Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Martin Puntigam: Ausgabe 145 des Science Busters Podcasts und heute heißt es,
Martin Puntigam: die Sonne steht schon hoch am Himmel.
Andreas Jäger: Und mit Solar Cooling kann man zwar die Klimakatastrophe nicht aufhalten,
Andreas Jäger: aber sie vielleicht besser aushalten.
Martin Puntigam: Ausgabe 145 Designs-Wassers-Podcasts, wie immer unterstützt von der Uni Graz und der TU Wien.
Martin Puntigam: Mein Name ist Martin Puntigam und mein Gesprächspartner heute,
Martin Puntigam: kann ich sagen, mir gegenüber sitzt, weil schon irgendwie, aber halt entfernt
Martin Puntigam: gegenüber sitzt, Andreas Jäger, Meteorologe und Wissenschaftskommunikator. Hallo.
Andreas Jäger: Hallo.
Martin Puntigam: In der letzten Ausgabe 144 haben Martin Moda und ich unter anderem gesprochen über Standvermögen,
Martin Puntigam: zufällige Entdeckungen, glückliche Rentner mit Bluthochdruck,
Martin Puntigam: wo man die besten akademischen Titel kaufen kann, den Unterschied zwischen Tadalafil
Martin Puntigam: und Sildenafil und ob Blumen Viagra lieber mögen als Cialis.
Martin Puntigam: Heute geht es unter anderem um die vergangenen Hitzewellen, dass der Sommer
Martin Puntigam: 2026 aus Sicht des Sommers 2050 vermutlich noch ein paradiesischer gewesen sein wird, Solar Cooling,
Martin Puntigam: Energiegemeinschaften, E-Mobilität, Gutes speichern und nicht so Gutes speichern
Martin Puntigam: und wenn noch Zeit ist, sprechen wir über El Nino und zwar über Super El Nino
Martin Puntigam: und was daran so super ist.
Martin Puntigam: Bevor wir uns aber damit beschäftigen, warum Super El Nino deutlich weniger
Martin Puntigam: vergnüglich ist als Super Mario, eine kurze Produktinformation.
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Martin Puntigam: Andreas, Sommer 2026 ist vorbei, es ist Herbst geworden, es ist kühler geworden,
Martin Puntigam: es ist das eingetreten, was zu befürchten war, nämlich, dass es so weitergeht
Martin Puntigam: wie immer und so getan wird, als hätte es diesen katastrophalen Hitzesommer gar nicht gegeben.
Martin Puntigam: Aber in deiner Blase, in deiner Branche Klima und Meteorologie gibt es einen Witz dazu, oder?
Andreas Jäger: Ja, 2026 ist nämlich der kühlste Sommer der nächsten 100 Jahre. Es ist ein Trauer.
Martin Puntigam: Und es hat natürlich einen bitteren Beigeschmack, weil es ist eigentlich weniger
Martin Puntigam: ein Witz als eine Sachverhaltsdarstellung, weil nach all dem,
Martin Puntigam: und wir haben das auch schon öfter in unseren FM4-Sendungen,
Martin Puntigam: Frag Designs Passers Live besprochen, was publiziert wird, auch im Sachstandsbericht.
Martin Puntigam: Und natürlich, die Studien haben alle ein bisschen eine Verzögerung.
Martin Puntigam: Die Daten, die dann publiziert werden, sind auch schon ein bisschen älter. Aber nicht nur deshalb
Martin Puntigam: kommen die Katastrophen und globalen Temperaturerhöhungen und die Extremwetterereignisse
Martin Puntigam: immer massiver und schneller und ärger, als man es eigentlich erwartet hat.
Andreas Jäger: Absolut. Also 2015 beim Pariser Klimaabkommen, wo alle so glücklich waren,
Andreas Jäger: dass sich die Chinesen und die Amerikaner endlich zusammengefunden haben und
Andreas Jäger: man gemeinsam am Strang zieht, da ist man noch davon ausgegangen,
Andreas Jäger: wenn wir uns anstrengen, dann schaffen wir noch die 1,5 Grad.
Andreas Jäger: Ja, aber das müssen wir halt schon was tun. Aber die 2 Grad,
Andreas Jäger: die sollte man so oder so schaffen.
Andreas Jäger: Und jetzt ist es so, dass wir jetzt schon ein paar Jahre 1,5 Grad haben.
Andreas Jäger: Also das Ziel ist, das ist gegessen, der Kars ist gegessen.
Andreas Jäger: Und das 2 Grad Ziel, also da gibt es ehrlich gesagt auch nicht mehr sehr viel
Andreas Jäger: Hoffnung. Also das ist uns entglitten, das Klima schwingt leider weiter nach
Andreas Jäger: oben. Und deswegen, ja, also das ist ein Sommer.
Andreas Jäger: Der nächste kann schon wieder kühler werden, aber 2026, das können wir uns dann langsam gewöhnen.
Martin Puntigam: Und das kann ja in den nächsten 10, 15, 20 Jahren sogar bis zu 45 Grad in den
Martin Puntigam: Städten kommen als Spitzen.
Martin Puntigam: Und das ist gar nicht unwahrscheinlich, weil es gibt ja eine gewisse Verzögerung.
Martin Puntigam: Also das, was wir 2026 erlebt haben, ist ja nicht die unmittelbare Auswirkung
Martin Puntigam: von 2025, wo es ja Österreich geschafft hat, wieder mehr CO2 in die Atmosphäre abzugehen.
Martin Puntigam: Also in den Jahren davor war es besser, da hat man weniger CO2 abgegeben,
Martin Puntigam: aber mit Regierungswechsel und
Martin Puntigam: eben einer Regierung, die was Klimaschutz betrifft, Und mit unehrgeizig,
Martin Puntigam: schmeichelt man diese Regierung noch.
Martin Puntigam: Da haben wir es geschafft, noch mehr abzugeben. Aber in Wirklichkeit ist die
Martin Puntigam: Verzögerung ja fast 20 Jahre. Also das, was wir 2026 erlebt haben,
Martin Puntigam: das haben wir vor 20 Jahren verbrochen, oder?
Andreas Jäger: So kann man das sagen. Wenn wir jetzt aufhören, und das reden alle nur,
Andreas Jäger: wir haben uns nicht gesteigert. Aber das Hauptproblem ist, wir müssten ja aufhören
Andreas Jäger: damit, CO2 rauszulassen.
Andreas Jäger: Nicht nur nicht steigern, sondern es müsste zurückgehen ganz massiv.
Andreas Jäger: Und es ist tatsächlich so, wenn wir heute kein CO2 mehr in der Atmosphäre blasen
Andreas Jäger: würden, weltweit, was natürlich nicht möglich ist, aber wenn wir das machen
Andreas Jäger: würden, würde Temperaturen trotzdem noch steigen, weil der aktuelle CO2-Gehalt
Andreas Jäger: global gesehen noch nicht im Klimagleichgewicht ist.
Andreas Jäger: Also wir kriegen das sogenannte Overshooting zusammen. Wir kommen dann über
Andreas Jäger: zwei Grad rüber und dann müssen wir es aber so schauen, wie wir CO2 aus der
Andreas Jäger: Atmosphäre kriegen. Aber ich wäre schon mal froh, wenn wir es schaffen würden,
Andreas Jäger: die Quellen versiegen zu lassen.
Martin Puntigam: Der Overshoot haben wir auch schon öfter bei FM4 gehabt. Klingt wie eine Fortsetzung
Martin Puntigam: eines Karl-May-Romans.
Martin Puntigam: Das ist auch eine sehr beliebte Ausrede momentan. Ja, Oberschut ist blöd,
Martin Puntigam: da hat man halt einmal über die Stränge geschlagen, aber dann erfinden wir lauter
Martin Puntigam: tolle Sachen und dann kriegen wir das bis Ende des Jahrhunderts wieder in den Griff.
Martin Puntigam: In Wirklichkeit sind dann aber bis dahin, wenn ich es richtig verstanden habe,
Martin Puntigam: so viele Dinge kaputt oder gekippt, dass man sie nicht mehr reparieren kann.
Martin Puntigam: Und es ist natürlich auch eine Ausrede dafür, so weiterzumachen wie bisher.
Martin Puntigam: In Österreich, wo wir uns am besten auskennen, ist es ja politisch so,
Martin Puntigam: es gibt jetzt ein Klimagesetz, das kaum der Rede wert ist und gleichzeitig führen
Martin Puntigam: sehr viele Politiker, Politikerinnen, aber auch in den Medienlisten.
Martin Puntigam: Das Wort Anpassung in den Reden.
Martin Puntigam: Das heißt, man muss nur schauen, dass es nicht zu heiß wird,
Martin Puntigam: dann kann man das schon alles überleben und irgendwie wird schon irgendwann
Martin Puntigam: irgendein Wundermittel daherkommen und dann kriegen wir das in den Griff.
Martin Puntigam: Was das so tut, als wären es zwei verschiedene Dinge, ist in Wirklichkeit ja,
Martin Puntigam: beides. Also wir müssen was gegen die Klimakatastrophe unternehmen, die schon stattfindet.
Martin Puntigam: Die kann man leider nicht in die Zukunft legen. Die Klimakatastrophe hat begonnen
Martin Puntigam: und wir können nur schauen, dass sie nicht noch schlimmer wird,
Martin Puntigam: als sie ohne dies schon ist.
Martin Puntigam: Oder sich ankündigt zu werden. Da gibt es leider schlechte Vorzeichen dafür
Martin Puntigam: und wir müssen uns aber auch anpassen.
Martin Puntigam: Jetzt ist die Stimmung natürlich so, wie sie schon im Sommer erwartbar war.
Martin Puntigam: Es gibt Klassenzimmer ohne Klimageräte, es gibt Krankenhäuser,
Martin Puntigam: Pflegeheime ohne Klimageräte.
Martin Puntigam: Das heißt, die Menschen, die dort arbeiten, ausgebildet werden,
Martin Puntigam: wohnen. Die müssen davon ausgehen, dass sich auch bis zum nächsten und übernächsten
Martin Puntigam: und zum nächsten Hitzesommer niemand darum kümmert, dass sie es besser haben und aushalten können,
Martin Puntigam: Aber Anpassung ist ja nicht nur eine Ausrede, sondern es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig, oder?
Andreas Jäger: Es bleibt uns nichts anderes übrig. Mit dem, was wir jetzt haben,
Andreas Jäger: müssen wir leben und hoffen, dass es nicht allzu schlimm wird.
Andreas Jäger: Aber wir müssen uns anpassen und zwar gleich, weil man kann ja keinem 80-Jährigen
Andreas Jäger: oder einer 80-Jährigen zumuten, dass sie in einer überhitzten Wohnung den nächsten
Andreas Jäger: Sommer schon wieder sitzt.
Andreas Jäger: Das ist ja alles tödlich, das ist ja alles nicht lustig. Bei mir persönlich
Andreas Jäger: zum Beispiel, ich bin den ersten Sommer regelmäßig im Homeoffice,
Andreas Jäger: wo ich sage, das geht einfach nicht mehr. Ich muss ein bisschen kühlen hier auch.
Andreas Jäger: Das ist mir jetzt zu viel. Vor zehn Jahren habe ich es noch ausgehalten,
Andreas Jäger: aber jetzt, ich merke es einfach von der Arbeitsleistung und von allem.
Andreas Jäger: Also wir alle müssen jetzt was machen und da ist das Schlagwort,
Andreas Jäger: kann nur sein Solar Cooling. Also woher nämlich die Energie für die Klimaanlage.
Martin Puntigam: Was versteht man da drunter?
Andreas Jäger: Unter Solarcooling versteht man, dass ich die Energie für die Klimaanlage direkt über die Sonne habe.
Andreas Jäger: Weil es passt zufälligerweise perfekt zusammen. Wenn die Sonne scheint,
Andreas Jäger: ist heiß und wenn die Sonne scheint, arbeiten die PV-Anlagen wunderbar.
Andreas Jäger: Dann nehme ich diesen Überschussstrom und betreibe damit die Klimaanlagen auch
Andreas Jäger: in der Nacht, weil ich über die Speicher, die es mittlerweile gibt,
Andreas Jäger: sozusagen diesen Sonnenstrom auch in der Nacht zur Verfügung habe.
Andreas Jäger: Das wird weltweit teilweise schon vorexerziert.
Martin Puntigam: Was bedeutet das denn konkret? Wenn du in,
Martin Puntigam: deinem Haus, deiner Wohnung, wo du arbeitest, wo du die Sommer in Homeoffice
Martin Puntigam: verbringen möchtest, ohne dass du die möglichst wenig bewegst und trotzdem schwitzt
Martin Puntigam: und das kaum aushaltest, was musst du denn da unternehmen?
Martin Puntigam: Weil das hat ja auch Konsequenzen. Also wenn man die Wärme von drinnen nach
Martin Puntigam: außen bringt, dann ist sie ja draußen. Die ist ja nicht weg,
Martin Puntigam: sondern dann ist es draußen wärmer.
Martin Puntigam: Kann man sagen, ja, da ist es sowieso warm, aber das hat ja,
Martin Puntigam: glaube ich, Konsequenzen, wenn ich es richtig verstanden habe.
Martin Puntigam: Was musst du denn konkret unternehmen, dass es in der Wohnung zumindest aushaltbar
Martin Puntigam: ist, wenn man kaum noch rausgehen kann? Was bedeutet denn das tatsächlich Schritt
Martin Puntigam: für Schritt für dich jetzt?
Andreas Jäger: Also man wird sich in der Wohnung in irgendeiner Form eine Klimaanlage einbauen
Andreas Jäger: müssen oder eine mobile nehmen, dass man sich wenigstens ein bisschen kühlt.
Martin Puntigam: Außer man lebt halt auf einer Seehöhe, wo man es trotzdem aushalten kann, oder?
Andreas Jäger: Ja, aber ich gehe jetzt davon aus, wir hatten ja diesen Sommer auch Nachtrekorde.
Andreas Jäger: Also das waren ja fast 28 Grad.
Andreas Jäger: Also es war ja irrsinnig heiß in der Nacht. Wir schlagen ja nicht nur die Nachmittagsrekorde,
Andreas Jäger: sondern auch die Nachtrekorde. Also man kann es ja gar nicht mehr holen.
Andreas Jäger: Ich habe ja nicht mehr diese kühle Nacht wie früher.
Andreas Jäger: Das war diesen Sommer einfach nicht gegeben. Das heißt, ich werde es ohne irgendeine
Andreas Jäger: Klimaanlage in irgendeiner Form nicht schaffen. So, jetzt wird die Strom fressen.
Andreas Jäger: Egal, ob ich jetzt eine bauen darf oder nicht, jetzt wird die Strom fressen.
Andreas Jäger: Jetzt muss ich mich darum kümmern, dass ich einen Stromanbieter habe,
Andreas Jäger: der mir sozusagen den Sonnenstrom tagsüber, wo er ja wirklich sehr,
Andreas Jäger: sehr billig ist, teilweise geht da der Strom an irgendwelchen Märkten ins Negative rein. Ja.
Andreas Jäger: Da kriegst du schon Geld, wenn du den Strom überhaupt abnimmst.
Andreas Jäger: Also das ist jetzt natürlich bei einem kleinen Verbraucher, wird das nicht so
Andreas Jäger: sein. Aber ich brauche dann einen Anbieter, der mir sagt, okay,
Andreas Jäger: wenn du tagsüber Strom beziehst, dann kriegst du ihn billig und zwar vielleicht sehr billig.
Andreas Jäger: Dann würde ich jetzt persönlich schauen, dass ich tagsüber zum Beispiel diese
Andreas Jäger: Klimaanlage laufen habe, dass die Wohnung erst gar nicht heiß wird und dass
Andreas Jäger: ich dann vielleicht mehr in der Nacht sie ausschalten kann.
Andreas Jäger: Also das wäre jetzt einmal die erste Taktik, die ich vorschlagen würde.
Andreas Jäger: Und natürlich alles, was an Außenbeschattung irgendwie geht.
Andreas Jäger: Also Außenrollos, also überall, wo es südseitig ist, da muss man natürlich auch das Letzte rausholen.
Andreas Jäger: Da Geld investieren ist irrsinnig wichtig.
Andreas Jäger: Da hat natürlich auch nicht jeder Möglichkeiten und jede, aber das sind die
Andreas Jäger: Sachen, die man mal schnell machen kann. Die Klima, schauen,
Andreas Jäger: welcher Stromanbieter bietet mir günstigen Sonnenstrom zum Mittag.
Martin Puntigam: Da gibt es ja, hat es ja heuer schon Möglichkeiten gegeben, den sogenannten Sommerstrom zu nutzen.
Martin Puntigam: Das wäre das, dass man, ich glaube, da muss man den Smart Meter,
Martin Puntigam: wenn man das hat, umstellen auf, glaube ich, Viertelstundenablesung oder so
Martin Puntigam: und dann kriegt man, wenn die Sonne im Sommer tagsüber stark scheint,
Martin Puntigam: billigeren Strom und soll dann waschen und den Geschirrspiel einschalten und
Martin Puntigam: föhnen und so weiter? Ja, absolut.
Andreas Jäger: Also die sind ja, de facto ist es so, dass die sogar froh sind,
Andreas Jäger: wenn du ihnen zum Mittag den Strom abnimmst.
Andreas Jäger: Da sollte man eigentlich dann den Strom auch verwenden, ja, ganz genau.
Andreas Jäger: Und wie gesagt, dann kann ich sozusagen die Klimaanlage tagsüber laufen lassen
Andreas Jäger: und dafür sorgen, dass die Wohnung mal von vornherein gar nicht so heiß wird.
Martin Puntigam: Mhm.
Andreas Jäger: Das wäre sozusagen jetzt wichtig. Das ist der eine Teil. Also das ist das,
Andreas Jäger: was sich bei mir in der Wohnung abspielt.
Andreas Jäger: Was sich draußen abspielt, ist das andere. Natürlich transportierst du diese
Andreas Jäger: Wärme von drinnen nach draußen. Das macht das Klimagerät. Das kennt jeder.
Andreas Jäger: Ich meine, das ist ja nichts anderes als wie beim Kühlschrank.
Andreas Jäger: Die Wohnung ist der Innere des Kühlschranks, die Hausmauer ist das Äußere des
Andreas Jäger: Kühlschranks und das weiß jeder, dass es hinter dem Kühlschrank warm ist.
Andreas Jäger: Und diese Wärme ist dann natürlich zunehmend in den Städten ein Problem.
Andreas Jäger: Also, wo es ganz eng ist und jeder eine Klimaanlage hat und viel Beton ist und
Andreas Jäger: eben die Häuser eng aneinander stehen und das eigentlich nur so eine Häuserei
Andreas Jäger: ist, dass ich da dann natürlich auch mir die Stadt nochmal aufheize,
Andreas Jäger: ist auch irgendwo logisch.
Andreas Jäger: Übrigens sehr spannend ist, anders ist, wenn es gibt ja verschiedene Möglichkeiten,
Andreas Jäger: wenn du zum Beispiel eine Wärmepumpe hast.
Andreas Jäger: Es kommen ja zusehends Wärmepumpen und es gibt ja zusehends auch Lösungen für
Andreas Jäger: Wohnungen, wo du in deiner Wohnung, wo das gibt es zusehends.
Andreas Jäger: Also eine einzelne Wärmepumpe.
Martin Puntigam: Wo man in der Wohnung eine Wärmepumpe hat?
Andreas Jäger: Ja, es gibt mittlerweile Systeme. Es gibt Firmen, speziell ein Startup in Österreich,
Andreas Jäger: die habe ich gerade gestern besucht, zufälligerweise.
Andreas Jäger: Ich nenne jetzt keine Namen, aber das Konzept ist folgendes,
Andreas Jäger: dass du sozusagen, dass du deine Gastherme, speziell für Gasetagenwohnungen,
Andreas Jäger: dass die Wärmepumpe die Größe hat, dass du mehr oder weniger dort, wo deine Gastherme ist,
Andreas Jäger: die ganze Wärmepumpe reintust, mit allem Drum und Dran.
Andreas Jäger: Also es gibt Möglichkeiten, Du holst dir von außen mit einer Tiefenbohrung,
Andreas Jäger: irgendwo musst du die Kühle herholen.
Andreas Jäger: Mit einer Tiefenbohrung zum Beispiel machst du eine Tiefenbohrung,
Andreas Jäger: die ganze Hausanlage gemeinschaftlich eine Tiefenbohrung und dann kann sich
Andreas Jäger: jeder Einzelne dort anhängen, wenn er dann will.
Andreas Jäger: Und für diese Tiefenbohrung brauchst du dann rein rechtlich nur 50 Prozent der
Andreas Jäger: Menschen, die müssen dafür sein, weil es eine Verbesserung der Anlage ist.
Andreas Jäger: Und dann musst du aber nicht zwingen, dass alle im Moment...
Andreas Jäger: Sozusagen sofort sich dort anhängen, sondern Stück für Stück,
Andreas Jäger: wenn sie Geld haben, hauen sie ihre alte Therme raus und bauen diese Wärmepumpe
Andreas Jäger: rein und hängen sich dort an diese Tiefenbohrung an.
Martin Puntigam: Aber wer macht denn diese Tiefenbohrung? Also ich kann ja keine Tiefenbohrung machen.
Andreas Jäger: Das macht natürlich eine Firma. Das wäre jetzt eine Wohnhausanlage,
Andreas Jäger: wo man sich beim Mietertreffen, wo man sich trifft, üblicherweise in irgendeinem
Andreas Jäger: Raum, wo man sich trifft und dann darüber abstimmt, ob man das machen will.
Andreas Jäger: Und wenn 50% dafür sind, dann machst du diese, entweder machst du draußen eine
Andreas Jäger: Wärmepumpe, so eine Luftgeschichte oder Tiefenbohrung, da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Andreas Jäger: Aber du teilst die Kosten auf circa 40 zu 60 auf.
Andreas Jäger: Also 40% der ganzen Kosten ist sozusagen das Ding da draußen und 60% ist drinnen.
Andreas Jäger: Aber das drinnen können dann die Leute machen, wenn sie es sich leisten können.
Andreas Jäger: Und wenn sie wollen, ja, die Gastherme wird kaputt, jetzt gehe ich her und tausche sie aus.
Martin Puntigam: Und das kann man in der Stadt machen, da kann man einfach in der Gegend herumbohren?
Andreas Jäger: Teilweise schon, da brauchst du nicht so viel Platz. Also es werden natürlich
Andreas Jäger: auch ganz normale Wärmepumpen mit Gebläse draußen ausgerichtet.
Andreas Jäger: Die Luft-Luft-Lösungen, für die brauchst du nicht viel Platz.
Andreas Jäger: Aber auch das Bohren selber, da musst du halt am Bohrtum aufstellen können,
Andreas Jäger: aber das ist keine Hexerei, das geht schon.
Martin Puntigam: Okay, und die Anlage muss auch eine gewisse Größe haben wahrscheinlich.
Martin Puntigam: Also wenn in einem Haus nur sieben, acht Parteien sind, dann zahlt sich das
Martin Puntigam: nicht aus oder schon aus?
Andreas Jäger: Das zahlt sich auch aus bei sieben, acht Parteien, auf jeden Fall.
Andreas Jäger: Wenn man gemeinschaftlich diese Bohrung zahlt, ist es einfach natürlich,
Andreas Jäger: je mehr, desto günstiger wird es.
Andreas Jäger: Das ist schon klar, aber das wird sich auch auszahlen, würde ich ganz stark
Andreas Jäger: annehmen. Das Spannende ist jetzt das, wenn du jetzt diese normale Anlagen hast
Andreas Jäger: mit Luft, Luft, dann transportierst du immer die Wärme draußen in die Stadt
Andreas Jäger: und die Stadt wird wärmer. Du hast eine kühle Wohnung, aber die Stadt wird wärmer.
Andreas Jäger: Wenn du die Tiefenbohrung hast, jetzt kommt der Witz, das ist total witzig,
Andreas Jäger: entnimmst du ja Wärme dem Boden und der Boden kühlt da ab.
Andreas Jäger: Und da hat man gesehen, dass auf Dauer die Effekte schlecht sind.
Andreas Jäger: Und die Stadt Wien, wenn du so eine Tiefenbohrung machst in deiner Anlage und
Andreas Jäger: du machst es, das darfst du, machst die Tiefenbohrung, dann musst du im Sommer
Andreas Jäger: diese Wärme wieder zuführen.
Andreas Jäger: Die gleiche Wärme, per Gesetz, die gleiche Wärme, die du im Winter,
Andreas Jäger: da unten hat es 10, 12 Grad, da geht es nicht um Thermalwasser,
Andreas Jäger: da unten hat es 10, 12 Grad und mit der Wärmepumpe holst du das rauf, diese Wärme im Winter.
Andreas Jäger: Und im Sommer musst du die gleiche Wärme, die gleiche Energiemenge,
Andreas Jäger: die du raufgeholt hast, wieder reinpumpen. Das heißt, du kühlst quasi die Stadt ab.
Andreas Jäger: Das ist verpflichtend. Das ist sehr witzig und sehr gescheit.
Martin Puntigam: Technisch kennen es ja die meisten Menschen ungefähr so schlecht aus wie ich,
Martin Puntigam: aber man sieht die Geräte.
Martin Puntigam: Dann würde man zum Beispiel in den Hof oder in den Garten oder was es auch immer
Martin Puntigam: bei einer Wohnhausanlage gibt, eine Wärmepumpe hinstellen,
Martin Puntigam: und wenn man daneben diese tiefen Bohrung gemacht hat, dann kann man das über
Martin Puntigam: diese Wärmepumpe rein- und rausfahren oder das schaut technisch ganz anders aus?
Andreas Jäger: Es schaut technisch ganz anders aus. Wenn die Tiefenbohrung gemacht ist,
Andreas Jäger: siehst du da gar nichts mehr.
Andreas Jäger: Das ist der Vorteil der Tiefebohrung. Die Luft-Luft-Geschichte,
Andreas Jäger: da steht immer ein Kasten draußen. Vor den Einfamilienhäusern sieht man immer
Andreas Jäger: dieses Kasten mit Gebläse.
Andreas Jäger: Das ist eine Luftgeschichte, wo man sich die Energie aus der Luft holt und da
Andreas Jäger: hole ich die Energie aus dem Erdboden in ca.
Andreas Jäger: 80 Meter Tiefe, bohre ich runter, da hat es 10, 11, 12 Grad,
Andreas Jäger: da hole ich mir diese Wärme rauf. Aber wenn die Bohrung einmal gemacht ist,
Andreas Jäger: wenn der Turm einmal runtergebohrt hat, die 80 Meter, dann ist da zu.
Andreas Jäger: Da hast du da oben eine Wiese, was immer du willst. Oder du hast einen Parkplatz.
Andreas Jäger: Das ist komplett wurscht.
Andreas Jäger: Das ist komplett unsichtbar. Also die Tiefenbohrung ist in Wirklichkeit das
Andreas Jäger: absolut Deleganteste von allem.
Martin Puntigam: Ich höre zum ersten Mal davon, sowas wird gefördert noch oder das muss man selber
Martin Puntigam: finanzieren, weil das klingt ja nicht sehr wohlfeil.
Andreas Jäger: Also es gibt sehr wohl Einfamilienhäuser, die das für ihre Häuser gemacht haben.
Andreas Jäger: Also das ist die teurere Lösung, aber es gibt Einfamilienhäuser,
Andreas Jäger: die sich das leisten. Also mein Cousel hat sowas im Jahre Schnee gemacht.
Andreas Jäger: Das hat etwas mehr Geld gekostet, dafür hat er jetzt nur noch die Stromkosten.
Andreas Jäger: Weil das Geniale an der Wärmepumpe ist dieser Hebel von 1 zu 5.
Andreas Jäger: Ich heizte die Wohnung sozusagen mit einem Fünftel aus Strom und die restlichen
Andreas Jäger: vier Fünftel ist die Energie aus dem Boden oder aus der Luft.
Martin Puntigam: Das heißt, wenn man es dann schafft, auch noch, wenn es da Dach gibt,
Martin Puntigam: das nicht ausgebaut ist, oben auch noch PV-Paneele raufzugeben aufs Haus oder
Martin Puntigam: früher oder später, auch wenn es nicht schön ausschaut, wird man wahrscheinlich
Martin Puntigam: auch Häuserfronten entsprechend verkleiden.
Martin Puntigam: Und da gibt es glaube ich auch schon Lösungen, dass das nicht alles so ausschaut
Martin Puntigam: wie die Paneele, die man jetzt sieht, diese dunklen Paneele, sondern,
Martin Puntigam: wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es auch schon Paneele,
Martin Puntigam: die ausschauen wie Dachziegeln, wenn man sie aufs Dach rauflegt,
Martin Puntigam: sodass das Dach weiterhin wie ein Dach ausschaut, wie man es gewohnt ist.
Martin Puntigam: Dann kann man den Strom über die Sonne, über Solar Cooling erzeugen und die
Martin Puntigam: Wohnung über die Wärmepumpe, die man in der Wohnung drinnen hat,
Martin Puntigam: über diese tiefen Bohrung kühl halten.
Andreas Jäger: Ja, es ist ganz genau so. Weil die Wärmepumpe, das ist wie ein Kühlschrank,
Andreas Jäger: da ist ein Kompressor drin, da ist ein Kühlmedium drin, das wird zusammengepresst.
Andreas Jäger: Und zusammengepresst, da erzeugt es Wärme, die muss abgeführt werden,
Andreas Jäger: die ist dann sozusagen draußen.
Andreas Jäger: Und wenn das expandiert im Kühlschrank oder in der Wohnung drinnen,
Andreas Jäger: dann nimmt das die Wärme auf. Also das ist dieser Prozess.
Andreas Jäger: Und dieser Prozess wird mit Strom aufrechterhalten. So eine Wärmepumpe hat er,
Andreas Jäger: so leise wie ein Kühlschrank ungefähr.
Andreas Jäger: Weil es im Prinzip ein Kühlschrank ist. Du hast einen Kompressor,
Andreas Jäger: da wird mit Strom betrieben, eine Kühlflüssigkeit, ein Kühlmedium,
Andreas Jäger: ein Kühlgas, das ewig im Kreis fährt, solange das Ding nicht leck ist,
Andreas Jäger: ewig im Kreis fährt und sich selber nicht aufbraucht.
Andreas Jäger: Und das Einzige, was es braucht, ist Strom und einen guten Kompressor.
Andreas Jäger: Das ist ja das, was bei alten Kühlschränken schlecht wird, der Kompressor.
Andreas Jäger: Nach 20 Jahren Kompressor austauschen und du hast wieder einen unglaublichen Wirkungsgrad.
Martin Puntigam: Und den Strom, wenn in der Nacht die Sonne nicht scheint, was zumindest...
Martin Puntigam: Das ist, wie wir das benennen. Die Sonne scheint ja immer, aber wir sehen sie
Martin Puntigam: halt auf der Nachtseite nicht. Dann gibt es sogenannte Speicher.
Martin Puntigam: Das sind Batteriespeicher, nehme ich mal an. Da hat es ja einiges getan, oder?
Andreas Jäger: Also bei den Batteriespeichern, es gibt Speichersehen, was auch immer.
Andreas Jäger: Also irgendwie muss ich den Strom speichern, aber der Boom, der jetzt passiert
Andreas Jäger: ist, sind die Batteriespeicher. Also weltweit.
Andreas Jäger: In Bulgarien, in Chile. Bulgarien zum Beispiel.
Andreas Jäger: Haben innerhalb von nur drei Jahren, die hatten 2023 noch nichts,
Andreas Jäger: innerhalb von nur drei Jahren fast 9 Gigawattstunden an Speicher aufgebaut,
Andreas Jäger: also an Batteriespeicher aufgebaut.
Andreas Jäger: Die Bulgaren jetzt schaffen es, einen Viertel der abendlichen Stromspitze,
Andreas Jäger: du hast ja am Abend einen großen Strombedarf, wenn die Leute nach Hause kommen
Andreas Jäger: und kochen und, und, und, und das ist teilweise schon dunkel.
Andreas Jäger: Sie schaffen es, ein Viertel dieser Stromspitze am Abend bereits mit Solar-
Andreas Jäger: oder Batteriestrom zu decken, der ja auch vor über die Sonne gekommen ist.
Andreas Jäger: Also da findet eine Entwicklung statt, die man sich nicht vorstellen kann. In Kalifornien.
Andreas Jäger: In Kalifornien. Kalifornien hat extrem in PV investiert. Die haben auch riesen Mojave-Wüste und so.
Andreas Jäger: Die haben natürlich unglaubliche Flächen, die sind PV, aber die haben jetzt so hoch gerüstet,
Andreas Jäger: was Batteriespeicher betrifft, dass sie nicht nur diese abendliche Spitze komplett
Andreas Jäger: mit dem eigenen Batteriestrom bedienen und kein Gas mehr brauchen,
Andreas Jäger: dass das Gaskraftwerk hochfährt,
Andreas Jäger: sondern sie haben vom letzten Jahr auf dieses Jahr den Gasverbrauch um 26 Prozent
Andreas Jäger: ganz Kalifornien runtergefahren.
Andreas Jäger: Also die sind gerade dabei, Gas aus dem System zu kicken.
Andreas Jäger: Das ist das, was gerade passiert. Wir sind quasi angekommen im solaren Zeitalter.
Andreas Jäger: Der feuchte Traum von vor, ich weiß noch, wie ich angefangen habe zu studieren,
Andreas Jäger: haben wir gesagt, Mann, was die Menschheit an Energie verbraucht,
Andreas Jäger: das ist ein Zehntausendstel von dem, was die Sonne runterbringt.
Andreas Jäger: Wenn wir nur ein bisschen davon ernten, dann haben wir keine Energieprobleme mehr.
Andreas Jäger: Und wenn wir wollen, sind wir da genau jetzt.
Andreas Jäger: Und wenn wir sagen, Wind ist auch noch in Wirklichkeit Sonnenstrom,
Andreas Jäger: weil die Sonne erwärmt es unterschiedlich und schon weht der Wind.
Andreas Jäger: So geht es als Metallurgisch, für mich ist Wind auch nur so ein Strom mehr oder weniger.
Andreas Jäger: Also mit Wind und Sonne können wir locker durchkommen und die ergänzen sich so unglaublich gut.
Martin Puntigam: Dann haben wir die Energieproblematik ein bisschen entschärft,
Martin Puntigam: aber die Wärmeproblematik nicht.
Martin Puntigam: Weil ja eben durch diese vielen Geräte, wenn man die Wärme nicht wieder in die
Martin Puntigam: Erde zurückbringt, werden ja die Städte wärmer und insgesamt wird es auch wärmer.
Martin Puntigam: Und momentan fällt ja die Wärme nicht ins Gewicht, was die Erderwärmung betrifft,
Martin Puntigam: weil die Treibhausgase den Löwenanteil übernehmen. Aber wenn das immer mehr
Martin Puntigam: wird, dann muss man das auch berücksichtigen, oder?
Andreas Jäger: Also global gesehen, wenn du mit Sonnenstrom heizt und die ganzen Klimaanlagen
Andreas Jäger: laufen, bringt das global genau null. Das gleicht sich ja aus.
Andreas Jäger: Dafür ist ja die Wohnung kälter.
Andreas Jäger: Also global, du erwärmst den Planeten nicht mit Klimaanlagen,
Andreas Jäger: aber du machst dir das Mikroklima in der Stadt kaputt.
Martin Puntigam: Das heißt, die Stadt eh schon wärmer ist im Sommer, weil überall asphaltiert
Martin Puntigam: ist und Autos herumstehen. Die Autos heizen sie auf, die Straßen heizen sie
Martin Puntigam: auf und bis das alles abgekühlt ist, ist die Nacht oft schon vorbei,
Martin Puntigam: wenn es eine sogenannte Tropennacht ist. Und das wird dann noch schlimmer?
Andreas Jäger: Das wird dann noch schlimmer, außer
Andreas Jäger: die Gegenbewegung, dass die Verbrenner gänzlich aus der Stadt raus sind.
Andreas Jäger: Weil das sind ja, wie du schon gesagt hast, das sind erfahrene Heizungen und,
Andreas Jäger: wenn das Auto dann abstellt, dann erwärmt das unglaublich die Umgebung auch.
Andreas Jäger: Also das spürst du natürlich auch.
Andreas Jäger: Wenn dann quasi die Autos draußen sind, aber trotzdem, wenn die Klimaanlagen
Andreas Jäger: überhand nehmen, dann werden wir sozusagen diesen Start-Effekt,
Andreas Jäger: den man hat, den man einfach kennt, diese,
Andreas Jäger: Wärmeglocke, die du in der Stadt hast, die wird noch einmal befeuert durch diese
Andreas Jäger: Klimaanlagen. Also das ist definitiv der Fall.
Martin Puntigam: Also das, was man eigentlich anstreben sollte, was auch in Städten wie Paris
Martin Puntigam: oder Amsterdam schon weit fortgeschritten ist und Wien ist da leider eingeschlafen
Martin Puntigam: in den letzten 20 Jahren oder andere Städte in Österreich.
Martin Puntigam: Nämlich, dass man die Autos aus der Stadt rausbringt. Das ist jetzt bei Verbrennermotoren,
Martin Puntigam: noch schlimmer als bei Elektromotoren.
Martin Puntigam: Aber selbst das wird, wenn alle Menschen mit Klimaanlage leben müssen,
Martin Puntigam: trotzdem dieses Wärmeproblem nicht lösen.
Martin Puntigam: In anderen Städten wie Paris und Amsterdam usw. werden ja Parkplätze in großem
Martin Puntigam: Stil aufgelöst. Es gibt ja in Wien zwischen 50.000 und 100.000 Parkplätze zu viel.
Martin Puntigam: Aber da gibt es diese Bewegung nicht. Aber selbst wenn man den motorisierten
Martin Puntigam: Individualverkehr endlich aus der Stadt rausbringt, dort wo er nicht notwendig
Martin Puntigam: ist und das ist eigentlich fast überall,
Martin Puntigam: außer jetzt bei Einsatzfahrzeugen oder Krankentransporten oder Zulieferbetrieben,
Martin Puntigam: müsste eigentlich in der Stadt niemand mehr mit dem Auto fahren,
Martin Puntigam: zumal in einer Stadt wie Wien, wo der öffentliche Verkehr so gut ausgebaut ist.
Martin Puntigam: Es ist weitgehend flach, man kann mit dem Fahrrad oder mit dem E-Bike fahren,
Martin Puntigam: aber selbst wenn man diese herumstehenden Heizkörper, weil,
Martin Puntigam: da ist ja schon seit den 70er Jahren Fahrzeuge, sind eigentlich Stehzeuge in
Martin Puntigam: der Stadt, die meisten Autos stehen ja herum und heizen die Stadt auf,
Martin Puntigam: aber selbst wenn man das wegbekäme, hätte man auch immer ein Problem mit der
Martin Puntigam: heißen Abluft aus den Klimaanlagen.
Andreas Jäger: Ja, würde ich schon sagen. Das kommt jetzt darauf an, wie viele Klimaanlagen
Andreas Jäger: jetzt wirklich gebaut werden.
Andreas Jäger: Aber in Asien weiß man, das geht jetzt in die Milliarden von Klimaanlagen.
Andreas Jäger: Da müssen wir uns jetzt wirklich das konkret anschauen. Aber das ist sicher
Andreas Jäger: eine Entwicklung, die ein bisschen Sorge bereitet oder da, wo man aufpassen müsste.
Andreas Jäger: Da muss man wirklich darauf aufpassen, dass wir uns nicht die Stadt dann,
Andreas Jäger: das was wir uns bei den Autos gut machen, hoffentlich bald einmal,
Andreas Jäger: dass wir das bei den Klimaanlagen sozusagen wieder aufholen.
Martin Puntigam: Weil dann heißt es ja, wenn es so ein Sommer ist, 2026, und wenn wir davon ausgehen,
Martin Puntigam: dass der Witz in deiner Branche stimmt, dass 2056 die Sommer vielleicht noch
Martin Puntigam: verheerender sein können, dann,
Martin Puntigam: kann man eigentlich in der Stadt leben.
Martin Puntigam: Da kann man, wenn dann überhaupt die Motoren der Lieferdrohnen noch funktionieren
Martin Puntigam: oder diese kleinen Autos die Sachen bringen, also da muss man vor dem Sommer genug Nahrungsmittel
Martin Puntigam: einlagern, weil man den halben Sommer dann nicht rausgehen kann in die Stadt, weil es so heiß ist.
Andreas Jäger: Wir müssen die Städte extrem hitzeresistent machen und das ist ja das Problem,
Andreas Jäger: das ist ja genau das, worum es bei dem Schwammstadt-Prinzip geht.
Andreas Jäger: Also je mehr ich sozusagen vom Wasser zurückhalte,
Andreas Jäger: je mehr Räume ich schaffe, wo das Wasser bleiben kann und dann je mehr Bäume
Andreas Jäger: und Pflanzen ich habe, die auf dieses Wasser zugreifen, das Verdunsten,
Andreas Jäger: habe ich natürlich eine effektive Verdunstung und Kühlung des Verdunstungsführers.
Andreas Jäger: Die effektivste Klimaanlage ist natürlich Beschattung mit einer Pflanze.
Andreas Jäger: Es gibt nichts Besseres.
Andreas Jäger: Das ist das Eleganteste und das Beste, was es gibt für die Stadt.
Andreas Jäger: Die Städte müssen grün, grün, grün, Bäume, Bäume, Bäume.
Andreas Jäger: Nur müssen die dann aber auch Wasser haben, damit sie das Ganze überleben.
Andreas Jäger: Das ist sozusagen der Punkt.
Martin Puntigam: Aber ein Baum braucht ja viele Jahre, bis er einigermaßen gewachsen ist.
Martin Puntigam: Also man kann das ja jetzt sehen in der Stadt, Bäume, die vor fünf,
Martin Puntigam: sechs, sieben Jahren gepflanzt worden sind, die haben ja noch keine nennenswerte Höhe und Dicke am Stamm.
Martin Puntigam: Also in Wirklichkeit hätte man vor 30 Jahren anfangen sollen.
Martin Puntigam: Und so ein bisschen wie ein Delay,
Martin Puntigam: in der Erderwärmung durch CO2-Ausstoß gibt es da natürlich auch in der Kühlung
Martin Puntigam: von Städten, nämlich Bäume, die man heute pflanzt, die hoffentlich die nächsten
Martin Puntigam: Extremwetterereignisse überleben, nämlich Überschwemmungen und Dürren.
Martin Puntigam: Die sind ja erst in 10, 15 Jahren in der Lage, sinnvoll Kühle zu spenden, oder?
Andreas Jäger: Ja, das stimmt. Deswegen wird man Sonnen segeln und da wird sich sehr viele
Andreas Jäger: Sachen überlegen. müssen.
Martin Puntigam: Das heißt, das Stadtbild wird sich grundlegend ändern. Hoffentlich verschwinden
Martin Puntigam: die geparkten Autos und dazwischen gibt es dann jede Menge Sonnensegel.
Andreas Jäger: Ja, absolut. Also wieso nicht eine Straße, die vielleicht sehr eng ist,
Andreas Jäger: wieso dann nicht einfach die komplett überdecken mit einem Sonnensegel?
Andreas Jäger: Von einem Haus zum nächsten und die ganze Straße. Wieso nicht? Was spricht da dagegen?
Martin Puntigam: Da muss man natürlich den Nichtraucherschutz auch noch rabiart verstärken,
Martin Puntigam: weil wenn die Leute dann weiter rauchen und kiffen, wie es momentan der Fall
Martin Puntigam: ist, dann stinkt halt die ganze Straße.
Andreas Jäger: Ja, genau.
Martin Puntigam: Das entbindet uns natürlich nicht davon, dass wir versuchen,
Martin Puntigam: endlich die Treibhausgasemissionen runterzubringen und auf Null zu stellen im
Martin Puntigam: Wesentlichen, zumindest was fossile Abgase betrifft.
Martin Puntigam: Selbst wenn Stadt und Land sich derartig verändern werden in den nächsten Jahren,
Martin Puntigam: damit man es dort überhaupt aushalten kann, Strom wird irgendwo herkommen müssen.
Martin Puntigam: Jetzt gibt es ja diese absurde Situation, dass eine Transformation stattfindet
Martin Puntigam: hin zu erneuerbarem Strom.
Martin Puntigam: Trotzdem ist zu wenig da, weil immer mehr verbraucht wird.
Martin Puntigam: Es gibt E-Mobilität, das heißt E-Autos verbrauchen viel.
Martin Puntigam: Diese absurden Rechenzentren für die KI-Modelle verbrauchen wahnwitzig viele
Martin Puntigam: Ressourcen, Strom und Wasser.
Martin Puntigam: Und jetzt schaut es so aus, als ob dieser viele sogenannte erneuerbare Strom
Martin Puntigam: trotzdem nicht ausreicht, um das abzudecken.
Martin Puntigam: Aber es gibt eben sehr viel davon und da gibt es eine Organisationsform,
Martin Puntigam: wie die Menschen untereinander Strom teilen können.
Martin Puntigam: Nämlich sogenannte Energiegemeinschaften. Was kann man sich denn darunter vorstellen?
Andreas Jäger: Ja, das ist ja eigentlich relativ neu. Erst seit ein paar Jahren dürfen wir,
Andreas Jäger: das war vorher nämlich nicht erlaubt, wir dürfen Strom erzeugen,
Andreas Jäger: speichern und jetzt kommt es kaufen und verkaufen.
Andreas Jäger: Das dürfen wir, das durfte ich ja früher nicht. Ich durfte nicht sagen,
Andreas Jäger: mein Nachbar, ich mache da irgendwie ein bisschen Strom, keine Ahnung,
Andreas Jäger: ich habe einen Generator und ich verkaufe den immer.
Andreas Jäger: Und man passt schon, das war früher nicht möglich. Mittlerweile dürfen wir das,
Andreas Jäger: und es kommt noch viel mehr.
Andreas Jäger: Der Energieversorgung muss mir dafür, ich sage zum Nachbarn,
Andreas Jäger: du, ich habe eine PV-Anlage, ich verkaufe dir meinen Strom, jetzt muss ich dem
Andreas Jäger: keine Leitung rüberwerfen, sondern der Stromversorger muss mir die Leitung zur Verfügung stellen.
Andreas Jäger: Ich zahle dafür, ich zahle Leitungsgebühren, aber er muss sie mir geben.
Andreas Jäger: Und das ist die Grundidee der erneuerbaren Energiegemeinschaften.
Andreas Jäger: Dass du sozusagen jeder von uns, das ist quasi wie ein Verein,
Andreas Jäger: wir zwei könnten jederzeit eine Energiegemeinschaft gründen und sagen,
Andreas Jäger: wir zwei, wir gehören zusammen, Energiegemeinschaft.
Andreas Jäger: Und da können auch andere Mitglieder werden und ich bin der Erzeuger oder du
Andreas Jäger: bist der Erzeuger, wir erzeugen beide, was auch immer.
Andreas Jäger: Du brauchst immer Produzenten, also Leute, die Strom machen und Leute,
Andreas Jäger: die Strom sozusagen brauchen und die Idee, die so genial ist,
Andreas Jäger: ist ein Riesenerfolg gewesen. Es gibt fast 4000 mittlerweile Energiegemeinschaften in Österreich.
Andreas Jäger: Es ist in Österreich extrem, unglaublich ein toller Erfolg. Und die Grundidee,
Andreas Jäger: es gibt ja bei den Leitungen verschiedene Leitungsebenen.
Andreas Jäger: Die unterste Ebene ist sozusagen, wo die einzelnen Leute an einem gewissen Trafo hängen und so.
Andreas Jäger: Und da geht es immer bis zu Überlandleitungen, wo ich den Strom von Wien nach
Andreas Jäger: Tirol transportiere oder umkehrt.
Andreas Jäger: Und die Leitungsgebühren, also man kriegt die Leitungsgebühr,
Andreas Jäger: die Netzgebühr relativ, also die Leitungsgebühr relativ, also die kriege ich billiger.
Andreas Jäger: Und die billigste, die ich kriege, ist unter dem Trafo.
Andreas Jäger: Also die Netzebene, die bei mir in der Nähe ist, kriege ich am billigsten.
Andreas Jäger: Die Idee dahinter ist, man will sozusagen dafür sorgen, über so erneuerbare
Andreas Jäger: Energiegemeinschaften, dass der Strom auch dort verbraucht wird, wo er gemacht wird.
Andreas Jäger: Wo nicht irgendwie lang über Leitungen transportiert wird und dann habe ich
Andreas Jäger: die Verluste und alles drum und dran. Das ist ein Riesenvorteil.
Martin Puntigam: Das heißt, wenn du in der Nähe von Wien wohnst und ich wohne in Wien und du
Martin Puntigam: hättest viel zu viel Strom und wir würden gemeinsam eine Energiegemeinschaft
Martin Puntigam: gründen, dann würden wir uns auch den Strompreis untereinander ausmachen?
Andreas Jäger: Absolut, ja, ja, komplett.
Andreas Jäger: Das ist ja auch ein Riesenvorteil. Wir können sagen, du,
Andreas Jäger: so und so viel Cent will ich haben für meinen Strom und dann machen wir einen
Andreas Jäger: Vertrag für die nächsten fünf Jahre. Können wir machen, kann uns niemand daran hindern.
Martin Puntigam: Und das wäre dann billiger als der Strom, den man über einen der zahlreichen
Martin Puntigam: Anbieter in Österreich bekommen wird?
Andreas Jäger: Ja, die kommen dann natürlich auch. Das ist dann die Frage, ob er wirklich billiger ist.
Andreas Jäger: Aber du kannst dir natürlich eine große, also du kannst diese Schwankungen vermeiden,
Andreas Jäger: die es jetzt gibt. Also wenn du einfach weißt, okay, die nächsten fünf Jahre
Andreas Jäger: zahle ich diesen Preis oder die nächsten drei Jahre, wo hast du es schon,
Andreas Jäger: dass du sicher weißt, dass du drei, fünf oder zehn Jahre den gleichen Preis hast?
Andreas Jäger: Zehn Jahre sowieso nicht. Aber du weißt, was ich meine. Also ich kann mir ja
Andreas Jäger: Sicherheit holen. Das haben wir ja gesehen beim Ukraine-Krieg,
Andreas Jäger: wie plötzlich der Strompreis so in die Höhe geschnalzt ist und die Energiepreise
Andreas Jäger: in die Höhe geschnalzt sind. Also kann ich mir eine gewisse Stabilität reinholen
Andreas Jäger: und Sicherheit und Resilienz.
Martin Puntigam: Was ist denn, wenn es einmal einen verregneten Sommer gibt und viel weniger
Martin Puntigam: produziert wird im Rahmen dieser Energiegemeinschaft? Was soll man denn dann
Martin Puntigam: machen? Da muss man ja erst recht teuren Strom dazukaufen, oder?
Andreas Jäger: Ja, also die Schwäche der Energiegemeinschaft ist, also es gibt wahrscheinlich
Andreas Jäger: nicht viele Energiegemeinschaften, die wirklich 100 Prozent des Stroms,
Andreas Jäger: den die Mitglieder brauchen, den die Vereinsmitglieder brauchen, wirklich hat.
Andreas Jäger: Das heißt, alles, was sie selber nicht erzeugen, das macht dann der Energieversorger vor Ort.
Andreas Jäger: Also der Verein hat einen Vertrag mit dem quasi.
Andreas Jäger: Und da kriegst du sozusagen von dem den Strom. Und da haben wir schon die Schwäche.
Andreas Jäger: Wenn ich also lokal bin, die meisten haben ja in Wirklichkeit,
Andreas Jäger: kaum jemand hat ein Windrad, oder?
Andreas Jäger: Das ist schwierig. Manche haben ein bisschen Wasserkraft. Also es gibt auch
Andreas Jäger: solche, die das haben. Aber es überwiegt PV-Strom.
Andreas Jäger: Und wenn du jetzt natürlich regional am gleichen Trafo bist und um die gleichen
Andreas Jäger: sechs, sieben oder zehn Kilometer um den Trafo herum bist, wenn es da halt regnet,
Andreas Jäger: dann regnet es bei allen und wenn die Sonne scheint, scheint bei allen die Sonne.
Andreas Jäger: Also du hast dann oft einfach Zeiten, wo es zu viel Strom gibt und Zeiten,
Andreas Jäger: wo es gar keinen Strom gibt.
Andreas Jäger: Und das ist ein bisschen die Schwäche von dem System.
Martin Puntigam: Aber man hat dann gleichzeitig noch einen Vertrag mit Stromlieferanten und verbraucht
Martin Puntigam: halt entsprechend weniger, wenn die Sonne scheint und die Energiegemeinschaft
Martin Puntigam: untereinander austauscht.
Andreas Jäger: Ja, und günstiger.
Martin Puntigam: Und muss mehr nehmen, wenn die Sonne nicht so auf die Erde scheint.
Andreas Jäger: Ja, genau. Also du hast sozusagen einen Vertrag mit dem Energieversorger,
Andreas Jäger: da zahlst du dann so und so viel Cent und untereinander zahlt man dann meistens
Andreas Jäger: weniger. oder man probiert, dass man da unten ist, dass das auch Sinn macht,
Andreas Jäger: dass ich bei meinen Nachbarn kaufe.
Andreas Jäger: Und dann fährst du vielleicht, keine Ahnung, zwei Drittel des Jahres mit einem
Andreas Jäger: günstigeren Strom und ein Drittel musst du vielleicht von außen zukaufen.
Andreas Jäger: Also das ist jetzt sehr unterschiedlich, wie groß jetzt diese Energiegemeinschaften
Andreas Jäger: sind. Wie gesagt, das kann gehen von zwei Menschen bis zu, keine Ahnung, 2000.
Martin Puntigam: Der große Vorteil ist die Langfristigkeit der Preisgestaltung.
Andreas Jäger: Der große Vorteil ist auch, wenn du selber zu viel Strom hast,
Andreas Jäger: hast du auch Abnehmer. Also die Energiegemeinschaft, die nicht nur Produzenten,
Andreas Jäger: sondern auch Konsumenten hat, ist die, die am besten funktioniert.
Andreas Jäger: Weil ich habe ja, wenn ich eine Anlage habe, sehr oft, also da sind dann zum
Andreas Jäger: Beispiel, ihr sind Weinbauern oder so, die einfach dann eine Fläche haben und
Andreas Jäger: das gleich machen. Also ich kenne solche Beispiele.
Andreas Jäger: Dann hat der im Sommer viel zu viel und wenn es dann in der Energiegemeinschaft,
Andreas Jäger: genug Mitglieder gibt, die selber keine PV haben, dann verdient er dort mehr,
Andreas Jäger: dann kann er dort mehr verlangen, als,
Andreas Jäger: der Energiebetreiber dir zahlt für den Strom, den du sozusagen bringst.
Andreas Jäger: Der Preis ist oft sehr schlecht, weil im Sommer eh viel zu viel Strom da ist,
Andreas Jäger: im Sommer am Nachmittag.
Martin Puntigam: Okay, das heißt, da verdient man dann doch noch ein bisschen was,
Martin Puntigam: obwohl man eigentlich nichts verdienen würde im Sommer.
Andreas Jäger: Ja, genau. Es ist auch eine sehr soziale Komponente. Man ist in einem Verein,
Andreas Jäger: man ist zusammen, man lernt sich regional kennen. Also es ist bewusst auch diese Komponente drin.
Andreas Jäger: Und das ist das, was in Österreich funktioniert.
Andreas Jäger: Dieses, ah, mein Nachbar, du magst nicht
Andreas Jäger: kommen, ich habe jetzt so eine Energiegemeinschaft aufgesetzt und so.
Andreas Jäger: Das ist wirklich passiert. Umsonst haben wir nicht fast 4000 Energiegemeinschaften in Österreich.
Martin Puntigam: Birgt zumindest die Gefahr, viele Nachbarn verstehen sich ja auch nicht gut
Martin Puntigam: miteinander, was ist denn, wenn die zu streiten anfangen?
Martin Puntigam: Dann haben sie einen Fünfjahresvertrag miteinander und der eine möchte dem anderen
Martin Puntigam: aber keinen Strom mehr geben?
Andreas Jäger: Ja, also deswegen gibt es ja viele Energiegemeinschaften, wo das sozusagen von
Andreas Jäger: außen jemand für dich abwickelt.
Andreas Jäger: Also du kannst es komplett selber aufsetzen, das alles selber programmieren
Andreas Jäger: und das alles selber machen.
Andreas Jäger: Und du machst das wirklich nur alleine oder es gibt gewisse Firmen,
Andreas Jäger: die das sozusagen diese ganze Bürokratie dahinten für dich abwickeln.
Andreas Jäger: Und dann gibt es dann eben auch einen Vertrag, den du dann unterschreibst.
Andreas Jäger: Ja, ich gebe meinen Strom und das und das.
Andreas Jäger: Und da kommst du dann nicht mehr aus, weil da gibt es sozusagen eine höhere Instanz.
Martin Puntigam: Aber rein theoretisch ist nur gedacht, dass die Situation, die ja viele Menschen
Martin Puntigam: haben, wenn sie in die Stadt gezogen sind, dann entsteht das Elternhaus noch
Martin Puntigam: am Land und die Eltern leben hoffentlich vielleicht auch noch drinnen.
Martin Puntigam: Die produzieren viel Strom und können das dann direkt den Kindern weitergeben.
Andreas Jäger: Auch dieses Modell gibt es. Da gibt es auch eine tolle, sehr große,
Andreas Jäger: auch im Sinn Energiegemeinschaft österreichweit. Und dort kannst du zum Beispiel,
Andreas Jäger: und das nehmen die anderen vermehrt auf, kannst du einem Freund,
Andreas Jäger: einem Verwandten den Strom auch schenken.
Andreas Jäger: Du sagst, du, ich mag dich, du kannst, ich habe so eine große PV-Anlage,
Andreas Jäger: ich schenke dir den Strom.
Andreas Jäger: Das Einzige, was es dich kostet, ist diese Leitungsgebühr vom Energieversorger, vom Netzbetreiber.
Andreas Jäger: Die musst du zahlen, aber den Rest, den Rest den Stromkosten,
Andreas Jäger: ich mag dich, ich schenke dir das.
Andreas Jäger: Ja, diese Möglichkeiten hast du, du bist völlig frei.
Andreas Jäger: Das ist ja das Lässige. Du darfst kaufen, verkaufen und du darfst schenken.
Martin Puntigam: Und das geht aber bis zu dem Grad, wo man halt den eigenen Strom wieder vermehrt
Martin Puntigam: brauchen wird, weil man das Haus und die Wohnung kühlen muss,
Martin Puntigam: weil es ja immer wärmer wird.
Andreas Jäger: Ja, aber es geht noch weiter. Die Entwicklung hört ja nicht auf.
Andreas Jäger: Jetzt, wo diese Hausspeicher, also das Problem von diesen Energiegemeinschaften,
Andreas Jäger: sie sind sehr PV-lastig, dann hast du wieder in der Nacht keinen Strom,
Andreas Jäger: also spätestens in der Nacht muss der Energieversorger einspringen.
Andreas Jäger: Aber jetzt kommen diese Batteriespeicher und immer mehr Menschen,
Andreas Jäger: also die meisten, wenn die sich eine PV-Anlage aufs Dach tun,
Andreas Jäger: dann kaufen die auch schon einen Speicher dazu.
Andreas Jäger: Das heißt, das macht das ganze System natürlich noch autarker,
Andreas Jäger: wenn ich schaffe, sozusagen diesen zu viel an Strom am Nachmittag in die Nacht zu bügeln.
Andreas Jäger: Das ist schon sehr, ich finde trotzdem eine sehr, sehr spannende Geschichte.
Martin Puntigam: Wir stellen einige Links auch in die Shownotes, wie man sich da weiter informieren
Martin Puntigam: kann über Energiegemeinschaften, über diese Tiefenbohrungen und so weiter und
Martin Puntigam: kommen jetzt zu einem anderen Thema, das in den letzten Wochen,
Martin Puntigam: relativ prominent diskutiert worden ist und ab und zu hat es das auch in die
Martin Puntigam: Medien geschafft, aber meistens nur so irgendwie,
Martin Puntigam: nämlich CO2-Äquivalent ist ja deshalb wichtig.
Martin Puntigam: Der Maßstab, wie die Atmosphäre sie aufheizt, weil eben so viel CO2 in den letzten
Martin Puntigam: mindestens 150 Jahren von uns Menschen in die Atmosphäre geblasen worden ist.
Martin Puntigam: Das ist ein Riesenproblem, man kann CO2 natürlich versuchen zu vermeiden,
Martin Puntigam: das geht manchmal besser, man muss nicht mit dem Auto fahren oder in der Gegend
Martin Puntigam: herumfliegen, manchmal schlechter,
Martin Puntigam: bei vielen Industriebetriebe haben da Probleme, manche lösen es besser.
Martin Puntigam: In Linz zum Beispiel ist, glaube ich, jetzt ein riesen Elektro-Licht-Bogenofen,
Martin Puntigam: angekündigt worden, dass er in Betrieb geht, der mit Strom arbeitet und in manchen
Martin Puntigam: Industriebranchen geht es schlecht.
Martin Puntigam: Da fällt CO2 an und das möchte man dann gern abscheiden und am besten vergraben.
Martin Puntigam: Die Abkürzung klingt ein bisschen wie ein Einkaufszentrum, ist CCS.
Martin Puntigam: Was verbirgt Sie denn dahinter?
Andreas Jäger: Ja, das ist Carbon Capture and Storage. Die Idee ist, in diesem Fall geht es
Andreas Jäger: jetzt zum Beispiel um die Zementindustrie,
Andreas Jäger: wo einfach im Prozesssystem immanent, ich komme da nicht aus,
Andreas Jäger: beim Kalkbrennen entsteht ein großer Teil des CO2, also dieser Kalk sozusagen
Andreas Jäger: aus CaCO3 mache ich halt CaCO, auf jeden Fall wird da CO2 frei, systemimmanent.
Andreas Jäger: Und die Idee ist, dass beim Schornstein direkt, wo ganz viel da ist,
Andreas Jäger: du hast dort einfach gar nicht erst herauszunehmen aus dem Schornstein,
Andreas Jäger: zusammenzupressen und durch eine Leitung zu führen und dann irgendwo im Boden
Andreas Jäger: reinzupressen in alte Gaslagerstätten.
Martin Puntigam: Und das gelingt? Also das ist eine gute Idee, das kann man einfach abscheiden
Martin Puntigam: und dann leitet man es weiter und dann verschwindet es für immer und bleibt dort?
Andreas Jäger: Also das Grundprinzip machen wir schon lange bei der Gasspeicherung.
Andreas Jäger: Also wenn wir sozusagen, unsere Gasspeicher, keine Ahnung, sind glaube ich jetzt
Andreas Jäger: so zwei Drittel voll und wir können das, was wir in der Nähe von Salzburg unten
Andreas Jäger: in der Tiefe an Gas gespeichert haben,
Andreas Jäger: da können wir zwei Monate heizen. Also was wird gemacht?
Andreas Jäger: Das sind alte Gaslagerstätten.
Andreas Jäger: Da muss man unten, man kann sich sowas wie poröses Gestein in vielleicht einen
Andreas Jäger: Kilometer Tiefe vorstellen oder wahrscheinlich noch tiefer und da drückt man
Andreas Jäger: einfach wieder mit Gewalt das Gas, das man vorher rausgenommen hat.
Andreas Jäger: Das drückt man wieder mit Gewaltdruck bei anderes Gas, nämlich CH4 in dem Fall
Andreas Jäger: rein, Methan rein und das bleibt dann da unten und wenn man es im Winter braucht,
Andreas Jäger: macht man wieder auf, da ist ein Überdruck und dann kommt es wieder raus.
Andreas Jäger: Und die Idee bei CO2 ist jetzt, dass diese Gaslagerstätten, dass man es da halt
Andreas Jäger: auch runterdrückt, aber halt nicht mehr rauslässt und das muss dann halt dicht
Andreas Jäger: sein. Das ist die Herausforderung.
Andreas Jäger: Das soll dann halt, keine Ahnung
Andreas Jäger: wie lange, tausend Jahre einfach dicht sein. Das ist die Geschichte.
Andreas Jäger: Und da ist die Idee. Und damit ist es verschwunden. Das ist sozusagen eine End-of-Pipe-Lösung.
Andreas Jäger: Ich habe da irgendwo CO2 und den Prozess kann ich nicht verändern.
Andreas Jäger: Ich habe einfach das CO2, alter Drück ist im Boden rein, auf Nimmerwiedersehen
Andreas Jäger: und da kann es auch nicht als Treibhausgas wirken.
Andreas Jäger: Das ist die Idee dahinter. Und so alte Gaslagerstätten gibt es ja zuhauf.
Andreas Jäger: Also die Norweger haben ja daraus ein Riesengeschäftsmodell gemacht.
Andreas Jäger: Die haben zuerst Geld mit Gas verdient und jetzt Geld damit,
Andreas Jäger: dass sie uns zum Beispiel in Schweden viel Gas, CO2 abnehmen und die pressen
Andreas Jäger: das dann in alte Gaslagerstätten rein.
Martin Puntigam: Und das wird über Gasleitungen einfach von Schweden nach Norwegen,
Martin Puntigam: von Österreich nach Norwegen transportiert und dann eingelagert?
Andreas Jäger: Also von Österreich noch nicht, aber das ist die Idee. Und das ist auch das
Andreas Jäger: große Problem, weil das kostet ja unglaublich viel Energie. Ich muss das Gas
Andreas Jäger: verpressen und dann über diese ganze Entfernung, weil es geht dann keine Ahnung,
Andreas Jäger: ich sage jetzt was, bis Hamburg, mir fährt jetzt kein anderer Hafen ein,
Andreas Jäger: aber das geht zu einem Hafen da.
Andreas Jäger: Da wird das Gas auf ein Schiff mit Druckbehältern gegeben und von den Schiffen
Andreas Jäger: dann bei irgendeinem Bordtum wieder irgendwo in der Nordsee halt rein wieder
Andreas Jäger: in diese Gaslagerstätte.
Andreas Jäger: Das ist extrem aufwendig, nämlich energieaufwendig.
Andreas Jäger: Das ist ja die Geschichte. Jetzt wäre es natürlich, ja, deswegen die Initiative
Andreas Jäger: der Industrie, die sagt ja, aber wäre das nicht gescheiter, wir machen es gleich
Andreas Jäger: in Österreich. Wir haben ja auch alte Gaslagerstätten.
Andreas Jäger: Da müssen wir uns nicht so weit transportieren.
Andreas Jäger: Das Argument hat natürlich was. Die Frage ist nur grundsätzlich, ob man es machen soll.
Martin Puntigam: Aber gibt es Industriebereiche, wo man sie zumindest sehr schwer tut?
Martin Puntigam: Vermeiden kann man es ja letztlich überall. Irgendwann gibt es ja genug Innovation,
Martin Puntigam: wenn der Druck groß genug ist. Aber gibt es aktuell Industriebereiche,
Martin Puntigam: wo man CO2 in der Produktion schwer vermeiden kann?
Andreas Jäger: Das ist die Zementindustrie. Also du hast bei der Stahlerzeugung,
Andreas Jäger: also bei der Stahlerzeugung ist es möglich, grünen Stahler zu erzeugen,
Andreas Jäger: weil bei der Stahlerzeugung mit Koks zum Beispiel machst du die ganze Hitze,
Andreas Jäger: die du brauchst, um das Eisenerz zu schmelzen, ich weiß nicht,
Andreas Jäger: 1700 Grad oder sowas, die Hitze und gleichzeitig musst du das Eisen,
Andreas Jäger: das Fe2O3, musst du den Sauerstoff wegkriegen, damit das Eisen übrig bleibt und das machst du,
Andreas Jäger: dieses Kohlenmonoxid, das du dafür brauchst, das liefert auch das Koks,
Andreas Jäger: also es geht alles in einem.
Andreas Jäger: Und dabei entsteht ganz viel CO2. Und das kann ich allerdings mit diesem Lichtbogenofen,
Andreas Jäger: kann ich das machen, und vorgelagert aus dem Fe2O3 das Fe2 zu machen,
Andreas Jäger: vorgelagert kann ich das mit Wasserstoff auch das Eisenoxid,
Andreas Jäger: reduzieren, wie der Chemiker sagt.
Andreas Jäger: Also das geht. Also die Stahlindustrie mit sehr viel Aufwand kann,
Andreas Jäger: wenn dann auch noch der Wasserstoff des Gases natürlich grün ist,
Andreas Jäger: weil im Moment wird der Wasserstoff aus Erdgas gemacht, das ist ja nicht grün,
Andreas Jäger: Aber wenn jetzt der Wasserstoff sehr grün wäre, theoretisch ist das möglich.
Andreas Jäger: Dann hast du Wasserstoff und dann hast du grünen Strom in diesem Lichtbogenofen
Andreas Jäger: und dann kannst du die Stahlindustrie CO2 freimachen.
Andreas Jäger: Du musst dir vorstellen, jetzt pro Tonne Stahl hast du, glaube ich,
Andreas Jäger: zwei Tonnen CO2, so Größenordnung.
Martin Puntigam: Das kannst du machen. Bei Zement ist es schwieriger, weil da fällt das einfach
Martin Puntigam: an und die Kosten, die man hat, um das abzuscheiden, weil das ist ja ein Wort,
Martin Puntigam: abscheiden, aber in Wirklichkeit ist das energieaufwendig, dann das,
Martin Puntigam: unter Druck irgendwo hinzubringen, das braucht Energie und das dort dann zu
Martin Puntigam: lagern braucht auch Energie.
Martin Puntigam: Das heißt, das muss man wieder abziehen von dieser Bilanz, oder?
Andreas Jäger: Absolut. Und das kostet auch viel Geld. Ich habe jetzt mitgekriegt,
Andreas Jäger: dass dieses Gas, dieses Gas für den Winter, das Erdgas für den Winter zu speichern
Andreas Jäger: in Österreich, dass wir das Erdgas
Andreas Jäger: haben, wenn sonst die Russen irgendwann nicht, wissen wir eh, was da.
Andreas Jäger: Das hat anscheinend 90 Millionen Euro gekostet. Und jetzt kostet es ja ein Mieterwettbewerb
Andreas Jäger: gemacht, das kostet 60 Millionen Euro. Also es ist ja auch nicht kostenlos.
Andreas Jäger: Du hast ja laufende Kosten. Dieses Gasfeld, ich muss es zuerst einmal reinpressen,
Andreas Jäger: dann muss ich es auch monitoren.
Andreas Jäger: Also ich muss ja schauen, bleibt es eh dicht? Und, und, und.
Andreas Jäger: Und was machen wir, wenn es nicht dicht ist?
Andreas Jäger: Ja, also das ist eigentlich eine End-of-Pipe-Lösung, die auch laufend richtig Geld kostet.
Martin Puntigam: Also End-of-Pipe-Lösung bedeutet in Wirklichkeit so weitermachen wie bisher,
Martin Puntigam: weil man das Zeug irgendwo unterbringt und dann hofft, dass es dort auch bleibt.
Martin Puntigam: Also eigentlich ist es nicht viel besser als die,
Martin Puntigam: vollkommen ungelöste Atommüllendlagerung, über die wir übrigens in 14 Tagen
Martin Puntigam: sprechen werden, aber auch dort ist es ja so, es gibt nach wie vor überhaupt
Martin Puntigam: keine sinnvolle Lösung, um Atommüll,
Martin Puntigam: zu lagern oder was man damit tun soll, weil es wird zwar eingegraben,
Martin Puntigam: aber dann ist es zwar eingegraben, aber was in tausend Jahren ist,
Martin Puntigam: weiß kein Mensch und das ist bei CO2-Einlagerung ähnlich?
Andreas Jäger: Ich würde schon sagen, dass es ganz anders ist, weil CO2 dann nicht so gefährlich
Andreas Jäger: ist. Weil wenn, dann ist ein Leck und es kommt nicht auf einmal raus.
Andreas Jäger: Bis dann haben wir hoffentlich genug Möglichkeiten, wie wir CO2 aus der Luft kriegen.
Andreas Jäger: Genug technische Möglichkeiten oder auch überhaupt Möglichkeiten, uns das gut überlegt.
Andreas Jäger: Weil das ist ein Problem, das wir so oder so angehen müssen.
Andreas Jäger: Dieses angesprochene Überschießen, dass wir viel zu viel CO2 in der Atmosphäre haben.
Andreas Jäger: Wir müssen sowieso Methoden entwickeln, wie wir CO2 rauskriegen.
Andreas Jäger: Da mag ich halt gern die Photosynthese, wie vier Milliarden Jahre alt, funktioniert einfach.
Andreas Jäger: Das ist zum Beispiel eine gängige Methode, wie man CO2 aus der Luft kriegt.
Andreas Jäger: Aber da gibt es auch viele technische Ansätze, die alles noch viele Luftschlösser dabei sind.
Andreas Jäger: Also ich würde das Atommüll schon viel ärger sehen als das Gasproblem von der Lagerung her.
Martin Puntigam: Und von den Auswirkungen her, wenn was passiert?
Andreas Jäger: Das verteilt sich doch auf viele Gaslagerstätten und die sind großteils halt
Andreas Jäger: schon sehr lange dicht gewesen. Sonst hätte sich das Gas doch gar nicht halten
Andreas Jäger: können über Jahrmillionen. und ansammeln können.
Martin Puntigam: Es wäre eine Lösung, eine kurzfristige Lösung, aber eben wieder nur eine Übergangslösung,
Martin Puntigam: weil eben überall, wo man End of the Pipe hinschreiben kann,
Martin Puntigam: ist es keine wirkliche Lösung.
Martin Puntigam: Ein bisschen so wie Elektromobilität. Das wird ja auch völlig zu Recht als Übergangslösung
Martin Puntigam: tituliert, auch wenn manchmal so getan wird, dass dann die Elektroautos die
Martin Puntigam: Lösung aber in Wirklichkeit sind.
Martin Puntigam: Kaum noch Autos die Lösung, aber als Übergangslösung gibt es auch dort ziemliche,
Martin Puntigam: Fortschritte, nämlich LKWs können mittlerweile ganz gut durch die Gegend fahren,
Martin Puntigam: auf Basis von E-Mobilität mit Strom. Das funktioniert tatsächlich über längere Distanzen.
Andreas Jäger: Ja, das ist total witzig. Es war in den letzten Jahren immer die Diskussion,
Andreas Jäger: wird der LKW-Verkehr, okay, BKWs mit Strom, das funktioniert.
Andreas Jäger: Das haben wir dann langsam gelernt. Okay, funktionieren tut das mit Strom.
Andreas Jäger: Aber LKWs, da werden wir Wasserstoff brauchen.
Andreas Jäger: Aber der Casis Gessen, es gibt unglaublich viele Busse und LKWs,
Andreas Jäger: die jetzt elektrisch fahren.
Andreas Jäger: Der Knackpunkt war diese viereinhalb Stunden. Ein LKW-Fahrer darf viereinhalb
Andreas Jäger: Stunden fahren und dann muss er per Gesetz eine Pause von einer Dreiviertelstunde machen.
Andreas Jäger: Wenn du also schaffst, dass der elektrische LKW 4,5 Stunden die Akku durchhält
Andreas Jäger: und ich dann in diesen 45 Minuten den LKW wieder vollkriege,
Andreas Jäger: dass der nach der vorgeschriebenen Pause weiterfährt, dann habe ich gewonnen.
Andreas Jäger: Und diesen Kipppunkt, den hat man jetzt geschafft.
Andreas Jäger: Also das kommt jetzt die E-LKWs. Ich habe selber solche Mega-Charger gesehen
Andreas Jäger: und ich bin in diesen LKWs mitgefahren.
Andreas Jäger: Das kommt jetzt und zwar sehr schnell.
Martin Puntigam: Das heißt, da wird eine Infrastruktur aufgebaut werden müssen,
Martin Puntigam: ähnlich wie das Tankstellensystem, damit,
Martin Puntigam: möglichst viele LKWs, und man sieht es ja, neben der Autobahn sind ja auch schon
Martin Puntigam: oft die Rastplätze schon,
Martin Puntigam: am späten Nachmittag randvoll und da müssten alle LKW-Fahrer,
Martin Puntigam: Fahrerinnen die Möglichkeit haben, ihre Gefährte, während sie pausieren und schlafen, aufzuladen?
Andreas Jäger: Ganz genau. Das ist der Punkt. Das ist jetzt die Herausforderung.
Andreas Jäger: Das war ja bei der Elektromobilität das Gleiche. Mittlerweile gibt es genug Ladestationen.
Andreas Jäger: Mit den Karten ist alles noch ein bisschen kompliziert.
Andreas Jäger: Aber das wird auch besser werden. Aber ich kann jetzt problemlos eigentlich
Andreas Jäger: mein Elektroauto aufladen.
Andreas Jäger: Ich fahre nur mit Haushaltsstrom. Aber das geht.
Andreas Jäger: Und das ist jetzt die Herausforderung bei LKWs, dass man halt genug Lademöglichkeiten auch hat.
Andreas Jäger: Aber die Wirtschaftlichkeit ist extrem hoch von diesen LKWs.
Andreas Jäger: Die brauchen einfach viel weniger Energie. Das vergisst man immer,
Andreas Jäger: dass der Grundenergiebedarf von der Elektromobilität nämlich viel geringer ist.
Andreas Jäger: Die sind nicht laut, wenn sie irgendwo stehen bei irgendeinem Parkplatz und
Andreas Jäger: dann die Motoren warm laufen lassen.
Andreas Jäger: Sie vibrieren nicht. Also der Fahrkomfort für den Fahrer ist enorm.
Andreas Jäger: Also das hat wirklich sehr viele Vorteile. Trotzdem hast du vollkommen recht.
Andreas Jäger: In Wirklichkeit sollten keine LKWs fahren.
Martin Puntigam: Das wäre das Scheinste. Also Eisenbahn wäre nach wie vor die bessere Lösung.
Andreas Jäger: Ja, sicher.
Martin Puntigam: Insofern immer eine Übergangslösung, weil ja auf den Autobahnen und Autostraßen
Martin Puntigam: durch den Rollwiderstand so viel leiser sind ja außerhalb der Stadt die E-Mobile nicht mehr, oder?
Andreas Jäger: Überhaupt nicht. Ich glaube, so ab ca. 50 kmh spätestens ist vom Lärm her das
Andreas Jäger: E-Auto vom Verbrenner nicht zu unterscheiden.
Martin Puntigam: Mhm.
Andreas Jäger: Da sind die Rollgeräusche, die dominieren dann. Und du hast den Reifenabrieb,
Andreas Jäger: du hast alles genau gleich.
Andreas Jäger: Ich bin vollkommen bei dir, dass wir nicht nur anders Auto fahren müssen.
Andreas Jäger: Und Elektromobilität ist eindeutig besser als das andere. Und da gibt es viele Gründe.
Andreas Jäger: Aber wir müssen vor allem weniger Auto fahren. Also da bin ich zu 1000 Prozent
Andreas Jäger: bei dir und zwar viel weniger.
Andreas Jäger: Und man merkt überall dort, wo man halt Alternativen schafft.
Andreas Jäger: Wie jetzt gerade, da war vom VCE eine wunderbare Aussendung.
Andreas Jäger: Also wo man von St. Pölten nach Wien rein, hat man die Bahnstrecke verbessert
Andreas Jäger: und es hat sich total dieser Modalsplit verlagert zur Bahn.
Andreas Jäger: Also es wird weniger Auto gefahren, also noch vor 20 Jahren Richtung Wien gependelt,
Andreas Jäger: als mit dem Zug. Früher ist man viel weniger im Zug gependelt,
Andreas Jäger: weil der Zug einfach nicht so oft gefahren ist, die Züge schlecht waren und, und, und.
Andreas Jäger: Also ich muss da auch diese anderen Akzente machen, bin ich vollkommen bei dir.
Andreas Jäger: Es ist mir ein irrsinniges Anliegen, wir müssen ganz anders uns bewegen, wenn wir uns bewegen.
Martin Puntigam: Es gibt aus Holland, ich glaube Amsterdam, Auto-Low heißt das,
Martin Puntigam: wenn ich es richtig ausspreche, ein Konzept, wie man eben,
Martin Puntigam: Auto-Low, wird man es vielleicht auf Englisch übersetzen, also wie man keine
Martin Puntigam: Autos, aber wenig Autos in der Stadt hat und wie man das Fahren so,
Martin Puntigam: unattraktiv macht, dass man es wirklich nur damit in Anspruch nimmt,
Martin Puntigam: wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Martin Puntigam: Wir verlinken das ja gerne in den Shownotes. Das wäre natürlich ein Konzept,
Martin Puntigam: wie man im Rahmen der bestehenden Klimakatastrophe sie ein bisschen besser anpassen
Martin Puntigam: kann an die verheerenden,
Martin Puntigam: Situationen, die zwangsläufig jetzt kommen und die man auch gar nicht mehr verhindern
Martin Puntigam: können, weil wir eben in den letzten eineinhalb Jahrhunderten so viel CO2 in
Martin Puntigam: die Atmosphäre geblasen haben und in den letzten 25 Jahren im Speziellen noch viel mehr und ja
Martin Puntigam: auch noch längst nicht gebremst haben. Und dazu kommen dann noch...
Martin Puntigam: Dann kommen wir auch langsam zum Ende. Und dazu kommen noch Klimaphänomene,
Martin Puntigam: die wir gedacht haben, die wir nicht beeinflussen können, weil sie regelmäßig
Martin Puntigam: kommen, aber die wir offensichtlich doch beeinflussen können, nämlich El Nino.
Martin Puntigam: Das klingt alles sehr nett und weihnachtlich und Super El Nino klingt eigentlich
Martin Puntigam: fast wie ein Computerspiel, ist aber ganz was anderes, oder?
Andreas Jäger: Ja, Super El Nino ist einfach ein besonders starker El Nino und El Nino ist
Andreas Jäger: nichts anderes als zu Weihnachten vor der südamerikanischen Pazifikküste eine
Andreas Jäger: überraschende Meereserwärmung um ein 2-3 Grad.
Andreas Jäger: Und das hat es immer schon gegeben und es hat unglaubliche Auswirkungen.
Andreas Jäger: Dann habe ich plötzlich Überschwemmungen, wo es normalerweise trocken ist und
Andreas Jäger: dort, wo es normalerweise genug regnet, habe ich plötzlich Trockenheiten.
Andreas Jäger: Und die haben fast eine weltweite Wirkung von diesem El Nino-Phänomen.
Andreas Jäger: Und was jetzt stattfindet, das hat schon angefangen, also es gehen alle Modelle
Andreas Jäger: davon aus, dass ein Super-Linio wird in dem Sinn, dass die Erwärmung des Meerwassers
Andreas Jäger: vor der chilenischen Küste drei bis vier Grad betragen wird.
Andreas Jäger: Und das ist eine Erwärmung, die es noch nie gegeben hat in der Form.
Andreas Jäger: Und die Auswirkungen sind immer extrem. Also das spürt man in Australien,
Andreas Jäger: in Indonesien, da wird es plötzlich dann trocken.
Andreas Jäger: Das spürt man in Indien mit dem Monsum, der schwächer ist. Man spürt es fast weltweit.
Andreas Jäger: In Europa ist es noch die Frage, wie gut man es spürt. Aber es gibt eine gewisse
Andreas Jäger: Wahrscheinlichkeit, dass mit dem Super El Nino der Polarwirbel schwächer wird
Andreas Jäger: und deswegen wir leichter Kaltluftausbrüche haben. Das heißt,
Andreas Jäger: mit dem El Nino vielleicht, dass der Spätwinter kalt werden könnte.
Andreas Jäger: Also das könnte eine Auswirkung sein, die wir haben. Bei uns ist es allerdings
Andreas Jäger: nicht so sicher wie im Rest der Welt.
Andreas Jäger: Aber was El Nino auf jeden Fall schon gemacht hat, dass wir halt dieses Rekordjahr
Andreas Jäger: haben an den Temperaturen, die Meerestemperaturen, weil El Nino ist auch eine Wasserkühlung.
Andreas Jäger: In Linio kommt immer kaltes Tiefenwasser vor Chile rauf und das ist kalt,
Andreas Jäger: das kühlt die Atmosphäre, wenn diese Tiefenwasserzirkulation unterbringt.
Andreas Jäger: Unterbunden ist, also wenn das Tiefenwasser nicht mehr hochsteigt,
Andreas Jäger: ist die Kühlung weg und dann die Meere haben ja weltweit Rekordtemperaturen.
Andreas Jäger: Das hat es ja noch nie gegeben, so warme Meere.
Andreas Jäger: Und das geht jetzt wirklich von der Adria bis zum Pazifik. Es ist wurscht wo,
Andreas Jäger: überall ist es sehr heiß.
Martin Puntigam: Wenn man jetzt aber sagt, ich lebe nicht im östlichen Pazifik,
Martin Puntigam: nicht in Südamerika, Australien, Indonesien, es ist mir egal.
Martin Puntigam: So ist das natürlich sehr ignorant und kurzsichtig, weil ja die Welt,
Martin Puntigam: Auch was die Verkehrsrouten betrifft, zusammenhängt und dann gibt es die weltberühmten
Martin Puntigam: Lieferketten und auf die kann das dann einen Einfluss haben?
Andreas Jäger: Auf jeden Fall, zum Beispiel einfach auf die Nahrungsmittelproduktion.
Andreas Jäger: Das ist ja kein Zufall, dass in den letzten Jahren Kakao so extrem gestiegen ist.
Andreas Jäger: Die Grundsubstanz für gute Schokolade ist unvergleichlich teurer geworden,
Andreas Jäger: weil das Klima in diesen Ländern halt immer so gut funktioniert.
Andreas Jäger: Und das kann extreme Auswirkungen haben.
Andreas Jäger: Palmöl zum Beispiel, das Mehle verwenden soll. Das kann sehr viel teurer werden,
Andreas Jäger: wenn es so trocken wird und und und. Also da gibt es viele, ja,
Andreas Jäger: also ich glaube am ehesten wird man es im Supermarkt spüren.
Martin Puntigam: Weil die Preise noch mehr steigen können, weil eben nicht überall gleich viel
Martin Puntigam: produziert werden kann.
Martin Puntigam: Ganz abgesehen davon, dass es natürlich Leib und Lebensgefahren für die Menschen
Martin Puntigam: und die Tiere bringt, die in den Gegenden wohnen. Und wie lange kann dieser
Martin Puntigam: Super El Nino, wie er genannt wird, dauern, wenn er super wird?
Andreas Jäger: Ja, das geht so ziemlich über den Jahreswechsel. Also das ist so der Höhepunkt.
Andreas Jäger: Weihnachten, Jahreswechsel wird der Höhepunkt sein. Und das ist dann,
Andreas Jäger: wenn es ins neue Jahr geht, irgendwann einmal im späten Frühjahr wird es dann
Andreas Jäger: abklingen, wird es vorbei sein.
Martin Puntigam: Woher weiß man denn eigentlich, dass er super wird? Was sind denn da die Anzeichen?
Andreas Jäger: Die Anzeichen sind, am Ende geht es, man tut sich da leichter bei den Berechnungen,
Andreas Jäger: weil es im Grunde ums Meer geht.
Andreas Jäger: Also mehr Wasser zu prognostizieren ist leichter als Luft, als die Atmosphäre,
Andreas Jäger: weil die Meereströmungen doch eine gewisse Trägheit haben.
Andreas Jäger: Es gibt große Modelle, die das berechnen. Und wenn man die vergangenen drei
Andreas Jäger: Monate anschaut und dann sozusagen ozeandynamisch in die Zukunft rechnet,
Andreas Jäger: dann kommt das ziemlich aufgrund der Trägheit dieser Strömung.
Andreas Jäger: Und das dauert ja lange, bis dieses warme Wasser von dieser Küste wieder zurückschwappt.
Andreas Jäger: Indonesien, also von Chile nach Indonesien schwappt.
Andreas Jäger: Da muss sich der Wind wieder aufbauen, das Wasser muss bewegt werden.
Andreas Jäger: Und das dauert alles Monate. Und das kann man berechnen und das ist passiert. Also,
Andreas Jäger: Alle Indizien, und da macht man Laufen, die berechnen das ständig und da hat
Andreas Jäger: man schon sehr viele Erfahrungen und das ist, also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
Andreas Jäger: wird das ein super Linie. Da reden wir von 90% Wahrscheinlichkeit.
Martin Puntigam: Also kann man nur hoffen, dass er
Martin Puntigam: nicht ganz so super wird, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch.
Martin Puntigam: In Europa können die Auswirkungen geringer sein, unmittelbar,
Martin Puntigam: aber mittelbar kann es für die ganze Welt katastrophal werden.
Martin Puntigam: Und grundsätzlich kommt man sowieso nicht drum herum, wenn wir die Erde bewohnbar
Martin Puntigam: halten wollen, dass wir die Klimakatastrophe einigermaßen einbremsen,
Martin Puntigam: egal wie wir in Zukunft unsere
Martin Puntigam: Häuser und Wohnungen kühlen, ob mit Sonnensegel, Bäumen oder Tiefenbohrungen.
Andreas Jäger: Ganz genau, so muss man das sehen.
Martin Puntigam: So, und bevor wir am Ende, wie immer, zu den Verlautbarungen kommen,
Martin Puntigam: noch zwei Projekte, mit denen du, Andreas, unterwegs bist.
Martin Puntigam: Einerseits mit dem Fahrrad unterwegs und andererseits öffentlich.
Andreas Jäger: Ja, mit dem Fahrrad und meinem Faltrad fahre ich zu Unternehmen und Firmen,
Andreas Jäger: die Lösungen haben. Das nennt sich Good News the Ride. Extrem coole Sache.
Andreas Jäger: Und das andere, das ist genauso cool, das ist ein Gesprächsformat,
Andreas Jäger: das nennt sich Bahn zum Berggespräche.
Andreas Jäger: Und dabei geht es darum, dass man öffentlicher Wanderung unternimmt und dabei
Andreas Jäger: ein bisschen talkt. Ich war da mit Martin Moda unterwegs, sehr, sehr lustig.
Andreas Jäger: Es geht aber darum, dass man eben nicht mit dem Auto wandern fährt,
Andreas Jäger: sondern mit dem Zug oder mit dem Bus und mit allem, was öffentlich ist.
Andreas Jäger: Das macht riesen Spaß. Das ist mir ganz wichtig.
Martin Puntigam: Und das ist wahrscheinlich auch ein bisschen sicherer, weil ich habe das in
Martin Puntigam: Erinnerung. Man fährt dann, wenn man halt bei der ersten Fahrt bei der Bergbahn
Martin Puntigam: sein möchte, wo man es mit dem Zug oder mit dem Bus noch nicht hinschafft,
Martin Puntigam: den Auto hin, dann wandert man den ganzen Tag.
Martin Puntigam: Und dann ist ja die Heimreise, wo man schon müde ist, deutlich gefährlicher,
Martin Puntigam: als wenn man da einfach im Zug vor sich hin ratzen könnte.
Andreas Jäger: So ist es und lustiger. Wir haben jetzt vier Folgen gedreht,
Andreas Jäger: gesponsert vom Klimaministerium, weil es einfach wichtig ist.
Andreas Jäger: Und jetzt suchen wir für nächstes Jahr Sponsoren.
Martin Puntigam: Weil es ja das Klimaministerium nicht mehr gibt.
Andreas Jäger: Ja, ich weiß nicht, wie viel genug ist. Aber sie haben uns jetzt einen Start
Andreas Jäger: ermöglicht und dafür sind wir sehr, sehr dankbar.
Andreas Jäger: Aber ja, wir würden gerne noch mehr machen, weil es echt lustig ist,
Andreas Jäger: echt Spaß macht und echt Vorbildwirkung hat.
Andreas Jäger: Es ist einfach, es ist so lässig, so kommunikativ im Zug und im Bus.
Andreas Jäger: Wir haben da so tolle Gespräche geführt und es hat allen, allen wirklich sehr
Andreas Jäger: gut gefallen. Einen ganzen Tag wandern, reden.
Martin Puntigam: Wir verlinken gern in unseren Shownotes, wo man sich da weiter informieren kann.
Martin Puntigam: Und teilen uns jetzt wie in einer guten Energiegemeinschaft noch die Parteienverkehre
Martin Puntigam: der ScienceBusters auf. Wir spielen natürlich wieder live.
Martin Puntigam: Einerseits unsere Show Weltuntergang für Fortgeschrittene in der Besetzung Martin
Martin Puntigam: Modor, Florian Freistädter und ich.
Martin Puntigam: Das nächste Mal schon am 8. Oktober im Orpheum Wien, dann am 13.
Martin Puntigam: Oktober in Stockerau, am 15.10.
Martin Puntigam: Im Posthof Linz, am 17. in der Listhalle in Graz und am 24.
Martin Puntigam: In der Kulisse Wien und noch viele weitere Termine bis zum Jahresende,
Martin Puntigam: wo wir wiederum unseren naturwissenschaftlichen Jahresrückblick zu Silvester
Martin Puntigam: präsentieren werden. Und es gibt auch Science Busters for Kids natürlich.
Andreas Jäger: Ja, Science Busters for Kids, aktuell digital in der ORF Kids App.
Andreas Jäger: Und dann am 15.10. spielt sie im Posthof Linz, am 17.10.
Andreas Jäger: Dann wieder in der Helmut-Listhalle und am 24.10. in der Kulisse in Wien.
Andreas Jäger: Weitere Infos und Tickets unter sciencebusters.at slash Termine.
Martin Puntigam: Weil wir spielen die Kids-Show, Martin Modo und ich natürlich auch noch weiter,
Martin Puntigam: aber wir solieren auch alle jeweils. Florian Freistetter mit seiner Soloshow
Martin Puntigam: Sternengeschichten live, sein erfolgreicher Podcast dramatisiert.
Martin Puntigam: Den gibt es auf der Bühne auf Tour. Das nächste Mal in Fürth am 23.
Martin Puntigam: Oktober in Franken ist es. Und von links nach rechts von 9. bis 11.
Martin Puntigam: November in Erfurt, Leipzig, Dresden. Aber es gibt auch noch weitere Termine
Martin Puntigam: und die findet man unter sternengeschichten.live.
Andreas Jäger: Du solltest aber dein Licht nicht unter den Scheffel stellen,
Andreas Jäger: weil du hast ein neues Soloprogramm, das gerade fertig wird.
Andreas Jäger: Der heilige Puntigam, stimmt, oder?
Andreas Jäger: Und der wird gespielt am 10. November, wird er zu sehen sein.
Andreas Jäger: Die Uraufführung gibt es im Theatercafé Graz und die Wien-Premiere am 19.11.
Andreas Jäger: Im Kabarett Niedermeier.
Andreas Jäger: Die ersten Previews sind vorbei, aber es wird langsam ernst.
Andreas Jäger: Ein paar Vorpremieren gibt es noch vor der Uraufführung.
Andreas Jäger: Zum Beispiel am 13.10. im Kulturhof Linz, am 4.11.
Andreas Jäger: In der Bettfedernfabrik Oberwaltersdorf, Am 06.11.
Andreas Jäger: In der Tischler Rhein-Melk und am 07.11. in Brunheim-Gebirge.
Andreas Jäger: Infos und Tickets unter puntigam.at.
Martin Puntigam: Und der Dritte im Bunde, zumindest von den Science Busters, die auf der Bühne
Martin Puntigam: zu sehen sind, Martin Moder.
Martin Puntigam: Er bereitet auch einen Solo-Abend vor mit dem Titel Superintelligenz oder Sautrottl.
Martin Puntigam: Und Premiere wird sein nach dem Jahreswechsel 2027 am 19. Jänner in der Kulisse
Martin Puntigam: in Wien. dann am 22. im Posthof in Linz zu sehen, am 23. im Kronenkino Mistelbach
Martin Puntigam: und am 2. April in der Helmut-Liesthalle in Graz.
Martin Puntigam: Weitere Termine unter martinmoder.at.
Martin Puntigam: Das war Podcast Ausgabe 145. Die nächste Ausgabe 146 beschäftigt sich mit der
Martin Puntigam: schwierigen Suche nach Endlagern für Atommüll
Martin Puntigam: und dass, wenn man eins gefunden hat, die Probleme eigentlich erst beginnen.
Martin Puntigam: Danke an die TU Wien und die Uni Graz, die diesen Podcast unterstützen.
Martin Puntigam: Danke Andreas Jäger für die Auskünfte.
Martin Puntigam: Danke fürs Streamen, Downloaden, Abonnieren, Bewerten, Empfehlen,
Martin Puntigam: Kühlen, Einspeisen, Teilen, Speichern, Vergraben, Tiefbohren,
Martin Puntigam: Supersein und Nicht-So-Supersein und was man sonst noch alles mit einem Podcast anstellen kann.
Martin Puntigam: Bis zum nächsten Mal. Tschüss und habe die Ehre.
Andreas Jäger: Tschüss.