Science Busters Podcast

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Wer nichts weiß, muss alles glauben.

Transkript

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00:00:00: Ausgabe, einhundert und dreißig des ScienceBusters Podcasts.

00:00:03: Wie immer produziert mit Unterstützung der TU Wien unter Uni Graz.

00:00:07: Mein Name ist Martin Puntigam Und für den Sommer haben wir uns was vorgenommen Denn in den Sommermonaten wird's den ScienceBuster Podcast wöchentlich geben.

00:00:14: Das ist zumindest der Plan, und zwar indem wir Ausgaben unserer Sendung fragt die Sciencebusters live alles rund ums Klima, in dem wir einmal im Monat auf Radio FMV gestalten, indem wir ausgaben dieser Sendung Remixen und Revue passieren lassen.

00:00:29: Beginnen mit der Folge vom siebzehnten Juni, zwanzundzwanzig, denn das war ein guter Tag an dem Österreich der Welt das Renaturierungsgesetz geschenkt hat!

00:00:40: Ausnahmsweise einmal ein Funken, Hoffnung im Kampf um die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen.

00:00:45: Leider aber mehr oder weniger ein Einzelfall – damals, wer sich noch erinnert war Karel Autoland-Nehhammer noch Bundeskanzler in Österreich, Leonore Klimaticket Gewessler und der Andere als Ministerin zuständig für Klimaschutz Und mit am wüstesten und polemischsten gegen das Renaturierungsgesetz gewettert hat.

00:01:04: damals Norbert Dortschnick, der heute in Österreich für Klimaschutz verantwortlich ist.

00:01:09: Von dem selbst seine Parteigänger sagen, wenn man dem Landwirtschaftsminister die Klimaagenden zuteilt macht man den Bock zum Gärtner!

00:01:18: Dieser Vorgabe wurde bedauerlicherweise bislang ziemlich gerecht.

00:01:23: Zehn Ausgaben von Frag-Designs-Pasters wollen wir über diesen Sommer dokumentieren, wie viel besser unsere Chancen vor zwei Jahren noch waren.

00:01:30: Etwas gegen die laufende Klimakatastrophe zu unternehmen und wie sehr wir es vergeigt haben – und so ehrlich muss man sein, noch immer vergeigen!

00:01:39: Selbst so katastrophale Hitzewellen wie Unlängst führen kaum zu etwas anderem als Rädenüberanpassung, die zwar unbedingt notwendig ist aber nicht reicht und zwar bei Weiten nicht reicht Denn irgendwann werden wir uns an die Verhältnisse nicht mehr anpassen können und die Verantwortlichen von gestern und heute werden morgen die Verantwortung nicht dafür übernehmen, sondern bestenfalls die Ausreden wiederkeuen, die sie schon heute so gerne auf den Lippen tragen.

00:02:05: Aber beginnen wir mit einem guten Tag dem siebzehnten Juni,

00:02:10: als

00:02:10: Reinhard Steuerer Thomas Brodermann und ich in aufgeräumter Stimmung im FMV-Studio begonnen haben zu barabern!

00:02:46: Alles

00:02:47: und

00:02:47: ums Klima.

00:02:50: Herzlich willkommen zur Ausgabe siebenunddreißig von Frag Designs, was das die letzte Ausgabel vor der Sommerpause.

00:02:57: am sechzehnten September kommen wir wieder.

00:02:59: Aber davor gibt es noch einmal etwas zu feiern und zwar in echt und nicht nur ironisch.

00:03:04: heute ist das sogenannte Renaturierungsgesetz fixiert worden beschlossen worden und im Hintergrund dazu geht's aber in Österreich zu wie auf einem Gutshof, ziviler Ungehorsam mit der Bundesregierung mitsamt der gremigen Drohung des Altbauern.

00:03:19: So lang du deine Füße unter meinen Tisch stellst, stimmst du so ab wie ich's will?

00:03:24: Schwarze Pädagogik im Kanzleramt dass wir das noch erleben dürfen!

00:03:28: Mit mir im Studio.

00:03:30: deshalb die beiden Stimmungskanonen Reinhard Steuere Professor von Klimapolitik an der Bokowin.

00:03:34: Hallo!

00:03:35: Hallo Martin

00:03:36: Und Thomas Brudermann Psychologe und Prof.

00:03:38: für Innovations- und Nachhaltigkeitsforschungen in der Uni Graz.

00:03:42: Wir schauen uns unter anderem an, worum es eigentlich bei dem Gesetz geht und was es da tatsächlich zu feiern gibt.

00:03:49: Produzent in Feierlaune der Sendung Michael Fiedler-Quitsch vergnügt am Telefon Lisa Marie Baer nach ein paar takten Musik.

00:03:56: schauen wir uns aber auch an wie extrem das Wetter noch werden muss dass andere Extreme ähnlich kein Land mehr sehen.

00:04:11: Oder schick uns deine Fragen über unsere FNIV Social Media

00:04:14: Kanäle.

00:04:18: So, jetzt ist der Wahlkampf in Österreich auch offiziell... im Inland eröffnet.

00:04:24: In der Bundesregierung geht es zu, wie der Volksmund das formuliert wenn die Kur hin ist soll das Keivel aufgeregten.

00:04:30: Das heißt jetzt können sich die Regierungsparteien wirklich streiten und ihre eigenen politischen Agenten verfolgen.

00:04:36: des Naturierungsgesetz an sich ein schwieriges Wort, die haben wir ja auch wieder versprochen, ist beschlossen oder fixiert oder was immer das dann langfristig bedeuten wird.

00:04:45: aber was bedeutet das denn eigentlich konkret?

00:04:48: Wenn's dieses Gesetz gibt Reinhard?

00:04:50: Es bedeutet, dass wir in dem Sektor der bisher von der Klimaschutzdebatte weitgehend verschont geblieben ist.

00:04:56: Nämlich in der Land- und Forstwirtschaft endlich auch damit anfangen.

00:05:00: Nachdem es uns zu unbequem ist weniger Fleisch zu essen, machen wir's jetzt mit Mooren und Wäldern.

00:05:06: Da findet sich eine Mehrheit dafür, anders wie wenn es ums Wiener Schnüssel geht Und das ist auch gut so, also da hat das erste Mal quasi die wissenschaftliche Vernunft über Desinformationen gesiegt und Desinformation war ja massenhafter in den Medien im Spiel in den letzten Monaten.

00:05:21: Also da haben sie zum Beispiel diejenigen Überlebensmittel sicher erzeugend gemacht, die die tagtäglich mit Zubetonieren tatsächlich riskieren und das haben diejenigen von Enteignungssprochen für den Naturschutz die tatsächlichen enteignenden Tag täglich nämlich fürs Straßenbau wie z.B.

00:05:37: in Wiener Neustadt.

00:05:38: Also die Debatte war so voller Desinformation, denn Enteignung für Naturschutz ist nicht vorgesehen.

00:05:43: Und wir haben halt damit zur Kämpfung gehabt, die Desinformationen auszuräumen.

00:05:47: Schlussendlich ist es offensichtlich geglückt auch mit Unterstützung vieler Medien einschließlich der Kronenseitung, die da Stimmung gemacht haben.

00:05:54: also insofern hat die ÖVP nicht nur die Entscheidung sondern auch den öffentlichen Diskurs verloren.

00:05:59: Es ist ja EU-Gesetz und EU Gesetze sind ja oft nur Vorgaben.

00:06:03: was bedeutet das für ein Land wie Österreich?

00:06:06: dann konkret im Alltag.

00:06:08: Was wird da tatsächlich umgesetzt?

00:06:09: Und wer bestimmt was und wer muss was

00:06:11: tun?".

00:06:12: Genau, es ist eine EU-Verordnung die durchaus bindenden Charakter hat aber die nur Rahmenbedingungen und Ziele vorgibt.

00:06:18: Die Umsetzung liegt dann tatsächlich in der Hand der Nationalstaaten und da wird's natürlich noch große Spielräume geben bis hin zu dass sich ja eine mögliche ÖVP-Regierung gegen die Umsetzung stellt.

00:06:30: Dann gäbe es ein Vertragsverletzungsverfahren und Klagen und dann würde man das halt erst recht wieder dem Vorgirch darstreiten.

00:06:36: Aber momentan kann man noch über das Gesetz diskutieren.

00:06:38: Es wird natürlich schon versucht davon abzulenken mit irgendwelchen Anzeigen, Androhungen und so weiter.

00:06:43: aber tatsächlich ist es ja zumindest aus Sicht des Klimaschutzes wenn wir den Begriff jetzt verwenden möchte ein guter Tag oder?

00:06:51: Der erste gute Tag seit Langem absolut also das bringt was.

00:06:55: da kommen wir jetzt mit Natur- und Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft deutlich voran genau in dem Sektor wo wir uns so unglaublich schwer dann haben bisher

00:07:05: More neu verwässert oder genässt, oder ich weiß nicht genau wie der richtige Begriff heißt.

00:07:12: Das klingt ja aber besser als es ist, oder?

00:07:14: Weil wenn ein Moor mal kaputt ist das dauert ja eher Jahrzehnte und Jahrhunderte bis es wieder funktioniert.

00:07:19: Ich bin jetzt zu wenig Moorspezialistum sagen zu können, wie viel Monat das dauern, aber Tatsache ist dass Moore auf derselben Fläche mehr CO² binden wie Wälder.

00:07:28: Insofern sind die Tasee hier einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

00:07:32: Wenn wir es nicht über weniger Fleisch machen wollen, dann halt so.

00:07:35: Und dann auch gerne mit einer Mehrheit der Gesellschaft.

00:07:37: Wunderbar freuen wir uns für einen Tag und morgen kämpfen wir wieder gegen die Desinformation zu e-Fuels.

00:07:44: Wir sind ein Autoland mit Verbrennungsmotoren.

00:07:46: Aber heute sehen wir noch mal in Feierlaune.

00:07:58: wo man uns über WhatsApp was schreiben kann oder auch eine Sprachnachricht senden und dazwischen gibt es bis zur nächsten Antwort Musik.

00:08:12: Martin hat uns noch eine Frage geschickt, eine Nachfrage haben nicht alle Länder beim Renaturierungsgesetz zugestimmt?

00:08:19: auf EU-Ebene ist das trotzdem bindend?

00:08:22: Genau, weil sie eine qualifizierte Mehrheit dafür braucht hat.

00:08:25: Eine gewisse Zahl von Mitgliedstaaten und so weiter.

00:08:28: Diese Mehrheit ist ganz knapp zustande gekommen als hin wirklich wie in den Monaten davor gesagt an Österreich.

00:08:35: Und somit ist für alle Binden das ungefähr so wie bei einem Nationalrat die Mehrheit mit fünfzig Prozent der Gesetze beschließt.

00:08:41: dann gilt es auch für die anderen neunundvierzig Prozent die nicht mehr gestimmt haben.

00:08:46: Also das gibt's jetzt das Gesetz.

00:08:48: da braucht man sich keine Gedanken darüber machen.

00:08:51: Der Säbel Rasseln und der Zinober, der da im Inland veranstaltet wird gehört schon zum Wahlkampf.

00:08:56: Wenn der Bundeskanzler sagt das war bitte voll nicht Stoff?

00:08:59: Da können wir uns noch auf sehr viele lustige Pressemeldungen gefasst machen.

00:09:03: Interessant ist auch dass er von einer Bevollmächtigung gesprochen hat die nicht da war.

00:09:07: Die Ministerin braucht keine Vollmacht für eine Entscheidung in ihrem Bereich Und er hat davon gesprochen dass er das irgendwie verhindern hätte können oder wollen.

00:09:17: Der Bundeskanzler in Österreich hat keine Richtlinienkompetenz, das heißt er ist erst untergleichen kann einer Ministerin nicht sagen wie sie abstimmen muss.

00:09:25: In Deutschland ist es anders.

00:09:26: da hätte der Scholz Richtlinie Kompetenz könnte dem Verkehrsminister sagen so wir machen jetzt Tempo hundert auf Autobahnen dass er so schwach ist und es nicht tut.

00:09:34: die seine andere Geschichte.

00:09:35: aber der Bundeskantler in österreich könnte das gar.

00:09:38: Da kann das hunderte Bellen peißen, nicht in dem Fall.

00:09:44: Aber es wird dem vermutlich noch relativ lautstark und unterhaltsam werden aber wir haben's schon in unserem Einstieg vor der Sendung besprochen.

00:09:52: Thomas Brudermann, Klimapsychologe von der Uni Graz.

00:09:55: Das nächste Extremwetter steht bevor.

00:10:01: Man kann quasi mitzählen man kann im Wirklichkeit die Stunden wahrscheinlich schon runterzählen, bis das nächste Extremwetter kommt.

00:10:09: Und da haben wir eine Frage vom Johannes Bekommann, Johannes sixundhanzig schreibt welche Folgen haben Extremwetteereignisse für die psychische Gesundheit?

00:10:18: Ja also man kann es nicht ganz allgemein beantworten aber es gibt erste Studien diese genau mit dieser Frage beschäftigen.

00:10:24: Es hängt natürlich davon ab was ist das Extremwettereignis jetzt?

00:10:27: ein extremer Hitzewelle ist etwas anders als eine Überschwemmung und wir wissen dass bei Hitze von über dreißig Grad lang einhält, dass da die Aggression in der Bevölkerung steigt.

00:10:38: Also die Zahl der Aggressionsdelikte steigt linear mit dem Temperaturanstieg ab einem Dreißig-Grad aus dem Temperatur.

00:10:45: Dann haben wir natürlich Dinge wie Überschwemmungen und Überflutungen die im Moment einmal Menschen aktivieren, aufregen und auch den Zusammenhalt fördern.

00:10:54: Aber das sind halt eher Dinge, die mal kurzfristig passieren.

00:10:57: Wo wir dann langfristige Folgen haben können ist bei denen, die von den Folgen unmittelbar betroffen sind.

00:11:02: Also da sehen wir Anzeichen für posttraumatische Belastungsstörungen kommt immer wieder vor bei Leuten

00:11:08: z.B.,

00:11:08: ihr Haus an die Fluten verlieren.

00:11:10: Und wir haben ein großes Thema in der Landwirtschaft.

00:11:13: Da wird sogar von so einer versteckten Mental Health Crisis gesprochen.

00:11:17: Das heißt, die psychischen Folgen von Extremwetter in der Landwirtschaft sind noch nicht besonders gut erforscht.

00:11:23: aber es gibt da Hinweise für Depressionen teilweise auch für erhöhte Suizidraten.

00:11:28: das hat ein Scoping-Review von einer deutschen Studiengruppe hergegeben.

00:11:33: Nicht ironisch gesprochen Bauern sterben wird dann neu definiert?

00:11:38: Ja also Das kann ich mir gar nicht lustig machen.

00:11:42: Ich

00:11:42: hab's dir nicht lustigt gemeint, sondern das ist ein Begriffbau an Sterben weil es halt Hilfe aufgegeben werden.

00:11:47: aber in dem Fall ist der psychische Druck so groß für Menschen die einen Hof bewirtschaften was ja nicht nur so viele Menschen machen an einer gesamten Bevölkerung gemessen und die wären dann unter Umständen alleingelassen mit ihrem Problem?

00:11:59: Ja also es gibt schon ein paar Hilfeangebote die aber erst im Aufbau begriffen sind.

00:12:03: Es ist aber auch so in der Landwirtschaft in Österreich Der Landwirt, die haben ja einen Nebenjob.

00:12:09: Es gibt eine extrem viel klein strukturierte familienbetriebene Landwirtschaft, die eh nicht genug trägt um sich da dann über Wasser zu halten.

00:12:17: Also die Leute machen das oft nebenberuflich und da ist dann die Verlockung schon groß auch diesen Job einfach aufzugeben damit die Anzahl der Bäuer und Bäuer auf diesem Wege auch eventuell sinken.

00:12:26: Und die Lebensmittelsicherheit?

00:12:28: Das ist auch so ein Begriff der gerade Karriere macht.

00:12:30: Die leidet dann ja weiterhin darunter oder

00:12:33: Ja, also das haben wir vorhin schon kurz angesprochen.

00:12:35: Also Lebensmittelsicherheit im Kontext dieses Renatierungsgesetzes ist natürlich nicht das Thema, es ist nicht das große Thema auch weil's da ja Ausnahmeregelungen gibt.

00:12:44: Wenn man jetzt wirklich Themen hätte mit der Lebensmittellsicherheit dann könnte man diese Flächen wieder öffnen.

00:12:50: aber ja, da bin ich jetzt kein Agrarökonom um das umfassend einzuschätzen.

00:12:55: Also erhöhte ja die Lebensmittelsicherheit, weil Bestäuber mehr Platz kriegen.

00:12:59: Weil Böden besser werden und so mit Tieren besser ausfallen.

00:13:02: also genau das Gegenteil.

00:13:04: halt wieder einmal wie oft mal augmentiert worden ist der Fall.

00:13:08: Ausnahmsweise ist es dann so wie es viele gern hätten.

00:13:11: bleibt's wie es ist dass was die Extremwetter kaputt machen wird durch das neue Gesetz gefördert und dann sind wir wieder dort wo man ist und sind.

00:13:19: Extreme Wetterfolgen könnten durch die Renaturierung abgemildert werden.

00:13:23: Wenn Flussläufe wieder renaturiert werden, mehr Platz kriegen dann wäre die Hoffnung dass dadurch weniger Überschwemmungsscheiden zustande kommen und im Landwirtschaftleben Bereich das eben die intensive Landwirtschaft mit extensiv genusten Flächen daneben auch noch besser funktioniert.

00:13:39: zu den Landwirten falls sich manche fragen warum die eigentlich nicht auf der Straße kleben muss doch die ersten Betroffenen und Opfer der Klimakrise sind.

00:13:47: Das ist im Moment deswegen nicht so sehr der Fall, weil sie noch großzügig entschädigt werden von der Hagelversicherung.

00:13:53: Aber das würde ihn längst nicht mehr erreichen.

00:13:55: Da springt dann die Bundesregierung mit ein Entschädigten und Wetterscheiden.

00:13:59: Die Frage ist wie lange können wir uns das leisten?

00:14:02: Weil es zu befürchten ist dass die Schäden irgendwann so groß werden, dass Versicherungen aussteigen.

00:14:06: und da die Bundesregierung irgendwann sagt... tut uns leid.

00:14:09: Das können wir uns nicht mehr leisten unter der angespannten Budgetlage, ja sie insofern werden landwirtig gut beraten sich schon jetzt für mehr Klimaschutz einzusetzen.

00:14:17: Sie sind langfristig sicher die am stärksten leiden

00:14:20: und alle anderen sowieso auch.

00:14:22: und wenn dann alle gemeinsam sowie jetzt zumindest publiziert eine stabile große Mehrheit zusammenbringen wie bei der Zustimmung zum Renaturierungsgesetz.

00:14:31: Zumindest in der Bevölkerung wie es in Österreich publiziert worden ist dann sind das noch einmal gute Nachrichten.

00:14:36: Null, achthundert, zwei, zwo, sechs, neun, nein, sechs oder null, sechsxvier?

00:14:41: Acht zu acht vier vier vier bei WhatsApp!

00:14:43: Wir

00:14:44: lassen wieder musizieren

00:14:45: und hören uns in wenigen Minuten wieder.

00:14:47: Deine Frage an die Sciencebusters

00:14:49: via WhatsApp.

00:14:49: NULL,

00:14:50: sechsXVIR,

00:14:51: achtzwei, acht, vier, vier...

00:14:54: wir haben es in der Sendung schon ein bisschen behandelt.

00:14:56: Es fliegen viele neue Begriffe In der Diskussion herum, Extremwetter, Lebensmittelsicherheit.

00:15:03: Da kann man darüber reden was ist jetzt ein Extremweter?

00:15:05: Was für wen wann ein Extrem Wetter ist?

00:15:07: beim Renaturierungsgesetz?

00:15:09: Ist klar!

00:15:09: Was das bedeutet?

00:15:10: Das ist eine Empfehlung, Gesetzesempfehlung und die ist dann beschlossen und dann muss das umgesetzt werden.

00:15:17: aber es gibt andere Begrifflichkeiten die auch ins Gerede gekommen sind und da hat der Ost keine Frage gestellt.

00:15:23: ins gerede Gekommen sind nämlich ist der Begriff Klimawandel noch zeitgemäß.

00:15:27: Wer nicht?

00:15:27: bezeichnungen wie Klimakrise oder Klimakatastrophe, oder sogar Klimakollapszutreffender Reinhard Starrers.

00:15:34: Soll man dabei bleiben eher der Wärmung, eher die Erhitzung?

00:15:37: Es gibt ja viele verschiedene Vorschläge!

00:15:40: Wir haben bei Science Busters & Friends beim Benefizhaben schon mal drüber gesprochen und da habe ich gemeint wenn man das Problem möglichst verharmlosen will und will dass möglichst wenig getan wird des Klimawandels das perfekte Wort.

00:15:53: also sagt es ruhig weiter wenn ihr wollt dass das noch viel extremer wird.

00:15:56: Warum?

00:15:57: Es ist so passiv, es ist so langsam.

00:16:00: Klimawandel hat das ja immer schon gegeben was ja nicht falsch ist.

00:16:03: also da sind wir fast unbeteiligt und schauen einfach ein bisschen zu.

00:16:06: und was soll man denn machen?

00:16:08: Das weitaus angenehmere Wort, angenehmer ist ein Versprecher.

00:16:12: Angemessenere Wort.

00:16:14: Deutlich unangenehme ist natürlich Klimanotstand, Klimakalastrophe.

00:16:18: Das widerspiegelt das, was da wissenschaftlich erfasst wird und was wir warnen.

00:16:24: aber es wird dann halt so unbequem dass man lieber bei dem Schwächernwort bleibt weil sonst könnte mehr wirklich in die Gänge kommen.

00:16:30: Ja

00:16:30: und es gibt's auch schon länger.

00:16:31: Klimawandel und Klimawandl wird ja zumindest mal persönlicher Eindruck langsam für immer mehr Menschen mitbeteilt gefühlt, nämlich mit der Bedeutung die ihr auch hart und dann setzt sie halt.

00:16:41: vielleicht der Begriff.

00:16:42: durch der nicht ganz akkurat ist, so wie im deutschsprachigen Raum das Mobiltelefon auch Handy heißt und nicht Mobiltelevon wie im angelsächsischen Raum.

00:16:50: Noch dazu haben wir zu Beginn dieser Krise mehr von Klimakatastrophe gesprochen.

00:16:54: Das kann man schön nachschauen.

00:16:56: in stenografischem Protokoll aus dem Nationalraten oder im Bundestag aus dem Deutschen sieht man dass ursprünglich klimakadastrophig engiger war.

00:17:04: Und dann ist was passiert in den USA.

00:17:05: und zwar haben republikanische Politikberater damaligen Präsidenten Busch empfohlen, Climate Change oder Klimawandel zu sagen.

00:17:13: Weil das dann eben so harmlos ist wie wenn man von Pittsburgh nach Florida auf Urlaub fährt und sie da.

00:17:19: ab dem Zeitpunkt hat sich Climate Change im englischen und im deutschsprachigen Raum weitgehend durchgesetzt und erst in letzter Zeit sind wir wieder übergegangen zur Klimakrise.

00:17:28: Und werdet es tatsächlich im Alltag in den Alltagsgesprächen in der Kommunikation der sinnvollere Begriff?

00:17:34: Natürlich, Sprache, Formdrealität.

00:17:36: Bestimmt wie wir Dinge wahrnehmen und wenn wir die Dinge verharmlosen auch globale Erwärmung ist übrigens eine Verharmlosung weil Erwährmung immer positiv, da bringt man nie jemand dazu zu denken oh da haben wir ein Problem wenn es wärmer wird.

00:17:50: Das ist ja fein, ne?

00:17:51: Der angemessene Begriff ist Erhitzung, weil Hitze ist Stress Und mit solchen Begriffen formt man Realitäten, formt mal Wahrnehmungen und dann eben Bereitschaften etwas zu tun oder nicht zu tun.

00:18:02: Der nächste Begriff, der diesbezüglich transformiert gehört ja oder was günstiger wäre ist glaube Klimaschutz.

00:18:10: Richtig, Klimaschutz tut so also wird das Klima ganz selbstlos ohne Eigeninteressen schützen weil es geht ja ums Klima.

00:18:17: Der richtige Bericht wäre natürlich Zivilisations- oder mittlerweile schon Demokratischutz, weil wir sehen dass Demokratien sogar ins Wanken kommen wenn die Krise größer und größer wird.

00:18:28: Persönlicher uns tatsächlich betreffen.

00:18:31: Das wollen wir nicht, wir wollen das lieber ein bisschen wegschieben, verharmlosen und machen auch etwas Klimaschutz aus selbstlosem Motiven weil wir so gut sind.

00:18:38: Also da hat der Oscar recht dass es andere Begriffe geben die nicht nur zeitgemäßer werden sondern ja sinnvoller wären um die Realität besser abzubilden.

00:18:48: aber kommen nochmal drauf zurück.

00:18:50: Die österreichische Wesensart neigte dazu, das zu nehmen was es schon lang gibt und was sie durchgesetzt hat.

00:18:57: Also ich habe da wenig Hoffnung dass du die da durchsetzt

00:19:00: hast.

00:19:00: Vielleicht können wir so stufenweise anfangen und vorübergehend von einem Klimanotständchen reden, sodass man es ein bisschen attraktiver macht Irgendwann auf die nächste Stufe dann kommen.

00:19:11: Das lassen wir jetzt auch spielen, ein Klimanotständchen, Nullachthundert, Zwozow, Sechsneinhalb, sechs ist die Telefonum unter dem man es erreichen kann und wir hören uns jetzt einen Klimaanotständchen an.

00:19:21: Der oder die Wanda oder gar die Band-Wanda hat eine Frage geschickt nämlich wie holt man die Desinformierten ins Boot ohne sie zu brüskieren?

00:19:31: Das ist ja die hohe Kunst im persönlichen Gespräch dass man Jemanden nicht belehrt, jemanden nicht zurechtweist und ihm nicht abkanzelt.

00:19:41: Wenn er einem an Unsinn erzählt oder wenn er zu wenig weiß oder wenn einer falsche Information aufgesessen ist was sind da Handreichungen in so einem Gespräch das man im Gespräch bleibt?

00:19:51: Thomas Brutermann Klimapsychologin der Uni Kratz Was ist da dein Team?

00:19:55: Das wahrscheinlich eine der schwierigsten Fragen die es in der Klimakommunikation gibt.

00:19:59: Na die Frage ist ganz einfach.

00:20:00: Die Antwort ist glaube ich schwierig.

00:20:01: Ja das ist auch möglich.

00:20:03: Mich überfordert schon die Frage Aber Wir müssen uns halt auf die Augen halten, dass in meinen Fakten – wir sind keine Fakenverarbeitungsmaschinen als Menschen.

00:20:10: Sondern wenn wir es mit Faken zu tun haben laufen sie durch ein Filter von Weltbildern und Einstellungen oder Erfahrungen.

00:20:18: Und sehr oft passiert das dann aber leider, dass die Fakte, die da auf unsere Filter prallen, im Konflikt sind mit den Einstellung- und Weltbilder.

00:20:27: Wenn das passiert, also Fakta gegen Weltbilden verliert meistens die Faktum.

00:20:32: Die Weltbilde sind stärker!

00:20:34: Die Frage ist also, wie können wir Fakten so präsentieren, dass sie zu den existierenden Weltbildern auch basten?

00:20:41: Und vielleicht müssen wir uns da für verschiedene Zielgruppen verschiedene Erzählungen überlegen.

00:20:46: Ja, für Leute die ökonomisch orientiert sind, da kann man über diese massiven Schäden und die Kosten reden.

00:20:52: Für Leute, die vielleicht eher ein nationales Sicherheitsbedürfnis haben, kann man ja durchaus auch über Unabhängigkeit, über Energieautarkie und über diese Dinge reden um zumindest einmal einen Eintrittspunkt zu haben.

00:21:03: Wir können aber Menschen jetzt nicht übernacht vom Gegenteil überzeugen, wenn sie eine sehr starke Meinung haben.

00:21:09: Also wir können ins Gespräch kommen und wir können richtigen Fragen stellen oder zum Reflektieren einladen.

00:21:14: Aber mit moralischen Zeigefinger und Beläern kommen meistens nicht besonders weit.

00:21:18: Wenn man jetzt aber nicht genug eigenes Fachwissen hat um wirklich entgegen zu halten was ja z.B in meinem Leben ganz oft ist ich habe halb Wissen, Viertelwiesel, Achtelwissen auf vielen Gebieten aber richtiges Fach-Wissen bringen ja kaum einmal mit Was macht man denn da an?

00:21:33: Ja, man kann natürlich immer auf die Online-Videos um Reinhard Steuern und Kolleginnen verweisen.

00:21:38: Also da gibt es ja sehr viel Informationen aus verlässlicher Quelle.

00:21:42: Also dann sollte man sich ein T-Shirt drucken lassen wo QR-Codes drauf sind, die direkt zu den Videos führen und dann können die Leute das Handy auf dem Oberkörper halten und die Gäste wiederhauen?

00:21:51: Auf T-shirts auf Einwegbechern also wobei was euch noch mal findet!

00:21:54: Wobei YouTube gefährlich ist... Es gibt ja viele YouTube University Absolventinnen, die halt leider in das falsche Mauseloch geraten und dort nicht mehr rausfinden.

00:22:02: Das war's.

00:22:04: Wichtig ist vielleicht dann, man kann Dinge anders darstellen.

00:22:07: Beiden zum Beispiel hat sowas ähnlich wie den Green Deal gemacht aber ihn ganz bewusst nicht so genannt sondern Inflation Reduction Act.

00:22:14: im Grunde ist ein großes Klimaschutzprogramm.

00:22:17: alle sind dafür weil es geht in erster Linie darum die Energiepreise herunter zu bringen die Inflations reduzieren.

00:22:23: also ich werde dafür den Green Deal ähnlicherweise umzubenennen.

00:22:26: das habe beim Renaturierungsgesetz jetzt ja endlich gut funktioniert.

00:22:30: man hat über Naturschutz und nicht über Klima Schutz geredet.

00:22:33: Mehrheit da.

00:22:34: Aber Inflationsreduzierungspakt

00:22:39: ist ein bisschen spärig, aber wir sind alle dafür dass die Inflation niedriger sein soll.

00:22:43: bei Green Deal ist schon fast eine Parteizuordnung mit drin.

00:22:47: Da fühlen sich sehr viele schon einmal priskiert.

00:22:49: Also die nächste große Aufgabe für euch in der Wissenschaft ist also den Green Deal neu zu frame'n.

00:22:56: Sind wir gerade dabei

00:22:57: Bin ich schon sehr gespannt, welche Titelvorschläge es da gibt oder wenn auch ihr Titelforschläge habt.

00:23:02: Sie-Titelvorschläge haben bitte gerne an

00:23:21: Und

00:23:26: die Elke hat uns kontaktiert und eine Sprachnachricht via WhatsApp geschickt.

00:23:30: So, hallo

00:23:31: mein Name ist Elke ich habe Landwirtschaftsplanung auf der Universität Japanenkultur studiert bin glaube ich seit von zwanzig Jahren als Planerin auch selbstständig und freue mich ganz besonders dass so dieser systemische Ansatz sich auch in diesem Renaturierungsgesetz abbildet und mich würde interessieren wie man Menschen für begeistern kann auch systemisch zu denken oder auch Grenzen und Möglichkeiten die wir auch im Umgang mit der Natur haben wahrzunehmen.

00:23:58: Ich bin dank für den Einsatz der beiden Wissenschaftler, die heute zu Gast sind und vielleicht gibt es Zeit für die Beantwortung meiner Frage.

00:24:06: Und tatsächlich geben wir sowohl den Dank als auch die Frage weiter.

00:24:09: zuerst Thomas Brudermann.

00:24:12: Also wie begeistern wird die Menschen fürs systemische Denken?

00:24:16: Wenn man sich nicht begeistern, wissen wir.

00:24:18: Also wenn wir reden von Verzicht, vermeiden, verboten und Schuldindividualisierung betreiben, das heißt ich als Konsument bin schuld, dann begeistert man Menschen nicht, dass man sofort in dieser Negativspirale... in dieser Ablehnung.

00:24:29: Ganz ganz kurz, was ist eigentlich systemisches Denken?

00:24:32: Das ist euch klar.

00:24:33: aber das ist ein sperriger Begriff der mir im Alltag selten über die Lippen kommt.

00:24:37: Ja also es geht darum dass man eben nicht in einfache Ursache Wirkungsgefügen denkt oder Zusammenhänge sondern eigentlich in Kreisläufen und Feedbacks.

00:24:45: d. h. wir schauen uns jetzt nicht so ansel ursachen Wirkunsgefügungen sondern wir schauen wirklich das gesamte System an das relevant ist Und das fällt uns intuitiv nicht zu leicht weil unser Gehirn sich halt so entwickelt hat dass es auf diese einfachen Mechanismen trainiert wurde.

00:25:01: Man kann aber diese systemische Denken schon lernen.

00:25:03: Am besten geht das, wenn man es spielerisch macht und dafür gibt's auch Zugänge.

00:25:06: also schon in den Achtzigerjahren und davor hat der Frederik Fester zum Beispiel für Brettspiele entwickelt später Computerspiele, das heißt Ecopolisie wo man da so ein bisschen lernen kann.

00:25:15: Es gibt jetzt auch ein sogenanntes Weltklimaspiel, dass in Österreich ja auch rumtourt, also wo man damit spielen kann und wo mal dieses systemischen Zusammenhängen sich auch spielergisch aneignet kann Und ich glaube das ist der Weg rein theoretisches sowas immer schwierig

00:25:30: gibt er recht.

00:25:31: und trotzdem bin ich natürlich auch derjenige, der sagt wir brauchen mehr wie Spielspielerische Zugänge.

00:25:37: Wir brauchen schon ein Klartext speziell wenn die Situation so ernst ist dass es wirklich existenzbedrohend ist und da glaube ich schon das Erwachsenen Menschen die volle Härte der wissenschaftlichen Erkenntnis zumutbar ist und ich mache das auch immer wieder, dass ich es ganz deutlich benenne.

00:25:54: Es braucht glaube verschiedene Kommunikationsformen – die einen sprechen mehr auf das eine an die anderen mehr auf des Andere.

00:26:00: Was ich vermeiden will, ist, dass man uns in zwanzig Jahren sagt wir hätten doch deutlich zu schwach gewarnt und damit spielen durchs Land getourt wo's doch schon so ernst war.

00:26:09: also das kann man mir dann glaube nicht vorwerfen.

00:26:11: Das ist ja gut so.

00:26:12: Dann werfen wir es dem Thomas Brutermann vor?

00:26:14: Ja,

00:26:14: sehr gerne!

00:26:15: Es ist ein schmaler Grad.

00:26:16: also wenn man eben diese drastische Wahrheit aussprennt.

00:26:18: ich bin dafür dass wir das machen aber das löst halt einmal vor allem negative Gefühle aus und negative Gefülle verängern den Blick, verengen den Zeithorizont und das ist eigentlich genau das was man nicht braucht.

00:26:28: mit einem komplexen Herausforderung umgehen da brauchen wir eigentlich einen breiten Blick unter lange Perspektive und dann brauchen wir auch irgendwie etwas Hoffnungsmachen, was Positives.

00:26:37: Und das ist aber ein sehr schmalers Grad.

00:26:39: Wichtig in dem Zusammenhang ist natürlich auch immer zu betonen, dass wir das noch drehen können.

00:26:43: Dass es jetzt nur in unserer Hand haben und nicht verloren ist... das Positivste an der Sache, dass man kommunizieren kann.

00:26:53: In zehn, fünfzehn Jahren wird schon schwieriger das zu sagen wenn wir die Emissionen weltweit nicht runterbringen.

00:26:58: Also anders gesagt viel positiver wie jetzt wird es gerade nicht und das muss man betonen.

00:27:04: Das sage ich auch immer dazu, dass jetzt das Zeitfenster wird zu tun und nicht zu warten.

00:27:11: Spieleabende schon veranstalten, aber mit der Partybremse beginnen und dann die Leute gut gelaumt in den Nacht entlassen.

00:27:19: Ja wie auch immer die beste Reihenfolge ist!

00:27:21: Das müssen wir im Experiment nachtesten wahrscheinlich.

00:27:24: Der Philipp Blom erzählt da immer diese drei Phasen im Leben des Klimaschützers.

00:27:27: Die erste Phase ist der Optimismus.

00:27:29: Wir schaffen das.

00:27:30: Die zweite Phase ist ein Pessimismus.

00:27:33: Oje, wir haben gar nichts geschafft.

00:27:34: Und die dritte Phase ist Alkoholismus.

00:27:37: Was wird dann wieder zur Party passen?

00:27:38: Und zum Bundeskanzler, der ja sagt entweder Alkohol oder Psychopharmakas sind die Lösungen für Stimmungsschwankungen im Alltag... Ja, falsch.

00:27:46: Für politisch lösbare Probleme, die nicht gelöst wurden ist das die Lösung.

00:27:51: Nullatunter

00:27:53: zu, zwei, sechs, neun, neunein.

00:27:55: Sechs ist die Telefonnummer.

00:27:56: Ich glaube wir haben dann noch einen Anruf und vielleicht gibt es da eine Frage aus und dann gleiten wir in den Sommer machen das mit Musik.

00:28:05: Bei uns an der Leitung ist jetzt der Yogi, aber nicht Yogi Löw, der uns verraten möchte wie sein Tipp für's heutige Abendspiel Österreich Frankreich lautet sondern Yogi der schon zerst die ähnliche Frage stellen wollte wie die Elke.

00:28:18: und jetzt aber mit einer Folgefrage wieder Zusatzfrage wie man im Nationalrat dazu sagt.

00:28:24: in der Leitung ist Hallo Yogi!

00:28:26: Ja vielen Dank für den Empfang Yolo Yogi da, ich sage auch schon vorab, danke schön für den ganzen neuen Input und neuen Perspektivenwechsel.

00:28:34: Ich bin positiv ordnungsvoll geladen.

00:28:37: Und meine Frage wäre es ob wir's vielleicht auch legitim machen können oder wählbar machen können so dass die Lösung auch gezerrten wird zum Beispiel selbstständiges Denken Wirtschaften oder Leben?

00:28:49: Ich geb' die Frage einfach weiter.

00:28:51: Also ökonomischer Ausdruck!

00:28:55: Puh!

00:28:56: Also, ich würde ganz grundsätzlich immer so antworten.

00:28:59: An erster Stelle steppe mir immer Problembewusstsein.

00:29:02: Ich glaube es kommt nur dann eine Handlungsbereitschaft zustande wenn wir einsehen dass wir wirklich ein drastisches Problem haben das unsere Existenz kosten könnte.

00:29:10: Das Zweite ist dann eben andere Bewilligkeiten zweilens Zivilisationsschutz sozusagen statt Klimaschutzsystem ist das Ganze so zusammenzufassen was es um unsere Existenz geht die da tatsächlich am Spiel steht.

00:29:25: Und wenn wir das dann begriffen hätten, dann käme man dann zu Detaillösungen wie weniger Fleisch ist nicht nur gut fürs Klima sondern auch gesünder.

00:29:33: Du lebst länger wenn du weniger Fleisch isst und du lebst da länger wenn auf der Autobahn nicht so schnell fährst weil das Umfeldrisiko und die Todeszahlen sinken.

00:29:41: also da könnte natürlich den Fokus verschieben weg von Klima hin zu anderen Dingen die ebenfalls dafür sprechen.

00:29:49: Also ich finde auch, wir sollten jetzt schon selbst verantwortungsbewusstes Handeln fördern mit Subventionen und anderen Möglichkeiten.

00:29:56: Also das wäre jetzt schon ein hauptnungsvoller Druck um

00:29:58: zu vermitteln ja in diese Richtung wollen wir Genau!

00:30:02: Und es wird Rahmenbedingungen brauchen die nur vom Gesetzgeber kommen können.

00:30:06: Das würde dann eben in Form von Geh-und Verbotengehen oder indem man wirtschaftliche Anreize setzt CO² einen Preis gibt und Bahnfahren zum Beispiel billiger macht.

00:30:16: Und es schwingt ein bisschen mit das Thema Ermächtigung.

00:30:19: Sehr oft fühlt man uns ja beim Thema Klima ein bissel ja ohnmächtig, hilflos – was kann ich allein schon machen?

00:30:26: Ich glaube da braucht's auch neue Denkansätze.

00:30:29: Vielleicht ist Optimismus doch gar nicht die richtige Kategorie.

00:30:32: vielleicht ist es eher zu überlegen Was kann ich eigentlich in meinem Handlungsfeld machen und was nicht und was kann ihn nicht beeinflussen.

00:30:38: wer nächster amerikanischer Präsident wird kann ich nichts machen, ja.

00:30:42: Aber was in meinem Unternehmen passiert oder was vielleicht in meinen Freundeskreis passiert?

00:30:46: Da habe ich Hebel, da habe ich eine gewisse Mächtigkeit und auf die kann man sich dann ja stützen.

00:30:53: Also danke für deinen Anruf und deine Anregung Jogi!

00:30:57: Und die beiden Herren sind aufgerufen da jetzt tätig zu werden und die Politik umzugrempeln.

00:31:03: Ja, ich danke Ihnen.

00:31:04: Danke, Klima!

00:31:05: Dankeschön auf den Vorbilder!

00:31:08: Wir spielen jetzt auch eine Platte und dann ist es, glaube ich noch höchste Zeit für die Verabschiedung in den Sommer.

00:31:15: für Fragdesigns war das alles rund ums Klima aber wir kommen ihm wie gesagt im Herbst spätestens wieder.

00:31:21: Und die Evelyn hat uns noch geschrieben über WhatsApp.

00:31:23: Sie ist selber Landwirtin und wenn sie mit ihren Kollegen-Kollegen entspricht, sagt sie da gibt es wenig Verständnis für Klimaschutzmaßnahmen.

00:31:31: Ihre Kolleginnen und Kollegen Bauernbauerinnen fühlen sich ständig angegriffen und die Zitier ständig muss ich mir anhören.

00:31:37: Schreibt sie dass die EU Vorreiterin in Klimaschutz spielen will und wir müssen dafür bezahlen weil die restliche Welt sich einen Scheiß drum schert und wir wirtschaftlich von China überrollt werden.

00:31:48: Was soll ich darauf sagen?

00:31:49: Was soll die Evelyn darauf

00:31:50: sagen?".

00:31:51: Ja, also das sind perfekte Ausrede.

00:31:53: Man hat immer das Gefühl, China tut nichts und wir fühlen uns dann in Europa so klein und machtlos.

00:32:00: Es ist aber eigentlich nicht so reiner, oder?

00:32:02: Nein es ist nicht so.

00:32:02: China wird seine klimapolitischen Ziele fünf Jahre früher erreichen wie angekündigt währenddessen die EU sein Ziel für zwanzig-dreißig voraussichtlich nicht erreichen wird außer ein Sender zu den politische Rückenwind.

00:32:16: Das heißt, wir zeigen eigentlich auf jemand der historisch viel weniger Emissionen vorsagt hat.

00:32:21: Der seiner Verpflichtung voraus ist währenddessen wir unserer Verantwortung nicht gerecht werden.

00:32:26: Das ist verantwortungslose Poetik und darüber kann man sie nur mit Ausreden hinweg schwindeln.

00:32:30: Das tun wir tagtäglich, weil wir ihn mal auf China zeigen.

00:32:33: Als Kind hat man mal gelernt, man sollte nicht immer auf die anderen zeigen, sondern man soll es sich selber anfangen?

00:32:37: Ja das war eben das Bibelzitat aber in Wirklichkeit im Alltag.

00:32:41: als Kind hat er erklärt nicht mit nackten Finger auf angezogene Leute zu zeigen.

00:32:46: Das war Frage Designs, passt das?

00:32:48: Ausgabe siebenunddreißig die letzte vor der Sommerpause.

00:32:51: Danke Eberlin für deine Frage!

00:32:53: Danke an alle, die Fragen gestellt haben.

00:32:55: wir sind noch ein zwei Fragen offen geblieben.

00:32:56: Die werden wir uns bemühen entweder... direkt zu beantworten oder im Rahmen einer FMV-Kolumne, wo wir das dann beantwortet.

00:33:04: Danke Thomas Brodermann, danke Reinhard Steurer für die Antworten auf die Fragen, auf die komplizierten Fragen teilweise einfache Antworten gegeben haben.

00:33:14: Wenn es noch Fragen gibt, pläte an seinsbastags.fmv et ORFAT oder die Social Media Kanäle von FMV oder mehr von uns gibt's auch in Podcasts oder live.

00:33:22: die nächste Sendung am sechzehnten neunten.

00:33:25: Lineup steht doch nicht fest!

00:33:39: Heute wissen wir das Line-Up natürlich, beziehungsweise haben wir vermutlich sogar längst vergessen.

00:33:43: Aber man kann ja nachschauen und am sechzehnten September, im Jahr ist es mit mir im Studio wieder Reinhard Steuerer und Andreas Jäger.

00:33:53: Und was im Sommer dazwischen los war zwischen den beiden Ausgaben und der Herbst gebracht hat – und das war ein spektakulärer September!

00:34:01: Das hören wir ab nächsten Montag.

00:34:03: Im Rahmen des Sommerspecials unseres Podcasts aus umsweise jede Woche Montag überall, wo es Podcasts gibt.

00:34:33: November im Cabaret Niedermeyer.

00:34:40: Sternengeschichten live, von und mit Florian Freistädtertouren auch im Herbst weiter unter anderem nach Lübeck, Hamburg führt und Erfurt usw.

00:34:49: Infos unter sternengeschichtspunktlive.

00:34:52: Und auch der dritte in Bunde Martin Moda bereitet einen Soloabend vor mit dem Titel Superintelligenz oder Sau-Trotl Prämiere am neunzehnten Jänner, twenty-seven in der Kulisse Wien.

00:35:04: Seine Termine finden sich unter martinmoda.at.

00:35:08: Danke an die Unigerats und die TU Wien, die die Produktion des Podcasts unterstützen.

00:35:12: Danke fürs Enteignen, Versichern, systematisch Denkenlernen, verharmlosen Renaturieren und was man sonst noch alles mit einem Podcast anstellen kann.

00:35:19: Bis zum nächsten Mal!

00:35:20: Tschüss und habe die Ehre.

Über diesen Podcast

Der Science Busters Podcast ist ein Podcast der Science Busters. Das trifft sich insofern sehr gut, weil der Name leicht zu merken ist.

Seit 2007 gibt es die Science Busters als Wissenschafts-Show-Projekt. Auf der Bühne, auf Radio FM4, als Bücher, als Lehrveranstaltung und TV-Sendungen. Und ab 2021 auch als Podcast. Weil fast immer mehr zu einem Thema zu sagen wäre, als im jeweiligen Format Platz hat. Nachhaltige Wissenschaftskommunikation, wenn man so will, lehrreich, unterhaltsam und durchgehend in Stereo.

In jeder Folge wird eine aktuelle Frage der Hörerschaft beantwortet, oder zwei. Und ein Thema umfassend beackert. Am Ende gibt es Tipps und Empfehlungen. Um Eigenwerbung zu vermeiden, muss immer einer die Arbeit seines Gegenüber bewerben.

Science Busters Podcast - transparent, unbestechlich, bürgernah
Tiere können der Handlung nicht folgen.

Produziert mit Unterstützung der Universität Graz und der TU-Wien

Kontakt: podcast@sciencebusters.at

von und mit Martin Puntigam, Martin Moder, Florian Freistetter

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