal. Tschüss und habe die Ehre.
Andreas Jäger: Tschüss, Papa.